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PD Dr. med. Klara Landau Klinikdirektorin a.i. |
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Das vergangene Jahr begann in der Augenklinik mit dem unvorhergesehenen Rücktritt des Klinikdirektors. PD Dr. Klara Landau übernahm interimistisch die Klinikleitung ab Mitte März. Nach einem Tiefpunkt, der sich in rückläufigen Zahlen wiederspiegelte, kehrte zunehmend eine konstruktive Stimmung ein. Durch geeignete Massnahmen gelang es, das "Schiff" wieder auf einen geraden Kurs zu bringen. Die wichtigsten dieser Schritte werden nachstehend erläutert. Ebenfalls kontinuierlich aufwärts ging es in der Forschung.
Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Triemli
Eine Zusammenarbeit mit der Augenklinik des Stadtspitals Triemli wurde aufgegleist. Dabei ging es vorwiegend um die vitreo-retinale Chirurgie. Seit Mai konnten regelmässig am Freitag und am Wochenende Patienten von Prof. Messmer, dem ehemaligen Leiter der Netzhaut-Abteilung, am USZ operiert werden. Als Sofortmassnahme hat sich diese Regelung für beide Seiten sehr gut bewährt.
Neues Konzept in der Augen-Poliklinik
Das System der Augen-Poliklinik wurde geändert und auf das neu erarbeitete Konzept der Assistentenausbildung abgestimmt. Eine solch tiefgreifende Umstrukturierung bedingte auch den Wechsel des Dispositionssystems. Am 1. Oktober war der Stichtag, an dem das neue System zu funktionieren hatte. Dass dies tatsächlich gelang und die anfänglichen Schwierigkeiten rasch und laufend beseitigt werden konnten, ist Vielen zu verdanken. Besonders hervorheben möchte ich die geleistete Arbeit einiger Schlüssel-Personen: Frau Pollerhoff, die Klinikmanagerin, welche die Projektleitung inne hatte, Dr. Michael Thiel, der das Ausbildungscurriculum ausarbeitete, Dr. Ronald Kovacs, Leiter der Poliklinik und Frau Rasmussen, Leiterin der Pflege in der Poliklinik, sowie das Team der Informatiker unter der Leitung von Prof. J.Blaser, halfen tatkräftig bei der Umsetzung des Projektes in die Praxis.
Als Resultat dieser Neuerungen ist heute die Augenklinik ins Informationssystem des gesamten USZ eingebunden (KISIM). Ambulante Patienten werden von ihrem "persönlichen" Arzt oder Ärztin betreut und die Assistenten-Ausbildung hat eine klare Struktur erhalten, welche inzwischen auch in anderen Augenkliniken der Schweiz auf Interesse stösst.
Beförderungen
Die drei erfahrensten Oberärzte der Augenklinik wurden interimistisch zu Leitenden Ärzten befördert.
Dr. Ronald Kovacs leitet die Augenpoliklinik seit nun zwei Jahren. Dr. Michael Thiel beschäftigt sich mit Erkrankungen der Hornhaut, insbesondere mit der Hornhaut-Transplantation und ist für die Augenbank zuständig. Dr. Ahmet Yanar steht rund um die Uhr für die mehrheitlich notfallmässigen chirurgischen Eingriffe der Netzhaut zur Verfügung. Alle drei Ärzte decken zusätzlich zu den genannten Aufgaben die konservative und chirurgische Therapie der Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte ab. Es ist zunehmend gelungen, die Anzahl der ambulanten Eingriffe, allem voran der Operationen des grauen Stars, deutlich zu steigern. Dieser sinnvolle Trend führte zur längeren durchschnittlichen Hospitalisationszeiten, da die früher kurz-stationär behandelten Patienten ambulant betreut wurden.
Digitalisierung in der Fotoabteilung
Der langersehnte Schritt zur Digitalisierung der Fotoabteilung ist nach der Bewilligung des entsprechenden Kredites durch die Spitalleitung sorgfältig vorbereitet worden. Auch hier war der unermüdliche Einsatz der Fotoabteilung, der Informatiker und der ärztlichen Mitarbeitenden gefragt, um fürs Jahr 2003 auch die Archivierung und on line-Bereitstellung der digital angefertigten Bilder zu gewährleisten. Für die Dienstleistung, Lehre und Forschung ist ein modernes Fotolabor an der Universitäts-Augenklinik unentbehrlich, denn im ausgesprochen visuellen Fach Augenheilkunde gilt im besonderen Masse: "Ein Bild spricht Tausend Worte".
Pflegedienst
Die Leiterin des Pflegedienstes, Frau Vera Romatko, sorgte für den Erhalt der Kontinuität, in dem noch mehr als zuvor in Zeiten geringerer Auslastung Pflegende der Augenklinik vorübergehend an anderen Kliniken des USZ tätig waren und Patienten benachbarter Kliniken in den nicht belegten Betten der Augenklinik gepflegt wurden. So konnten dank der Flexibilität aller Beteiligten Ressourcen geschickt genutzt werden. Die Pflegenden der Augenklinik beschäftigen sich intensiv mit der Pflegequalität im Projekt "The best nursing practice".
Orthoptische Abteilung
In der Orthoptischen Abteilung konnten die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden durch eine günstigere Raumverteilung verbessert werden. Gleichzeitig gelang es, die Magnetokulographie - eine wichtige Untersuchung zur Diagnostik von Augenbewegungsstörungen und deren Erforschung - räumlich in die Orthoptische Abteilung zu integrieren. Diese dem Okulomotorischen Labor der Neurologischen Klinik gehörende Ausrüstung wird gemeinsam bei Patienten der Augenklinik und der Neurologischen Klinik verwendet, was sich wegen der engen räumlichen und fachlichen Nachbarschaft der beiden Kliniken gut bewährt. Die Zahl der in der Orthoptischen Abteilung betreuten Patienten und vor allem jene der Schieloperationen hat weiter zugenommen.
Forschung
Nach 36-jähriger Tätigkeit an der Augenklinik des USZ trat Prof. Günter Niemeyer in den Ruhestand. Ihm zu Ehren wurde an der Augenklinik ein Abschiedssymposium mit grosser internationaler Beteiligung durchgeführt. Die vielen Worte der Anerkennung und des Dankes sind inzwischen verklungen, weshalb ich an dieser Stelle nochmals das Lebenswerk von Prof. Niemeyer würdigen möchte: Sein Forschungs-Interesse galt der Elektrophysiologie der Netzhaut, einem Gebiet, auf dem er im Laufe der Jahre entscheidende Beiträge leistete und die Augenklinik auf dem internationalen Podium vertritt. Seine Fähigkeiten als Augenarzt stellte er einer Gruppe von Patienten zur Verfügung, die an bisher unheilbaren, langsam fortschreitenden degenerativen Netzhauterkrankungen leiden. Er beteiligte sich massgebend am Aufbau der heute sehr aktiven Patientenvereinigung "Retina Suisse". Seinem Nachfolger steht er mit seinem grossen Fachwissen konsiliarisch zur Verfügung.
Prof. Niemeyers freigewordene Stelle sowie eine Oberarztstelle wurden zu je 50% an zwei neue Mitarbeiter der Augenklinik verteilt: Dr. Oliver Bergamin und Dr. Johannes Fleischhauer. Die beiden Kollegen wechseln sich in ihrer klinischen und in ihrer Forschungsarbeit wochenweise ab. Das Ziel eines solchen Modells ist eine verstärkte Vernetzung zwischen der klinischen Tätigkeit und der Grundlagenforschung, was für beide Bereiche eine Bereicherung darstellt. Dr. Fleischhauer übernahm das Elektrophysiologische Labor und befasst sich mit der Erforschung der Regulation der Kammerwasserproduktion. Dr. Bergamin integriert an der Orthoptischen Abteilung die modernen Erkenntnisse über die Okulomotorik in die klinische Strabologie; ein Pupillenlabor befindet sich im Aufbau.
Wie im Vorjahr war die von Frau Prof. Charlotte Remé geleitete Forschungsgruppe für Zellbiologie der Netzhaut auch im Berichtsjahr ausserordentlich erfolgreich, was sich in zahlreichen hochrangigen Publikationen wiederspiegelte. Dr. Christian Grimm, ein seit fünf Jahren in dieser Gruppe tätiger Biologe, erhielt die Venia legendi und seine Zukunft an der Augenklinik konnte gesichert werden. Die prekären Raumverhältnisse der Forschenden im Labortrakt wurden gelöst. Im Oktober organisierte die Forschungsgruppe ein sehr erfolgreiches Symposium auf dem Bürgenstock, das "10th International Symposium on Retinal Degeneration". Der diesjährige Georg-Friedrich-Goetz Preis ging an ein Mitglied der Forschungsgruppe Zellbiologie der Netzhaut, Herrn PD Dr. Farhad Hafezi.
Dr. Michael Thiel erhielt den Förderpreis der Alfred Vogt Stiftung für seine im Australischen Adelaide durchgeführte Arbeit über Penetration modifizierter Antikörperfragmente in das Auge.
Portraits
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Vera Romatko Leiterin Pflege |
Heike Pollerhoff Klinikmanagerin |
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Dr. med. Ronald Kovacs Leitender Arzt a.i. |
Dr. med. Dr. phil. Michael Thiel Leitender Arzt a.i. |
Dr. med. Ahmet Yanar Leitender Arzt a.i. |
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Prof. Dr. med. Charlotte Remé Forschung |
Prof. Dr. med. Günter Niemeyer Forschung |
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