Universitäres Zentrum für Labormedizin und Pathologie (UZL) |
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Prof. Dr. Edgar Hänseler Leiter Geschäftsstelle UZL |
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Das UZL hat sich bei den internen und externen Auftraggebern als zentrale Ansprech- und Koordinationsstelle im Bereich der Labormedizin etabliert.
Durch den externen Transportdienst wurden wiederum über 30000 Proben in die UZL-Institutionen gebracht. Die Zahl der durch den Transportdienst bedienten Kunden erhöhte sich auf 47.
Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurde ein Konzept zur Bildung eines interdisziplinären Notfall-Labors entwickelt. Dieses wird die bestehenden zeitlichen Lücken in der Diagnostik im Bereich Infektionsserologie, der Virologie und der Mikrobiologie abdecken. Die vorbereitenden Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Die Betriebsaufnahme ist für April 2003 geplant.
Die Arbeitsgruppe "Struktur des UZL" hat das Konzeptpapier "Universitäres Kompetenzzentrum für Labormedizin & Pathologie" erarbeitet, das als Grundlage und Richtlinie für die zukünftige Struktur des UZL dienen soll. Das Ziel ist, die Organisation effizienter zu machen und die Ressourcen besser zu nützen.
Aufbauorganisation des UZL
Nach der Emeritierung von Prof. P. Grob übernahm Prof. Ph. U. Heitz auf Anfang April 2002 den Vorsitz des UZL. Prof. A. Fontana vertrat anstelle von P. Grob die Abteilung Klinische Immunologie im UZL-Vorstand.
Um den zunehmenden Arbeitsanfall bewältigen zu können, musste die Sekretariatsstelle des UZL von 30% auf 60% erhöht werden. Mit Frau A. Macdonald konnte eine kompetente neue Mitarbeiterin gewonnen werden.
Arbeitsgruppe "UZL Struktur"
Im Auftrag der Spitalleitung und des UZL Vorstandes hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Ph.U. Heitz (Vorsitz), E.C. Böttger, A. v. Eckardstein, A. Fontana, E. Hänseler und G. Spinas ein Konzept mit dem Titel "Universitäres Kompetenzzentrum für Labormedizin & Pathologie" erarbeitet. Dieses soll die Grundlage für die zukünftige Organisation des UZL, sowie dessen weitere Aktivitäten darstellen. Ziel ist es, das UZL so zu strukturieren, dass die vorhandenen Mittel effizient und optimal genutzt werden.
Die gesetzlichen Auflagen müssen flächendeckend umgesetzt werden. Eine umfassende Qualitätssicherung soll in allen Bereichen, in denen medizinische Analytik betrieben wird, etabliert werden, auch im Bereich der Point-of-Care Analytik.
Es sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die UZL-Laboratorien langfristig ein attraktiver Partner für interne und externe Auftraggeber werden.
PAMTI
A. von Eckardstein nahm als Vertreter des UZL Einsitz im PAMTI. Nachdem er zunächst den Status eines Gastes hatte, ist im neuen Reglement nun ein Vertreter des UZL als ständiges Vollmitglied vorgesehen.
Bearbeitete Geschäfte 2002
1. Abbau von Doppelspurigkeiten
- Die Analytik des Labors der Gynäkologischen Endokrinologie wurde per 1.7. vom IKC übernommen.
- Zwischen dem IKC und der AKI wurde vereinbart, dass die, bisher durch die AKI bestimmten Tumormarker, per Mitte 2003 durch das IKC übernommen werden.
- Die bestehenden Doppelspurigkeiten zwischen dem IMM und der Dermatologie wurden diskutiert und, sofern nicht medizinisch notwendig, per Ende des Jahres aufgehoben.
- Das Institut für Klinische Chemie hat sich bereit erklärt, die Uricult-Tests an die Medizinische Mikrobiologie abzugeben. Um die Mehrkosten zu minimieren, wird eine spezielle finanzielle Vereinbarung zwischen dem USZ und der Universität ausgearbeitet.
- Für den Abbau der Doppelspurigkeiten zwischen der Abteilung Hämatologie (AH) und dem IKC wurde von externen Gutachtern ein Lösungsvorschlag erarbeitet, der die Zustimmung der Spitalleitung fand. Der Vorschlag wurde bisher noch nicht umgesetzt. Ungelöst sind im Weiteren die Doppelspurigkeiten zwischen der AH und dem Departement Pathologie.
2. Informations- und Auskunftssystem
Mit dem Ziel, im Bereich der Labormedizin des UZL ein gemeinsames Auskunftssystem zu schaffen, das sowohl den internen wie auch den externen Auftraggebern als einfaches und aktuelles Tool zur Beschaffung von Informationen über einzelne Laboranalysen dient, wurde eine Datenbankstruktur geschaffen, die es jeder Institution erlaubt, die spezifischen Informationen selber einzugeben und zu aktualisieren.
Die Datenbankstruktur erlaubt es im Weiteren auch, basierend auf denselben Datensätzen, Auszüge, z.B. in Form eines Vademecums zu generieren.
Die Arbeiten im IKC sind zu >95% abgeschlossen, in den anderen Institutionen sind die Erfassungsarbeiten im Gange.
3. Interdisziplinäres Notfall-Labor (IDNFL)
Einem seit langem geäusserten Bedürfnis entsprechend, hat der UZL-Vorstand eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit dem Auftrag, ein Konzept und ein Betriebsreglement für ein "Interdisziplinäres Notfall-Labor" auszuarbeiten. Das IDNFL soll nachts, am Wochenende und an Feiertagen einen Notfalldienst im Bereich der Infektionsserologie, der Virologie und der Mikrobiologie gewährleisten.
Das IDNFL wird aus logistischen und strukturellen Gründen an zwei Standorten realisiert. Einerseits im Institut für Klinische Chemie (Analytik in den Bereichen: Klinische Chemie, Infektionsserologie, Virologie) und andererseits in der Abteilung Hämatologie (Analytik in den Bereichen: Hämatologie, Mikrobiologie). Der Start des IDNFL ist für April 2003 geplant.
4. Public Relations - Information
UZL-NEWS
Es wurden drei Ausgaben der UZL-NEWS (Nr. 5, Nr. 6 und Nr.7) erstellt und an 2200 interne und externe Auftraggeber versandt. Das Echo auf diese Publikationen war erneut sehr positiv.
UZL-Testbroschüre
Im November 2002 wurde eine revidierte Auflage der UZL-Test- und Informationsbroschüre in einer Auflage von 3000 Exemplaren gedruckt und an interne und externe Auftraggeber versandt. Der Inhalt ist auch im Internet verfügbar (www.uzl.ch/analysen.htm).
UZL als "Kompetenz-Zentrum" der Universität Zürich
Das UZL ist ein Kompetenzzentrum der Universität. Es muss ein Jahresbericht erstellt werden.
5. Probentransport/-verteilung
Optimierung des internen Transportdienstes
Das im Jahre 2001 eingeführte Ruftastensystem zur spezifischen Alarmierung des internen Transporteurs hat sich bewährt, da die Standzeiten der Proben auf den Abteilungen massiv reduziert werden konnten. Im Jahre 2002 konnte das Ruftastenprinzip wiederum erweitert werden. Der Transport zu den externen Institutionen (Mikrobiologie, Immunologie) wurde intensiviert.
Das neu gegründete Logistik-Zentrum bietet Gewähr, dass die Koordination der Transportbedürfnisse in Zukunft noch einmal verbessert wird.
Optimierung des externen Probenabholdienstes
Der externe Probenabholdienst (ausgeführt durch die Firma Citytrans) wurde weiter ausgebaut. Es konnten 7 neue externe Auftraggeber gewonnen werden (1 Spital, 5 Arztpraxen, 1 Diverse), wodurch sich die Zahl der mit dem Abholdienst bedienten Kunden auf 47 erhöhte. Die Zahl der abgeholten Proben blieb mit 30434 (Vorjahr 30816) stabil, was 2536 Proben pro Monat entspricht.
Die Auftraggeber gliedern sich wie folgt: Privatlaboratorien 6; Spitäler 8; Privat- Aerzte 31; Diverse 3.
6. Informatik
UZL-Informatik-Gruppe
Im Rahmen der Neukonzeption der Informatik am USZ ist eine UZL-Informatik-Gruppe gebildet worden, die der Gruppe "Medizinische Spezialapplikationen", geleitet von Dr. D. Voellmy, zugeordnet wurde. Die Gruppe umfasst U. Häsler (Gruppenleiter, 100%) , M. Coray (80%) und R. Jaquemai (80%).
Die Gruppe ist primär für den Betrieb und die Wartung der MOLIS-Systeme zuständig.
Befundübermittlung via Fax-Gate
Die automatische Befundübermittlung per Fax (Fax-Gate) ist etabliert. Bis Ende Jahr profitierten bereits 81 (Vorjahr 65) externe Auftraggeber von dieser Uebermittlungsart von Labor-Befunden. Die Mehrzahl der via Fax-Gate übertragenen Befunde stammen aus dem Institut für Klinische Chemie.
Konzept der sicheren Befundübermittlung per E-mail
Das von der Arbeitsgruppe "Sichere Befundübermittlung per E-Mail" (Vorsitz E. Hänseler) erarbeitete Konzept für eine verschlüsselte Uebermittlung von Befunden per e-Mail, wurde produktiv geschaltet. In Zusammenarbeit mit der Firma "Health Info Network" (HIN) wurden die aufgetretenen Mängel behoben. Das Departement Pathologie hat mit 12 Teilnehmern den versuchsweisen Betrieb gestartet.
Zur Zeit benützen 16 (Vorjahr 11) externe Auftraggeber aus den Bereichen Klinische Chemie, Immunologie und Dermatologie diese Uebermittlungsart.
Die verschlüsselte Uebermittlung der Befunde zum Kantonsspital Winterthur ist zur Zeit im Aufbau. Nach einer Testphase soll der produktive Betrieb Ende Januar 2003 aufgenommen werden.
Informatik-Schnittstellen
Das Projekt zur Errichtung definierter Schnittstellen vom KISIM zum IS-H-System des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Institut für Medizinische Virologie für den elektronischen Datenaustausch konnte abgeschlossen werden (Verantwortlich: J. Blaser und Mitarbeiter, P. Blattmann, W. Bossart). Uebermittelt werden Stammdaten der Patienten aus dem IS-H System, Befunde, sowie die Leistungsdaten.
Informatiklenkungsausschuss
Ph. U. Heitz nahm im ILA Einsitz.
7. Qualitätsmanagement/-sicherung
Akkreditierung
- Das IKC, die AKI, das IMM und das IMV sind weiterhin nach ISO/EN 17025 akkreditiert.
- Das Institut für Med. Mikrobiologie und das Institut für Virologie erhielten vom BAG die Bewilligung und Anerkennung zur Durchführung mikrobiologischer Tests, während die Abteilung Klinische Immunologie die BAG-Anerkennung (für den Bereich HIV- und Hepatitisviren gemäss den Gesetzgebungen in der Transfusions- und Transplantationsmedizin) erneut zugesprochen erhielt.
- Die Abteilung Hämatologie steht im Akkreditierungsprozess.
Erreichung der gesetzlichen Auflagen durch UZL-assoziierte Laboratorien
Die gesetzlichen Auflagen an die Leiter medizinischer Laboratorien werden in verschiedenen Spezial-Laboratorien nach wie vor nicht vollumfänglich erfüllt. Dies gilt auch für die bestehenden Vorschriften betreffend der notwendigen Teilnahme an externen Qualitätskontrollen. Handlungsbedarf besteht auch im Bereich der Point-of-care-Diagnostik (POCT). POCT wird in den OP-Sälen, den Intensivstationen und auf den Abteilungen betrieben, ohne dass die notwendige Qualitätssicherung gewährleistet ist. Die Abrechnung dieser Leistungen ist ebenfalls nur unvollständig. Der UZL-Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, darauf hinzuwirken, dass diese Situation rasch verbessert wird.
8. Finanzielles - Statistik
UZL-Sekretariat - Jahresrechnung 2002
Die Kostenrechnung für die UZL-Geschäftsstelle findet sich in der Statistik.