Forschungsthemen

​​​​​Das UniversitätsSpital Zürich betreibt Spitzenforschung in der hochspezialisierten Medizin und wendet das neuste Wissen aus der medizinischen Forschung an. Davon profitieren unsere Patienten von heute und morgen. Die folgenden Beispiele zeigen eine Auswahl von Forschungsthemen am USZ.

DO-HEALTH – Moderne Altersforschung

Ausreichend Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und genügend körperliche Aktivität haben möglicherweise positive Auswirkungen auf die Prävention verschiedener altersbedingter chronischer Erkrankungen. Unter der Leitung von Prof. Heike A. Bischoff-Ferrari untersucht eine internationale Forschergruppe in DO-HEALTH​, der grössten Altersstudie Europas, ob und in welcher Kombination Vitamin D, Omega-3 Fette und ein Trainingsprogramm  die gesunde Lebenserwartung am wirksamsten erhöhen. Dank den Ergebnissen von DO-HEALTH werden die geeignetsten Präventionsmassnahmen festgelegt.​​

Alternativen zu Bluttransfusionen verbessern Sicherheit

In der Mai-Ausgabe 2013 der Zeitschrift «Lancet» publizierte der Direktor des Instituts für Anästhesiologie, Professor Dr. Donat R. Spahn, eine Studie, die den Nutzen von Alternativen zu Bluttransfusionen und neuen Konzepten wie dem «Patient Blood Management» analysierte. Die Studie belegt nun erstmals, dass Alternativen zu Bluttransfusionen die Sicherheit massgeblich verbessern.

Neue Methode bei starkem Übergewicht

Als erstes Schweizer Spital bietet das USZ seit 2013 eine neue Behandlungsmethode für Adipositas und Altersdiabetes an: den so genannten «Endo Barrier». Dabei wird endoskopisch ein Kunststoffschlauch in den Dünndarm eingesetzt, wo dieser die Umwandlung der Nahrung in Energie verhindert. Die Methode ist eine Alternative zu chirurgischen Eingriffen wie dem Magenbypass oder dem Magenband.

Neuer Therapieansatz für multiple Sklerose

Ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Roland Martin von der Klinik für Neurologie hat ein neues Verfahren zur Frühbehandlung der multiplen Sklerose entwickelt. Die Methode reduziert die spezifisch gegen Myelinantigene gerichtete Autoimmunreaktion. Dies belegte die ETMIS-Studie, die in der Juni-Ausgabe 2013 von «Science Translational Medicine» publiziert wurde.

Die 750. Cochlea-Implantation

Menschen mit Gehörverlust können dank eines Cochlea-Implantats wieder hören. Das USZ – heute das grösste CI-Zentrum der Schweiz – hat diese Technik mitentwickelt. 1977 gelang hier die erste Schweizer Cochlea-Implantation. Anfang März 2013 wurde die 750. Operation durchgeführt. In fünf Schweizer Zentren werden nun jährlich 160 Cochlea-Implantationen durchgeführt, ein Drittel davon bei Kleinkindern.

Bei Katzenallergie die Katze impfen

Ein Forscherteam des USZ hat 2013 eine innovative Methode gegen Katzenhaarallergie entwickelt. Erstmals soll anstelle des Menschen die Katze gegen das Protein geimpft werden, das die Allergie beim Mensch auslöst. Die Forschungsgruppe um PD Dr. Gabriela Senti, PD Dr. Thomas Kündig und Prof. Dr. Martin Bachmann wurde für ihre neuartige Methode mit dem Swiss Technology Award 2013 ausgezeichnet.

«Gebrochenes-Herz-Syndrom» wissenschaftlich nachgewiesen

Die Takotsubo-Kardiomyopathie ist eine seltene Form des Herzinfarkts. Sie wird auch «Syndrom des gebrochenen Herzens» genannt. Das Syndrom tritt plötzlich auf, meist nach einem grossen emotionalen Ereignis. Forschende aus Zürich und Hannover haben nun einen Biomarker (micro RNA) für die Takotsubo-Kardiomyopathie entdeckt. Im September 2013 haben sie darüber im «European Heart Journal» berichtet.