Swiss ophthAWARD für Forschende des UniversitätsSpitals Zürich

Zum ersten Mal wurde am 31. August 2013 der Swiss ophthAWARD der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft an junge Schweizer Forschende vergeben. Zwei der drei Preise gingen an Forschende des UniversitätsSpitals Zürich: Sally Rosengren gewann in der Kategorie «Beste Innovation», Pascal Knecht-Bösch erhielt die Auszeichnung in der Kategorie «Höchste klinische Relevanz».

Am 31. August 2013 überreichte der wissenschaftliche Sekretär der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG), PD Dr. Yan Guex-Crosier, anlässlich des Jahreskongresses der SOG in Locarno zum ersten Mal die neu geschaffenen Swiss ophthAWARDS an die Preisträgerinnen und Preisträger.

Dr. Sally Rosengren forscht nach ihrem einjährigen Aufenthalt am UniversitätsSpital Zürich am Neurology Department des Royal Prince Albert Hospital in Sydney, Australien; der Co-Erstautor der Studie, Dr. Konrad Weber, arbeitet am UniversitätsSpital Zürich. Ihre in der Kategorie «Beste Innovation» ausgezeichnete Arbeit wurde im Journal of Physiology publiziert und trägt den Titel «Single motor unit activity in human extraocular muscles during the vestibuloocular reflex». In der Studie gelang erstmals eine Einzelpotentialanalyse zur Untersuchung des Gleichgewichts-Reflexes in menschlichen Augenmuskeln. Mit der neuen Methode wurde das Funktionsprinzip eines in der Praxis angewandten Gleichgewichtstests bewiesen und es konnten grundlegende Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gleichgewichtsreflexes gewonnen werden.

Dr. Pascal Knecht-Bösch erhielt den Swiss ophthAWARD in der Kategorie «Höchste klinische Relevanz» für seine Arbeit «The ocular pulse amplitude as a noninvasive parameter for carotid artery stenosis screening: a test accuracy study». Die Studie wurde in der Zeitschrift «Ophthalmology» publiziert. Dem Forschungsteam gelang es nachzuweisen, dass aufgrund der Veränderungen des intraokularen Druckes Rückschlüsse auf die Durchgängigkeit der Halsschlagadern gemacht werden können. Somit könnte man bei der augenärztlichen Routineuntersuchung eine Halsschlagaderverengung vermuten und Patienten, die davon nichts merken, an Spezialisten zur Therapie weiterleiten.

In der Kategorie «Beste experimentelle Arbeit» ging der Swiss ophthAWARD zu gleichen Teilen an Sandra Riegert und Karl Farrow vom Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research, Basel.

Auskünfte
Dr. Konrad Weber
Augenklinik des UniversitätsSpital Zürich
konrad.weber@usz.ch

Dr. Pascal Knecht-Bösch
Augenklinik des UniversitätsSpitals Zürich
pascalknecht@gmx.ch

Swiss ophthAWARD
Der Swiss ophthAWARD wird seit 2013 jährlich von der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG) vergeben. Der Förderpreis geht an junge Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Augenheilkunde, die in der Schweiz tätig sind oder einen Bezug zur Schweiz haben. Es werden Forschungsarbeiten aus der Grundlagenforschung sowie der klinischen Forschung ausgezeichnet. Die eingereichten Projekte sollten zur Publikation angenommene oder vor weniger als zwei Jahren publizierte Studien sein. Der Preis wird in den Kategorien «Beste experimentelle Arbeit», «Höchste klinische Relevanz» und «Grösste Innovation» vergeben; jede der drei Kategorien ist mit 10000 Franken dotiert. Geldgeber ist die Bayer Schweiz AG. Den Entscheid für die Vergabe trifft eine von der SOG ernannte unabhängige, repräsentative Jury.