Beinarterienverschluss – Stopp der stillen Gefahr!

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) kann bis zum Arterienverschluss führen. Trotz dieser Gefahr wird sie oft nicht erkannt und bleibt unbehandelt. Das UniversitätsSpital Zürich informiert an einem gemeinsamen Vortragsanlass mit der Schweizerischen Herzstiftung über die PAVK und bietet eine einfache Kontrolluntersuchung an.

Wer beim Gehen in den Oberschenkeln oder in den Waden Schmerzen verspürt, die beim Stillstehen wieder verschwinden, könnte an der «peripheren arteriellen Verschlusskrankheit» leiden, im Volksmund auch als «Schaufensterkrankheit» oder «Raucherbein» bezeichnet. Dass zwei Drittel der Betroffenen überhaupt keinen Schmerz verspüren, ist kein Grund zur Entwarnung, denn «Patienten mit dieser Krankheit haben ein etwa vierfach erhöhtes Herzinfarktrisiko und etwa ein bis zu dreimal erhöhtes Risiko für einen Hirnschlag», sagt Prof. Beatrice Amann-Vesti, Direktorin der Klinik für Angiologie am UniversitätsSpital Zürich. «Diese Personen müssen erkannt und behandelt werden, nur so lässt sich ihr hohes Risiko senken.»

Vorbeugen und bei Verdacht untersuchen

Die Wahrscheinlichkeit für eine PAVK steigt mit dem älterwerden. Bei über 60-Jährigen ist gemäss Studien jede zehnte Person betroffen, bei über 70-Jährigen fast jede fünfte. Besonders gefährdet sind Raucher und Diabetiker. Vorbeugen ist möglich: Auf das Rauchen verzichten, Blutzucker, Blutfette und Blutdruck kontrollieren und wenn nötig behandeln lassen, ausgewogenes Essen und regelmässige Bewegung wirken ebenfalls präventiv. Bei Verdacht auf die Verschlusskrankheit gibt es eine einfache, zuverlässige Untersuchung: Messen von Blutdruck an Oberarmen und Fussknöcheln. Anhand der Werte wird der so genannte Knöchel-Arm-Index (medizinisch: ABI = anklebrachialindex) bestimmt.

Wie weiter nach der Diagnose?

Gefässfreundliche Lebensgewohnheiten müssen beibehalten und mit einem systematischen Gehtraining ergänzt werden. So können PAVK-Patienten ihrer Krankheit buchstäblich davonlaufen, wie Untersuchungen gezeigt haben. Im betroffenen Bereich bilden sich neue Blutgefässe, so genannte Kollateralen (kollateral = nebeneinander, benachbart), welche die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff wieder verbessern. Immer längere Strecken können schmerzfrei bewältigt werden. Ausserdem wirkt sich das Training günstig auf Blutzucker, Blutfette und Blutdruck aus und senkt damit das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko. Lebensgewohnheiten und Gehtraining bleiben auch wichtig, wenn zusätzliche Massnahmen erforderlich sind, z.B. eine Gefässerweiterung mit einem Ballonkatheter, ein Bypass oder eine chirurgische Umleitung um die Engstelle. Weiter können Medikamente das Risiko eines akuten Ereignisses vermindern.

«Beinarterienverschluss – Stopp der stillen Gefahr!»

Leitende Fachärzte des UniversitätsSpitals Zürich informieren über die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK):

  • 28. November 2013, 17 – 18 Uhr
  • Ort: UniversitätsSpital Zürich, Hörsaal West, Rämistrasse 100
  • ABI-Messung: eine einfache Untersuchung schafft Klarheit
  • Kostenloses Angebot vor den Vorträgen von 16 – 17 Uhr und danach von 18 – 20 Uhr

Die Schweizerische Herzstiftung klärt auf

Broschüre mit ausführlichen Informationen über Risiken, Symptome, Diagnose, Therapie und Prävention der PAVK. Kostenlos zu bestellen unter:
www.swissheart.ch/publikationen
info@swissheart.ch
+41 31 388 80 80

beinarterienverschluss_klein.jpg 

Kontakt für medizinische Fragen:

Prof. Dr. med. Beatrice Amann-Vesti
Direktorin Klinik für Angiologie, UniversitätsSpital Zürich,
Rämistrasse 100, 8091 Zürich
Telefon +41 44 255 40 82
Beatrice.Amann@usz.ch
www.angiologie.usz.ch

Kontakt Schweizerische Herzstiftung:

Silvia Aepli, Bereichsleiterin Aufklärung, Prävention
Schwarztorstrasse 18, Postfach 368, 3000 Bern 14
Telefon +41 31 388 80 95, Fax +41 31 388 80 88
aepli@swissheart.ch
www.swissheart.ch/medien


Die Schweizerische Herzstiftung – aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag

Wir setzen uns mit Forschungsförderung und einer umfassenden Aufklärungsarbeit dafür ein, dass weniger Menschen an Herz-Kreislauf-Leiden erkranken oder dadurch behindert bleiben, Menschen nicht vorzeitig an Herzinfarkt oder Hirnschlag sterben und für Betroffene das Leben lebenswert bleibt. Die 1967 gegründete Schweizerische Herzstiftung ist eine unabhängige und von der Stiftung ZEWO zertifizierte gemeinnützige Organisation, die sich hauptsächlich aus Spenden finanziert.


Druckversion der Medienmitteilung (PDF)