Erfreuliches Geschäftsjahr 2017 für das USZ

Das UniversitätsSpital Zürich (USZ) blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Die Zahl der stationären Austritte nahm 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2.4 % zu. Im ambulanten Bereich setzte sich das Wachstum der letzten Jahre fort. Das Volumen der Taxpunkte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5.5 %. Bei einem Betriebsertrag von 1'366 Mio. Franken erwirtschaftete das USZ einen Gewinn von 79 Mio. Franken. Zahlreiche betriebliche Fortschritte haben zu diesem guten Ergebnis beigetragen.

2017 behandelte das USZ 42'032 stationäre Patientinnen und Patienten. Das entspricht einer Zunahme von 2.4 %. Im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist auch der Case Mix Index (CMI), der ein Mass für die Komplexität der Fälle ist. Der durchschnittliche CMI der am USZ behandelten Patienten hat um 0.4 % auf 1.565 zugenommen (Vorjahr: 1.559). Die 10 % der Patienten mit dem höchsten Schweregrad wiesen einen durchschnittlichen CMI von 6.584 auf. Sie machten 46 % des gesamten Kostengewichts aus und zeigen den hohen Spezialisierungsgrad am USZ. 

Im ambulanten Bereich setzte sich das Wachstum ebenfalls fort. Gegenüber dem Vorjahr ging das Wachstum der ambulanten Taxpunkte zwar etwas zurück, blieb mit 5.5 % aber über dem Wachstum im stationären Bereich. Insgesamt wurden 274.4 Mio. Taxpunkte erbracht (Vorjahr: 260 Mio.). Das USZ leistet im ambulanten Bereich eine unerlässliche Versorgungsaufgabe. Dazu gehören insbesondere die ambulante Notfallversorgung, die zunehmend spezialisierten Behandlungen sowie die langjährigen Behandlungen im Zusammenhang mit komplexen Eingriffen wie zum Beispiel Transplantationen.

Höherer Betriebsertrag

Im Jahr 2017 erwirtschafteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des USZ einen Betriebsertrag von 1'366 Mio. Franken, was einer Steigerung um 39.8 Mio. Franken (3 %) entspricht. Die Genehmigung durch den Zürcher Regierungsrat und Kantonsrat vorbehalten, schliesst die Konzernrechnung mit einem Reingewinn in der Höhe von 79 Mio. Franken. Der Jahresgewinn soll den freien Reserven im Eigenkapital gutgeschrieben werden. Das gute Ergebnis beruht unter anderem auf einem ausserordentlichen Einmaleffekt. Dieser resultiert aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen aufgrund vertraglicher Einigungen mit den Tarifpartnern.

Mit 62.1 % bildeten die stationären Leistungen den mit Abstand grössten Anteil am Betriebsertrag. Der Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 53.3 Mio. Franken auf 1'299.4 Mio. Franken. Das USZ weist eine EBITDAR-Marge von 7.8 % aus. 

Zahlreiche betriebliche Fortschritte

Das Wachstum im stationären Bereich ist bei den gegebenen engen Platzverhältnissen am USZ nur dank Verbesserungen bei der Auslastung und den Prozessen möglich. Im Berichtsjahr hat das USZ wichtige Fortschritte erzielt. Dazu gehören unter anderem angepasste Prozesse für interdisziplinäres Zusammenarbeiten und neu geschaffene medizinische Zentren, mit denen das USZ die koordinierte, integrierte Versorgung noch besser sicherstellen kann. Beispiele dafür sind das Adipositas-Zentrum oder das Comprehensive Cancer Center Zürich, in das seit 2017 auch die universitäre Grundlagenforschung einbezogen ist.

Um auch mittel- und langfristig die medizinische Versorgung im Zentrum von Zürich anbieten zu können, ist das USZ auf eine Modernisierung der Infrastrukturen angewiesen. Die Planung für die Gesamterneuerung des USZ ist weitgehend auf Kurs. 2019 wird als erstes der Trakt SUED2 (Modulbau) mit Schwerpunkt Brandverletztenstation und Plastische Chirurgie in Betrieb genommen. Durch Anpassungen in der Organisation und den Prozessen wird zudem nach und nach das richtige Umfeld geschaffen für die angestrebte Trennung von ambulanten und stationären Patientenströmen.


Den Online-Geschäftsbericht 2017 finden Sie unter: www.usz-jahresbericht.ch


Medienmitteilung als Druckversion (PDF)


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