Departement Medizinische Radiologie

Prof. Dr. med.
Urs M. Lütolf
Departementsvorsteher
Das Departement Medizinische Radiologie ist ein historisch gewachsenes Departement: Die Vielfalt der Anwendungen der ionisierenden Strahlen, später der Magnetresonanz, des Ultraschalls, sowie die Einführung von interventionellen Verfahren, haben zu Instituten und Kliniken mit ganz unterschiedlicher Fachausrichtung geführt. Selbst die Weiterbildung zum Facharzt ist für die einzelnen Fächer weitgehend ohne Berührungspunkte. Die Partnerschaften der einzelnen Fächer richten sich nach den Tätigkeiten: Die Neuroradiologie ist sehr stark verknüpft mit den Neurofächern und dem Neurozentrum. Die Diagnostische Radiologie und die Nuklearmedizin sind in verschiedensten Spezialfächern engste Partner zu klinischen Subspezialitäten der Inneren Medizin. Die Radio-Onkologie ist zusammen mit der Medizinischen Onkologie das Fachgebiet, das sich ausschliesslich mit Tumorpatienten beschäftigt und übergreifend die einzelnen organchirurgischen Fächer verknüpft.

In dieser Situation kann die Frage gestellt werden, wie sinnvoll das Gebilde Departement Medizinische Radiologie sei. In einer Klausurtagung im Februar 2002 haben sich die Instituts- und Klinikdirektoren mit dieser Frage auseinandergesetzt. Allen Fächern gemeinsam ist der hohe Investitionsbedarf für Apparaturen und die überdisziplinäre Nutzung. Seit vielen Jahren hat das Departement in einer sorgfältigen Mehrjahresplanung die Bedürfnisse der Institute so ausgewogen, dass für das Universitätsspital mit einer kontinuierlichen Investition gerechnet werden konnte und dass die Vorhaben in geordneter Weise abgewickelt werden konnten, während in vielen anderen Disziplinen eine Budgetierung von Jahr zu Jahr mit wenig berechenbaren Grössen die Regel war.

Eine wesentliche Veränderung für das Departement stellt die Zentralisierung der Informatik im gesamten USZ dar. Auch hier hat das Departement, zugeordnet der Diagnostischen Radiologie, gute Strukturen und sehr wertvolle engagierte Leute mit grosser personeller Konstanz hervorgebracht. Die Überlegungen zur Zentralisierung haben wir nachvollziehen können; Etwas Skepsis, wie sensibel die Probleme an der Schnittstelle zum Patienten, dem Kernbereich der Aufgaben des USZ, wahrgenommen werden ist noch nicht verschwunden.




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