Demenzforschung

In einem klinischen Forschungszentrum in Schlieren arbeiten Forscherinnen und Forscher des UniversitätsSpitals Zürich, der Psychiatrischen Universitätsklinik und der Universität Zürich zusammen und untersuchen die Alzheimer-Krankheit aus allen Perspektiven. Im Rahmen dieser Forschung werden neueste bildgebende Technologien europaweit erstmals eingesetzt. Ziel ist es, die Alzheimer-Krankheit frühzeitig zu erkennen und den Ausbruch der Demenz zu verhindern.

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Alzheimer – häufigste Ursache von Demenz

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz. Es handelt sich dabei um eine langsam fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung. Demenz-Erkrankungen machen sich häufig durch kognitive Störungen im Alter bemerkbar. Typisch für Demenz-Erkrankungen sind Gedächtnisstörungen, dazu kommen Sprachstörungen und Probleme bei der Bewältigung von alltäglichen Handlungen. Da eine kausale Therapie der Alzheimer-Demenz zurzeit noch nicht möglich ist, ist die Früherkennung und Prävention von Alzheimer wichtig. Die Krankheit soll erkannt und begleitend behandelt oder mit präventiven Massnahmen verlangsamt werden, noch bevor die Demenz ausbricht.

Technologieplattform mit neuesten bildgebenden Technologien in Schlieren

Im von der Universität Zürich und dem UniversitätsSpital Zürich gemeinsam betriebenen Forschungszentrum in Schlieren stehen den Forscherinnen und Forschern die neuesten bildgebenden Technologien zur Verfügung. Im Winter 2013 hat das Zentrum einen hochauflösenden PET/MR-Scanner in Betrieb genommen, eines der ersten drei solcher Geräte weltweit und das erste in Europa. Der PET/MR-Scanner ist ein Kombinationsgerät für die molekulare Bildgebung, das Positronen-Emissionstomografie (PET) und Magnetresonanztomografie (MR) vereinigt. Diese Kombination ermöglicht es, die Hirnfunktionen, mögliche Pathologien und die Anatomie des Gehirns in einer Untersuchung parallel zu erfassen. Für die PET-Untersuchung stehen diverse PET-Kontrastmittel zur Verfügung, mit denen man den Zuckerstoffwechsel, Hirndurchblutung, aber auch Eiweissablagerungen, welche in Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung stehen, sichtbar machen kann. Für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit, lange vor dem Ausbruch der Demenz, ist der Einsatz des PET-MR-Scanners entscheidend. Dieser Forschungsansatz geht einher mit der Entwicklung von anderen, präventiven Therapieansätzen, insbesondere der Immuntherapie.

Weiterentwicklung der diagnostischen Verfahren

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsspitals arbeiten zusammen mit den Ärzten des klinischen Zentrums in Schlieren an der Verbesserung der Forschungsmethoden und der Weiterentwicklung der diagnostischen Verfahren. Die Patientinnen und Patienten profitieren von immer besseren Untersuchungsmethoden. Einzigartig an diesem Zentrum der drei Institutionen ist, dass klinische Demenzdiagnostik und bildgebende Verfahren unter einem Dach vereint sind.

Ansprechpartner

Dr. Valerie Treyer
Tel. +41 44 255 40 15
Valerie.Treyer@usz.ch

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