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Zahlen und Fakten
Dept. für Innere Medizin
Medizinische Poliklinik
Teilbezug der sanierten Räumlichkeiten
im Raemitrakt

Prof. Dr. med.
Wilhelm Vetter
Klinikdirektor
Prof. Dr. med.
Peter Greminger
Leitender Arzt
und Stellvertreter
des Klinikdirektors
Das Berichtsjahr wurde bis in den Spätsommer nochmals durch die äusserst knappen Raumverhältnisse des Provisoriums im Geschoss B des Westtraktes geprägt. Ende August 2002 konnten dann die Räumlichkeiten im sanierten Raemitrakt wieder bezogen werden, so dass die allgemeine internistische Sprechstunde des Ambulatoriums wieder an ihrem ursprünglichen Ort stattfinden kann. Allerdings dauert es weitere zwei Jahre bis auch die Direktion, die Sprechstunde des Personalärztlichen Dienstes und andere Dienste der Medizinischen Poliklinik wieder als räumliche Einheit in Erscheinung treten können.

Empfangshalle der Medizinischen Poliklinik

Planmässig konnten in der zweiten Augusthälfte die sehr ansprechend sanierten und mit einem neuen Möbelprogramm ausgestatteten Räumlichkeiten im Stockwerk B des Raemitraktes bezogen werden. Die nun zur Verfügung stehenden Untersuchungszimmer schaffen eine für Personal und Patienten angenehme Atmosphäre und erlauben eine gegenüber dem Provisorium stark verbesserte Kundenfreundlichkeit, indem für kurzfristige Untersuchung und Beratung von unangemeldeten Patienten nicht mehr Bibliothek oder Sekretariatsräume zweckentfremdet werden müssen. Die Freude über diese spürbare Verbesserung des Betriebsablaufs wird einzig durch die Tatsache getrübt, dass bis zur Vollendung der Sanierungsarbeiten des restlichen Raemitraktes nochmals zwei Jahre vergehen werden, und dass bis zu diesem Zeitpunkt Direktion, Personalärztlicher Dienst, Akupunktur, 24-Stunden-Blutdruckmessung und weitere Dienstleistungen vom allgemeinen Ambulatorium räumlich doch weit distanziert bleiben.

Treppenhaus im sanierten Raemitrakt

Neben der internistischen Sprechstunde des Ambulatoriums bedeutete auch im Jahre 2002 die Tätigkeit auf der Interdisziplinären Notfallstation wiederum eine sehr grosse Herausforderung. Erneut zeigte sich auf dieser Station eine Zunahme des Aufwandes und zwar sowohl infolge nochmals leicht höherer Patientenzahlen als auch infolge einer weiteren Zunahme des Anteils von Patienten mit komplexen Krankheitsbildern und dementsprechend sehr hohem Pflegeaufwand. Diese Situation führte in Stosszeiten zu einer Überschreitung der personellen und räumlichen Kapazität der Notfallstation, weshalb eine von der Spitalleitung eingesetzte Arbeitsgruppe die Möglichkeiten einer Entlastung prüfte (Projekt "Leichter Notfall"). Teile dieses Projektes sollen möglichst bald umgesetzt werden.


Forschung

Dank einer sehr grossen Anzahl von Patienten mit chronischen Erkrankungen, die über Jahre regelmässig an der Medizinischen Poliklinik kontrolliert und betreut werden, können in der klinischen Forschung Fragestellungen zu ganz unterschiedlichen Gebieten wissenschaftlich angegangen werden. So wurden im Berichtsjahr bei Patienten mit Hämochromatose, mit chronischer Pankreatitis und mit alkoholischer Leberzirrhose die Mechanismen des chronischen Entzündungsvorganges untersucht. In einem anderen Projekt im Rahmen der Erforschung neuer Risikofaktoren für Atherosklerose gelang es, die Rolle der Chlamydien, welche eine chronische Gefässentzündung hervorrufen können, bei diesem Krankheitsbild besser zu charakterisieren. So wurde in einer prospektiven Studie gezeigt, dass der Krankheitsverlauf bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit durch eine gegen diese Bakterien gerichtete antibiotische Therapie signifikant verbessert werden kann.

Im weiteren wurde die grundlagenwissenschaftliche und klinische Erforschung der Pathomechanismen verschiedener Gefässerkrankungen im Labor für klinische Atheroskleroseforschung (C.A.R.L.) intensiv fortgesetzt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Biochemie der ETH zur Klärung der molekularen Mechanismen der Cholesterinabsorption konnte im Berichtsjahr weitergeführt werden.


Aus-, Weiter- und Fortbildung

Dank Unterstützung durch die ICT-Fachstelle der Universität Zürich (Informations- und Kommunikationstechnologien) entwickelte die Medizinische Poliklinik für die Ausbildung von Medizinstudentinnen und -Studenten das Projekt "Differentialdiagnose Innere Krankheiten online". Dieses ist in Vorlesungen und Tutorate integriert und ergänzt mit webbasierten Lehr- und Lernmöglichkeiten die bestehenden Präsenzveranstaltungen wie Frontalvorlesungen und Kurse. Das Ziel ist die Unterstützung eines praxisorientierten und selbstmotivierten Lernens.

In der interdisziplinären Notfallstation wurden im Jahre 2002 Konzept und Reglement für die Notfallausbildung von Pflegenden erstmals theoretisch und praktisch umgesetzt. Die theoretischen Grund- und Fachmodule dieser Notfallausbildung wurden von 15 Weiterbildungsteilnehmenden besucht.


Personelles

Herrn Dr. Georg Schulthess, Oberarzt der Medizinischen Poliklinik, wurde im Jahre 2002 die Venia legendi für Innere Medizin verliehen.

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