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Best Teacher Award 2001 Dr. F. Hetzer |
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Best Teacher Award 2002 Dr. J-M. Michel |
Unsere chirurgische Grand Round hat sich in der Zwischenzeit gut etabliert. Im Jahre 2002 waren es 35 Grand Rounds, an denen insgesamt 19 internationale und 16 nationale Referenten mitwirkten. Parallel dazu hat das Interesse an der telemedizinischen Videokonferenzen zugenommen. Bis Ende 2002 waren 14 Kliniken in unserem Netzwerk integriert. Dies fördert die Weiterbildung nicht nur der internen, sondern auch der externen, an peripheren Spitälern tätigen Assistenzärzte. Dadurch wurde die Resonanz auf solche Weiterbildungen stark erhöht.
Auch in 2002 haben unser Kader viele nationale und internationale Gastreferate gehalten.
Forschung
Die Organisation der Forschung in unserer Klinik hat sich verstärkt. Zum Leiter und Koordinatoren der Forschung der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie wurde PD Dr. Rolf Graf ernannt.
Die verschiedenen Nationalfondstipendien wie auch der US NIH-Fond und die Unterstützungen privater Stiftungen laufen weiter. Weiter sind auch die drei konstituierten Gruppen sehr aktiv:
- Die Gruppe unter der Leitung von Prof. Clavien führt Untersuchungen zu Ischämie/ Reperfusionsschäden durch und arbeitet im Bereich der Leberregeneration.
- Die Gruppe unter der Leitung von PD Dr. Graf und PD Dr. Bimmler ist im Pankreatitis-Labor aktiv.
- Die Gruppe unter der Leitung von Dr. Weber und Dr. Moritz ist zusammen mit der Endokrinologie in der Forschung zu Pankreasinselzellentransplantation aktiv
Mit Dr. Tian arbeitet in unserem Forschungsteam einer der weltweit führenden Mikrochirurgen. Er hat als erster ein erfolgreiches Programm zur Lebertransplantation an der Maus entwickelt. Dr. Markus Selzner hat im Jahr 2002 den Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie gewonnen: Selzner M. Rudiger HA. Selzner N. Thomas DW. Sindram D. Clavien PA. Transgenic mice overexpressing human Bcl-2 are resistant to hepatic ischemia and reperfusion. Journal of Hepatology. 36(2):218-25, 2002 Feb
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Dr. Tian |
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Dr. Selzner |
Hepatobiliäre und Pankreas-Chirurgie
Unser Zentrum hat sich in der Schweiz und europaweit als Referenzzentrum für komplexe hepatobiliäre Erkrankungen etabliert. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit der Hepatologie unter der Leitung von PD Dr. Renner und mit der interventionellen Radiologie unter der Leitung von Dr. Pfammatter bieten wir unseren Patienten neben einer hochstehenden akademischen Chirurgie die gesamte Palette an modernsten Behandlungen für alle hepatobiliären Erkrankungen an.
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| Erweitere Hepatektomie |
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| Erweitere Hepatektomie mit Cava Resektion und Ersatz |
Auch die Anzahl der Patienten, die wegen Echinokokkuszysten behandelt werden, hat zugenommen.
2002 haben wir für ausgewählte Indikationen die laparoskopische Leberresektion eingeführt. Dies ist zweifellos für den Patienten von Vorteil, da die minimal invasive Chirurgie mit den klassischen Techniken der Leberchirurgie kombiniert werden kann. Dabei werden nicht nur kleinere Läsionen entfernt, sondern auch Hepatektomien durchgeführt.
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| Laparoskopische Leber-Resektion |
Kolorektale Chirurgie
Die laparoskopische Kolonresektion hat sich als Routineeingriff gut etabliert. Von den Patienten werden auch die weiteren modernen Behandlungsmethoden sehr geschätzt. Im Bereich der Proktologie wurden im Jahr 2002 bereits 10 Patienten, die unter Stuhlinkontinenz litten mit sakraler Neurostimulation behandelt. Wir streben die Gründung einer schweizerischen Arbeitsgruppe für die Behandlung dieser Krankheit zur interdisziplinären Zusammenarbeit an.
Als Ersatz für herkömmliche Hämorrhoiden-Operationen, die jahrelang wegen der Schmerzen gefürchtet waren, bietet sich eine vielversprechende Behandlung mit selektiven Ligaturen der Hämorrhoidalgefässe unter Ultraschallsteuerung an. Diese kann ohne Schmerzen unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Es wurden bereits 15 Patienten mit dieser Technik bei uns behandelt. Diese Behandlungsmethode sollte auch die Stapler-Hämorrhoidenoperation gut ergänzen, die ebenfalls praktisch ohne Schmerzen durchgeführt wird.
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| Haemorrhoidenligatur |
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| Stapler Haemorrhoide Operation |
Für ausgewählte Indikationen bietet unsere Klinik auch die transanale endoskopische Mikroresektion an. Mit dieser Technik könne auch grössere rektale Tumoren entfernt werden, und ersetzt damit die Laparotomie. Dabei kann der Tumor zuverlässig entfernt werden, ohne jegliche postoperative Schmerzen für den Patienten.
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| TEM Transanale Endoskopische Mikroresektion |
Ösophaguschirurgie
Dank der aktiven medikamentösen Substanzen gegen Refluxerkrankungen ist die Indikation zur Fundoplikation seltener geworden. Allerdings zeigen internationale Studien eindeutig die Vorteile der laparoskopischer Fundoplikation bei Patienten, die keine Medikamente nehmen wollen oder können.
Die Behandlung der Ösophaguskarzinome bleibt eine interdisziplinäre Herausforderung. Die Chirurgie bietet nach wie vor die Vorteile der Radikalität, die allerdings mit einer relativ hohen Komplikationsrate verbunden ist. Die Patienten profitieren jedoch eindeutig von einer multimodalen Behandlung. Neu ab Herbst 2002 wird die Ösophaguschirurgie von PD Dr. Markus Schäfer und PD Dr. Nicolas Demartines betreut.
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| Oesophagus Resektion: Die Oesophagusersatz durch Gastroplastik |
Endokrine Chirurgie
Unsere Klinik hat im 2002 neue Schwerpunkte für die endokrine Chirurgie entwickelt. Nebst der laparoskopischen Nebennierenresektion, die nun gut standardisiert ist und bei 120-minütigen Operationen nur noch einen sehr kurzen Spitalaufenthalt verlangt, hat sich auch die laparoskopische Pankreasresektion zunehmend etabliert.
Im Bereich der Nebenschilddrüse hat unser Team in Zusammenarbeit mit den Endokrinologen und Nephrologen eine breite Erfahrung bei der Behandlung des primären und tertiären Hyperparathyreoidismus. Hier bringt v.a. auch der neue, intraoperative Schnelltest zur Bestimmung des Parathormonabfalles wesentliche Vorteile.
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| Retrosternale atypische Nebenschilddrüsen Adenom, MRI Bild |
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Retrosternale atypische Nebenschilddrüsen Adenom, Intraoperatives Bild |
Die Anzahl an Schilddrüsenoperationen hat weiter zugenommen. Dieser Eingriff wird mit modernster Technik wie Nervenstimulatoren durchgeführt. Damit ist die schwere Komplikation der Rekurrensparrese praktisch verschwunden. Für den Patienten ist er nur noch mit einem sehr kurzen Spitalaufenthalt verbunden.
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Nervenstimulator |
Adipositas-Chirugie
Dank einer grossen Expertise unseres Teams und der interdisziplinären Arbeit hat die Zahl an Operationen bei Adipositas massiv zugenommen. Während das technisch relative einfache Magen-Banding (Verkleinerung des Magens mit einem Silikonband.) abnahm, gewann die technisch viel anspruchsvollere und sehr effiziente Technik des laparoskopischen Magen-Bypasses stark an Bedeutung. So wurden an unserer Klinik mehr als 150 laparoskopische Magen-Bypässe durchgeführt, davon allein im Jahr 2002 75 dieser Eingriffe.
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Magen-Bypass |
Die Komplikationsrate war bei den, insgesamt gesehen, sehr empfindlichen adipösen Patienten sehr tief. Diese Chirurgie ist immer noch umstritten. Doch steigt die Lebensqualität bei den pathologisch schwergewichtigen und stark behinderten Patienten erheblich, und auch die mit Adipositas verbundenen Begleiterkrankungen sinken deutlich. Diese komplexe Chirurgie gehört allerdings an ein spezialisiertes Zentrum, da die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Anästhesie von zentraler Bedeutung ist.
Transplantation
Im Jahre 2002 wurden 102 Transplantationen in unsere Klinik durchgeführt (Leber, Niere, Pankreas). Am 31.12.2002 befanden sich insgesamt 247 Patienten auf den Leber-, Nieren- und Pankreas-Wartelisten.
Zahlenmässig war das Jahr 2002 in der ganzen Schweiz durch den deutlichen Rückgang bei der Organspende gekennzeichnet. Die in unserem Land bekannten sprachregionalen Unterschiede sind geblieben. Dies bedeutet bedauerlicherweise, dass die Deutschschweiz mit 8 Spendern pro eine Million Einwohnern die weltweit absolut tiefste Zahl an Spendern aufweist!
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| Spenderrate 2000 bis 2002 in der Schweiz |
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| Transplantationen 2002 pro Transplantationszentrum |
Unter diesen Umständen war es um so wichtiger, dass die Informationskampagne, die durch unsere Klinik initiiert und durch das gesamte Universitätsspital stark getragen wurde, sehr erfolgreich abgelaufen ist: Zahlreiche Medienberichte haben die sehr intensive Kommunikationsarbeit erwähnt.
Allerdings sind nicht nur die Aktionen mit Informationsständen, Presse- und Inserate-Kampagne für das Universitätsspital von Bedeutung, sondern auch die Tatsache, dass durch die starke Unterstützung von Frau Dr. Roth, Spitaldirektorin, die Initiative unserer Klinik eine grosse Bewegung innerhalb des Universitätsspitals ausgelöst hat.
Es hat sich eine Kerngruppe zur Problematik bei Transplantationen unter der Leitung der Medizinethikerin Frau Dr. Baumann gebildet. In diesem Rahmen werden die Widerstände gegenüber der Transplantation im Universitätsspital bewusst überarbeitet. Es haben sich mehrere Arbeitsgruppen konstituiert, die sich der Transparenz und der Information über die gesamte Problematik der Transplantation angenommen haben. Diese sehr wichtige und intensive Grundlagenarbeit wird in den nächsten Jahren ein führendes Element der Strategie für die Organtransplantation in unserer Region sein.
Trotz des deutlichen Rückgangs der Spender im Jahr 2002, kam nach wie vor der Lebendspende, vor allem im Bereich der Niere, grosse Bedeutung zu. So wurden im Jahr 2002 77 Nierentransplantationen durchgeführt, davon 32 von Lebendspendern. Damit weist unsere Klinik das grösste Lebendnieren-Transplantationsprogramm der Schweiz auf.
Varia
Im Jahre 2002 hat Dr. Daniel Bimmler seine Habilitation erfolgreich abgeschlossen mit Erteilung der Venia legendi am 12. August 2002. Ebenfalls wurde Dr. Rolf Graf per 1. September 2002 die Venia legendi erteilt.
PD Dr. Lukas Krähenbühl, bisheriger Leitender Arzt , wurde per 1. Oktober 2002 zum Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Kantonsspitals Fribourg ernannt. Sein Nachfolger als Leitender Arzt der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie wird per 01.01.2003 Dr. Markus Weber sein.
Autor: Nicolas Demartines