Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003
Jahresbericht 2002
Departemente, Kliniken und Institute
Institut für Anästhesiologie
Augenklinik
Dept. Chirurgie
Dermatologische Klinik und Poliklinik
Dept. Frauenheilkunde
Dept. für Innere Medizin
Dept. Medizinische Radiologie
Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
Institut für Klinische Chemie
Neurochirurgische Klinik
Neurologische Klinik und Poliklinik
Klinik und Poliklinik für Onkologie
Klinik für Ohren- Nasen-
Hals- und Gesichtschirurgie
Dept. Pathologie
Psychiatrische Poliklinik
Rheumaklinik und Institut
für physikalische Medizin
Urologische Klinik
Universitäres Zentrum für Labormedizin


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Zahlen und Fakten
Augenklinik

Augenklinik

PD Dr. med.
Klara Landau
Klinikdirektorin a.i.
Das Jahr 2003 war in der Augenklinik im Hinblick auf das Ausmass an Veränderungen und notwendiger Stabilität ausgeglichen. Die interimistische Situation der Klinikdirektion dauerte zwar an, doch konnten dank dem grossem Einsatz aller Mitarbeitenden die Dienstleistungen am Patienten und die Klinikerträge fürs USZ im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Behandlungen stiegen vor allem im ambulanten Sektor. In der Poliklinik um 6% auf 35’195 Konsultationen und im Operationssaal um 41% auf 2’472 Eingriffe. Die vakante Leitung der Netzhautabteilung konnte Mitte Jahr besetzt werden. Die Lehre sowie die Fort- und Weiterbildung wurden engagiert weitergeführt und in der Forschung wurden beachtliche Erfolge erzielt.


Klinische Tätigkeit

Auch wenn eine interimistische Direktion nur sehr erschwert längerfristig planen kann, war das vergangene Jahr von Veränderungen geprägt, die auf der Basis einer relativen Stabilität gewachsen sind und dem Wohl der Klinik und deren Mitarbeitenden nachhaltig dienen werden. Dabei stand die Wiederaufnahme einer umfassenden Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Netzhaut im Vordergrund. Mit PD Dr. Horst Helbig konnte auf den 1. Juli 2003 ein erfahrener und in der Schweiz bereits etablierter Retinologe als Leiter der Netzhautabteilung gewonnen werden. Entsprechend sind die Zahlen der durchgeführten vitreo-retinalen Eingriffe im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 65% auf über 400 gestiegen. Auch konnte die bereits länger geplante Erneuerung des Operationsmikroskops für diese vitreo-retinalen Eingriffe umgesetzt werden.

Ambulante Vorderabschnitts-Chirurgie
Der Wandel von der stationären zur ambulanten Vorderabschnitts-Chirurgie (vorwiegend Katarakt-Operationen), wie er von Patienten und von Versicherern gefordert wird, wurde im Jahr 2003 vollzogen: 73% der Katarakt Operationen an der Augenklinik wurden im Berichtsjahr ambulant durchgeführt, im Vorjahr waren dies noch 57% und im Jahr 2001 lediglich 29%. Bei den noch stationär durchgeführten Katarakt-Operationen handelt es sich vorwiegend um besonders komplexe Fälle bezüglich medizinischem Schwierigkeitsgrad oder Pflegesituation. Die Anzahl aller Katarakt-Operationen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 70% an und erreichte die bisher höchste Zahl von 1’183.

Poliklinik
In der Poliklinik und in der Orthoptischen Abteilung wurde im Jahr 2003 im Rahmen eines USZ-weiten fit!-Projektes das kundenfreundliche Einschalterkonzept eingeführt. Dessen Umsetzung konnte erst nach einschneidenden räumlichen und personellen Veränderungen in der Poliklinik realisiert werden. Pflegende wurden teilweise durch administrative Mitarbeitende ersetzt, was die Tätigkeit des nicht-ärztlichen Personals in der Augenpoliklinik wiederspiegelt. Trotz der damit verbundenen zahlreichen organisatorischen Neuerungen (Einführung des Einschalterkonzeptes, Umstellung auf KISIM, Vorbereitung aufs Tarmed) stieg die Zahl der Konsultationen in der Poliklinik um 6% auf 35’195.

Tränenwegs-Sprechstunde
In Zusammenarbeit mit der ORL-Klinik wurde die interdisziplinäre Tränenwegs-Sprechstunde mit der daraus folgenden chirurgischen Versorgung von Patienten mit Erkrankungen der Tränenwege weiter ausgebaut. Zuständig sind Dr. David Holzmann, OA auf der ORL Klinik und vonseiten Augenklinik Dr. Hanspeter Iseli und seit Jahresmitte Dr. Suresh Menon, OA. Für die spezialisierte Technik der Tränenwegsendoskopie wird weiterhin Dr. Frank Sens konsiliarisch beigezogen. Mit Hilfe von Drittmitteln und der Investition für ein neuartiges Endoskop, welches auch für Eingriffe bei Erkrankungen der Tränenwege geeignet ist, konnte die Grundvoraussetzung geschaffen werden, um einen neuen Patientensektor auszubauen.

Refraktive Chirurgie
Die refraktive Chirurgie ist heute ein fester Bestandteil der modernen Augenheilkunde. Sowohl Patienten wie auch in diesem Fachgebiet nicht-spezialisierte Augenärztinnen und Augenärzte eine Anlaufstelle, die Fragen zur refraktiven Chirurgie beantwortet. Mit Prof. Daniel Epstein, einem Pionier auf dem Gebiet der refraktiven Chirurgie, wurde eine bereits einmal eingeführte Sprechstunde für Patienten mit Problemen vor oder nach refraktiven Eingriffen wieder ins Leben gerufen.

Augenbank
In der Augenbank wurden im Berichtsjahr nach sorgfältiger Untersuchung 24% mehr Hornhäute für Transplantationszwecke zur Verfügung gestellt als im Vorjahr.

Fotoabteilung
In der Fotoabteilung wurde die Archivierung und on-line Bereitstellung des 2002 erworbenen digitalen Systems mit Hilfe der Informatikabteilung vollzogen: Die Ärztinnen und Ärzte können nun direkt und im Beisein des Patienten den aktuellen Befund am Auge mit früheren Fotoaufnahmen direkt am Bildschirm vergleichen. Das arbeitsintensive Entwickeln der Fluoreszenzangiographien fällt weg; das Resultat der Untersuchung kann bereits kurz nach der Durchführung begutachtet und eine eventuell notwendige Laserbehandlungen kann sofort durchgeführt werden. Die Anzahl der durchgeführten Fotodokumentationen stieg im Jahr 2003 um 12% auf 4’308, jene der Fluoreszenzangiogramme um 33% auf 1’660.

Orthoptische Abteilung
Brigitte Bärlocher wurde zur Präsidentin der Schulkommission der Deutschschweizer Schule für Orthoptik gewählt. Das Berufsbild der Orthoptistin steht in einer für die Zukunft entscheidenden Phase. In Zeiten des allgemeinen Spardrucks und der gleichzeitigen neuen Unterstellung der Gesundheitsberufe unter die Obhut des Bundes müssen neue Wege gesucht werden, um den wichtigen Berufsstand der Orthoptistin zukunftsgerecht zu gestalten. Das eingespielte Team der Orthoptischen Abteilung hat die organisatorischen Neuerungen und das Fehlen von zwei Schülerinnen im ersten Jahreskurs gut gemeistert.

In Bauchlage schwebend können auch Babys an der Spaltlampe untersucht werden


Forschung

Die längst etablierte Forschungsgruppe von Prof. Charlotte Remé hat auch im Jahr 2003 mit grosser Energie gearbeitet und weitere beachtliche Erfolge erzielt. Verwiesen sei auf die Publikationsliste und den akademischen Jahresbericht. Neben PD Dr. Christian Grimm, der sich bereits 2002 habilitierte, hat im Berichtsjahr auch PD Dr. Andreas Wenzel die venia legendi erhalten. Beide Biologen sind wichtige Stützen des Forschungsteams «Zellbiologie der Netzhaut». Um den Dialog mit anderen Grundlagenwissenschaftlern auf dem Gebiet der Netzhautforschung in der Schweiz zu fördern, wurde Ende 2002 erstmals ein «Swiss Retina Meeting» durchgeführt. Es fand im Institut für Medizinische Genetik der Universität Zürich in Schwerzenbach statt. Gastrecht gewährte Prof. Wolfgang Berger, der speziell an der Erforschung von hereditären Augenkrankheiten interessiert ist. Zwischen den experimentell und/oder klinisch Forschenden der Augenklinik wurden in Zusammenarbeit mit Prof. Berger und seinem Team verschiedene Projekte initiiert, eines ist nachfolgend näher beschrieben:

Im Labor für Elektroretinographie (Leiter Dr. Johannes Fleischhauer) erfolgt die systematische Erfassung sämtlicher Patienten, welche an einer retinalen degenerativen Erkrankung leiden. Das Ziel des wissenschaftlichen Projektes ist die Verknüpfung des klinischen Phänotypes mit dem Genotyp (phenotypic-genotypic linkage). Die Erfassung erfolgt sowohl klinisch als auch molekulargenetisch im Sinne der Erstellung eines Registers der Mutationen welche für retinale Degenerationen charakteristisch sind. Die Forschungsarbeit erfolgt mit finanzieller Unterstützung einer Stiftung, welche die Anstellung eines Assistenzarztes ermöglicht. Dieser ist für die Klassifizierung und klinische Untersuchung zuständig. Das Fortschreiten der Arbeit wurde bereits an drei Kongressen im Jahre 2003 vorgestellt (Dr. Wilson Njoh, Prof. Günter Niemeyer, Dr. Johannes Fleischhauer).

Auf dem Gebiet der experimentellen und klinischen Strabologie konnte die Finanzierung des Projektes «Dynamic high resolution magnetic resonance imaging of the orbit in healthy subjects and patients with strabismus» mit der Zusprache eines SNF Antrages gesichert werden; der Hauptgesuchssteller ist Dr. Oliver Bergamin. Während des letzten Jahres gelang auch die Entwicklung eines 100Hz Video-Pupillometers. Die Zusammenarbeit mit dem okulomotorischen Labor der Neurologischen Klinik entwickelte sich weiterhin hervorragend und trug Früchte in Form von neuen Erkenntnissen und entsprechenden Publikationen.

Dr. med. Dr. phil. Michael Thiel forschte trotz seines grossen klinischen Pensums weiter auf dem Gebiet der Immunomodulation bei Hornhauttransplantation und in der Diagnostik und Pharmakotherapie der infektiösen Keratitis.

Dr. Christoph Kniestedt kehrte nach anderthalbjährigem Aufenthalt an der Augenklinik der University of California San Francisco im Herbst 2003 zurück und setzt seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Glaukomforschung, insbesondere der neuartigen Messmethode zur Bestimmung des intraokulären Drucks (Dynamic Contour Tonometry) an der Augenklinik des Kantonsspitals Winterthur und des USZ fort.


Lehre

Die Lehrveranstaltungen wurden ähnlich wie im Vorjahr unter Mithilfe externer Dozierender durchgeführt. Für die Untersuchungskurse und für die Staatsexamina wird es immer schwieriger, Patienten in genügender Zahl zu rekrutieren, die sich für die Lehre zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt deshalb wurde ein an der Augenklinik entwickelter Film «Ophthalmologische Untersuchungsmethoden» auf dem VAM-life Server der Universität für die Studierenden installiert.
Es wurden erste Pläne zum Aufbau eines ophthalmologischen e-Learning Systems in Anlehnung an das DOIT Projekt der Dermatologischen Klinik entworfen; zur Zeit wird nach Ressourcen gesucht, um dieses mehrere Augenkliniken der Schweiz umfassende Projekt realisieren zu können.


Fort- und Weiterbildung

Die regelmässigen und bei den praktizierenden Augenärztinnen und Augenärzten beliebten Postgraduate Vorlesungen am Montag Abend wurden weitergeführt. Während beider Semester konnten sehr gute in- und ausländische Referentinnen und Referenten gewonnen werden, um über die verschiedensten Facetten der Augenheilkunde zu berichten. Den Auftakt gab im Sommersemester ein ausführlich recherchierter Vortrag von Dr. Oliver Tillmann über die Geschichte der Zürcher Augenklinik, der zum Teil auch auf der Webseite der Augenklinik wiedergegeben ist.
Die Weiterbildung der Assistentinnen und Assistenten gestaltete sich mit einigen Modifikationen nach dem vor zwei Jahren ausgearbeiteten Curriculum. Die strengen Auflagen des Gesamtarbeitsvertrages machen die Anforderungen für die Auszubildenden und die Ausbildner nicht einfacher: In immer kürzerer Zeit müssen immer strengere Kriterien erfüllt werden. Trotzdem haben sieben von acht Assistentinnen und Assistenten der Augenklinik im April 2003 die Basic Science Prüfung des International Council of Ophthalmology erfolgreich bestanden und alle fünf Zürcher Assistentinnen und Assistenten waren im FMH Abschlussexamen im November 2003 erfolgreich.


Kongresse und Symposien

Am 13. März 2003 wurde an der Augenklinik eine Fortbildungsveranstaltung unter der Leitung von Prof. Yves Robert, Augenklinik Stadtspital Triemli, durchgeführt. Experten aus der ganzen Schweiz haben sich in Form von Vorträgen mit anschliessendem Round Table Gespräch zu verschiedenen Fragen aus dem Gebiet des Glaukoms geäussert. Beim grossen Interesse waren die Platzverhältnisse fast zu knapp.


Öffentlichkeitsarbeiten

Im Sommer wurde das lang fällige Projekt eines eigenen Internet-Auftrittes der Augenklinik realisiert. Die Augenklinik konnte als erste USZ-Klinik ins neue Web-Bild des USZ integriert werden. Für die Zuweiser wurde eine Informationsbroschüre erstellt zur raschen Orientierung über die Mitarbeitenden und das aktuelle Dienstleistungs-Angebot der Augenklinik. Während der Brain Fair im März zeigten Mitarbeitende der Orthoptische Abteilung eine Präsentation unter dem Titel: «Bewegungen der Augen: Bewährtes und Neues». Im Oktober wurde an der Augenklinik der «Tag des Sehens» mit Video-Demonstrationen und Vorträgen über die Augenheilkunde für interessierte Laien organisiert. Die ärztlichen Mitarbeitenden haben in zahlreichen Vorträgen und Artikeln über das Fachgebiet im Allgemeinen und über die Arbeit an der Augenklinik berichtet.


Pflegedienst
Vera Romatko, Leiterin

Im 2003 erfolgte eine weitere Reduktion der Bettenzahl auf insgesamt 25 und eine laufende Anpassung des Stellenplans. Im Gegenzug wurden die ambulanten Katarakt-Patienten auf der Bettenstation vor- und nach dem Eingriff betreut. Die Statistik weist mehr als eine Verdoppelung der Eingriffe im Vergleich zum Vorjahr aus.
Das vergangene Jahr war geprägt von der Ausarbeitung und Umsetzung verschiedenster Projekte, wovon einige hier erwähnt seien: Im Rahmen des Projektes NORD2 erfolgte die Unterstellung des Augen- und ORL-Operationstrakts einer gemeinsamen Abteilungsleitung. Diese wird per 1.1.04 der Leitung Pflege OP unterstellt sein. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe erarbeitete dafür ein Betriebsreglement «OP NORD2». Im weiteren wurden Arbeitszeiten angepasst und Bereitschaftsdienste gemeinsam sichergestellt. Mit diesen Änderungen können Ressourcen und Synergien vermehrt genutzt werden.
Die Augenklinik beteiligte sich am Pilot der Reorganisation der Bettendisposition, wo die bereits gemachten Erfahrungen der interdisziplinären Bettenbelegung von grossem Nutzen waren.
Die Umsetzung des Innovationsprojektes «The best nursing practice» auf den Bettenstationen konnte dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Zu den wesentlichen Resultaten zählen wir die Einführung der Bezugspflege mit «Care-Management-Ansatz». Eine Verbesserung der Betreuungskontinuität von Patientinnen und Patienten durch eine Pflegefachperson ist gewährleistet. Zu den Aufgaben der «Care Managerin» gehört unter anderem die Informationssammlung vor dem Spitaleintritt bei allen stationären Patienten. Somit kann die Pflege bereits vor dem Eintritt geplant werden. Eine erste Evaluation des Projektes zeigt positive Resultate.
Das Projekt «Einschaltermodell» in der Poliklinik konnte am 1.12.03 eingeführt werden. Diesbezüglich drängten sich Anpassungen in der Ablauforganisation auf und einige Arbeitsplätze wurden neu gestaltet. Die Anmeldung für ambulante Patienten der Augenklinik und stationäre Patienten der Augen- und ORL-Klinik erfolgt jetzt kundenfreundlich an einem Schalter. Das KISIM Dispositionssystem löste das Pro-Dispo System ab. Dies trägt zur Effizienz, Transparenz und Arbeitserleichterung bei.
Das Projekt NORD2 brachte personelle Veränderungen im Pflegedienst Augenklinik. Die Stelle der Leitung Pflege, einer Abteilungsleiterin der Bettenstation sowie der Verantwortlichen Bettendisposition sind abgebaut worden. Alle drei wenden sich neuen Herausforderungen zu. Am 1.12.03 übernahm die Leitung Pflege ORL auch die Leitung Pflege Augenklinik.
Es war ein äusserst bewegtes, anspruchsvolles Jahr mit grossen Veränderungen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich für ihr grosses Engagement und den tollen Einsatz.

Ein Patient erhält Augentropfen zur Vorbereitung auf
die bevorstehende Operation


Personelles

Die definitive Nachfolgeregelung der Direktion der Augenklinik ist noch ungewiss. Die Ausschreibung der Funktion, die seit April 2002 interimistisch von PD Dr. Klara Landau ausgeübt wird, erfolgte auf Ende Januar 2004.
Wie bereits erwähnt konnte mit PD Dr. Horst Helbig ein erfahrener, habilitierter und seit sechs Jahren in St. Gallen tätiger leitender Arzt auf den 1. Juli 2003 als Leiter der Netzhautabteilung an die Augenklinik gewonnen werden.
Im Laufe des Jahres wurden Dr. Suresh Menon, Dr. Florian Sutter und Frau Dr. Chaloupka in Oberarztfunktion angestellt. Dr. Suresh Menon kehrte nach einem Aufenthalt aus Grossbritannien und Dr. Florian Sutter aus Australien in die Schweiz zurück, Frau Dr. Karla Chaloupka teilte ihre Tätigkeit mit einer 80% Anstellung an der Universitäts-Augenklinik Genf. Ihr Spezialgebiet - die okuloplastische Chirurgie - baute sie trotz der Teilzeit-Anstellung während eines halben Jahres eindrücklich schnell auf. Zwei Oberärzte, Dr. Markus Kiener und Dr. Hanspeter Iseli, verliessen in diesem Jahr die Augenklinik in Richtung Praxis. Dr. Iseli beteiligt sich weiterhin an Forschungsprojekten der Gruppe von Frau Prof. Charlotte Remé.
Eine Assistenzarzt-Stelle wurde infolge der im Jahr 2002 im Vergleich zu 2001 gesunkenen Erträge der Augenklinik in Absprache mit der Spitalleitung vom Sollstellenplan gestrichen. Zusätzlich zu den 17 Assistenzärztinnen und -ärzte waren im Jahre 2003 ein Gastarzt aus Deutschland, eine Gastärztin aus der Türkei sowie drei Schweizer ÄrztInnen an der Augenklinik rein wissenschaftlich tätig.
Die personellen Veränderungen im Pflegedienst, allem voran der Abschied von Vera Romatko nach 17-jähriger Tätigkeit an der Augenklinik, sind im Abschnitt Pflegedienst dargelegt.

Die Mitarbeitenden der Augenklinik in festlicher Stimmung kurz vor Beginn der Weihnachtsfeier


Auszeichnungen

Professor Dr. med. Charlotte Remé wurde die Proctor Medaille für das Jahr 2004 zugesprochen, welche sie anlässlich der nächsten Jahrestagung der «International Association for Research in Vision and Ophthalmology» in Empfang nehmen wird. Diese Ehre wird seit 1949 von der ARVO für das Lebenswerk eines Forschers oder einer Forscherin verliehen und ist einer der angesehensten internationalen Preise auf dem Gebiet der Augenheilkunde. Erst zum zweiten Mal geht die international renommierte Proctor Medal in die Schweiz: Nach Hans Goldmann, einem der bedeutendsten Ophthalmologen seiner Zeit, der den Preis 1959 erhielt, ist Charlotte E. Remé nicht nur die zweite Forscherin aus der Schweiz, sondern auch erst die sechste Frau weltweit, welche diese hochangesehene Auszeichnung erhält.

Die «International Society for Clinical Electrophysiology of Vision» hat an ihrer 41. Jahrestagung im April 2003 in japanischen Nagoya Professor Dr. med. Günter Niemeyer zum Ehrenmitglied gewählt. Seit 1961 wurden lediglich 11 Ehrenmitglieder ernannt, Prof. Niemeyer ist der 12. und einzige in der Schweiz tätige Forscher, dem diese Ehre zugesprochen wird. Diese Auszeichnung kommt als Würdigung seines Lebenswerks auf dem Gebiet der Elektrophysiologie der Netzhaut. Prof. Niemeyer arbeitete während 36 Jahren an der Augenklinik und ist seit dem 1. Juli 2002 nach seiner Emeritierung als Konsiliararzt tätig. Seine anhaltende Forschertätigkeit spiegelt sich auch in den 2003 publizierten Arbeiten wieder.

Dr. med. Dr. phil. Michael Thiel wurde anlässlich des Wintermeetings der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellshaft in Bern im Februar 2003 der Förderungspreis der Vogtstiftung verliehen.

Christoph Amstutz konnte erfolgreich sein MD PhD Programm abschliessen und erwarb den Titel Dr. med.et phil.nat. mit seiner Arbeit «Percutaneous bone registration in computer-assisted surgery».

PD Dr. med. Klara Landau wurde im britischen Newcastle im November 2003 zum Annual Guest und Honorary Member des British Isles Neuro-Ophthalmology Club (BINOC) gewählt.


Publikationen

Die Mitarbeitenden der Augenklinik haben im Jahr 2003 insgesamt 42 Originalarbeiten publiziert, worüber die separate Aufstellung Auskunft gibt.

Publikationen


Eckdaten
Medizinisches Angebot
2003 2002
Anzahl Konsultationen in der Poliklinik 35’195 33’101
Anzahl Konsultationen in der Orthoptischen Abteilung 5’037 5’293
Anzahl stationärer Patienten 1’169 1’239
Anzahl Operationen (ohne Laser) 2’472 1’758

Ärztliche Mitarbeitende und Akademiker
37 37
Pflegepersonal 50 51
Orthoptistinnen und MTTA 20 19
Verwaltung 13 13
Total 120 120


Portraits

Vera Romatko
Leiterin Pflege
Heike Pollerhoff
Klinikmanagerin
PD Dr. med.
Horst Helbig
Leitender Arzt
Retinologie
Dr. med.
Ronald Kovacs
Leitender Arzt a.i.
Leiter Poliklinik
Dr. med. Dr. phil.
Michael Thiel
Leitender Arzt a.i.
Dr. med.
Ahmet Yanar
Leitender Arzt a.i.
Prof. Dr. med.
Charlotte Remé
Forschung
Prof. Dr. med.
Günter Niemeyer
Forschung
Brigitte Bärlocher
Cheforthoptistin

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich