Patrizia Zala erhält den B. Braun Pflegepreis 2017

Patrizia Zala, Fachexpertin Pflege / APN im Medizinbereich Abdomen-Stoffwechsel (AST), erhielt an der CareArt Basel am 9. Juni 2017 den B. Braun Pflegepreis. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Masterarbeit zum Thema «Mit chronischer Niereninsuffizienz umgehen – Erfahrungen von Patienten und ihren engsten Angehörigen mit einem neuartigen Beratungsangebot durch eine spezialisierte Pflegefachfrau».

​Die B. Braun Medical AG fördert mit dem Pflegepreis Innovation, Forschung und Qualität im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege. Patrizia Zala und ihr Team wurden für ihr Forschungsprojekt ausgezeichnet, weil sie eine für die Schweiz neue und innovative Rolle für die Pflege, in welcher die Relevanz für Patientinnen und Patienten sowie die Organisation dargelegt wird, etabliert und evaluiert haben. Zudem würdigt B. Braun damit die Qualität der Präsentation und die Wissenschaftlichkeit des gesamten Projekts.

Ziel der Masterarbeit war, zu erfahren, wie Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) im Stadium I-V und ihre Angehörigen individuelle Beratungen durch eine Pflegefachperson erleben. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten und Angehörige im Krankheitsverlauf wiederkehrende Prozesse durchliefen. Sie kämpften mit einer unfassbaren Diagnose, bemühten sich eine gesunde Distanz dazu zu finden und gemeinsam damit zurecht zu kommen. Eine Advanced Practice Nurse (APN) unterstützte sie dabei. Sie erhielten Informationen, gewannen Einblicke und fühlten sich verstanden. Diese Hilfestellung eröffnete ihnen einen neuen Ausblick und schloss einige Lücken in der Behandlung von Menschen mit CKD. Das Angebot soll weiterentwickelt werden, um Betroffene stärker in der Umsetzung konkreter Massnahmen zur Verlangsamung der CKD-Progredienz zu unterstützen. Fachpersonen sind aufgefordert, die Relevanz von Beratung und Betreuungskontinuität zu beachten.

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Das Projektteam an der Preisverleihung. V. l. n. r.: Franziska Wildhaber (B. Braun), Gisela Rütti (Inselspital Bern), Patrizia Zala (UniversitätsSpital Zürich), Elisabeth Spichiger (Institut für Pflegewissenschaft Universität Basel).