Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002
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für physikalische Medizin
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Zahlen und Fakten
Dept. für Innere Medizin
Abteilung Infektionskrankheiten
und Spitalhygiene
Abteilung für Infektionskrankheiten
und Spitalhygiene

Prof. Dr. med.
Rainer Weber
Abteilungsleiter a.i.
Im August 2002 konnten wir die neu renovierten Räumlichkeiten und das neue Forschungslabor im Rämitrakt beziehen.

Im ambulanten und stationären Bereich wurden Patienten mit komplexen infektiologischen Problemen behandelt oder konsiliarisch mitbetreut; darunter schwerpunktmässig immungeschwächte Patienten unter Chemotherapie, mit Organtransplantation, auf Intensivstationen oder mit HIV-Infektion. In der HIV-Sprechstunde wurden Studien in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen HIV Kohortenstudie, EuroSida und anderen internationalen multizentrischen Netzwerken durchgeführt. Die Komplikationsrate und die Todesfälle bei HIV-Infizierten konnte weiterhin dramatisch reduziert werden. Schwerpunkte des Forschungslabors waren experimentelle Studien zur Pathogenese der HIV-Infektion.

Die Schwergewichte der spitalhygienischen Aktivitäten lagen im Bereich der Instrumentenaufbereitung sowie in der Optimierung der Prävention von nosokomialen Infektionen bei chirurgischen Eingriffen. Im Rahmen der nationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Spitalhygiene leitet die USZ-Spitalhygiene die Creutzfeldt-Jakob-Swiss-NOSO Task Force, welche im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit Empfehlungen zur Reduktion des Übertragungsrisikos von Prionen ausarbeitet. Im weiteren hat die Abklärung epidemiologischer Zusammenhänge von nosokomial relevanten Infektionserregern wie zum Beispiel Methizillin-resistente Staphylococcus aureus mittels molekularer Genotypisierung an Bedeutung gewonnen. Die routinemässige Überwachung der Häufigkeit nosokomialer Infektionen erfolgte im Jahr 2002 im Rahmen der 3. Nationalen Prävalenzstudie.

Die Aufgaben der Abteilung Infektionskrankheiten und Spitalhygiene umfassen:

  • Behandlung von Patienten und Patientinnen
    • ambulante Behandlung in der infektiologischen Sprechstunde, inklusive HIV-Sprechstunde
    • konsiliarische Betreuung auf Bettenstationen des Departementes Innere Medizin sowie auf allen Kliniken des Universitätsspitals
    • konsiliarische Beratung von auswärtigen Spitälern und praktizierenden Ärzten/innen bei infektiologischen oder spitalhygienischen Fragen
  • Entdecken und Verhüten von im Spital übertragbaren (sog. nosokomialen) Infektionen im ganzen Universitätsspital und Beraten von anderen Spitälern bei spitalhygienischen Fragen
  • Prävention von Infektionskrankheiten
    • Primärprävention der HIV Infektion sowie andere sexuell oder durch Blut übertragbarer Infektionskrankheiten und Beratung von Personen, die einen HIV-Test durchführen
    • Prävention von blutübertragbaren Infektionen im Medizinalbereich (Referenzzentrum)
  • Klinisch orientierte und labororientierte experimentelle Forschung im Gebiet der Infektionskrankheiten, inklusive HIV-Infektion, und der Spitalhygiene
  • Lehre, Weiter- und Fortbildung im Gebiet der Infektionskrankheiten und Spitalhygiene


Klinische Tätigkeit und Dienstleistung

Ambulante Sprechstunde
Im August 2002 konnten wir die neu renovierten Räumlichkeiten im Rämitrakt beziehen und so die langjährigen Provisorien verlassen. Die Mitarbeiter/innen der ambulanten Sprechstunde können nun in modern eingerichteten hellen Räumen arbeiten und sind räumlich in unmittelbarer Nähe des ebenfalls neu renovierten Forschungslabors. Wir betreuten im Jahre 2002 insgesamt 1935 ambulante Patienten/innen (10’060 Konsultationen).
In unserer Sprechstunde führen wir Abklärungen und Behandlungen durch bei ambulanten Patenten/innen, die an einer Infektionskrankheit leiden oder bei denen eine solche vermutet wird. Ein Schwerpunkt unserer Aktivität ist die Behandlung der HIV-Infektion und der damit verbundenen Erkrankungen. So betreuten wir im Jahr 2002 ca. 1’600 verschiedene HIV-infizierte Personen und gehören damit zu den grössten HIV-Behandlungszentren Europas. Wir betreiben auf diesem Gebiet intensiv klinische Forschung, d.h. wir untersuchen vor allem neue anti-HIV Substanzen und neue diagnostische und therapeutische Verfahren. Zudem erlaubt die enge Zusammenarbeit von Klinikern und Laborwissenschaftern die Durchführung von translational Research, d.h. die klinischen Forscher/innen und Grundlagenforscher/innen arbeiten in gemeinsamen Projekten sehr eng zusammen. Unsere Sprechstunde ist an nationalen (z.B. Schweizerische HIV Kohortenstudie) und internationalen Forschungsprogrammen beteiligt. Diese Aktivitäten bieten den Patient/innen die Gewähr, dass sie stets von den neuesten Erkenntnissen und Entwicklungen profitieren können. Ebenso sind im Rahmen von Studien die jeweils die neuesten und vielversprechendsten Substanzen im Rahmen von Studien verfügbar.
Aktuell werden in der Schweiz im Rahmen der Schweizerischen HIV Kohortenstudie über 6’000 HIV-infizierte Personen betreut. 38% der Teilnehmer/innen werden an unserem Zentrum selbst oder von mit unserem Zentrum assoziierten Ärzten/innen in Privatpraxen betreut. Wir waren im Jahre 2002 aktiv an zahlreichen klinischen Studien beteiligt, insbesondere in prospektiven multizentrischen Studien zur Therapie der HIV-Infektion. Diese Studien wurden durch die Schweizerische HIV Kohortenstudie, den Schweizerischen Nationalfonds, verschiedene Stiftungen oder die pharmazeutische Industrie unterstützt.
Wir behandeln im weiteren Patienten/innen mit jeglicher Art von Infektionskrankheiten, wie chronische Knocheninfektionen, Tuberkulose, Lyme-Borreliosen etc., bieten Beratungen an zur Prävention von sexuell übertragbaren Erkrankungen und nach einer potentiellen HIV-Exposition oder Exposition mit einer anderen Infektionskrankheit und führen HIV Postexpositionsprophylaxen (PEP) sowie anderer Postexpositionsmassnahmen (serologische Kontrollen, Hepatitis B Impfung etc.) durch.
Die enge und optimale Zusammenarbeit mit zuweisenden Hausärzten ist uns sehr wichtig.
Unser zentrales Anliegen ist es, nicht Krankheiten zu behandeln, sondern Menschen mit einer Krankheit umfassend zu betreuen. Wir sind ein Team von Mitarbeitern/innen aus verschiedenen Berufsgruppen. Der ärztliche Dienst besteht aus erfahrenen Assistenzärzten/innen, die von einem Oberarzt geleitet werden. Der Pflegedienst, bei uns ÇStudy NurseÈ genannt, kümmert sich um die Blutentnahmen und das Führen von Studienprotokollen. Die Studienbegleiterinnen können die Patienten/innen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung zusätzlich über die verschiedensten krankheitsbezogenen Aspekte beraten. Zum Team gehören zudem der ÇFront DeskÈ, Sekretärinnen und Sprechstundenhilfen.

Konsiliardienst
Wir führten im Jahr 2002 insgesamt 3’123 Konsilien bei 1’642 verschiedenen Patienten/innen durch.
Ein Team von 2 erfahrenen Assistenzärzten/innen und einem Oberarzt ist verantwortlich für die konsiliarische Mitbetreuung von hospitalisierten und ambulanten Patienten. Diese Dienstleistung steht allen Kliniken und Instituten des USZ rund um die Uhr und ganzjährig zur Verfügung. Schwerpunkte sind die Abklärung von Patienten/innen mit vermuteter oder diagnostizierter Infektionskrankheit und das Erarbeiten des therapeutischen Prozedere, insbesondere auch die Empfehlungen betreffend rationalem Einsatz von Antibiotika oder die Interpretation von mikrobiologischen Befunden oder Resistenzprüfungen.
Zudem stehen wir für die telefonische Beratung praktizierender Ärzte bzw. im Spital tätiger Ärzte bezüglich Management (Diagnose und Therapie) von Infektionskrankheiten zur Verfügung.

Spitalhygiene
Die Schwergewichte der spitalhygienischen Aktivitäten lagen im Jahr 2002 im Bereich der Instrumentenaufbereitung sowie in der Optimierung der Prävention im Rahmen chirurgischer Eingriffe. Bedingt durch das schlecht zu quantifizierende Risiko der nosokomialen Übertragung von Prionen im Rahmen invasiver Massnahmen im Spital gewann diese Thematik an Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit den involvierten Bereichen - Zentralsterilisation, Operationsabteilungen, Technischer Dienst - gelang es, die Sterilisation chirurgischer Instrumente am USZ so durchzuführen, dass das USZ bereits im Jahr 2002 die Anforderungen der auf den 1. Januar 2003 in Kraft tretenden neuen eidgenössischen Verordnung zur Sterilisation chirurgischer Instrumente erfüllt. Diesem erreichten Meilenstein werden weitere Schritte im Bereich der Instrumentendekontamination in verschiedenen dezentralen Bereichen des USZ folgen. Eine im Jahr 2003 durchgeführte detaillierte Erfassung des Ist-Zustandes bezüglich dezentraler Dekontamination und Transport der Instrumente in den verschiedenen Operationsabteilungen bildet die Grundlage für diese nächste Phase der Qualitätsverbesserung. Ein in Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst begonnenes Projekt verfolgt ähnliche Ziele auf den Bettenstationen. Im Jahr 2002 wurde nach langer Arbeit und mit grosser Unterstützung des Institutes für Anästhesie und UNI-TV ein Lehrfilm fertiggestellt, der die wichtigsten spitalhygienischen Aspekte der Prävention bei der Einlage zentralvenöser Katheter darstellt.
Im Labor der Spitalhygiene hat die Abklärung epidemiologischer Zusammenhänge von nosokomial relevanten Infektionserregern wie zum Beispiel Methizillin-resistente Staphylococcus aureus mittels molekularer Genotypisierung an Bedeutung gewonnen. Daneben kommt nach wie vor die mikrobiologische Diagnostik zur Evaluation der Kolonisation bei Patienten aber auch zur gezielten Evaluation der Umweltkolonisation (z. B. Legionellen im Warmwasser) zum Einsatz. Gleichzeitig leistet das Labor der Spitalhygiene einen wichtigen Beitrag an die laufenden Forschungsprojekte der Spitalhygiene.
Die routinemässige Ueberwachung der Häufigkeit nosokomialer Infektionen erfolgte im Jahr 2002 im Rahmen der 3. Nationalen Prävalenzstudie. Das USZ ist in diesem Projekt, welches wichtige Informationen über die Häufigkeit einzelner Infektionen am USZ und eine Möglichkeit zum Quervergleich bietet, von Anfang an beteiligt.
Im Bereich der Schulung, der Fort- und Weiterbildung bot die Spitalhygiene auch im Laufe des Jahres 2002 ein thematisch breites und rege genutztes Angebot, bestehend aus dem jährlich stattfindenden Zürcher Hygiene-Symposium sowie dem vier Mal im Jahr gehaltenen Zürcher Hygiene-Kreis. Daneben wird die Spitalhygiene sehr häufig von anderen Spitälern telefonisch um fachlichen Rat angegangen. Einen besonderen Höhepunkt bildete der internationale ÇTraining Course in Hospital EpidemiologyÈ, welcher Ende August in Stein am Rhein stattfand. An dieser durch die USZ-Spitalhygiene organisierten Veranstaltung nahmen über 100 Teilnehmer aus 4 Kontinenten teil.
Im Rahmen der nationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Spitalhygiene leitet die USZ-Spitalhygiene die Creutzfeldt-Jakob-Swiss-NOSO Task Force, welche im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit Empfehlungen zur Reduktion des Übertragungsrisikos von Prionen ausarbeitet. Diese multizentrische Task Force stützt sich dabei auf die Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen durch eine für diese Aufgabe in der Spitalhygiene tätige Mitarbeiterin.

Anonyme HIV Test- und Beratungsstelle
Seit 1985 führen wir am USZ im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) die grösste anonyme HIV Test- und Beratungsstelle der Schweiz. Jährlich werden 3000 bis 4000 Tests und Beratungen durchgeführt. Die Beratung vor dem Test, beinhaltet im Wesentlichen ein persönliches und ein situationsspezifisches Beratungsgespräch, basierend auf dem aktuellen Anlass, der zum Testwunsch führte. Die Testresultate werden wahlweise telefonisch oder persönlich mitgeteilt. Bei der Mitteilung des Testergebnisses werden die wichtigsten Präventionsbotschaften nochmals aufgegriffen. Jedes Gesprächs beinhaltet die Kernbotschaft: Menschen mit Risikoverhalten sollen dieses aufgeben und Menschen ohne Risikoverhalten sollen dieses beibehalten.

Referenzzentrum für durch Blut übertragbare Krankheiten im Medizinalbereich
Das Referenzzentrum setzte im Jahr 2002 seine Arbeit fort. Diese besteht hauptsächlich in der Ueberwachung von relevanten Expositionen gegenüber Blut sowie damit assoziierter Infektionen bei Medizinalpersonen. Diese Ueberwachung umfasst die Deutschschweiz, während die Westschweiz und das Tessin vom entsprechenden Zentrum in Lausanne betreut wird. Die Analyse der erfassten Meldungen sowie der festgestellten Fälle von Infektion mit Hepatitis C Virus resultierte in entsprechenden Publikationen im BAG Bulletin. Als weitere Dienstleistung des Referenzzentrums zu nennen ist das Schulungs- und Fortbildungsangebot, welches durch Spitäler in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz rege benutzt wurde.

Labor für Infektionskrankheiten
In unserem Diagnostiklabor wurden 1296 mikroskopische Untersuchungen von respiratorischen und intestinalen Proben durchgeführt. Dieses Labor garantiert die raschmöglichste Diagnose mittels Direktmikroskopie (Gram, Kinyoun, Immunofluoreszenz-Färbungen) für Bakterien und Parasiten aus verschiedensten Patientenproben.

Labor für Spitalepidemiologie
Die Schwerpunkte der Tätigkeiten im Labor der Spitalhygiene werden unter den Abschnitten "Spitalhygiene" und "Forschung auf dem Gebiet der nosokomialen Infektionen" beschrieben. Das Labor spielt zusätzlich eine wichtige Rolle, wenn epidemiologische Hinweise für das Vorliegen von Übertragungen und Epidemien innerhalb des USZ bestehen. Im Laufe des Jahres 2002 wurden unter anderem Übertragungen von Enterobacter cloacae und von Klebsiella pneumoniae unter Zuhilfenahme der Genotypisierung im Labor der Spitalhygiene abgeklärt.


Forschung

Im Jahr 2002 wurden 32 Originalarbeiten, 4 Übersichtsarbeiten, 1 Buchkapitel, 1 Buch, 1 Dissertation, und 1 Habilitationsschrift publiziert.

Klinische Forschung
Die Abteilung war im Jahre 2002 aktiv an 20 klinischen Studien mit über 500 Patienten uns Patientinnen beteiligt, insbesondere in prospektiven multizentrischen Studien zur Therapie der HIV-Infektion. Diese Studien werden durch die Schweizerische HIV Kohortenstudie, das nationale Aids-Forschungsprogramm, den Schweizerischen Nationalfonds, verschiedene Stiftungen oder die pharmazeutische Industrie unterstützt.
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit in der klinischen Forschung umfasste folgende Institutionen: Institute für Medizinische Mikrobiologie, Klinische Virologie der Universität, Klinische Immunologie, Kardiologie, Gastroenterologie und Pneumologie des Departementes Innere Medizin, Kliniken des Departementes Innere Medizin, Departement für Diagnostische Radiologie, Infektiologie Universitätskinderklinik, veterinärmedizinisches Labor der Universität, Infektiologie-Abteilungen der Schweiz. Universitätsspitäler sowie der Kantonsspitäler St. Gallen und Lugano, das Zentrum für Infektionskrankheiten, Klinik im Park, Zürich sowie in der Behandlung von Menschen mit einer HIV-Infektion erfahrene niedergelassene Aerzte/innen der Stadt Zürich.
Beispiele von klinischen Forschungsprojekten sind:
Schweizerische HIV Kohortenstudie: Die HIV-infizierten Patienten werden prospektiv im Rahmen der nationalen Schweizerischen HIV-Kohortenstudie (SHCS) untersucht. Aktuell werden in diesem Netzwerk über 6’000 HIV-infizierte Personen betreut. 38% der Teilnehmer/innen werden an unserem Zentrum selbst oder von mit unserem Zentrum assoziierten Ärzten/innen in Privatpraxen betreut.
Zudem arbeiteten wir mit internationalen HIV Kohorten zusammen: HIV CONNECT (Collaboration of National Networks in European Clinical Trials in HIV Infection); EuroSIDA; 11 Kohorten weltweit im Rahmen von D.A.D. (Data Collection on Adverse Events of Anti-HIV-Drugs); und anderen Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen.
Phase III Studien zum Studium der Wirkung von neuen anti-HIV Medikamenten.
HIV Resistenztestung: Eine klinische Studie (ZIEL-Study) in der wir den Einfluss der genotypischen Resistenztestung auf die Entscheidungsfindung des Arztes bei der Zusammenstellung einer neuen antiretroviralen Therapie bei Patienten mit Therapieversagen testen, konnte erfolgreich weitergeführt werden (Einschluss von bisher mehr als 200 Patienten). Diese Studie hat es uns erlaubt, während der letzten drei Jahre bei all unseren Patienten kostenlos Resistenztestungen durchführen zu können, obwohl während dieser Zeit diese Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen wurden. Eine wissenschaftliche Auswertung wurde an einem Fachkongress vorgestellt und eine Publikation ist für 2003 geplant.
Primäre HIV-Infektion. Im Rahmen einer Multizenterstudie der Firma MSD ist es uns gelungen mehr als 20 akut oder sehr früh HIV-infizierte Patienten zu rekrutieren. Diese Patienten werden immunologisch genau charakterisiert und sollen die Möglichkeit haben, in eine therapeutische Vakzine-Studie eintreten zu können.
Osteonekrose bei HIV-Infizierten. Im Rahmen der schweizerischen Kohortenstudie führten wir eine retrospektive Untersuchung bei 27 HIV-infizierten Patienten mit Osteonekrose durch und versuchten die Risikofaktoren dieser Patientengruppe zu erheben. Wir konnten zeigen, dass nicht die Dauer der antiretroviralen Behandlung sondern die Progression (Zeitdauer) der HIV-Erkrankung v.a. als Hauptrisikofaktor für diese Erkrankung verantwortlich ist.
Weitere Schwerpunkte von klinischer Forschung sind: Zeckenstich-assoziierte Erkrankungen (Ehrlichiose, Rickettsia helvetica) und Antibiotikatherapie.

Epidemiologie
Im Jahre 2002 wurden verschiedene lokale, nationale und internationale epidemiologische Projekte initiiert und zum Teil abgeschlossen. Es handelt sich einerseits um Auswertungen von Daten der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie aber auch von Daten ausländischer Studien, die im Rahmen von Kollaborationen zusammenführt wurden. So hat die "ART-Cohort Collaboration" vor kurzem im Lancet eine erste Analyse zur klinischen Prognose nach Therapiebeginn von über 12’000 HIV infizierten Patienten aus 13 Kohortenstudien publiziert. Die "PLATO-Collaboration" ist ein ähnliches Projekt, bei dem jedoch in Bezug auf die anti-HIV Therapie weit fortgeschrittene Patienten aus 13 Kohortenstudien von 3 Kontinenten untersucht werden. Zudem wurden verschiedene Analysen für Projekte der Schweizerischen HIV Kohortenstudie durchgeführt, z.B. mit der Fragestellung nach dem optimalen Therapiestart oder dem Einfluss von kurzzeitigen Therapieunterbrüchen auf die klinische Progression. Gegenwärtig sind auch zwei lokale Projekte in Bearbeitung, eines zur Häufigkeit und Relevanz von erhöhten Laktatwerten bei Patienten mit anti-HIV Therapie und ein weiteres zur Wertigkeit der HIV-Resistenztestung im klinischen Alltag.

HIV Forschungslabor
Mitte 2002 konnte das neue Forschungslabor innerhalb eines Monats planmässig bezogen werden. Im Forschungslabor wurden Schwerpunktmässig folgende Projekte im Bereiche Çtranslational ResearchÈ und Grundlagenwissenschaften bearbeitet:

  • Strukturierte Therapieunterbrüche bei HIV-infizierten Patienten: ein in vivo Modell für die akute HIV-Infektion?
  • Charakterisierung von residueller HIV-RNA in Patienten unter potenter antiretroviraler Therapie;
  • Der Einfluss des Chemokins RANTES und von Glycosaminoglykanen auf den Eintritt von HIV in die Zelle;
  • Wechselwirkungen zwischen HI-Virus und Zytokin-Netzwerk in einem humanen lymphatischen Histokultur-System.

Die Forschungsprojekte verliefen erfolgreich, was sich in einer beträchtlichen Menge an neu generierten Drittmitteln und in zahlreichen im Jahr 2002 erschienenen Publikationen niederschlug.
Die wissenschaftlichen Kollaborationen des Forschungslabors umfassen: ETHZ (S. Bonhoeffer, Ph.D., A. Oxenius, Ph.D.), Nationales Zentrum für Retroviren, Zürich (J. Schüpbach, M.D., J. Böni, Ph.D.), Klinische Immunologie, USZ, Zürich (H. Joller, Ph.D.), University of Geneva, (L. Perrin), University of Oxford, Oxford, UK (R. Phillips, M.D., A. McLean, Ph.D.), University of Erlangen (K. Metzner, M.D.), University of California, San Diego (J. Wong, M.D., D. Richman, M.D.), The Aaron Diamond AIDS Research Institute, New York (L. Kostrikis, Ph.D.), Cornell University, New York (J. Moore, Ph.D.) Progenics Pharm. Inc., Tarrytown, (W. Olson, Ph.D.), The Gladstone Institute, San Francisco (M. Goldstein, M.D. Ph.D., Douglas Nixon M.D. Ph.D), Roche Molecular Systems, Alameda (K. Young, Ph.D.), USA, Serono S.A., Genf (A. Proudfoot, Ph.D.).

Forschung auf dem Gebiet der nosokomialen Infektionen
Im Laufe des Jahres 2002 bearbeitete die Spitalhygiene drei grössere Forschungsprojekte, die auch im Jahr 2003 aktiv sind. Es handelt sich dabei um zwei durch den Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes 49 zum Thema Antibiotikaresistenz finanzierte Projekte. Das erste hat zum Ziel, aussagekräftige Informationen über den Einsatz von Antibiotika in Schweizer Spitälern zu erhalten. Die Studie basiert auf der Etablierung eines Überwachungssystems zur Messung des Antibiotikaverbrauchs. Die erhobenen Daten sollen dann als wichtige Information bei der Analyse der geografischen Verteilung der Antibiotikaresistenz in der Schweiz dienen. Die Daten zur Antibiotikaresistenz werden im Rahmen einer mit diesem Projekt eng verknüpften Studie unter der Leitung von Frau PD Dr. Kathrin Mühlemann, Universität Bern, erhoben. Somit besteht hier eine sehr enge Kollaboration zwischen den Forschungsgruppen.
Das zweite Nationalfondsprojekt hat zum Ziel, Informationen über die Bedeutung der Antibiotikaresistenz und der Prävalenz nosokomialer Infektionen in Institutionen der Langzeitpflege zu erhalten. Gleichzeitig sollen wissenschaftliche Grundlagen für gezielte Interventionen zur Prävention der Übertragung nosokomialer Infektionen in diesen Institutionen erhoben werden, die sich in verschiedenen Aspekten von Akutspitälern unterscheiden. Diese Unterschiede verunmöglichen es, spitalhygienische Richtlinien aus Akutspitälern unverändert in Institutionen der Langzeitpflege anzuwenden. Im Laufe des Jahres 2002 wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Krankenheim Bombach in Zürich (Leitung Dr. M. Hafner) zwei Prävalenzstudien und eine Inzidenzstudie durchgeführt. Eine Ausweitung des Projektes auf weitere Institutionen ist für das Jahr 2003 geplant.
Beim dritten Forschungsprojekt handelt es sich um ein USZ-internes Projekt, welches zum Ziel hat, die Quelle der Sternum-Infektionen durch Koagulase-negative Staphylokokken nach herzchirurgischen Eingriffen zu eruieren. Bei dieser Studie handelt es sich um eine epidemiologische Studie, die zur Interpretation der Daten auf die molekulare Genotypisierung der gefundenen Isolate von Koagulase-negativen Staphylokokken abstützt.


Lehre

Studium, Ausbildung
Leitende Ärzte, Oberärzte/innen und Oberassistenten/innen sind an diversen Vorlesungen, Kursen, Kolloquien und Repetitorien des Medizinstudiums beteiligt.
Mitarbeiter/innen der Spitalhygiene sind am Unterricht an den Schulen für Ernährungsberatung, Operationsschwestern des USZ und im Rahmen der Ausbildung von Hygienefachpersonal des Bildungszentrums des Schweizerischen Berufsverbandes für Krankenpflege, sowie im Rahmen der Ausbildung in Krankenpflege an der Schule des Roten Kreuzes mitbeteiligt.

Fort- und Weiterbildung
Die folgenden Veranstaltungen wurden angeboten:

  • 1 Semesterstunde Kolloquium Klinik und Mikrobiologie von Infektionskrankheiten
  • Während des ganzen Jahres 2 Stunden pro Woche "Infektiologische Fallbesprechungen" und "Aktuelle Probleme der Infektiologie"

Zudem wurden zahlreiche Referate im Rahmen der ärztlichen Weiter- und Fortbildung (an verschiedenen auswärtigen Kliniken, insbesondere auch für Hausärzte) gehalten.
Facharzttitel Infektiologie FMH: Das Weiterbildungsprogramm für den FMH-Facharzttitel Infektiologie wird in Zusammenarbeit mit den andern Universitäten der Schweiz durchgeführt.
Die Spitalhygiene führt im Rahmen ihrer Tätigkeit verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen bei verschiedenen Berufsgruppen innerhalb des USZ durch; u.a. im Rahmen von Schulen des USZ (z. B. Anästhesie-, TOA-Schule, Schule für Ernährungsberatung durch). Daneben sind verschiedene Mitarbeiter direkt am Unterricht des SBK-Bildungszentrums in Zürich zur Weiterbildung Höfa I in Spitalhygiene beteiligt.

Kongresse und Symposien
Im Rahmen des Präsidiums der Weiter- und Fortbildungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie wurden 5 ganztätige Weiterbildungsveranstaltungen in Bern und in Zürich organisiert.
Jährlich findet in Zürich ein halbtägiges Symposium für Hausärzte statt.
Viermal jährlich führt die Spitalhygiene einen sogenannten Hygiene-Kreis durch, welche praxisrelevante spitalhygienische Themen in Schwerpunkten behandeln. Diese Veranstaltungen werden sowohl von Medizinalpersonen innerhalb als auch ausserhalb des USZ rege besucht. Das jährlich stattfindende Zürcher Hygiene-Symposium bezweckt, die wichtigsten Fortschritte auf dem Gebiet der Spitalhygiene einer interessierten Zuhörerschaft auf wissenschaftlicher Grundlage zu vermitteln.
Die Durchführung und Organisation des Training Course in Hospital Epidemiology durch die USZ-Spitalhygiene Ende August 2002 kann sicherlich als wichtiger Höhepunkt des Jahres 2002 für die Spitalhygiene bezeichnet werden.


Gremien

Tätigkeit in Gremien
Schweiz. Gesellschaft für Infektiologie (SGInf): Prof. Weber ist Präsident der SGInf Weiter- und Fortbildungs-Kommission, Präsident der Prüfungskommission, Mitglied des Vorstands der SGInf sowie Präsident der Titelkommission für den neugeschaffenen Facharzttitel Infektiologie.
Prof. Ruef ist Präsident der SGInf Antibiotika-Kommission, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Spitalhygiene (SGSH), arbeitet in verschiedenen Kommissionen der SGSH (Raumlufttechnische Anlagen im Spital, Ausbildung von Hygienefachkräften, Validierung von Sterilisatoren) und im Redaktionskomitee von Swiss-NOSO.
Prof. Ruef ist Leiter der Swiss-NOSO-CJD-Task Force, die im Auftrag des BAG Empfehlungen zur Prävention der nosokomialen Übertragung von Prionen erarbeitet. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Prof. Ruef auf dem Gebiet der nosokomialen Infektionen durch Mitarbeit im Rahmen der European Study Group of Nosocomial Infections der European Society for Clinical Microbiology and Infection und durch Mitwirkung in der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz im Spital (INSPEAR) gepflegt. Zusätzlich wirkt Prof. Ruef im Rahmen der Partnerschaft des USZ mit dem Urgenta Hospital in Bukarest, Rumänien als Dozent im Bereich der Spitalhygiene und der Infektionskrankheiten mit, sowie als Dozent im jährlich stattfindenden internationalen Training Course in Hospital Epidemiology der European Society for Clinical Microbiology and Infectious Diseases.
Prof. Ruef berät den Verein "Outcome" in fachlichen Aspekten der Messung nosokomialer Infektionen.
Dr. Markus Flepp ist Mitglied der Fachkomission Klinik und Therapie HIV/AIDS des Bundesamtes für Gesundheitswesen.
Prof. Weber ist Mitglied der Aidskommission des Kantons Zürich.
Prof. Weber ist Mitglied des Ethischen Komitees des Departementes Innere Medizin (der im Auftrag der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich eingesetzten spezialisierten Unterkommission für Innere Medizin).

Scientific Boards und Editorial Boards
Prof. Opravil, PD Dr. B. Ledergerber, PD Dr. H. Günthard und Dr. M. Flepp sind Mitglieder des Scientific Board der Schweiz. HIV-Kohortenstudie, Dr. Markus Flepp ist Mitglied des Executive Board und Vorsitzender der Working Group Clinics and Laboratories.
PD Dr. Ledergerber ist Vorsitzender des Steering Committees von EuroSIDA.
Prof. Weber ist Mitglied des Steering Committees der D.A.D. Studie (Data Collection on Adverse Events of Anti-HIV Drugs), einem Zusammenschluss von 11 internationalen HIV-Kohortenstudien. Am Zentrum Zürich wird die Studie von Dr. Markus Flepp geleitet.
Dr. Markus Flepp ist Mitglied der Schweizerischen Expertengruppe für Hepatitis (SEVHEP) sowie der Swiss Advisory Group der Schweizerischen Hepatitis C Kohortenstudie (SCCS).
Prof. Ruef ist Herausgeber der Zeitschrift Infection. Prof. Opravil ist Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift HIV Clinical Trials. Prof. Dr. Weber ist Ko-Editor eines Lehrbuches (Antimicrobial Therapy and Vaccines).

Akademische Selbstverwaltung
Prof. Opravil ist als Präsident der Vereinigung der Privatdozenten und Titularprofessoren einer der Ständevertreter in der Medizinischen Fakultät. Prof. Weber und Opravil sowie PD Dr. Ruef sind als Vertreter der Privatdozenten in diversen fakultären Nachfolgekommissionen tätig.


Beförderungen, Auszeichnungen, Ehrungen

Dr. Christian Ruef, Leitender Arzt und Leiter der Spitalhygiene, wurde zum Titularprofessor ernannt. Dr. Roberto Speck, Oberarzt, wurde habilitiert. Frau PD Dr. Alexandra Trkola hielt ihre Antrittsvorlesung. Frau Claudia Ruprecht, die in unserem Forschungslabor ihre experimentelle Diplomarbeit durchführte, wurde an der ETH für die beste Diplomarbeit sowie die beste Prüfung ausgezeichnet. Dr. Marek Fischer wurde von der schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie die Bourse Roche Pharma (Schweiz) AG/ Bristol Myers Squibb zugesprochen und PD Dr. Bruno Ledergerber erhielt den Aventis Preis.


Ausblick

Wir arbeiten verstärkt am Ziel, die Betreuung von Patienten/innen, klinischer Forschung und Labor-Grundlagenforschung optimal zu vernetzen, Synergien zwischen diesen Disziplinen zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Voraussetzung dazu sind hochmotivierte und engagierte Mitarbeiter/innen, aber auch genügende finanzielle und räumliche Ressourcen. Die zunehmend schwierigeren finanziellen Rahmenbedingungen, neue administrative Anforderungen und die z.T. fehlende Perspektive einer nachhaltigen Investition in die Forschung erschweren es zunehmend, die Ziele der Exzellenz in Klinik, Forschung und Lehre im Auge zu behalten. Die Verbesserung unserer professionellen Arbeit kann nicht ausschliesslich durch Optimierung interner Strukturen, Organisationsabläufe, Weiterbildung oder erhöhte Leistungsanforderungen an Mitarbeiter/innen erreicht werden, sondern bedingt auch die ideelle und adäquate materielle Unterstützung von aussen, d.h. durch Verwaltung, Behörden, Politiker und Bevölkerung. Wir werden unsererseits alles daran setzen, uns weiterhin nach besten Kräften für die Patienten/innen und die Forschung einzusetzen.

Eckdaten
Kennzahlen
Die Abteilung umfasst eine ambulante infektiologische Sprechstunde, einen 24h Konsiliardienst für stationäre und ambulante Patienten/innen am ganzen Universitätsspital, die Spitalhygiene sowie Forschungsgruppen in Klinik, Labor und Epidemiologie.
Ambulante Konsultationen: 10060 (1935 Patienten)
Konsiliarische Betreuung im USZ: 3123 Konsilien (1642 Patienten)
Spitalhygienische Konsilien und Beratungen: 2770
Anonyme HIV Tests und Beratung: 4099

Medizinische Schwerpunkte
Betreuung von HIV-infizierten Menschen oder anderweitig immunkompromittierten (immungeschwächten) Patienten/innen (z.B. nach Organtransplantation oder bei Chemotherapie)
Beratung und Betreuung bei komplexen infektiologischen Fragestellungen wie z.B. chronische Infektionen, Knocheninfektionen, Tuberkulose, Lyme Borreliose, Chronic Fatigue Syndrom
Prävention von nosokomialen (im Spital übertragenen) Infektionen
Prävention von sexuell übertragbaren Erkrankungen und Beratung bezüglich Postexpositionsprophylaxe

Forschungsschwerpunkte
Struktur und Resourcen erlauben die erfolgreiche enge Zusammenarbeit von Klinikern und Grundlagenforschern ("Translational Research")
Pathogenese und Therapie der HIV Infektion
Prävention von nosokomialen Infektionen
Rationaler Einsatz von Antibiotika


Portraits

Prof. Dr. med.
Christian Ruef
Leiter Spitalhygiene
Prof. Dr. med.
Milos Opravil
Oberarzt
Dr. med.
Markus Flepp
Oberarzt
PD Dr. med.
Huldrych Günthard
Oberarzt
Gruppenleiter Labor
Dr. med.
Roberto Speck
Oberarzt
Dr. med.
Corina Ebnöther
Oberärztin i.v.
PD Dr. rer. nat. tech.
Alexandra Trkola
Oberassistentin
Forschungslabor 
Dr. phil. II
Marek Fischer
Oberassistent
Forschungslabor 
PD Dr. sc. Techn. ETH
Bruno Ledergerber
Oberassistent
Epidemiologie

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