Bericht der Spitalleitung

Dr. Christiane Roth
Spitaldirektorin
Prof. Thomas Pasch
Ärztlicher Direktor
Barbara Brühwiler
Pflegedirektorin
Das Geschäftsjahr 2002 war geprägt von den beiden Grossprojekten inForm! - der Verselbständigung des UniversitätsSpitals - und fit! - der Betriebsoptimierung.


Verselbstständigung

Die Gesetzesentwürfe für die Verselbstständigung des USZ und des KSW wurden im April 2002 in die Vernehmlassung gegeben. Bis Ende Juni - Ende der Vernehmlassungsfrist - äusserten sich alle grösseren Parteien, verschiedene Berufs- und Personalverbände sowie einzelne Gruppierungen zum Entwurf. Die Spitalleitung hat sich intensiv mit dem Gesetzesentwurf auseinandergesezt und eine differenzierte, ausführliche Stellungnahme zu Handen der Gesundheitsdirektion und interessierter Vernehmlassungsteilnehmer verfasst. Die Meinungen darüber, ob dieser für die Zukunft des UniversitätsSpitals eine gute Basis bildet, gehen erwartungsgemäss auseinander: den einen geht der Gesetzesentwurf zu weit, für andere wiederum ist der Spielraum zu eng gesetzt. Das UniversitätsSpital selbst ist überzeugt, dass die Verselbstständigung ein erstrebenswertes Ziel ist. Die Verselbstständigung würde der Unternehmung kürzere Entscheidungswege, mehr Handlungsspielraum und damit eine raschere Anpassung an die Veränderungen des Umfeldes ermöglichen.


Betriebsoptimierung

Im Zusammenhang mit der Betriebsoptimierung wurde unter der Leitung der Spitaldirektorin Dr. Christiane Roth das Projekt fit! vorangetrieben. Ein sehr ehrgeiziges Projekt, welches mit seinen mehr als 17 Teilprojekten viel Engagement von allen Mitarbeitenden verlangt. Bereits liegen erste Resultate vor.
So zum Beispiel die neu strukturierte Spitalleitung, welche auf den 1. Januar 2002 mittels Verordnung des Regierungsrates in Kraft gesetzt wurde. Diese besteht aus dem ärztlichen Direktor, Prof. Thomas Pasch; der Pflegedirektorin, Barbara Brühwiler, und der Spitaldirektorin, Dr. Christiane Roth, die den Vorsitz hat. Der Dekan der medizinischen Fakultät, Prof. Günter Burg, hat als beratendes Mitglied Einsitz und nimmt an allen Sitzungen teil. Die neu eingeführte Spitalleitungsstruktur hat sich im ersten Jahr gut eingespielt und bewährt.
Analog zur neuen Spitalleitungsstruktur wird dieses Führungsmodell schrittweise in den Kliniken und Instituten eingeführt.
Schwergewichtig wurde im vergangenen Jahr an den fit!-Projekten gearbeitet, die die Kernaufgaben des Spitals betreffen: Optimierung der OP-Bereiche, Intensivstationen inklusive Intermediate Care, Bettendisposition, Patienteneintritt, Steuerungsinstrumente und Controlling.


Erste Bauetappe konnte erfolgreich abgeschlossen

Im Berichtsjahr konnte die erste Etappe der Sanierung "Rämitrakt" termingerecht abgeschlossen und bezogen werden. Die Medizinische Poliklinik, die Onkologie, die Abteilung für Infektionskrankheiten und Teile der Psychiatrischen Poliklinik sind in den neuen Räumen tätig und nach Beheben einiger Unzulänglichkeiten jetzt sehr zufrieden.


Neuer Ärztlicher Direktor

Am 1. März 2003 hat Prof. Thomas Pasch, Direktor des Instituts für Anästhesiologie, die Nachfolge von Prof. Beat Michel als Ärztlicher Direktor in der Spitalleitung übernommen. Der Ärztliche Direktor ist im Rahmen der Spitalleitung in zahlreiche medizinische, klinikübergreifende Aufgaben einbezogen, so unter anderem in Fragen der Zusammenarbeit zwischen USZ und Medizinischer Fakultät und leitete die Geschäfte des Vorstands und der Konferenz der Klinik- und Institutsdirektoren. Letztere haben im Rahmen der neuen Führungsstruktur des USZ mehr Verantwortung und Aufgaben in Fragen, welche das gesamte USZ betreffen, zu übernehmen.

Mit Prof. Pasch hat gleichzeitig Dr. Niklaus Löffel, Leitender Arzt und Adjunkt des Ärztlichen Direktors, seine Arbeit am USZ aufgenommen. Seine Aufgabe ist es, den Ärztlichen Direktor in der Bearbeitung aller klinikübergreifenden medizinischen oder ärztlichen Themen zu unterstützen und die Interessen der Ärztlichen Direktion im Auftrag der Spitalleitung zu vertreten. Neben den operationellen Aufgaben leistete die Ärztliche Direktion Beiträge in Teilprojekten des Projektes fit!, vor allem für die Bereiche finanzielle Steuerung, OPS- und IPS-Management, Bettendisposition und Leistungserfassung/Tarmed.


Professionalität in der Medizinischen Codierung
und Statistik

Die medizinische Codierung und Statistik erleben unter der Leitung von Dr. Alfred Bollinger eine stetige Professionalisierung. Das UniversitätsSpital ist dadurch bezüglich der Codierqualität inzwischen unter den Schweizer Universitätskliniken führend und gilt für viele inner- und ausserkantonale Spitäler als Kompetenzzentrum.


eHealth

Die Mitarbeiter der Geschäftstelle eHealth erbrachten unter der Leitung von Dr. Anne Sybil Götschi wertvolle Beiträge für eine neue Strategie eHealth, welche die wesentlichen Ziele und Aufgaben von eHealth am USZ umschreibt und für künftige Projekte Prioritäten setzt. Auch bei knappen Ressourcen konnte die Geschäftsstelle eHealth bereichsübergreifende Projekte unterstützen und die Projektverantwortung für den neuen Internetauftritt des USZ, welcher im Laufe des Jahres 2003 definitiv umgesetzt werden soll, übernehmen.


Unser Pflegedienst ist fit organisiert -
schlanke Hierarchien und Professionalisierung

Veränderungen fordern von allen Beteiligten die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und mitzugestalten. Veränderungen können kreative Kräfte freisetzen und auch einmalige Chancen für berufliche Entwicklungen sein. Veränderungen sind Herausforderungen, wenn liebgewonnene Angewohnheiten aufgegeben und neue Fertigkeiten erlernt werden müssen. Veränderungen können aber auch Ängste und Unsicherheiten auslösen und zu einer beruflichen Neuorientierung führen. Der Pflegedienst hat erste Veränderungen umsetzen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Nach Abschluss des fit!-Projektes "Strukturveränderungen" im Pflegedienst wurden im Juni 2002 die vier Sektoren aufgehoben und die Hierarchiestufen um eine Führungsebene reduziert.
Die Leiterinnen und Leiter Pflege der Kliniken und Bereiche sind neu direkt der Pflegedirektorin unterstellt. In ihrem Führungsbereich sind die Leiterinnen und Leiter mit mehr Kompetenzen ausgestattet und übernehmen vermehrt Aufgaben in übergeordneten Projekten. Ebenfalls mehr Kompetenzen werden den Abteilungsleitungen übertragen. In der Praxis kommen zudem vermehrt Pflegeexpertinnen an Stelle von Stellvertretungen der Pflegeleitung zum Einsatz. Die Pflegeexpertinnen in der Praxis pflegen Patienten, beraten die Pflegenden in anspruchsvollen Pflege- und Betreuungssituationen und haben zudem den Auftrag, die Pflegeentwicklung zu unterstützen und damit zur Professionalisierung beizutragen.
Der stellvertretende Pflegedirektor, Markus Wittwer, hat am 1. Juni seinen Führungsbereich übernommen: Kiefer- und Gesichtschirurgie ad interim, Personalpool Pflege, Abteilung Fortbildung Pflegedienst, Grundausbildung Pflege, Pflegeinformatik und Patientenbegleitdienst bis 1. Oktober. Zudem ist er interner Projektleiter für die fit!-Projekte.
Dank guter Rekrutierungsmöglichkeiten hat sich die Personalsituation in allen Bereichen der Pflege entspannt.

Dr. Christiane Roth
Spitaldirektorin
Prof. Thomas Pasch
Ärztlicher Direktor
Barbara Brühwiler
Pflegedirektorin




Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich