Schmerz hat viele Gesichter – Kunst, Medizin und Philosophie im Dialog

Über eine Million Menschen in der Schweiz leiden an chronischen Schmerzen. Die Signalfunktion des Schmerzes ist verloren gegangen, seine Ursache nicht mehr nachweisbar. Es stellt sich zwischen den Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden sowie dem medizinischen Fachpersonal eine Krise der Vermittlung ein. Die Künste können hier intervenieren, vielfältige Ausdrucksformen und Übersetzungen finden, andere Perspektiven eröffnen und neue Fragen stellen. Nach der performativen Lesung diskutieren Expert*innen künstlerische und kunsttheoretische, medizinische und philosophische Sichtweisen zum Thema chronische Schmerzen. Unterstützt von der Stanley Thomas Johnson Stiftung.
Datum
21.11.2019
Zeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Alte Anatomie
Adresse
Gloriastrasse 19
8006 Zürich

​In Kooperation mit artists-in-labs program (ZHdK), Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte IBME (Universität Zürich) und Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil (Schweizer Paraplegiker-Zentrum).

Performance Lesung: Johannes Willi

Der Künstler Johannes Willi erkundet mit seiner Arbeit verborgene Geschichte(n), formale Zusammenhänge und geheime Verbindungen zwischen Ereignissen und Institutionen. Sie zielen darauf ab, neue Sichtweisen zu ermöglichen – dem Publikum und dem Künstler selber. Der Prozess der Recherche, des intuitiv geleiteten Suchens und Findens ist dabei genauso wichtig wie die künstlerische Umsetzung.

Podiumsgespräch mit:

  • Sigrid Adorf, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, ZHdK
  • Tobias Eichinger, Philosoph, Film- und Theaterwissenschaftler, IBME
  • André Ljutow, Facharzt Orthopädie und Schmerzspezialist SGSS, Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil
  • Bettina Schwind, Gesundheitswissenschaftlerin, IBME
  • Johannes Willi, Künstler

Moderation: Susanne Brauer

Anschliessend zur Veranstaltung können sich die Teilnehmenden an der Bar entspannen, bevor um 20.00 die nächste Veranstaltung in der «Alten Anatomie» startet.

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