| Umsetzung der neuen Informatikstrategie |
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Felix Heer Leiter Zentrale Informatik |
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Das Jahr 2002 stand für die Informatik des USZ ganz im Zeichen der Umsetzung der neuen Informatikstrategie mit den Schwerpunkten Zentralisierung und KISIM. Am 10. Oktober 2001 hatte sich die Spitalleitung für die neue Ausrichtung der Informatik im USZ entschieden. Die Umsetzung sollte weitgehend mit den vorhandenen Kräften erfolgen und innerhalb von vier Jahren abgeschlossen werden. Im ersten Halbjahr 2002 ging es um die Konkretisierung der Vorgaben. Per 1. Juli 2002 nahmen dann die neue Zentrale Informatik und die Cistec AG ihren Betrieb auf und konnten sich im zweiten Halbjahr konsolidieren.
Eine neue Basis für KISIM
In den vergangenen Jahren hatten diverse Kliniken des USZ ein Klinikinformationssystem für die elektronische Dokumentation der klinischen Patientendaten eingeführt. Die Vielfalt der Systeme verunmöglichte die elektronische Weitergabe von Patientendaten bei Verlegungen und erschwerte auch den Personalaustausch zwischen Kliniken. Mit dem Strategieentscheid der Spitalleitung für den USZ-weiten Einsatz des Klinikinformationssystems KISIM konnte ein wichtiger Meilenstein gelegt worden. Für die Weiterentwicklung, den Vertrieb und den Support ist die Cistec AG zuständig. Zusammenarbeit und Arbeitsteilung mit dem USZ sind vertraglich geregelt geworden. Seither läuft der KISIM-Betrieb mit der neuen Aufgabenteilung zwischen USZ und Cistec AG. Die Nutzung von KISIM hat weiter zugenommen und die Systemverfügbarkeit ist nach wie vor sehr hoch. Um die vielfältigen Weiterentwicklungen von KISIM zu planen wurde die KISIM-Planungsgruppe eingerichtet. Sie hat mit allen Klinikdirektoren die Einführung von KISIM bzw. die klinikspezifische Weiterentwicklung besprochen. Einige Kliniken verwenden neu KISIM oder treffen die entsprechenden Vorbereitungen.
Massvolle Zentralisierung
Parallel zu den KISIM-Aktivitäten erarbeitete eine Arbeitsgruppe die neue Informatikorganisation im USZ, die am 25. Mai 2002 von der Spitalleitung genehmigt wurde. Die vom "Chief Information Officer" (CIO) geführte Zentrale Informatik besteht demnach neben dem Stab aus den sechs Abteilungen Systemtechnik, Personal Computing, Klinikinformationssysteme, Medizinische Spezialapplikationen, Administrative Applikationen sowie Beratung und Dienste.
Am 1. Juli 2002 wurde aus der bisherigen Abteilung Organisation und Informatik (50 Mitarbeitende) und der Abteilung Medizinische Informatik des Departements für Innere Medizin (10) zusammen mit Informatikern aus dem Departement für Medizinische Radiologie (3), der Neurochirurgischen Klinik (1), der Urologischen Klinik (1), dem Institut für Klinische Chemie (1) und dem Betrieb (4) die neue Zentrale Informatik gebildet. Seither konnten rund 10 weitere Stellen besetzt werden.
Die Informatikprozesse wurden neu definiert und die Aufgaben schrittweise neu verteilt, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Das Support-Konzept der Zentralen Informatik basiert tagsüber auf einer zentralen Hotline und nachts und am Wochenende auf einem Bereitschaftsdienst.
Informatik-Lenkungsausschuss
Gemäss der neuen Informatikstrategie wurde die frühere Informatikkommission des USZ anfangs 2002 durch den Informatik-Lenkungsausschuss abgelöst. Dieser hat im Jahr 2002 zehn Sitzungen abgehalten und dabei unter anderem sechs Projektanträge, sieben Realisierungsanträge, vier Zwischenberichte und acht Schlussberichte von Informatikprojekten behandelt.
Die Infrastrukturprojekte umfassten die Ablösung von Servern für SAP, DataGate und Molis sowie die Einführung eines neuen Backup-Systems und einer neuen Firewall mit Intrusion Detection. Im Projekt Spinet 2003 wurden grosse Bereiche des USZ mit neuen, leistungsfähigeren Komponenten für die Datenkommunikation ausgerüstet. Im Vorprojekt Tripacs wurde zusammen mit dem Kantonsspital Winterthur und dem Stadtspital Triemli die Machbarkeit eines Systems für die Bewirtschaftung- und Archivierung von Radiologie-Bildern geprüft und nachgewiesen. Weitere Applikationsprojekte befassten sich mit finanziellen Steuerungsinstrumenten (Kostenträgerrechnung, Business Data Warehouse), mit Verpflegungslogistik inklusive Bestellwesen der Patientenmahlzeiten und mit der Vermietungslogistik von Wohnräumen. Ein Schwerpunkt im Bereich eHealth war die Neugestaltung des Internetauftritts des USZ mit einem Content Management System.
Ausblick
Per 1. Januar 2004 muss das USZ Leistungen für ambulante Patienten nach dem neuen Tarif Tarmed erfassen und abrechnen. Dies erfordert vom USZ insgesamt, aber auch seitens Informatik, noch riesige Anstrengungen und wird die Aktivitäten der Zentralen Informatik im Jahr 2003 prägen.
Daneben soll die Umsetzung der Informatikstrategie fortgesetzt werden. Schon anfangs 2003 wird die Zentrale Informatik auch die Informatikbetreuung weiterer Organisationseinheiten übernehmen (Klinik für Radioonkologie und Institut für Anästhesiologie). Ein grosser Schritt wird dann auch die Homogenisierung der Informatik-Infrastruktur durch die Migration der Netware-Umgebung des Departements für Innere Medizin (rund 700 PC) zu Windows 2000. Weitere heausfordernde Aufgaben für die Zentrale Informatik stehen an.