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Zahlen und Fakten
UniversitätsSpital-Bibliothek

Anna Schlosser
Leiterin
Zusätzlich zum immer grösser werdenden Bestand an elektronischen Zeitschriften wurde die elektronische Dokumentlieferung per e-Mail eingeführt. Damit finden Mitarbeitende am USZ die notwendigen Informationen meist direkt am eigenen Arbeitsplatz. In der Bibliothek - dem Lernzentrum für Studierende - stehen dagegen zu wenig Lese- und Arbeitsplätze zur Verfügung. Die erfolgreiche Modernisierung des Eingangsbereichs war ein erster Schritt zu einer Verbesserung der baulichen Infrastruktur.

Im ersten Jahr unter neuer Leitung standen Neuorientierung und Personalentwicklung im Vordergrund. Mit zwei Pensionierungen von langjährigen Mitarbeiterinnen (Renate Fleischer und Ruth Zemp) und der damit verbundenen Einarbeitung von neuem Personal, Weiterbildungsmassnahmen für eine ganze Arbeitsgruppe und reorganisierten Arbeitsabläufen waren die personellen Ressourcen stark ausgelastet. Teilweise konnten deshalb vorgesehene Projekte nicht wie geplant durchgeführt werden. Nicht nur die Veränderungen, sondern auch die ungelöste Nachfolge der Bibliothekskommission trugen zu einer gewissen Verunsicherung bei.


Renovation/Umbau

Nachdem sich die morschen Lampen des Lesesaals seit einigen Jahren ab und zu von der Decke lösten und auf die Arbeitstische fielen und damit unsere KundInnen gefährdeten, konnte 2002 endlich eine neue Grundbeleuchtung des Lesesaals verwirklicht werden. Die dadurch notwendige Schliessung der Bibliothek über Weihnachten/Neujahr wurde gleichzeitig für eine Verbesserung des Eingangs- und Informationsbereichs genutzt. Neu eingerichtet wurde ein Auskunftsplatz, der den KundInnen von 9-18 Uhr vor allem für die Beratung im Umgang mit Medline und anderen Datenbanken, dem Internet und zur Beantwortung von Fragen rund um die Informationsbeschaffung zur Verfügung steht. Die sechs zusätzlichen PC-Arbeitsplätze mit Internet-Zugang und MS Office-Programmen werden von den Studierenden rege genutzt - Begegnungen sind hier nicht nur im Flüsterton des Lesesaals möglich. Jetzt fehlt nur noch die Kaffeemaschine...

Alt...

... und neu

Die Baustelle an Weihnachten 2002


Elektronische Zeitschriften und Nachschlagewerke

Dank einer Lizenz des Schweizer Hochschulkonsortiums lib.consortium.ch können seit 2002 auch die sehr wichtigen Titel des Verlags Elsevier ScienceDirect angeboten werden. Insgesamt wurden durch neue Lizenzen an der Universität fast 5000 Titel elektronisch angeboten (Vorjahr: 1200). Allerdings war dies auch mit höheren Kosten verbunden. Alle verfügbaren Zeitschriftentitel sind auf der beliebten Liste der Journale zu finden www.uszbib.unizh.ch/eljour.htm. Die Erfassung der elektronischen Zeitschriften im Bibliothekskatalog biblio.unizh.ch wurde im Berichtsjahr prioritär behandelt (1620 katalogisierte Titel), so dass neu im Katalog sowohl der genaue Bestand als auch Angaben zur elektronischen Zeitschrift gefunden werden können. Die direkte Verbindung von der lokalen Medline- bzw. CINAHL-Datenbank ERL/SPIRS zum Katalog wurde damit noch wertvoller.
Die Abonnementskosten stiegen wieder um durchschnittlich 10%, sodass auch wieder gedruckte Zeitschriften abbestellt werden mussten. Einige Kliniken konnten zudem auf Doppelabonnemente verzichten, leider kommen diese Einsparungen aber nicht dem Zeitschriftenbudget zugute.
Mit der Installation eines neuen SUN Servers für die lokalen Datenbanken konnte eine Web-basierte Abfragemöglichkeit mit vereinfachter Dokumentbestellung zur Verfügung gestellt werden. Neu abfragbar sind auch die elektronischen Nachschlagewerke wie Pschyrembel und Salerno und die Lehrbücher ACS surgery, und Hurst’s The Heart (www.uszbib.unizh.ch/ebooks.htm)


Dokumentlieferdienst

Bisher wurden alle bestellten Artikel in Form von Papierkopien zugestellt. Mit der Installation eines Buchscanners der Firma Minolta konnte die elektronische Dokumentlieferung per e-Mail eingeführt werden. Die Artikel werden aus den gebundenen Zeitschriftenbänden gescannt und im PDF-Format als Anhang an eine e-Mail geliefert. Die Bestellmöglichkeiten für diesen Artikellieferdienst wurde erweitert durch das Angebot einer direkten Order-Funktion in der lokalen Medline/CINAHL-Datenbank.
Die Anzahl Artikelbestellungen von USZ- und Universitätsangehörigen sind trotz des viel grösseren Angebots an Online-Zeitschriften nicht wie erwartet stark zurückgegangen. Dagegen erfuhren die Lieferungen an andere Spitäler, Bibliotheken und Firmen einen Einbruch von etwa 25%. Da die Einnahmen aus dieser Dienstleistung Bestandteil des Bibliotheksbudgets sind, hat der Rückgang der Aufträge Mindererträge zur Folge, die sich negativ auf den Anschaffungskredit auswirken.


Lehrbuchsammlung

Da immer grössere Teile des Budgets für die Zeitschriftensubskriptionen benötigt werden, wird es immer schwieriger, genügend Lehrbücher für die Studierenden zu kaufen. Leider musste im Berichtsjahr der Verlag Thieme die Stiftung Dr. med. h.c. Dr. med. h.c. Bruno Hauff aufgeben. Seit Bestehen der USZ-Bibliothek schenkte der Verlag Thieme der Bibliothek die meisten Bücher aus der Verlagsproduktion des vergangenen Jahres, im Jahre 2000 letztmals mit einem Wert von ca. sFr. 26’000 für 243 Titel (Durchschnittspreis rund sFr. 100.-) Insbesondere die teuren Atlanten aus diesem Verlag werden uns in Zukunft in unserer Sammlung sehr fehlen!


Aus- und Weiterbildung

In verschiedenen Weiterbildungen (u.a. Physiotherapie-Wissenschaften, Pflege) waren Dr. Pius Estermann und die Leiterin mit Beiträgen zur Vermittlung von Informationskompetenz beteiligt. Die Bibliothek übernahm auch die Kosten der Artikellieferungen für diese Ausbildungslehrgänge. Anna Schlosser war Mitglied im Scientific Committee und nahm teil an der "8th European Conference of Medical and Health Libraries in Köln mit dem Thema Thinking globally - Acting locally: Medical libraries at the turn of an era". Intern wurde das gesamte Personal für e-Mail und Internet geschult und mit Arbeitsplatzstationen ausgerüstet.

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich