Neben den wichtigen Aufgaben in der Lehre über Immunologie und allgemeine Pathologie hat das Institut wichtige universitäre Aufgaben zu Gunsten der ETH erfüllt, indem Professor H. Hengarnter als Vorsteher des Departementes Biologie amtet. Zusätzlich ist er Forschungsrat im Nationalfonds, und Herr Zinkernagel Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates. Die Forschungsarbeiten haben neue Kenntnisse über die T Zellreifung und die Funktion von antiviral schützenden neutralisierenden Antikörpern ergeben. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass Viren, die nicht zellzerstörend sind und deshalb im Wirt häufig persistieren, solchen neutralisierenden Antikörpern leicht entweichen können.
Im Jahre 2002 arbeiteten am Institut für experimentelle Immunologie im Gesamten 8 Naturwissenschafter als ETH-Doktoranden, 2 schlossen ihre Doktorarbeit ab. Zudem waren auch 8 Diplomstudenten während jeweils 9 Monaten, 3 Monate im Rahmen eines Vollpraktikums und während 6 Monaten mit der praktischen Diplomarbeit, an unserem Institut tätig. Sechs Naturwissenschafter haben ihre Diplomarbeit während des Jahres zum Abschluss gebracht. Zusätzlich haben wir 6 Doktoranden als Referent oder Ko-Referent extern in anderen Institutionen der Universität oder der Biotechindustrie betreut. Für die Weiterbildung ist die Serie der aktuellen Probleme der Immunologie und Virologie von regelmässig 50-80 Studenten, Postdocs, Professoren besucht worden. Etwa 30 auswärtige Referenten haben über neueste Arbeiten und Befunde referiert. Intern sind Aus- und Weiterbildung in Form von wöchentlichen Berichten über laufende Arbeiten und wöchentlich stattfindende Literaturkolloquien erfolgt. Forschung Das Institut für experimentelle Immunologie hat im vergangenen Jahr dank namhafter Unterstützungen von Nationalfonds, verschiedenen EU-Projekten, Stiftungen und sonstigen Beiträgen und vor allem mit Unterstützung der Universität folgende Themen behandelt: Die immunologische Kontrolle von Virusinfektionen, welche Wirtszellen kaum schädigen (sogenannte nicht-zytopathische Virusinfektionen) sind mit dem lymphozytären Choreomeningitis Virus in der Maus studiert worden. Dabei sind Ergebnisse erarbeitet worden, die zeigen, dass die Milz und die Lymphknotenstrukturen, welche virales Antigen initial aufnehmen und besonders effizient eine schützende Immunantwort anregen, im Bereich der sogenannten Marginalzone oder im Bereich des Randsinus liegen. Wenn diese Zellkompartimente zerstört werden, ist die Induktion einer Immunantwort erschwert. Möglicherweise geschieht eine solche Zerstörung durch Immunpathologie auch bei HIV Infektionen, was einen Teil der Immunsuppression erklären könnte. Zusätzlich wurde in einem Mausmodell die Transplantation von Insulinproduzierenden Zellen untersucht. Dabei konnte gezeigt werden, dass histoinkompatible Zellen unter die Nierenkapsel transplantiert werden können, ohne dass sie immunologisch abgestossen werden, und sogar gegen eine nachfolgende Immunisierung gegen diese fremden Transplantationsantigene resistent sind. Diese unerwarteten Ergebnisse könnten vielleicht eine Rekonstitution mit fremden Inselzellen auch beim Menschen möglich machen. Finanzen Von einem Gesamtbudget von ca. CHF 1.4 Mio. für die Versuchstierhaltung und ca. CHF 1 Mio. für sonstige Ausgaben für die Forschungsarbeit sind ca. CHF 1.2 Mio .von der Universität und CHF 1 Mio. von Nationalfonds und anderen Geldgebern gedeckt worden. Die Zunahme der Kosten von Versuchstieren und deren Unterhalt sind beängstigend und könnten zusammen mit den strengeren Regeln Tierversuche wesentlich schwieriger machen. |
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