Das Spital Männedorf und das Universitätsspital Zürich rücken näher zusammen

Das Spital Männedorf und das Universitätsspital Zürich vertiefen und erweitern die bestehende Zusammenarbeit mit der Absicht, die medizinische Betreuung und Behandlung am rechten Seeufer zu stärken. Geplant ist zudem eine Minderheitsbeteiligung des USZ am Spital Männedorf. Mit dieser Partnerschaft auf Augenhöhe beschreiten die beiden Spitäler neue Wege.

Das Spital Männedorf und das Universitätsspital Zürich (USZ) vertiefen die bestehende Zusammenarbeit durch eine intensive Kooperation. Die beiden Häuser bleiben weiterhin eigenständige Spitäler, arbeiten jedoch in verschiedenen Bereichen eng zusammen. Das Spital Männedorf und das USZ ergänzen sich aufgrund ihrer Ausrichtungen ideal. Diese Synergien sollen neu noch stärker genutzt werden, um die Behandlungsqualität weiter zu verbessern und die vorhandenen Kapazitäten sinnvoll zu nutzen. Dies mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung am rechten Seeufer langfristig auf hohem Niveau sicherzustellen und die Notfallversorgung zu stärken. Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem Spital Männedorf steht im Einklang mit der Strategie des USZ, dort Kooperationen einzugehen, wo es sinnvoll ist, die geforderte Qualität sichergestellt ist und ein Mehrwert für die Patienten entsteht. Durch die Zusammenarbeit erhalten Patientinnen und Patienten am rechten Seeufer auch wohnortnahe Leistungen in der hochspezialisierten Medizin.

Bewährtes erweitern und Synergien schaffen

Das Spital Männedorf und das USZ arbeiten bereits seit Jahren in verschiedenen Fachbereichen eng zusammen, so zum Beispiel in der Bauchchirurgie. Seit rund zwei Jahren führt ein Team der Klinik für Viszeralchirurgie des USZ am Spital Männedorf ausgewählte Eingriffe durch, in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten und Pflegefachpersonen des Spitals Männedorf. Die Vor- und Nachbehandlung erfolgt entweder im USZ oder in Männedorf. „Dieser Entscheid wird mit dem Patienten getroffen. Der Patientenwunsch steht im Zentrum", betont Stefan Metzker, CEO Spital Männedorf. „Dank dieser abgestuften Gesundheitsversorgung können wir den Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung in sehr modernen Operationssälen und an ausgezeichneter Lage bieten", so Gregor Zünd, CEO USZ und ergänzt: „Die Fachkompetenz ist hervorragend und die Zusammenarbeit wird auf beiden Seiten sehr geschätzt." Das Ziel ist es, die hochspezialisierte Medizin zum Patienten zu bringen. Diese Form der patientenorientierten Gesundheitsversorgung soll nun in weiteren Fachdisziplinen etabliert werden. Angestrebt ist eine vertiefte Zusammenarbeit, beispielsweise in der Gynäkologie (Brusttumore), der Gastroenterologie (Magen-Darm-Trakt) oder der Kardiologie.

Wissen teilen und Qualität sichern

Die beiden Spitäler werden auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung eng zusammenarbeiten. So werden zum Beispiel im Bereich der Ausbildung der Assistenzärzte Rotationsangebote eingeführt und der fachliche Austausch bei gemeinsamen Weiterbildungen gefördert. Damit können beide Partner ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt fördern, was beim herrschenden Fachkräftemangel einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Der Wissenstransfer, der bereits heute in verschiedenen Boards, wie zum Beispiel dem Tumor- oder Viszeralboard, zum Spitalalltag gehört, wird weiter vertieft und auf zusätzliche Bereiche ausgedehnt. Der fachübergreifende Austausch dient dazu, dem Patienten eine individuell auf ihn abgestimmte Behandlung nach dem neuesten Stand der Forschung zu ermöglichen.

Eine enge Zusammenarbeit ist überdies bei den Zertifizierungen geplant. „Die Anforderungen der Gesundheitsdirektion steigen stetig, entsprechend ist es für uns ein grosser Vorteil, wenn wir in diesem Bereich auf die Ressourcen und das Knowhow des USZ zurückgreifen können", erklärt Stefan Metzker.

Schrittweise Umsetzung mit Anstreben einer Beteiligung

Der Kooperationsvertrag zwischen dem USZ und dem Spital Männedorf wurde vom Spitalrat des USZ und vom Verwaltungsrat des Spitals Männedorf unterzeichnet. Das Bekenntnis zu einer langjährigen verbindlichen Kooperation soll mit einer Minderheitsbeteiligung des USZ am Spital Männedorf bekräftigt werden. „Es geht um eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit. Mit der Beteiligung schaffen wir für beide Seiten Sicherheit" erklärt Martin Waser, Spitalratspräsident des USZ. Die Gemeinderäte der Aktionärsgemeinden wurden bereits informiert und begrüssen dies einstimmig. In den nächsten Monaten werden die entsprechenden Verträge ausgearbeitet und den zuständigen Gemeindeorganen und dem Regierungsrat zur Genehmigung unterbreitet.

Auf Spitalebene wird in den kommenden Monaten eine Steuerungsgruppe die konkrete Zusammenarbeit in den verschiedenen Fachbereichen weiter ausarbeiten. „Der Alleingang von Regionalspitälern macht keinen Sinn mehr. Mit dieser Kooperation können wir den Menschen am rechten Seeufer eine ausgezeichnete, effiziente und wohnortnahe medizinische Versorgung langfristig sichern", ist Beatrix Frey-Eigenmann, Verwaltungsratspräsidentin des Spitals Männedorf, überzeugt und ergänzt: „Die Aktienmehrheit soll aber bei den Gemeinden verbleiben, um die Eigenständigkeit zu wahren."


​Bestehende Zusammenarbeitsfelder
Anvisierte Zusammenarbeitsfelder
  • ​Pflege
  • Viszeralchirurgie (insbesondere bariatrische Chirurgie)
  • Geburtshilfe
  • Diagnostische und Interventionelle Radiologie
  • Angiologie
  • Onkologie
  • Neurologie (Stroke)
  • Infektionskrankheiten und Spitalhygiene
  • Hämatologie
  • Pathologie.
  • ​Brustzentrum
  • Gastroenterologie
  • Zusätzliche Gebiete der Viszeralchirurgie
  • Dermatologische Chirurgie
  • Ophtalmologie
  • Kardiologie.


Auskunft:
Universitätsspital Zürich
Cindy Mäder, Unternehmenskommunikation
Tel. 044 255 86 20; medien@usz.ch
 
Spital Männedorf
Martina Meyer, Kommunikation & Marketing
Tel. 044 922 22 99; m.meyer@spitalmaennedorf.ch


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