Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002
Departemente, Kliniken und Institute
Institut für Anästhesiologie
Augenklinik
Dept. Chirurgie
Dermatologische Klinik und Poliklinik
Dept. Frauenheilkunde
Klinik für Gynäkologie
Klinik für Endokrinologie
Klinik für Geburtshilfe
Klinik für Neonatologie
Dept. für Innere Medizin
Dept. Medizinische Radiologie
Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
Institut für klinische Chemie
Neurochirurgische Klinik
Neurologische Klinik und Poliklinik
Klinik für Ohren- Nasen-
Hals- und Gesichtschirurgie
Dept. Pathologie
Psychiatrische Poliklinik
Rheumaklinik und Institut
für physikalische Medizin
Urologische Klinik
Universitäres Zentrum für Labormedizin


PDF Download (Acrobat Reader)
Zahlen und Fakten
Dept. Frauenheilkunde
Klinik für Geburtshilfe
Klinik für Geburtshilfe

Prof. Dr. med.
Roland Zimmermann
Klinikdirektor
Nach 8-monatiger Vakanz des Klinikdirektoriums hat Prof. Roland Zimmermann am 1. Mai die Nachfolge des am 31.8.2001 emeritierten Prof. Albert Huch angetreten. Es wurde neu eine Klinikleitung gebildet, der neben Prof. Roland Zimmermann die Leiterinnen Pflege Judith Seitz und Susanna Wittek sowie der Klinikmanager Hannes Flubacher angehören. Im Berichtsjahr beanspruchte die Planung der Reorganisation der Poliklinik hohe Priorität. Leitkonzept in diesem Projekt ist die räumliche Zentralisierung aller ambulanten Leistungen. Darüber hinaus beinhaltete ein interdisziplinäres Projekt mit der Klinik für Neonatologie die Einführung von Intermediate Care für gesunde Frühgeborene ab der 35. Schwangerschaftswoche auf der Abteilung K. Dadurch konnte der seit langem bestehende Kapazitätsengpass in der Neonatologie abgebaut werden. Am 1.12.2002 konnte schliesslich auch noch die vakante Stelle des 2. Leitenden Arztes wieder besetzt werden. Der krönende Abschluss des Jahres bildete ein Geburtenrekord mit einer Zahl, die seit 1970 nicht mehr erreicht wurde.


Klinische Tätigkeit

Im Jahr 2002 konnte am USZ seit 1970 mit 2’150 geborenen Kindern die höchste Geburtenzahl registriert werden, und das trotz gesamtschweizerisch weiterhin sinkender Tendenz. Der Anteil Risiko-Schwangerschaften und Risiko-Geburten hat dabei wieder geringfügig zugenommen, der Anteil an Frühgeburten blieb in etwa konstant.
Auch der ambulante Bereich hat um 11% zugenommen, nachdem nach der Einführung des Gatekeepersystems für Asylbewerber dieser Bereich in den letzten 2 Jahren rückläufig war. Engpässe sind mit der Zunahme insbesondere in der pränatalen Diagnostik und beim Ultraschall entstanden. In einer intensiven Zusammenarbeit innerhalb des Departements wurden Massnahmen zur umfassenden Betriebsoptimierung der Poliklinik erarbeitet und Mitte Jahr der Spitalleitung eingereicht. Diese beinhalten im Bereich der Geburtshilfe eine Zentralisierung aller ambulanter Leistungen im Polikliniktrakt sowie den Aufbau einer eigentlichen Abteilung für pränatale Diagnostik. Die dabei vorgesehene Anschaffung von zusätzlichen Ultraschallgeräten ist in einem departementalen Ultraschallkonzept mitenthalten. Die seit anfangs der 90er Jahre in der Klinik entwickelte Software zur Dokumentierung von Ultraschallbefunden wurde in der ersten Jahreshälfte erfolgreich auf die neue Datenbank-Software VisualFox portiert.
Dank der Umstellung der medikamentösen Behandlung von Frauen mit Frühgeburtsbestrebungen konnten die Medikamentenkosten trotz zum Teil erheblicher Preissteigerungen infolge des neuen Heilmittelgesetzes um rund 5% gesenkt werden. Gleichzeitig konnten Nebenwirkungen für die Schwangeren massiv reduziert werden. In der Gebärabteilung hat die Einführung eines zentralen Alarmsystems die notwendige Zeit zwischen Entschluss bis Entbindung bei einem Notkaiserschnitt beinahe halbiert.
Weitere Aktivitäten umfassten die komplette Neugestaltung der Homepage im Hinblick auf die Portierung auf die neue USZ-Plattform. Die drei bisher existierenden dezentralen Adressdatenbanken wurden zu einer einzigen, in der ganzen Klinik online verfügbaren zusammengefasst. Die Nutzung von Microsoft Outlook auf dem Intranet ermöglicht die Einsicht einer ganzen Reihe von Plänen und Listen für alle FHK-MitarbeiterInnen.


Lehre

Die Lehrinhalte der Studentenvorlesung im 3. und 6. Jahr wurden dem neuen Schweizer Lernzielkatalog angepasst. Um Studenten auch das Lernen zu Hause zu ermöglichen, wurden alle Vorlesungsunterlagen auch auf der Homepage der Geburtshilfe zugänglich gemacht. Am Konzept des gut funktionierenden Tutorates wurde nichts geändert. Intensive Arbeit erfordert die Ausarbeitung eines neuen Konzeptes im Rahmen der Studienreform.


Forschung

Die Forschungsprojekte der Klinik für Geburtshilfe sind auf Aspekte und Probleme während der Schwangerschaft und der embryonalen/fetalen Entwicklung konzentriert. Schwerpunkte sind die Perinatalphysiologie, die maternale Hämatologie, Standards und klinische Informationssysteme, bildgebende Diagnostik, die Pharmakotherapie in der Schwangerschaft und die Biologie fetaler Membranen.

Im neuen Zelllabor konzentriert sich die Forschung auf das Studium von Wachstums- und Heilungsmechanismen der Amnionzellen

2002 wurde die Forschung zur Biologie und Physiologie der fetalen Amnion- (bzw. Mesenchym-)zellen durch Einrichtung eines Zelllabors, den Arbeitsbeginn einer weiteren Zellbiologin und enge Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Instituts für Biomedizinische Technik an der ETH (Prof. J. A. Hubbell) intensiviert. Ruptur der Eihäute ist nach wie vor ein ungelöstes klinisches Problem und alle Versuche, einen Defekt zu verschliessen, sind bisher gescheitert. Die Forschungsprojekte bei uns konzentrierten sich daher auf die Evaluation physiologischer Wachstums-, Verschluss- und Heilungsmechanismen und die mögliche Unterstützung des Heilungsvorganges durch biologische Prothesen (Scaffolds).

2002 wurden in der Forschungsabteilung 12 Dissertationen betreut, 92 Arbeiten publiziert und 86 Vorträge im In- und Ausland von den Mitarbeitern gehalten. Es wurden 30 Staffmeetings (sog. Arbeitslunche) zu relevanten Themen der geburtshilflichen Forschungs- und Kliniksarbeit organisiert. Die Forschungen wurden durch die EMDO-Stiftung und die Jubiläumsspende der Universität Zürich unterstützt. Zum Jahresende erfolgte die Zusage zur Unterstützung eines interdisziplinären Projektes mit der Sportphysiologie (Prof. U. Boutellier), der Physiologie (Prof. Ch. Bauer) - beide Universität Zürich und der Inneren Medizin, Universitätsspital, (PD Dr. Maggiorini) durch die Eidgenössische Sportkommission.


Fort- und Weiterbildung

In diesem Jahr hat die Geburtshilfe in Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Departements 6 nachmittagsfüllende Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Die sehr hohen Besucherzahlen sowie die steigende Nachfrage nach telemedizinischer Übertragung in alle Richtungen der deutschen und italienischen Schweiz zeigt, dass das Fortbildungskonzept bei den niedergelassenen Ärzten sehr gut ankommt.

Im Zentralraum der Forschungsabteilung: Präsentation und Diskussion neuer Ergebnisse


Kongresse und Symposien

Eine überwältigende Nachfrage zeigte einmal mehr der für Assistenzärzte ausgerichtete einwöchige Ultraschall-Basiskurs unter Beteiligung einer Vielzahl von eigenen Mitarbeitern, inländischen und ausländischen Referenten. Bereits zum zweiten Mal hat dieser Kurs das Gütesiegel der International Society for Ultrasound in Obstetrics and Gynecology (ISUOG) erhalten.


Öffentlichkeitsarbeit

In der Wartezone der Frauenpoliklinik konnte während 4 Wochen einer Fotografin eine Ausstellungsplattform geboten werden. Anlässlich der Vernissage konnten wir die Künstlerin kennenlernen und mit ihr über ihre Arbeit sprechen.

Schwangerschaftsabbrüche haben nicht nur die Schweizer Stimmberechtigten beschäftigt. Eine wachsende Zahl von Eltern wünschen für ihre verstorbenen Kinder, die zu klein sind, um meldepflichtig zu sein, einen Ort der Trauer. In einer intensiven Zusammenarbeit der Klinik für Geburtshilfe mit dem Bestattungsamt der Stadt Zürich, dem städtischen Zivilstandsamt und dem Juristen der Gesundheitsdirektion konnte ein gemeinsames Konzept entwickelt werden, welches dem Bedürfnis der Eltern nach einem würdevollen Abschieds- und Trauerort für ihr Kind entgegen kommt. Das Konzept wurde an einer interdisziplinären Fortbildungsveranstaltung vorgestellt. Andere berufspolitische Aktivitäten umfassten die Mitarbeit in Gremien zur Qualitätsverbesserung des Schwangerschaftsultraschalls.


Personelles

Personell hat der Universitätsrat Prof. Roland Zimmermann per 1.5.2002 auf den Lehrstuhl für Geburtshilfe mit gleichzeitigem Direktorium der Klinik berufen. Die seit dem 31.8.2001 bestehende Lücke konnte somit wieder geschlossen werden. Die mit dieser Berufung freiwerdende Stelle eines Leitenden Arztes konnte ab dem 1.12.2002 mit PD Dr. Ernst Beinder wieder besetzt werden. Dr. Beinder hat eine ausgewiesene Erfahrung in Geburtshilfe. An seiner früheren Stelle in Erlangen war er C3-Professor für Geburtshilfe.
PD Dr. Christian Breymann absolvierte ein Jahr im Ausland bei Prof. Tulusan in Bayreuth.


Pflegedienst
Judith Seitz

Gebär- und Pränatalabteilung
In der Gebärabteilung fand die Einführung von Intermediate Care für gesunde Frühgeborene grossen Anklang. Damit schaffen wir in Zusammenarbeit mit der Neonatologie die Voraussetzung, dass der Mutter und ihrem Frühgeborenen eine Trennung erspart bleibt und das frühe Bonding ermöglicht wird. Während den ersten Stunden nach der Geburt überwachen die Hebammen die zu früh geborenen Kinder intensiv, bevor sie auf die Wochenbettabteilung verlegt werden.

Eine Hierarchieabflachung fand durch die Aufhebung der Gruppen im Hebammenteam statt. Die Gruppenleiterinnen fanden eine neue Aufgabe in der Funktion als Ausbildnerinnen für die Lernenden der Hebammenschule Zürich oder nehmen die Aufgabe als Schichtleiterinnen wahr. Seit Mitte Jahr erheben wir Hebammen eine "Hebammenanamnese". Sie ermöglicht uns eine professionellere Datenerhebung und Dokumentation, welche der Frau unter der Geburt und in der Nachbetreuung zu Gute kommen.

Betreuung einer Frau unter der Geburt

Neu ist auch das Konzept Glückwunschkarten. Die Anschaffung einer Digitalkamera für das erste Foto nach der Geburt, ermöglicht uns qualitativ sehr schöne Bilder zu erstellen. Nach anfänglich technischen Schwierigkeiten läuft das "Glückwunsch-Karten Programm" relativ stabil.

Grosse Probleme bereiteten uns bis Mitte Jahr Kurzwellen-Störungen, die bei der Ableitung der Herztonkurve auftraten. Nach intensiven Abklärungen und unter Miteinbezug von externen Kontakten konnte der "Bösewicht" aufgespürt und unschädlich gemacht werden.

Unser Kursangebot wurde mit dem Kurs "Wassergewöhnung Eltern - Säugling - Kleinkind" erweitert. Zwei Hebammen, Frau Sonja Frey und Frau Anke Leuteritz, haben sich für diesen Kurs Fachwissen angeeignet und bieten neu diesen Kurs, welcher bei Gross und Klein auf Begeisterung stösst, an.

Auf der Pränatalabteilung starteten wir anfangs Jahr das Projekt "Begleitetes Malen". Frau Birgit Löffler, Hebamme, Kunst- und Ausdruckstherapeutin, bietet 4x3 Stunden pro Monat dieses Angebot den hospitalisierten Frauen an. Es ist Frau Löffler sehr gut gelungen, in einer wohlwollenden Atmosphäre mit den Frauen malerische Phantasiereisen gestalterisch zum Ausdruck zu bringen. Die Frauen zeigten viel Offenheit und Vertrauen sich mit Farben Formen, Pinsel, Schwamm, Finger und Spatel auszudrücken. Unabhängig der Herkunft und Sprachkultur bieten die Bilder den Frauen die Möglichkeit über ihre Kreativität, Empfindungen, Freude und Ängste auszudrücken und darüber zu sprechen.

Sich Ausdrücken über Formen und Farben

Das Projekt "Körperpflege" löste intensive und wichtige Diskussionen in Bezug auf unser gemeinsames Pflegeverständnis aus. Die neu gegründete Höfa-Gruppe, welche von der Pflegeexpertin, Frau Hanna Siegwart, geleitet wird, unterstützt das Hebammen und Pflegeteam in Zukunft gezielt beim Klären oder Lösen von Pflegephänomenen/-problemen.
Die Umstellung der Medikation bei Frühgeburtlichkeit wirkte sich bei den schwangeren Frauen zu den geringeren Nebenwirkungen und Kosten auch in folgenden Punkten positiv aus: kleineres Infektrisiko, mehr Autonomie ohne Infusion, weniger Nachtruhestörungen durch das Umhängen am Infusomaten.

In beiden Teams beschäftigten wir uns intensiv mit der Aufbereitung, Reinigung und Desinfektion von Sterilgut und anderen Materialien. Viele Mitarbeiterinnen wurden in einer Weiterbildung über die Übertragung von nosokomialen Infektionen informiert und sensibilisiert.
Zum Jahresabschluss erarbeiteten wir in zwei Workshops gemeinsame "Leitsätze". Diese werden wir im neuen Jahr in beiden Teams schrittweise umsetzen und überprüfen.

Allen ein ganz herzliches Dankeschön für das Engagement und den Einsatz im vergangenen Jahr.

Die Hebamme unterwegs für Mutter und Kind

Geburtshilfliche Poliklinik und Wöchnerinnenabteilung
Susanna Wittek

Das Arbeitsjahr in der Poliklinik hat hoffnungsvoll begonnen. Die Statistik des Vorjahres zeigte, dass die Patientinnen unsere Dienste gerne in Anspruch nahmen. Mit dem gestarteten Optimierungsprojekt wurde in den verschiedensten Arbeitsgruppen unter der Leitung von A. Schnyder der Meta Cultura hart diskutiert und um Lösungsvorschläge gerungen. Die Hauptpunkte der Analyse waren nicht überraschend und die Sicht der Mitarbeitenden aller Fachrichtungen war meist deckungsgleich. Zum Beispiel entstehen durch den fehlenden Notfalldienst in der Frauenpoliklinik zum Teil erhebliche Wartezeiten für die regulär geplanten Patientinnen. Kleinere Anpassungen, wie Rapporte mit der Oberärztin der Frauenpoliklinik und der interdisziplinären Workshops, wurden direkt im Betrieb umgesetzt. Ergebnisse dieser gemeinsamen Meetings hielten Einzug in den Arbeitsalltag. Neben all diesen Verbesserungen waren die Probleme durch die Unterbesetzung der Ärztlichen Leitung und somit die mangelnde Unterstützung der Ärzte in der Weiterbildung und die mangelnde Kontinuität der Assistenzärzte in Weiterbildung ein grosses Problem. Die Analyse zeigte dies klar auf. Ein Stellenantragsbegehren wurde erstellt. Durch die vielen Arbeitssitzungen hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Frauenpoliklinik verbessert. Das Ziel, alle ambulanten Behandlungen in der Frauenpoliklinik zu machen, konnten wir leider nicht erreichen, denn die Finanzierung für die nötigen Umbauten konnte nicht gesichert werden.

Aus der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Klinik für Neonatologie entstand die Einführung von Intermediate Care auf der Wochenbettstation zur Entlastung der Klinik für Neonatologie. Das Projekt Betreuung von gesunden Frühgeborenen und untergewichtigen Neugeborenen im Rooming-in Pflegesystem auf der Wochenbettabteilung K ist nach intensiven Vorbereitungsarbeiten problemlos angelaufen.

Am heissesten Sommertag 2002 braucht ein frühgeborenes Kind Wärme

Dank der fachlichen Kompetenz der Führungsverantwortlichen der Bereiche klappte die Überwachung und die Betreuung dieser Kinder von Anfang an nach den vorgegebenen Kriterien. Die frühgeborenen Kinder mit guter Anpassung ans Leben müssen nicht mehr in die Neonatologieabteilung aufgenommen werden. Sie dürfen mit der Mutter in die Wochenbettabteilung verlegt werden. Das Kennenlernen und die Ernährung mit Stillversuchen ist für Mutter und Kind in dieser speziellen Situation besonders wichtig und die Eltern sind dankbar für diese neue Möglichkeit.

Ein Frühgeborenes trinkt an der Brust

Der vermehrte pflegerische Aufwand wurde von den Pflegefachfrauen gerne übernommen. Diese Herausforderung konnte gut bewältigt werden, da die Pflegefachfrauen die gleiche Ausbildung durchlaufen haben, wie die Pflegefachfrauen der Neonatologieabteilung. Die zusätzliche Arbeit konnte jedoch manchmal nur bewältig werden, indem zusätzlich Pflegefachfrauen zur Arbeit gerufen wurden. Diese grosse Flexibilität muss besonders hervorgehoben werden und wird durch die Freude und Dankbarkeit der Eltern belohnt.

Durch die höchste Geburtenzahl seit Jahren waren beide Pflegeteams gefordert. Die gesellschaftlichen Normen und die Ansprüche an junge Mütter sind heutzutage eine schwierige Gratwanderung für Mütter. Für kranke Mütter konnten wir spezielle Kinderbettchen anschaffen, die eigens für unsere Klinik entwickelt wurden. Das Bettchen kann direkt ans Bett der Mutter fixiert werden. So kann sie ihr Neugeborenes auch bei Immobilität nahe bei sich haben.

Kind im Spezialbettchen bei der Mutter

Einigen Frauen konnte die Stillberatung mit Gesprächen Hilfe bieten und für andere war die erneute Hospitalisation mit psychologischer Betreuung die einzige Möglichkeit, sich der Aufgabe als Mutter erneut zuzuwenden. Der Anstieg der Krankenkassenprämien liessen die Ansprüche an die Pflegefachfrauen immer höher steigen. Der "Spagat" zwischen fachlicher Betreuung und möglicher Betreuung ist nicht immer leicht zu ertragen. Im September konnte Frau Heidi Berlepsch-Schreiner als Pflegeexpertin angestellt werden. Ihre sorgfältig vorbereiteten und durchgeführten Fortbildungen halfen den Pflegefachfrauen, sich den neuen Ansprüchen zu stellen und die Freude am Beruf zu erhalten.
Ein grosses Dankeschön für die wertvolle Arbeit geht an alle Beteiligten.


Auszeichnungen und Ehrungen

Einladung an Prof. Renate Huch zum Eröffnungsreferat anlässlich der Jahrestagung der Slovakischen Gynäkologischen Gesellschaft in Martin/Slovakei.
Jahrespreis der SGGG für humanitäre Projekte "Swiss Laos Hospital Projekt" an Dr. Urs Lauper


Ausblick

Das Jahr 2003 wird weitere Restrukturierungsmassnahmen mit sich bringen. So soll das im 2002 erarbeitete Poliklinikkonzept umgesetzt werden. Aus finanziellen Gründen musste die überfällige Renovation der Gebärabteilung und der Bettenstationen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Klinikleitung wird prüfen, inwiefern dringende Sofortmassnahmen mit eigenen Mitteln getroffen werden können. In der Gebärabteilung soll die Anschaffung eines Monitoringsystems, eine bessere Überwachung der Feten sub partu gewährleisten, Tausende von losen Papierstreifen durch eine elektronische Archivierung ersetzen und gleichzeitig die Anzahl an Störmomenten in die Intimsphäre einer Gebärenden reduzieren. Der weit verbreitete Klinikleitfaden, ein Handbuch der praktischen Geburtshilfe, soll 2003 in komplett überarbeiteter Auflage neu erscheinen.


Eckdaten

Die Klinik verfügt über 76 Betten auf vier Abteilungen für stationäre Hospitalisationen (zwei Wochenbettabteilungen, eine Pränatal-, eine Privatabteilung), eine Gebärabteilung, eine Poliklinik sowie eine Forschungsabteilung. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zur neonatologischen Intensivstation (Zürcher Modell) werden bei Risikogeburten Mutter und Kind kompetent versorgt.

  • Geburten: 2’056 (+4%)
    davon 88 Zwillingsgeburten und 3 Drillingsgeburten
  • Entbundene Kinder: 2’150
  • pränatal stationäre Patientinnen: 998 (+21.7 %)
  • Ambulante Konsultationen: 8’464 (+10.6%)
  • Ultraschalluntersuchungen 14’810 (+5.3%)

Medizinische Schwerpunkte
Bereuung von Risikoschwangeren und Risikogeburten. Spezialitäten sind Monitoring und Therapie von Blutgruppeninkompatibilitäten, Abklärung von fetalen Chromosomenstörungen und Fehlbildungen sowie fetal-chirurgische Eingriffe.

Forschungsschwerpunkte
Biologie von fetalen Membranen und der Plazenta
bildgebende Diagnostik (3-D-Sonographie, MRI)
klinisch-epidemiologische Studien
Mütterliche Adaptation an die Schwangerschaft
Hämatologie der Schwangerschaft
Standards und Informationssysteme
Perinatalphysiologie


Portraits

Susanna Wittek
Leitung Pflege
(Bereiche: Poliklinik
und Wochenbett) *
Judith Seitz
Leitung Pflege
(Bereiche:
Pränatal- und
Gebärabteilung) *
lic. oec. publ.
Hannes Flubacher
Klinikmanager *
Prof. Renate Huch
Leitung
Perinatal-physiologische Forschungsabteilung
PD Dr.
Ernst Beinder
Leitender Arzt
Dr.
Urs Lauper
Leitender Arzt
Dr.
Gundula Hebisch
Oberärztin
Dr.
Franziska Krähenmann
Oberärztin
PD Dr.
Juozas Kurmanavicius
Oberarzt
Dr.
Ruth Stiller
Oberärztin
Dr.
Monya Todesco
Oberärztin
PD Dr.
Josef Wisser
Oberarzt

* Klinikleitung

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich