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Raum der Stille

Der Raum (A NORD II) wird als Ort der Stille und Besinnung konzipiert, in dem sich Angehörige aller Konfessionen und Religionen und darüber hinaus alle Menschen, die im USZ das Bedürfnis nach einem Ort der Ruhe haben, wohl fühlen können.

Für die Gestaltung des Raumes wurde der Architekt der Bahnhofkirche zugezogen. Das vorgelegte Projekt wurde im Laufe des Jahres in Zusammenarbeit mit der Spitalleitung bereinigt.

Nach aussen wird sich der Raum unauffällig in die Gestaltung des Eingangsgeschosses A NORD II einfügen. Symbole der verschiedenen Konfessionen und Religionen werden an der Tür auf seine besondere Bestimmung hinweisen.

Im Innern wird eine dezente Farbgestaltung an der Wand und mittels textilen Vorhängen den Charakter des Raumes unterstreichen. Dasselbe gilt für das ausgewählte Mobiliar.

Die Arbeiten werden anfangs 2003 ausgeführt. Der Raum ist jedoch schon jetzt zugänglich und wird, wie die Eintragungen in das aufliegende "Anliegenbuch" beweisen, bereits häufig benutzt.


Konvent

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger trafen ich sechsmal zu einem gemeinsamen Konvent, um organisatorische und inhaltliche Anliegen der Spitalseelsorge zu besprechen.

Inhaltlich stand die Gestaltung des neuen Raumes der Stille im Vordergrund. Weitere Themen waren: Neukonzeption der verschiedenen Informationsbroschüren der Pfarrämter sowie die Planung eines gemeinsamen Internetauftrittes.
Wie immer trafen sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger zweimal zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit einer Delegation der Spitalleitung. Auch die Vertreter des Aids-Pfarramtes nahmen daran teil.

Diese Treffen werden von beiden Seiten geschätzt und sind ein wesentlicher Beitrag zur Integration der Seelsorge im Spital.


Mittagsmeditationen in der Spitalkirche

Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Jahre führten die Pfarrämter auch im Berichtsjahr wieder zwei Meditationszyklen zu je vier Anlässen durch:


Meditationen zu Susana Polacs Kreuzweg

Durch die Fastenzeit hindurch auf Ostern hin haben wir im Rahmen der vier Mittagsmeditationen miteinander in der Spitalkirche den Kreuzweg Jesu meditiert.
Dabei haben uns zur Vertiefung die Figuren aus dem Kreuzweg der Susana Polac, die sie für die Pfarrei St. Marien, Wädenswil, geschaffen hat sowie die einfühlsamen Texte von Pfr. Dr. Martin Kopp geholfen. Musikalisch wurden die einzelnen Wegstücke behutsam verknüpft durch Angelika Casper, Geige; Werner Papst, Orgel und Sandra Holzgang, Cello.
Die Meditationen wurden gehalten von Christiane Burrichter und Dr. Martin Kopp.


Meditationen zur Sonnenmusik mit C. L. Demar

Der Zyklus im Herbst stand unter dem Thema "Unter dem Gesang der Sonne". Die Zürcher Künstlerin Clara Luisa Demar hatte ein Programm mit Aufnahmen von echter Sonnenmusik, aufgenommen durch die ETH Zürich, erarbeitet.
Ausgehend von der Sonnenmusik als Sinnbild für die Energie, die das Leben auf der Erde möglich macht, schlug die Künstlerin mittels Klaviervorträgen von Mozart, Beethoven und Chopin, Textrezitationen und Sprechpuppen einen Bogen zum Alltagsleben.
Die Veranstaltung stiess bei den Besucherinnen und Besuchern auf grosses Interesse.


Weihnachtsfeiern am USZ

Im USZ finden jeweils drei grosse Weihnachtsfeiern statt. Die Rheumatologie und die Dermatologie führen eine eigene Feier durch. Alle übrigen Kliniken luden auf den 18. Dezember in die Spitalkirche ein.
Gestaltet wurde die Feier gemeinsam von Pfr. Alexander Wunderli (evang.-ref.) und Seelsorgerin Christiane Burrichter (röm.-kath.) Die Begrüssung im Namen der Direktion hielt Prof. Dr. Thomas Pasch.
Der Kinderchor Kaltbrunn unter der Leitung von Daniel Winiger sang Lieder zur Weihnacht aus dem Zyklus "Adventskalender" von Radio DRS. Junge Sängerinnen aus dem Chor setzten durch ihre Sololieder einen besonderen Akzent. Mit der Weihnachtsgeschichte "Vom Engel, der nicht mitsingen wollte" von Werner Reiser und dem Text "Das Heilende geschieht in der Nacht" von Jörg Zink wurde die Botschaft von Weihnacht allen nahe gebracht.


Aus dem katholischen Pfarramt

Pater Hans Birrer SDS (Salvatorianer)
ist nach 14 Jahren Seelsorge am USZ wieder zu seinen Ordensbrüdern der Salvatorianer nach Zug heimgekehrt. Er hat am 1. Oktober 1988 seinen Dienst begonnen und ihn mit dem 30. Januar 2002 beendet. Tag und Nacht war er stets bereit, mit den Kranken und Sterbenden zu beten und ihnen die Hl. Sakramente zu spenden. Mit besonderer Freude hat er in der Spitalkirche die Eucharistie mit den Kranken gefeiert und die Predigt gehalten. Wir danken ihm für sein treues und allzeit bereites Mittragen der Spitalseelsorge am USZ. Sein fröhliches Wesen möge noch vielen Menschen den Gott der Freude nahe bringen.

P. Lothar Kreitz SVD (Steyler)
hat am 1. Februar 2002 seinen Dienst am USZ aufgenommen.
Er kam von Küsnacht ZH, wo er 8 Jahre als Vikar tätig war und am C.G. Jung Institut studierte. Sein Lebensweg führte ihn nach Taiwan, wo er an der katholischen Universität ein Sprachinstitut leitete. In den USA machte er sein Theologiestudium, u. a. ein Jahr Pastoral Clinical Training in einem lutheranischen Hospital. Mit seiner reichen Lebenserfahrung steht er nun am USZ für die Seelsorge zur Verfügung.

P. Angel Sanz, BMV (Claretiner)
ist Missionar der spanischen Mission in Zürich. Er kommt seit Januar 2002 jeden Montag ans UZS und besucht die spanischsprechenden Patienten und Patientinnen.

P. Giovanni Zugno SDB (Salesianer)
ist an der Missione Cattolica Italiana tätig und besucht jeden Montag die Italienisch sprechenden Patienten und Patientinnen. Er gehört dem Orden der Salesianer an. Gerade ältere Italiener und Italienerinnen sind sehr dankbar, wenn der Priester mit ihrem eigenen Empfinden und ihrer Sprache sie besucht und betreut. P.Giovanni Zugno ist der Nachfolger von Don Ricardo Libani, der im Herbst 2000 in seinem Heimaturlaub unerwartet verstorben ist.


Aus dem reformierten Pfarramt

Auf Ende des Berichtsjahres trat Frau Pfrn. Kati Hübner altershalber als Seelsorgerin am USZ zurück. Rund 25 Jahre war sie am USZ tätig gewesen.
Mit ihrem Namen verband sich eine Neuausrichtung der Seelsorge am Spital als einer eigenen professionellen Kompetenz. So hatte Frau Hübner nicht nur als eine der ersten Seelsorgerinnen eine eigene Seelsorgeausbildung absolviert, sondern sie wurde bald selbst auch die erste CPT-Supervisorin im Kanton.
Ihre grosse Kompetenz zeigte sich sowohl am Krankenbett, wo sie den Menschen mit Feingefühl und Einfühlungsvermögen begegnete, als auch in ihrem breiten Engagement in der innerbetrieblichen Weiterbildung für das Personal, wo sie im Laufe der Jahre zahllose Pflegende in persönlichen und beruflichen Anliegen betreute und entscheidende Impulse für die Zukunft vermitteln konnte.

Die Stelle von Frau Hübner wurde zur Neubesetzung ausgeschrieben und ein Evaluationsverfahren durchgeführt. Über die definitive Wahlentscheidung kann erst im nächsten Jahresbericht informiert werden.
Auf Wunsch von Frau Hübner fand ihr Abschied aus der Seelsorge am USZ im Rahmen einer besonderen Veranstaltung für das Pflegpersonal und weitere Interessierte statt.
In einem Symposium mit dem Titel "Unter dem Regenbogen - Farben von Seelsorge" hielten verschiedene Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Seelsorge und Pflegedienst Kurzreferate, die je einen besonderen Aspekt von Seelsorge beleuchteten.
Begleitet wurden die Beiträge durch Harfenmusik, durch die die Veranstaltung einen eindrücklichen Rahmen verlieh.
Am Schluss der Veranstaltung wurde Frau Hübner durch einen Kollegen des Seelsorgeteams sowie eine Vertreterin des Kirchenrates verabschiedet.


Für die beiden Spitalpfarrämter

Pfr. Rolf Stöcklin
Röm.-kath. Pfarramt
Pfr. Werner Ebling
Ev.-ref. Pfarramt

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich