| Abteilung für Thoraxchirurgie |
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Prof. Dr. med. Walter Weder Abteilungsleiter |
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Die Abteilung für Thoraxchirurgie deckt zu einem grossen Teil die thoraxchirurgische Grund- sowie die spezialisierte Versorgung für die Region Zürich ab und erbringt Leistungen der spezialisierten und hoch spezialisierten Versorgung für wesentliche Teile der deutschen und italienischen Schweiz. Die Tätigkeit ist verknüpft mit einem Aus- und Weiterbildungsauftrag und ist begleitet von einer sehr aktiven experimentellen wie auch klinischen Forschung.
Klinische Tätigkeit
Im Jahr 2002 sind über 800 thoraxchirurgische Operationen an der Abteilung für Thoraxchirurgie durchgeführt worden, was einer Zunahme von ca. 20% gegenüber dem Vorjahr bedeutet, bei gleichzeitiger Zunahme von 17% der zugewiesenen und hospitalisierten Patienten. Insbesondere haben anatomische Lungenresektionen und grosse erweiterte Resektionen an der Zahl zugenommen, wobei die komplexen Resektionen meist im Rahmen von multimodalen Therapien beim Lungenkrebs oder beim Mesotheliom erfolgten.
Interdisziplinäres Projekt
Das seit 1994 bestehende interdisziplinäre Projekt zur Erforschung der chirurgischen Therapie beim fortgeschrittenen Lungenemphysem durch Volumenreduktion (zusammen mit der Abteilung Pneumologie) wurde intensiv weitergeführt. Unsere Resultate konnten sowohl national wie international verschiedentlich vorgestellt und publiziert werden. Weltweit erstmals erforschten wir ein vollständig neuartiges Konzept, bei dem endoskopisch von den Bronchien neue Passagen in überblähte Lungenareale geschaffen und durch kleine Stents (Röhrchen) stabilisiert werden in der Absicht die beim Emphysem verengten kleinen Atemwege zu umgehen und die Ausatmung zu verbessern. Unsere ersten Erfahrungen werden durch weitere Untersuchungen ausgeweitet. Unser Ziel ist es, das Behandlungsspektrum beim fortgeschrittenen Lungenemphysem durch weitere die Atemmechanik beeinflussende Massnahmen auszudehnen.
10 Jahre Lungentransplantation am USZ
Der Markstein im Jahr 2002 war das 10-jährige Jubiläum der ersten Lungentransplantation der Schweiz, die am 10. November 1992 in Zürich erfolgte. Mit Stolz blicken wir auf einen erfolgreichen Auf- und Ausbau unseres Lungentransplantationsprogramms zurück. Die Lungentransplantation wird am UniversitätsSpital Zürich von einer gut funktionierenden interdisziplinären Arbeitsgruppe getragen, die über die Jahre eine hohe Expertise für die verschiedenen sehr komplexen Fragen entwickelt hat. Erfreulicherweise konnte dadurch sowohl das Kurz- wie auch das Langzeitüberleben der Patienten wesentlich verbessert werden, so dass sich unsere Resultate mit den Daten der weltbesten Zentren vergleichen lassen. Dies ist um so erfreulicher wenn berücksichtigt wird, dass das Risikoprofil unserer Transplantationskandidaten im Durchschnitt gösser ist als in anderen Zentren. Die Transplantationstätigkeit wird sowohl im klinischen wie auch im experimentellen Bereich durch verschiedene Forschungsprojekte begleitet.
Das Überleben nach LTPL: Zürich 1992 - 2002

Das Netzwerk thorakale Onkologie, bestehend aus der medizinischen Onkologie, Pneumologie, Radiotherapie, Radiologie und PET-Diagnostik sowie der Thoraxchirurgie hat im Jahr 2002 mehr als 400 Patienten interdisziplinär am Tumorboard besprochen und daraus resultierend einer bestmöglichen uni- oder multimodalen Therapie zugeführt. Diese erfolgt, wann immer möglich innerhalb von Studienprotokollen. Erstmals und als einziges Zentrum der Schweiz werden bei ausgewählten Stadien radikal operierte Patienten mit Bronchuskarzinom adjuvant durch eine Immuntherapie behandelt, deren Effekt innerhalb einer europäischen Studie überprüft wird.
Weiterentwicklung thoraxchirurgischer Techniken
Im Rahmen der Weiterentwicklung thoraxchirurgischer Techniken setzten wir im Jahr 2002 einen neuartigen Laser ein, der es erlaubt, gewebeschonend Tumore aus dem Lungengewebe zu entfernen, was insbesondere für die Metastasenchirurgie von Bedeutung ist. Ebenso haben wir die Technik der Thymektomie bei Myasthenia gravis so weiter entwickelt, dass der Eingriff bei gleichbleibender Radikalität vollständig thorakoskopisch durchgeführt wird unter Verzicht der zervikalen Inzision.
Die Mitarbeiter der Abteilung für Thoraxchirurgie waren in verschiedenen Kongressen im In-und Ausland als Sitzungsleiter oder Referenten tätig.