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Präoperative Abklärungen (Institut für Anästhesiologie USZ)
 

 
Die präoperativen Untersuchungen werden immer häufiger ambulant gemacht. Es besteht ein Trend zu weniger und selektiveren Abklärungsuntersuchungen.

Ein sorgfältig erhobener Status, insbesondere der körperlichen Leistungsfähigkeit und eine gezielte Erhebung der Anamnese, sind von hoher Bedeutung und tragen wesentlich zur Effizienz der präoperativen Abklärung bei. Nachfolgend die aktuellen Richtlinien zu den wichtigsten präoperativen Abklärungen und zur perioperativen Medikation von kardialen Risikopatientinnen und -patienten.

Entscheidend ist die perioperative medikamentöse Kardioprotektion bei kardialen Risikopatientinnen und -patienten:

  • Eine bestehende Betablockade wird immer weitergeführt.
  • Eine Betablockade wird neu eingeführt bei Patientinnen/Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Status nach Herzinfarkt oder aktueller Angina pectoris.
  • Eine bestehende Behandlung mit Statinen wird immer weitergeführt.
  • Eine bestehende Behandlung mit Plättchenhemmern, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit koronaren Stents, wird immer weitergeführt mit Ausnahme einer intrakraniellen Operation, Wirbelsäulenoperation oder Operation in der hinteren Augenkammer.

 

EKG

  • Indikationen für ein präoperatives EKG siehe in Tabelle 1.
  • Kein EKG vor elektiven Eingriffen mit kleinem Risiko bei Patienten jeden Alters ohne bekannte kardiovaskuläre Erkrankung.


Thoraxröntgen

  • Indikationen für präoperatives Rx-Thorax siehe in Tabelle 1.
  • Keine routinemässigen Röntgenthoraxaufnahmen bei asymptomatischen Patienten jeden Alters mit blander kardiopulmonaler Anamnese vor elektiven Eingriffen ausserhalb der Herz- und Thoraxchirurgie.

Labor

  • Keine routinemässigen Laboruntersuchungen für minimal-invasive Eingriffe.
  • Selektive Bestimmung von Laborparametern entsprechend Tabelle 2.

 




  



  
 
 
 
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