Dr. med. Robert Clemens erhält Förderpreis der Union der Schweizerischen Gesellschaften für Gefässkrankheiten

Herr Dr. med. Robert Clemens, Oberarzt an der Klinik für Angiologie, wurde anlässlich der Jahrestagung der Union der Schweizerischen Gesellschaften für Gefässkrankheiten (USGG) in Montreux mit dem Förderpreis von CHF 10.000.- für das beste Projekt im Bereich der Gefässforschung ausgezeichnet.

Im nun ausgezeichneten Projekt «Venous malformations: Treatment, complications, patient evaluated satisfaction and natural progression.» unter der Leitung von Dr. med. Robert Clemens geht es um die Erfassung der Patientenzufriedenheit bezüglich der Symptome nach der Behandlung und im Langzeitverlauf von Patienten mit venösen Malformationen. Im Rahmen des Projekts soll ein schweizerisches Register für vaskuläre Malformationen aufgebaut werden.

Venöse Malformationen sind angeborene Missbildungen des venösen Systems. Sie bestehen aus abnorm geformten und erweiterten Venen, die sich bläulich unter der Haut abzeichnen. Obwohl sie nicht selten sind, werden sie im klinischen Alltag häufig fehldiagnostiziert und entsprechend falsch behandelt. Trotz verschiedener Therapieoptionen ist eine vollständige Heilung selten möglich. Meist sind multiple Behandlungsschritte erforderlich, da es in über 90% der Fälle zu einer Zunahme der klassischen Symptome wie Schwellung, Schmerzen und kosmetischen Problemen kommt. Es gibt nur wenige publizierte Daten zu Behandlungserfolgen und Komplikationen venöser Malformationen.

Als Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds führte Herr Dr. Clemens von 2012 bis 2013 als Research Fellow am Vascular Anomalies Center des Boston Children’s Hospital und der Harvard Medical School im Bereich der vaskulären Malformationen mehrere wissenschaftliche Studien durch und konnte durch seine Tätigkeit in Boston eine breite klinische Erfahrung in diesem sehr speziellen Gebiet der Gefässerkrankungen erwerben. Er leitet am UniversitätsSpital Zürich die interdisziplinäre Sprechstunde für Angiodysplasien und arbeitet wissenschaftlich und klinisch weiterhin mit dem Vascular Anomalies Center in Boston zusammen.