Die Gesetzesentwürfe für die Verselbstständigung des USZ und des KSW wurden im April 2002 in die Vernehmlassung gegeben. Bis Ende Juni - Ende der Vernehmlassungsfrist - äusserten sich alle grösseren Parteien, verschiedene Berufs- und Personalverbände sowie einzelne Gruppierungen zum Entwurf. Die Spitalleitung hat sich intensiv mit dem Gesetzesentwurf auseinandergesezt und eine differenzierte, ausführliche Stellungnahme zu Handen der Gesundheitsdirektion und interessierter Vernehmlassungsteilnehmer verfasst. Die Meinungen darüber, ob dieser für die Zukunft des UniversitätsSpitals eine gute Basis bildet, gehen erwartungsgemäss auseinander: den einen geht der Gesetzesentwurf zu weit, für andere wiederum ist der Spielraum zu eng gesetzt. Das UniversitätsSpital selbst ist überzeugt, dass die Verselbstständigung ein erstrebenswertes Ziel ist. Die Verselbstständigung würde der Unternehmung kürzere Entscheidungswege, mehr Handlungsspielraum und damit eine raschere Anpassung an die Veränderungen des Umfeldes ermöglichen.
Im Zusammenhang mit der Betriebsoptimierung wurde unter der Leitung der Spitaldirektorin Dr. Christiane Roth das Projekt fit! vorangetrieben. Ein sehr ehrgeiziges Projekt, welches mit seinen mehr als 17 Teilprojekten viel Engagement von allen Mitarbeitenden verlangt. Bereits liegen erste Resultate vor.
Im Berichtsjahr konnte die erste Etappe der Sanierung "Rämitrakt" termingerecht abgeschlossen und bezogen werden. Die Medizinische Poliklinik, die Onkologie, die Abteilung für Infektionskrankheiten und Teile der Psychiatrischen Poliklinik sind in den neuen Räumen tätig und nach Beheben einiger Unzulänglichkeiten jetzt sehr zufrieden.
Am 1. März 2003 hat Prof. Thomas Pasch, Direktor des Instituts für Anästhesiologie, die Nachfolge von Prof. Beat Michel als Ärztlicher Direktor in der Spitalleitung übernommen. Der Ärztliche Direktor ist im Rahmen der Spitalleitung in zahlreiche medizinische, klinikübergreifende Aufgaben einbezogen, so unter anderem in Fragen der Zusammenarbeit zwischen USZ und Medizinischer Fakultät und leitete die Geschäfte des Vorstands und der Konferenz der Klinik- und Institutsdirektoren. Letztere haben im Rahmen der neuen Führungsstruktur des USZ mehr Verantwortung und Aufgaben in Fragen, welche das gesamte USZ betreffen, zu übernehmen.
Die medizinische Codierung und Statistik erleben unter der Leitung von Dr. Alfred Bollinger eine stetige Professionalisierung. Das UniversitätsSpital ist dadurch bezüglich der Codierqualität inzwischen unter den Schweizer Universitätskliniken führend und gilt für viele inner- und ausserkantonale Spitäler als Kompetenzzentrum.
Die Mitarbeiter der Geschäftstelle eHealth erbrachten unter der Leitung von Dr. Anne Sybil Götschi wertvolle Beiträge für eine neue Strategie eHealth, welche die wesentlichen Ziele und Aufgaben von eHealth am USZ umschreibt und für künftige Projekte Prioritäten setzt. Auch bei knappen Ressourcen konnte die Geschäftsstelle eHealth bereichsübergreifende Projekte unterstützen und die Projektverantwortung für den neuen Internetauftritt des USZ, welcher im Laufe des Jahres 2003 definitiv umgesetzt werden soll, übernehmen.
Veränderungen fordern von allen Beteiligten die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und mitzugestalten. Veränderungen können kreative Kräfte freisetzen und auch einmalige Chancen für berufliche Entwicklungen sein. Veränderungen sind Herausforderungen, wenn liebgewonnene Angewohnheiten aufgegeben und neue Fertigkeiten erlernt werden müssen. Veränderungen können aber auch Ängste und Unsicherheiten auslösen und zu einer beruflichen Neuorientierung führen. Der Pflegedienst hat erste Veränderungen umsetzen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln können.
|
||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||