| Jahresbericht der Qualitätskommission 2002 |
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Dr. F. Giuliani Qualitätskoordinatorin |
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Die Qualitätskommission ist der zentrale Lenkungsausschuss der Qualitätssicherung im USZ. Sie begleitet und unterstützt in erster Linie die externen Ergebnis-Messungen und die daraus folgenden internen Aktivitäten und Projekte und informiert darüber.
Die Ergebnismessungen, verankert im Verein Outcome, erheben systematisch patientenorientierte, qualitätsrelevante Daten. Im Jahr 2002 wurden im USZ bei rund 12000 Patientinnen und Patienten Messungen zu folgenden Qualitätskriterien erhoben und ausgewertet:
Diagnose-unabhängige Kriterien (Decubitus, Fremdkörperassozierte nosokomiale Infektionen) |
5500 Datensätze |
Output-Kriterien (Wartezeiten des Notfallpatienten, Umgang mit Reklamationen, Verschiebung elektiver operativer Eingriffe) |
4000 Datensätze |
Diagnose-abhängigen Kriterien (Akuter Myokardinfarkt, Proximale Femurfraktur, Benigne Prostatahyperplasie, Zerebrovaskulärer Insult) |
170 Datensätze |
Allgemeine Patientenzufriedenheit (Picker-Fragebogen; Aug. - Nov. 2001) |
2300 Datensätze |
Diese Resultate wurden USZ-intern in interdisziplinären Workshops und Arbeitsgruppen diskutiert und daraus Verbesserungsmassnahmen abgeleitet. Ziel ist, wo immer möglich, den hohen Qualitätsstandard beizubehalten und dort zu verbessern, wo es notwendig ist.
So wurden im Sommer zwei Workshops, moderiert durch Ellinor von Kauffungen, zum Thema "Wir sind gut - und wollen besser werden" durchgeführt. Anhand von Resultaten aus der Erhebung der Patientenzufriedenheit und von Fallbeispielen wurden verschiedene Problempunkte thematisiert. Dabei rückte das Thema der Kommunikation mit den Patienten in den Mittelpunkt, ein zentrales Element der täglichen Arbeit jedes einzelnen, jedes Teams und der gesamten Institution. Das USZ führte ein neues Kommunikationsmittel ein, das der Patientin und dem Patienten ermöglicht, ihre Wünsche und Beschwerden direkt mitwzuteilen. Mit diesem Faltblatt Ihre Meinung ist uns wichtig äussern Patienten, was ihnen spontan in den Sinn kommt, was sie gut finden und schätzen, was sie stört, ärgert oder bewegt. Diese Meinungen ermöglichen eine Einsicht in die subjektive Denk- und Empfindungsweise der Patienten. Die Auswertung dieser Äusserungen wurde bisher quantitativ erfasst. Im 2003 wird den Kliniken auch eine qualitative Auswertung zur Verfügung gestellt.
Verschiedene Kliniken und Organisationseinheiten realisierten, basierend auf den erhobenen Messdaten, gezielte Qualitätsprojekte.
Die Qualitätskommission ist überzeugt, mit diesen Aktivitäten ein effizientes und effektives Qualitätsmanagement im USZ aufzubauen.
Dr. F. Giuliani, Qualitätskoordinatorin USZ
Prof. Dr. med. S. Schmid, Klinikdirektor ORL