Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002
Departemente, Kliniken und Institute
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für physikalische Medizin
Urologische Klinik
Universitäres Zentrum für Labormedizin


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Zahlen und Fakten
Dept. Medizinische Radiologie
Institut für Neuroradiologie
Steigerung der klinischen Dienstleistung und Ausbau der Forschung

Prof. Dr. med.
Antonios Valavanis
Institutsdirektor

Das Institut für Neuroradiologie blickt erneut auf ein in Dienstleistung, Forschung und Lehrtätigkeit erfolgreiches Jahr zurück. Mit insgesamt 22’896 diagnostischen Untersuchungen und neuroendovaskulären Eingriffen erfuhr die gesamte klinische Dienstleistung des Institutes eine Steigerung von 8,3% gegenüber dem Vorjahr. Mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen in führenden Zeitschriften reflektieren den aktuellen Stand aus den Forschungsschwerpunktbereichen Neuro-Imaging und vaskuläre Neuroradiologie. Das neue neuroangiographische Forschungslabor mit modernster apparativer Ausstattung wurde bereitgestellt. Das Lehrangebot auf dem Gebiet der neurowissenschaftlichen Bildgebung wurde weiter ausgebaut und der jährlich stattfindende internationale Fortbildungskurs in interventionelle Neuroradiologie wurde erfolgreich weitergeführt.


Bereich Neuro-MRI

Nach seiner Inbetriebnahme im Sommer 2001 konnte das 3.0-Tesla-Hochfeld-MR-Gerät im Berichtsjahr erfolgreich auch in die klinische MR-Dienstleistung des Institutes integriert werden. Mit der Anstellung einer zusätzlichen Oberärztin und der Zuteilung weiterer Assistenzärzte und MTRA aus dem Stellenpool des Institutes wurde der Bereich Neuro-MRI personell weiter verstärkt, um so der gestiegenen Nachfrage nach neuroradiologischen MR-Untersuchungen adäquat nachkommen zu können.

Mit insgesamt 5’030 neuroradiologischen MR-Untersuchungen und speziellen Zusatzuntersuchungen verzeichnete der Bereich Neuro-MRI einen markanten Leistungszuwachs von 12,8% gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem konnten die langen Wartefristen mehrheitlich für ambulante, teilweise aber auch für stationäre Neuro-MR-Untersuchungen bei steigender Nachfrage seitens unserer Zuweiser, nicht substanziell reduziert werden, so dass bedauerlicherweise weiterhin Patienten des USZ an externe Privatinstitute überwiesen werden mussten. Das Neuro-MRI stellt heute die zentrale neuroradiologische Untersuchungsmethode dar und kann vielfach nicht durch andere bildgebende Verfahren substituiert werden. Eine Neuregelung der Zeitkapazitäten und Neuverteilung der Gerätebelegung drängt sich, angesichts der langen Wartefristen, auf. Im Einvernehmen und mit voller Unterstützung sämtlicher Kliniken und Institute des klinischen Neurozentrums des USZ wurde deswegen im Berichtsjahr die Ersatzanschaffung eines Neuro-MRI-Gerätes beantragt. Mit Standort im Nordtraktbereich des USZ, wo sämtliche Patienten des klinischen Neurozentrums hospitalisiert sind, soll dieses Gerät prioritär für die notfallmässige Akutabklärung der Stroke-Patienten sowie für die Planung und Behandlungskontrolle der mikroneurochirurgischen und interventionell neuroradiologischen Eingriffe sowie zur Diagnostik der stationären Patienten der ORL-, Neurologischen und Augenklinik eingesetzt werden. Dadurch sollen die Zeitkapazitäten an den MR-Geräten im MR-Zentrum für die Untersuchung ambulanter Patienten sowie für den weiteren Ausbau der Forschungsaktivitäten erweitert werden.

Die verschiedenen Forschungsprojekte auf dem Gebiet des Neuro-MRI konnten erfolgreich weitergeführt werden. Sie betreffen vor allem die funktionelle Erforschung der Organisation und Arbeitsweise des Gehirns, die hochauflösende strukturelle Darstellung des Gehirns und Rückenmarks sowie die Erforschung der Architektonik der weissen Substanz des Gehirns mit der neu eingeführten Methode der Diffusions-Tensoren-Bildgebung. Mehrere Vorträge und wissenschaftliche Veröffentlichungen belegen die gegenwärtige Forschungsaktivität auf dem Bereich Neuro-MRI.


Neuro-Computertomographie

Mit insgesamt 9’112 regulären sowie notfallmässigen Untersuchungen erfuhr der Bereich Neuro-CT eine weitere Steigerung um 9%. Die Schwerpunkte der klinischen Dienstleistung sind die Untersuchung von Patienten der Neuro-Intensivpflegestation, die präoperative CT-Untersuchung von Patienten mit akutem Schlaganfall und anderen neurovaskulären Erkrankungen sowie die Untersuchung von Patienten mit Erkrankungen aus dem ORL, Augen- und kieferchirurgischen Bereich mit speziellem Schwerpunkt in der hochauflösenden Darstellung des Felsenbeines. Mehrere Forschungsprojekte einschliesslich der 3D-angiographischen CT-Dartstellung der Carotis Bifurkation für Stent-Implantation, die Perfusions-CT bei symptomatischem cerebralen Vasospasmus und akutem Schlaganfall sowie die hochauflösende CT-Darstellung der Schädelbasis wurden weiter bearbeitet.


Interventionelle Neuroradiologie

In der interventionellen Neuroradiologie hat sich der in den letzten Jahren beobachtete Trend zur Überweisung von Fällen mit äusserst komplexen cerebro-vaskulären Erkrankungen, insbesonders angioarchitektonisch komplexen cerebralen und spinalen Gefässmissbildungen sowie ungewöhnlich lokalisierten, grossen cerebralen Aneurysmen weiter fortgesetzt. Dies wirkte sich vermehrt auf die Dauer der Eingriffe, die intensive Beanspruchung der neurointerventionellen und neuroanästhesiologischen Teams, der verwendeten endovaskulären Materialien und Implantate und die Notwendigkeit der neurointensivmedizinischen Betreuung aus. Ohne den engagierten und koordinierten Einsatz der erwähnten Teams wäre die Bewältigung dieser komplexen Eingriffe nicht möglich gewesen. Die Zahl der endovaskulär durchgeführten Operationen hat mit insgesamt 364 um 8% gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Herausragendes Ereignis des Bereiches intervetnionelle Neuroradiologie im Berichtsjahr war, die Bereitstellung des umgebauten und neu eingerichteten neuroangiographischen Forschungslabors im Labortrakt des USZ. Damit können die unterbrochenen Forschungsprojekte wieder aufgenommen und neue in Angriff genommen werden. Sie betreffen schwerpunktmässig die Weiterentwicklung von Spezialmikrokathetersystemen zur gezielten Mikrokatheterisierung von feinsten Arterien der grauen und weissen Substanz des Gehirns, die tierexperimentelle Erprobung von intrakraniellen Spezial-Stents zur Behandlung komplexer cerebraler Aneurysmen und die Verfeinerung bestehender Stentsysteme für die endovaskuläre Behandlung der Carotisstenose sowie der verschiedenartigen Stenosen der brachiocephalen Gefässe.


Akademisches

Die Ergebnisse aus der Forschungstätigkeit der verschiedenen Bereiche und Schwerpunkte des Institutes wurden erneut in mehreren international führenden Zeitschriften des Fachgebietes veröffentlicht. Es wurden über 80 eingeladene Vorträge an internationalen und nationalen Kongressen und Tagungen gehalten. Der jährlich stattfindende internationale Kurs in interventionelle Neuroradiologie war mit über 200 Teilnehmern erneut ein Erfolg.

In seiner Funktion als Präsident der World Federation of Neuroradiological Societies, war im Berichtsjahr Prof. A. Valavanis an der Organisation und Durchführung des XVII Symposium Neuroradiologicum, des alle vier Jahre stattfindenden Weltkongresses für Neuroradiologie, welches im August 2002 in Paris stattfand, massgeblich beteiligt. Prof. A. Valavanis wirkte weiter als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Neuroradiologie.


Diffusions-Tensoren-MR des Gehirns
mit Darstellung der Architektonik der weissen Substanz

Coronares T1-Bild Tensor-Bild


Eckdaten
Medizinische Schwerpunkte
Das Institut für Neuroradiologie gliedert sich in die Abteilungen Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie. Es führt in diesem Rahmen Untersuchun-gen und therapeutische Eingriffe bei Patienten mit Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie des Kopf-, Hals- und Wirbelsäulenbereiches durch.

Forschungsschwerpunkte
Sie umfassen die Erforschung der Funktion und Struktur des Gehirns mit Methoden der Magnetresonanz, die Verbesserung der Diagnostik auf dem Gesamtgebiet der Neuroradiologie sowie die experimentelle und klinische Forschung auf dem Gebiet der endovaskulären Techniken.

Anzahl Mitarbeiter
32


Portraits

PD Dr. med.
Bernhard Schuknecht
Leitender Arzt
PD Dr. med.
Spyros Kollias
Oberarzt und
Leiter Neuro-MRI
Dr. med.
Athina Pangalu
Oberärztin
Dr. med.
Adriana Campi
Oberärztin
Birgit Gehrmann
Leitende MTRA
Romuald Tinner
Leitender MTRA
Heinrich Limacher
Klinikmanager
Lisa Olia
Direktionssekretärin

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