Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002
Pflegedienst


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Zahlen und Fakten
Pflegedirektion

Barbara Brühwiler
Pflegedirektorin


Pflegedienst, fit strukturiert

Veränderungen fordern von allen Beteiligten die Bereitschaft, sich auf Neues/Anderes einzulassen und mitzugestalten. Veränderungen können enorme Kräfte freisetzen und einmalige Chancen für berufliche Entwicklungen sein. Veränderungen sind Herausforderungen, wenn liebgewonnene Angewohnheiten aufgegeben und neue Fertigkeiten erlernt werden müssen. Veränderungen können aber auch Ängste und Unsicherheiten auslösen und zu einer beruflichen Neuorientierung führen.
Der Pflegedienst hat sich auch auf den Weg begeben, hat erste Veränderungen umgesetzt und sammelte Erfahrungen.

Schlanke Hierarchien und Professionalisierung
Nach Abschluss des fit!-Projektes "Strukturveränderungen" im Pflegedienst wurden im Juni 2002 die vier Sektoren aufgehoben und die Hierarchiestufen im Pflegedienst um eine Führungsebene reduziert.
Die Leiterinnen und Leiter Pflege der Kliniken und Bereiche sind nun direkt der Pflegedirektorin unterstellt. Sie sind in ihrem Führungsbereich mit mehr Kompetenzen ausgestattet und übernehmen vermehrt Aufgaben in übergeordneten Projekten. Ebenfalls mehr Kompetenzen werden den Abteilungsleitungen übertragen. In der Praxis kommen zudem vermehrt Pflegeexpertinnen an Stelle von Stellvertretungen der Leitungen Pflege zum Einsatz. Die Pflegeexpertinnen in der Praxis pflegen Patienten, beraten die Pflegenden in anspruchsvollen Pflege- und Betreuungssituationen und haben zudem den Auftrag, die Pflegeentwicklung zu unterstützen und damit zur Professionalisierung beizutragen.
Der stellvertretende Pflegedirektor, Markus Wittwer, hat am 1. Juni seinen Führungsbereich übernommen: Kiefer- und Gesichtschirurgie ad interim, Personalpool Pflege, Abteilung Fortbildung Pflegedienst, Grundausbildung Pflege, Pflegeinformatik und Patientenbegleitdienst bis 1. Oktober. Zudem ist er interner Projektleiter für die fit!-Projekte.

Organigramm Pflegedirektion als PDF

Pflegedirektionssitzung (PDS)
Die Pflegedirektionssitzungen finden wöchentlich statt und werden von der Pflegedirektorin geleitet. Inhalte sind unter anderem die Behandlung von strategischen und operativen Fragen, die Planung und Umsetzung von Projekten, Aufgabenplanung, Controlling und gegenseitiger Informationsaustausch.

Pflegedirektionskonferenz (PDK)
Die Pflegedirektionskonferenz findet monatlich statt und wird von der Pflegedirektorin geleitet. Teilnehmende sind der stellvertretende Pflegedirektor, alle Leiterinnen und Leiter Pflege sowie die Leiterin des Zentrums für Entwicklung und Forschung in der Pflege (ZEFP). In diesem Entscheidungsgremium werden Führungsfragen behandelt, Ziele gesetzt und Entwicklungen festgelegt. Zudem werden Stellungnahmen und Vernehmlassungen formuliert sowie Regelungen und Weisungen verabschiedet.

Forum Pflegeentwicklung (Forum PE)
Wie der Name sagt, wird in diesem Gremium diskutiert, debattiert und auch entschieden. Hauptthemen sind die Pflegeentwicklung, Pflegeforschungsprojekte am USZ und Pflegesysteme. Neben den Mitgliedern der PDK sind alle Mitarbeiterinnen vom ZEFP sowie die Leiterinnen der Grundausbildung und der Fortbildung Pflegedienst im Forum PE dabei.

Infoveranstaltung Pflegekader (Info PK)
Drei- bis viermal jährlich erhalten alle Pflegekaderpersonen, Stabsstellen und Schulleiterinnen im Pflegebereich Informationen über die neuesten Entwicklungen und Gelegenheit, Fragen an die Pflegedirektion zu stellen.

Funktionsbezeichnungen
Die Sanitätsdirektorenkonferenz hat per 1. Juni entschieden, die Berufsbezeichnungen wie folgt zu ändern,
für DN II: diplomierte/r Pflegefachfrau/-mann und
für DN I: Pflegefachfrau/-mann DN I.
Im Pflegedienst werden zur Zeit alle Funktionsbezeichnungen überprüft und angepasst. Dies geschieht gleichzeitig mit der Überführung des PIS (Personalinformationssystem) auf PALAS, dem neuen Personaladministrationssystem des Kanton Zürich. Im Laufe des neuen Jahres können dann die Sichtausweise geändert werden.

Personalsituation
Dank guter Rekrutierungsmöglichkeiten hat sich die Personalsituation in allen Bereichen entspannt.

Elektronische Pflegedokumentation
Nachdem das Klinik-Informations-System (KISIM) als System für das USZ bestimmt wurde, wird die elektronische Pflegedokumentation auf allen Kliniken in der Pflege eingeführt und weiter vervollständigt.


Abteilung Fortbildung Pflegedienst (AFP)
Rosemarie Ruckstuhl

Dank dem gut eingearbeiteten Team und vielen langjährigen bewährten Kursleiterinnen und Kursleitern konnte das Fortbildungsangebot über das Geplante hinaus erweitert werden. Wir blicken zurück auf das Jahr mit der höchsten Kurszahl und der höchsten Besucherfrequenz. (Siehe Statistik)

Die medizinisch-technischen Fortbildungskurse
Für dieses von Gerti Kitting organisierte Kurssegment ist die Zahl der interessierten Pflegefachfrauen und -männer stetig gestiegen. Eine Erweiterung ist zur Zeit aus räumlichen Gründen nicht möglich.

Kurz- und Mittagsveranstaltungen
Die Kurz- und Mittagsveranstaltungen wurden von Günter Reule vielseitig ausgebaut. Im Speziellen wurde der Fortbildungszyklus in onkologischer Pflege erweitert. Insgesamt haben 635 Personen teilgenommen.

Klinik- und fachspezifische Angebote
Das Projekt "Einführung von Infant handling" der Klinik für Neonatologie wurde 2002 weitergeführt. Aus den Personalbefragungen ist ersichtlich, dass die Motivation mit diesem Konzept zu arbeiten sehr hoch ist. Für das folgende Jahr wurde eine weitere Mitarbeiterinnenbefragung vorbereitet. Weiterhin werden Teilnehmerinnen aus andern Zürcher Neonatologie-Stationen integriert.
Unsere Unterstützung zur Transfersicherung am Arbeitsplatz fand schwerpunktmässig in vier Kliniken statt (Gynäkologie, Neurochirurgie, Notfallstation, Medizin). Das bedeutet, dass Kursleiterinnen anschliessend an die Theoriekurse mit einzelnen Teams massgeschneiderte Lösungen zur Umsetzung in der Praxis erarbeiten.

Das fachspezifische Angebot für Pflegende in den Bereichen Neonatologie, Geburtshilfe und Gynäkologie konnte, dank dem hohen Engagement der betreffenden Leitungen Pflege, ihren Mitarbeiterinnen und dem ärztlichen Dienst, noch weiter ausgebaut werden. Diese Kurse weisen einen hohen Anteil von externen Kursbesucherinnen und -besuchern auf und sind damit auch eine wertvolle Personalwerbung.

Ausbau der Kurse zur Rehabilitation nach Bobath
Mit dem ersten 6-tägigen Zusatzkurs, der sich an Pflegende mit Instruktions- und Ausbildungsfunktionen in der Praxis wendet, wurde das Schulungskonzept nach Bobath erweitert. Im "Team-Teaching" führten Doris Ruedi, Physiotherapie USZ und Claudia Gabriel, Pflegefachfrau Höfa 1, Rehaklinik Bellikon die IBITA* Swiss anerkannte Weiterbildung in therapeutischer Pflege nach dem Bobath Konzept durch. Bisher mussten Unispital-Angestellte diese Kurse extern besuchen.
* International Bobath Instructors Training Association

Interkantonaler Kurs - Pflege von Menschen mit Augenerkrankungen
Die Leitungen Pflege der Augenkliniken der deutschen Schweiz* trafen sich zweimal im Unispital zur Evaluation des Fortbildungsangebotes. Ein Rückgang der Teilnehmerzahl lässt sich durch die geringe Fluktuation in zwei Spitälern, Austritte während dem Kurs infolge Umstrukturierungsmassnahmen am Arbeitsplatz und die zunehmende Verlagerung der Behandlungen in den ambulanten Bereich erklären.
* Inselspital Bern, Universitätsaugenklinik Basel, Kantonsspital Luzern und St. Gallen, UniversitätsSpital Zürich

Kurse für Pflegeassistentinnen und -assistenten
Nach 5 Jahren übernahm die AFP 2002 wieder den ganzen Fortbildungsanteil für Pflegehilfen und -assistentinnen. Damit wurden 25 Kurse zusätzlich ins Programm aufgenommen, die 2003 realisiert werden können.

Tagungen
Qualitätstag 2002

Der Qualitätstag 2002 wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklung, Forschung und Fortbildung Pflege zum zweiten Mal angeboten. Bei voll besetzter Aula wurden unterschiedliche Projekte im Pflegedienst vorgestellt und diskutiert.

Kursleitungen und Lehrpersonen, Dozentinnen und Dozenten
Das Angebot der AFP ist nicht nur eine Teamleistung von 5 Personen, die sich zunehmend auf Projektarbeiten, das konzeptionelle und administrative Kursmanagement, sowie die Qualitätssicherung beschränken. Es ist vielmehr ein Gemeinschaftswerk von vielen Kolleginnen und Kollegen im Pflegedienst und andern Abteilungen im Unispital, allen voran die 114 Personen, die als Kursleitungen und Fachdozenten Fortbildungsinhalte übernahmen.

Individuelle Standortbestimmung und Laufbahnberatung
2002 wurden 32 Kolleginnen und Kollegen, die eine persönliche Standortbestimmung, Bildungs- oder Laufbahnberatung wünschten, individuell beraten.

Zusammenarbeit mit andern Diensten
Die Mitglieder der Vereinigung Fortbildnerinnen und Fortbildner im Kanton Zürich (VFP) trafen sich sechs Mal im UniversitätsSpital Zürich. Günter Reule war Verbindungsperson zwischen AFP und VFP. Ebenso arbeitete er mit in den Projekten"Wissensleitbild" im Pflegedienst und "Einführung von Infant handling" in der Neonatologie.

Dank
Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gerti Kitting, Rita Grüter und Margrit Gut, Günter Reule und Doris Albinger (bis Juli ’02) sowie allen Dozentinnen und Dozenten, den Leitungen Pflege und den vielen Helfenden hinter den Kulissen und im Schulungszentrum für die flexible Zusammenarbeit, die trotz Büroumzug einen quantitativen und qualitativen Ausbau des Fortbildungsangebotes für den Pflegedienst zuliess.


Zentrum für Entwicklung und Forschung Pflege (ZEFP)
Dr. Dr. Silvia Käppeli

Das Zentrum für Entwicklung und Forschung in der Pflege erfuhr im letzten Jahr verschiedene positive Veränderungen. Im Januar zogen alle, bisher im Unispital verstreut untergebrachten Mitarbeiterinnen unter ein Dach an der Sonneggstrasse 6. Seither fühlen wir uns zum erstenmal seit 10 Jahren als vielfältige aber kohärente Einheit. Die neue Unterbringung brachte grosse Erleichterungen bezüglich der Effizienz und Wirksamkeit unserer Zusammenarbeit. Eine zweite wichtige und positive Veränderung ist die zunehmende Profilierung des ZEFP als wissenschaftliche Abteilung. Dazu trugen einerseits die Klärung des Auftrages der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, die Entlastung von Entwicklungstätigkeiten auf den Abteilungen durch die wachsende Zahl der Pflegeexpertinnen sowie die ständige Erweiterung der wissenschaftlichen Kompetenz der ZEFP-Mitarbeiterinnen bei. Diese erweist sich nicht nur Unispital-intern - in Entwicklungs- und Forschungsprojekten, in Publikationen und in der Lehrtätigkeit - als nützlich, sondern auch in unserer Mitarbeit in zahlreichen regionalen, schweizerischen und internationalen wissenschaftlichen, berufs- und gesundheitspolitischen Gremien. Schliesslich gelang es dem ZEFP, ein Netz verschiedener Supportsysteme (für Statistik, e-Learning, etc.) aufzubauen, auf das wir bei Bedarf zurückgreifen können. Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise die Qualität der Pflege und die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden zunehmend mitoptimieren können.


Grundausbildung Pflege in der Praxis
Katharina Born

"Wir pflegen eine Lernkultur, in der selbstaktives und selbstgesteuertes Lernen möglich ist. Lernen soll Freude machen" (Aus: Intranet Unispital, Grundausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege, Lernphilosophie)
Die Lehrkräfte des Bereiches nahmen ihre Aufgaben im Sinne des Ausbildungskonzeptes wahr. Sie unterstützten und befähigten Ausbildnerinnen, Ausbildner und Lernende sowie alle weiteren an der Ausbildung beteiligten Personen tatkräftig. Einige Meilensteine sollen hier speziell erwähnt werden:

Bereich OP
Im Mai 2002 konnte mit Frau Monika Knecht eine Lehrkraft für die Aus- und Weiterbildung in der Praxis des OP-Bereichs eingestellt werden.

Zwischen der TOA-Schule und dem Unispital wurde eine Vereinbarung zu Anzahl und Ort der Praktikumsplätze verabschiedet.

Praxiszimmer
Das Praxiszimmer welches im Ausbildungskonzept des USZ als Lernort ausserhalb des Abteilungsalltages ein weiteres festes Angebot zum Lernen in der Praxis darstellt, wurde Mitte September vorübergehend geschlossen und wegen Bauarbeiten in den Rämitrakt an die Huttenstrasse 46 verlegt. Die umfassende Nutzung wird ab Januar 2003 wieder möglich sein.

Bildungsentwicklung
Aus dem Bereich Grundausbildung Pflege in der Praxis arbeiteten im Jahr 2002 sechs Mitarbeiterinnen in externen kantonalen oder überregionalen Arbeitsgruppen zum Thema Bildungsentwicklung mit. Diese Mitarbeit gestattet uns die Bedürfnisse und Anforderungen der Praxis des Unispitals einzubringen und die Entwicklungen in unserem Beruf so aktiv mitzugestalten.

FAGE - Fachangestellte Gesundheit
Das Universitätsspital wird ab August 2003 am Pilotlehrgang für Fachangestellte Gesundheit teilnehmen. Im November 2002 wurde Frau Elisabeth Rubli, Lehrerin für Pflege in der Praxis von der Bildungsdirektion als Ausbildungsverantwortliche anerkannt.


Zentralsterilisation (ZSVA)
Harry Schenk, Bernadette Ottiger

Das Jahr 2002 war für die Zentralsterilisation - wie für viele andere Abteilungen - ein bewegtes Jahr.

In der ersten Jahreshälfte fand durch die Firma "Kienbaum" eine Analyse der ZSVA statt. Daraus wurde auch ersichtlich, dass bisher dezentrale Substerilisationen wo sinnvoll, an die ZSVA angeschlossen werden könnten. Aus der Analyse ergaben sich verschiedene Lösungs- und Investitionsvorschläge, die noch abgeklärt und geprüft werden müssen.
Ein erster wichtiger Schritt Richtung Zertifizierung ISO 9001, machten wir im Mai mit der Einführung von Datenloggern (ein elektronisches Messverfahren). Die Datenlogger werden während den Sterilisationsvorgängen für die Prozesskontrolle eingesetzt. Sie können Details wie: Temperatur, Druck und Zeit aufs genaueste anzeigen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Reduktion des Materialvolumens, welches mit dem Gas Ethylenoxid sterilisiert wird. In diesem Zusammenhang führt die Abteilung für Arbeits- und Umweltmedizin (Universität Zürich und Unispital), eine umfassende Studie über die berufliche Exposition gegenüber Ethylenoxid bei Sterilisationsarbeiten durch.
Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass die enge und gute Zusammenarbeit mit der Hygieneabteilung wesentlich dazu beigetragen hat, weitere Veränderungen in der Aufbereitung und Sterilisation der Medizinprodukte durchzuführen.
Auch wurde die Zusammenarbeit mit dem Einkauf und dem Technischen Dienst intensiviert.
Im Jahr 2002 schlossen wieder einige Mitarbeitende der ZSVA, den von H+ organisierten Kurs "Technische SterilisationsassistentIn SGSV / H+" erfolgreich ab. Im Sinne der Qualitätssicherung werden auch in Zukunft weitere Mitarbeiter diesen Kurs besuchen.
Die jährliche Weiterbildung im "Aesculapium" in Deutschland fand diesmal unter unserer Organisation statt. An dieser Weiterbildung dozieren jeweils Fachkräfte zu Themen der Sterilisation.


F-OP

Regula Weidkuhn

4439 Operationseingriffe wurden im Jahr 2002 im F-OP durchgeführt.
Dank einer stabilen Personalsituation und der Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (F+D OP), bei Bedarf Überstunden zu leisten, konnte das im Vergleich zum Vorjahr zunehmende Arbeitsvolumen bewältigt werden.

Schwerpunkte einzelner Kliniken
Die Klinik Viszeral- und Transplantationschirurgie setzte das Ausbildungskonzept erfolgreich in der Praxis um und konnte eine gezielte, strukturierte Einführung von neuen diplomierten OP-Schwestern/-Pflegern/Technischen Operationsassistenten und -assistentinnen gewährleisten. Frau Jacqueline Frei absolvierte mit Erfolg den Führungskurs am H+ und ihre engsten Mitarbeiterinnen gebührt ein grosses Lob, haben sie doch in dieser Zeit die Klinik mit Elan und Freude geführt.
Als ein interessantes und herausforderndes Fachgebiet für OP-Pflegepersonal zeigte sich die Abteilung der Thoraxchirurgie. Auch hier konnten kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgfältig und gezielt eingearbeitet werden.
Auf der Wiederherstellungschirurgie hat u.a. die Chirurgie von "freien Lappen" im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Abgenommen haben die Anzahl der Operationen der Handchirurgie.
Das Pflegepersonal der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie hat auch im Jahr 2002 ein intensives Jahr der Neuentwicklungen erlebt. Die sich laufend entwickelnden Operationstechniken in der Erwachsenen- und Kinderherzchirurgie wie auch der Einsatz von neuen Geräten erforderte ein hochspezialisiertes, zuverlässiges und äusserst flexibles Team. Frau Carmen Mostert Oulaidi schlo§ die Führungsschulung am WPI mit Erfolg ab und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in dieser Zeit bereitwillig die Führungsaufgaben und damit zusätzliche Verantwortung übernommen.

Schwerpunkte 2002 im D-OP
In der Kiefer-und Gesichtschirurgie wurden vermehrte Langzeitoperationen durchgeführt, kombinierte Eingriffe der Kiefer-und Wiederherstellungschirurgie.
Die Traumatologie arbeitete in der Wirbelsäulenchirurgie vermehrt mit der Navigation und führte neue Systeme in der Osteosynthesenchirurgie ein.
Der Schwerpunkt der Viszeralchirurgie lag einerseits in der Aufrüstung von Materialien und Instrumenten, andererseits im Weiteraufbau der operativen Eingriffe.
Das Team in diesem OP Bereich zeigte hohe Flexibilität und Engagement sich mit den Entwicklungen auseinander zu setzen und die Fachkompetenz bei all den Veränderungen zu erhalten.

Mein grosser Dank gilt allen OP-Pflegenden, einerseits für ihre exakte und professionelle Arbeitsausführung, andererseits für ihren motivierten Arbeitseinsatz.


Notfallstation

Heide Vogel

Im Jahr 2002 wurden auf der Interdisziplinären Notfallstation 30’324 Patienten und Patientinnen behandelt und gepflegt. Erneut zeigte sich gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme des Pflegeaufwandes infolge immer schwereren Krankheitsgeschehen oder Verletzungen. Wegen der anhaltenden Belastungen wurden auf den 1. Januar 2003 von der Spitalleitung 6-8 neue Pflegestellen bewilligt.
Die Notfallstation war im vergangenen Jahr an zwei fit!-Projekten ("Patientenpfad" und "Optimierung der IP Stationen") mitbeteiligt.
Im Jahr 2002 wurde das Konzept und Reglement für die Notfallausbildung erstmals theoretisch und praktisch umgesetzt und realisiert. 15 Weiterbildungsteilnehmende besuchten die theoretischen Grund- und Fachmodule der Notfallausbildung.
Dieses Jahr waren wiederum 7 Rettungssanitäter, Sanitätsrekruten, sowie eine rumänische Krankenschwester im Kurzpraktikum und 20 DN II Lernende und TOA Lernende im Rahmen ihrer Grundausbildung für Praktika auf der Notfallstation eingesetzt. Erstmals hat eine DN II Lernende erfolgreich ihr praktisches Diplomexamen auf der Notfallstation abgeschlossen.
Für die Leitungen Pflege und die Fachverantwortlichen der einzelnen Bereiche der Notfallstation wurde, zusammen mit der Notfall OP Abteilung erneut eine zweitägige Führungsschulung in Ittingen, zum Thema "Unternehmenskultur und symbolische Führung" durchgeführt.


Personalpool

Cornelia Baal

Die Stellen im Personalpool waren im Jahre 2002 voll besetzt, so dass eine beachtliche Zahl an Einsätzen geleistet werden konnten.
Inzwischen führen wir den Personalpool schon drei Jahre. Von den im Durchschnitt 36 Poolmitarbeiterinnen und Poolmitarbeiter werden monatlich etwa 325 Einsätze geleistet. Dies entspricht im Jahresdurchschnitt 17,8 Stellen.
Im Jahr 2002 wurden die Anfragen zum grössten Teil wegen Krankheitsausfällen gestellt. Im Vergleich zum letzten Jahr gab es 588 Anfragen weniger auf Grund von unbesetzten Stellen. Allerdings liegt diese Antragsbegründung immer noch an zweiter Stelle. Auch Ferienzeiten werden mit Hilfe des Pools über-brückt. Der Personalpool wird immer noch überwiegend auf Voranfragen gebucht. Kurzfristige Anträge können nicht immer positiv beantwortet werden, allerdings können täglich freie Kapazitäten im Pool angeboten werden. Es sind grosse Schwankungen zu berücksichtigen.
Von den Rückmeldungen der Stationen geht hervor, dass die Poolmitarbeiterinnen auf den verschiedenen Abteilungen integriert sind. Sie haben sich auf den verschiedenen Abteilungen gut eingearbeitet und die Fachgebiete weitgehend erlernt.
Dies war unter anderem zu erreichen, weil das Personal im Pool recht konstant geblieben ist und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grösstenteils auf denen ihr bekannten Stationen Einsätze leisten. Die Poolmitarbeiterinnen arbeiten im Durchschnitt auf 12 bis 15 Stationen.

Ausblick
Das Konzept Sitzwachenpool kann vorraussichtlich mit einem Pilot Anfang März gestartet werden. Auf Grund der vollbesetzten Stellenpläne auf fast allen Kliniken werden wir vorerst nur noch 15 der 20 Stellen im Pool besetzen.

Ich danke den Leiterinnen und Leitern Pflege, sowie den Abteilungsleitungen, den Mitarbeitenden der Einsatzbereiche und den Poolmitarbeiterinnen und -mitarbeitern für die schöne und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich