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Prof. Dr. Günter Burg Klinikdirektor |
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Im vergangenen Jahr wurde das klinische Angebot der dermatologischen und allergologischen Grundversorgung angepasst. Unter anderem wurde in der Allergiestation eine Abendsprechstunde eingeführt. In der Forschung führte die Dermatologie die zielgerichteten Studien bei Hautkrebs, Psoriasis und Allergologie weiter; ein Protokoll der Melanom-Behandlung, die Impftherapie mit dendritischen Zellen beim Melanom, wurde einer kritischen Prüfung seitens der Universität und dem BAG unterzogen. Im Juli führte die Klinik zum zweiten Mal gemeinsam mit der Krebsliga und der Universität eine vielfältig gestaltete Informationswoche zum Thema Hautkrebs für die Bevölkerung durch. Mitte Jahr übernahm Dr. Peter Schmid-Grendelmeier die Leitung der Allergiestation, welche Prof. Dr. Brunello Wüthrich während 39 Jahren äusserst erfolgreich geführt hatte.
Klinische Tätigkeit
Dienstleistungen
Dieses Jahr ging es der Klinik darum, das bereits breite Spektrum an Sprechstunden für die dermatologische Grundversorgung insbesondere hinsichtlich Qualität und Service zu optimieren:
Abendsprechstunde Allergiestation: um dem wachsenden Bedürfnis unserer Patienten gerecht zu werden, wird seit sechs Monaten eine Abendsprechstunde angeboten. Dies wird insbesondere von Patienten geschätzt, die für eine Hyposensibilisierung, beispielsweise bei einer Pollenallergie, einmal wöchentlich in der Klinik behandelt werden.
UV-A1-Phototherapiegerät: Neu steht in der dermatologischen Klinik ein UV1-Phototherapiegerät zur Verfügung. Mit dieser Therapieeinheit können entzündliche Veränderungen in tieferen Hautschichten behandelt werden wie z.B. lokalisierte Verhärtungen der Haut bei einer Sklerodermie.
Projekte innerhalb klinischer Tätigkeit
Supervision onkologische Sprechstunde: ein Schwerpunkt der dermatologischen Klinik liegt in der Behandlung maligner (= bösartiger) Hauterkrankungen. Um die psychosozialen Belastungen für Patienten und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, erfolgt regelmässig eine Supervision durch einen Mitarbeiter der Abteilung für psychosoziale Medizin der psychiatrischen Poliklinik des UniversitätsSpitals.
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| Austesten von Allergien |
Forschung
Schwerpunkte waren wie in den vorangegangenen Jahren entzündliche Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis und allergische Probleme unter besonderer Berücksichtigung der Lebensmittelallergien. Im Bereich Hauttumoren liegen die Forschungsschwerpunkte bei den Hautlymphomen, dem schwarzen Hautkrebs (Melanom) und zunehmend auch bei den sogenannten weissen Hautkrebsformen wie dem Basaliom. Besondere therapeutische Fragestellungen liegen im Mittelpunkt des Interessens. Im Rahmen von grösseren, oft international organisierten klinischen Untersuchungen wird versucht, Behandlungsansätze in frühen und fortgeschrittenen Stadien von Melanomen, aber auch bei anderen Tumoren, zu verbessern.
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| Hautuntersuchung mit dermatologischer Lupe |
Lehre
Das neue e-learning Programm «Dermatology Online with Interactive Technology» (DOIT) wurde erstmalig in die Hauptvorlesung (4. Jahreskurs) integriert. Die übrigen Partner des Virtuellen Campus Schweiz - Programmes (Basel, Bern, Lausanne, Dermatologie Triemli, Dermatologie Jena) haben ihre Korrekturen und Ergänzungen an der Cyberlecture vorgenommen sowie zahlreiche einfache und komplexe Fälle eingebracht.
Es ist vorgesehen, das Programm auch im Unterricht für den 6. Jahreskurs in der Dermatologie zu integrieren.
Fort- und Weiterbildung
Die dermatologische Klinik hat auch 2003 wieder zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen ausgerichtet. Einmal wöchentlich wird eine Assistentenfortbildung durchgeführt. Daneben gibt es ein Kolloquium für wissenschaftlich interessierte Mitarbeiter. Auf besonderes Interesse, auch bei den niedergelassenen Dermatologen, stiessen die mehrstündigen Fortbildungsveranstaltungen, die in der Regel in Hörsälen der Universität Zürich Irchel durchführt werden. Diese Veranstaltungen beschäftigten sich im vergangenen Jahr mit der Immuntherapie bei der Psoriasis, der dermatologischen Infektbiologie, Hautmailgnomen und allergologischen Problemen.
Daneben ist die dermatologische Klinik Zürich eine Mitinitiantin von DermaNT, eine wöchentlich genutzte teledermatologische Fortbildungsplattform, an der neben den Kliniken Zürich und Basel zahlreiche niedergelassene Kolleginnen und Kollegen beteiligt sind.
Kongresse und Symposien
Im Februar feierte der ehemalige Klinikdirektor der Dermatologischen Klinik, Prof. U.W. Schnyder seinen 80. Geburtstag. Zu seinen Ehren wurde ein Symposium durchgeführt. Es war uns eine grosse Freude mit Prof. Schnyder und vielen seiner ehemaligen Schüler diesen Anlass zu feiern.
Der langjährige Leiter der Allergiestation, Prof. Dr. Brunello Wüthrich, wurde per Mitte Jahr pensioniert. Um ihn würdig in seinen wohlverdienten, neuen Lebensabschnitt zu entlassen, organisierte die Klinik Ende Juni für Prof. Wüthrich ein Abschiedssymposium. Die brillanten Referate seiner Nachfolger trugen dazu bei, dass uns dieser Nachmittag noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.
Öffentlichkeitsarbeit
«Haut- und Sonne-Tage Juli»
Aufgrund des grossen Erfolges im Jahr 2002 wurde gemeinsam mit der Universität Zürich und den Krebsligen Schweiz und Zürich zum zweiten Mal «die Haut- und Sonne-Informationstage» durchgeführt. Ziel der Woche war es, die Bevölkerung über die Zusammenhänge von UV-Exposition und Hautkrebs zu informieren. Interessierte konnten im bereitgestellten Sonnenmobil Ihren Hauttyp bestimmen lassen und erhielten von Fachleuten der Krebsligen Hinweise, wie viel Sonne dem jeweiligen Hauttyp zugemutet werden kann. Wer beunruhigt war, konnte unklare Hautveränderungen den Hautärzten zeigen und erhielt Empfehlungen, ob eine weitere Arztkonsultation angezeigt sei. Ferner informierten Hersteller von Sonnenschutzprodukten breit über die Möglichkeiten, sich angemessen vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Nebst Sonnencrèmes spielen auch der textile Sonnenschutz und der Schutz der Augen eine wichtige Rolle.
Auch die diesjährige Präventionswoche ist auf ein grosses Echo gestossen. Dies ist für die Klinik befriedigender, als die Inzidenz von Melanom und dem relativ gutartigen Basaliom in der Schweiz weiter ansteigt.
Wichtig ist uns bei der Präventionsarbeit, darauf hin zu weisen, dass trotz allem kein Grund zur Resignation besteht. Wenn Hautkrebs heute früh erkannt wird, gibt es eine breite Palette von wirksamen Behandlungen, um den Krebs in den meisten Fällen zu heilen.
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| Eindrücke der Haut- und Sonne-Informationstage im Juli |
In den Bereichen «Hautkrebs» und «Allergien» unterstützen verschiedene Mitarbeiter der Klinik Patientenorganisationen. So stehen wir der Melanom-Selbsthilfegruppe und der Interessengemeinschaft für kutane Lymphome regelmässig für fachliche Auskünfte zur Verfügung. Im weiteren werden von Seiten der Allergiestation seit zwei Jahren alle zwei Monate zusammen mit der Patientenorganisation «aha» Gesprächszirkel für Neurodermitiker respektive deren Eltern durchgeführt.
Pflegedienst
Die definierten Teilziele konnten erreicht werden.
Bettenstationen
Das geplante Projekt «Bezugspflege», das im 2003 gestartet wurde, löste unterschiedliche Reaktionen aus.
Alle 3 Teams der Betten- Abteilungen haben auf den Übergabe- Rapport am Krankenbett umgestellt, was von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern positiv bewertet wurde.
Weiter arbeiteten die Teams an der Vertiefung des Pflegeprozesses, der Pflegeanamnese gemeinsam mit dem Patienten und an der Optimierung der Pflegediagnosen.
Die Veränderung des Arbeitsplatzes hielt bei den Pflegefachpersonen- und den Pflegehilfen endgültig Einzug. Neu wird für jede Pflegeperson und Pflegehilfe ein PC-Arbeitsplatz eingerichtet. Zu einem grossen Teil wurde dies bereits realisiert. Als nicht ganz unproblematisch hat sich im Rahmen des «GILS-Projektes» die Einführung der elektronischen Essensbestellungen gestaltet. Für die Pflegehilfe bedeutete dies eine grössere Umstellung in ihrer täglichen Arbeit.
Das Klinikinformations-System «KISIM» wurde auf den Bettenstationen auch für die Pflegefachpersonen eingeführt und mit Erfolg angewandt.
Im Stock D wurde das Stations- und Arbeitszimmer der Pflege an einen zentralen Ort verlegt, was der Pflege seit Jahren ein Anliegen war.
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| Administrative Arbeiten auf Station |
Die Vielfalt der Station EII ist gleich geblieben. In der Badeabteilung hatten wir einen personellen Wechsel. Die langjährige und erfahrene Mitarbeiterin, Frau Kandemir, ging per Ende Mai 2003 in Pension. In Frau Frei fanden wir eine geeignete Person, die sich in der Vergangenheit schon in der Ablösung bewährt hatte.
Poliklinik
Um die Qualität und Effizienz in der täglichen Pflege von Patientinnen und Patienten mit Ulzera crurum zu verbessern, führte die Pflege ein Wundprotokoll ein. Unter der Leitung der Pflege-Expertin, Barbara Steffen, entwickelte das Pflegeteam ein Merkblatt zur Kompressionstherapie bei Patienten mit Ulcus cruris.
Durch die kontinuierliche Weiterbildung konnte das Fachwissen der Pflegenden auf dem neuesten Stand gehalten werden.
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| Vorbereiten der Krankengeschichten in der Poliklinik |
Operative Eingriffsräume
Die grösste Herausforderung für das OP-Team war die Umstellung auf Einmalabdeckungen (Einwegmaterial).
Trotz erneuter Zunahme der durchgeführten Operationen, bewältigte das eingespielte Team die anfallenden Arbeiten gut.
Lichtabteilung
Für das kleine Team in der Lichtabteilung ein Jahr der Veränderung in personeller und organisatorischer Hinsicht. Dank des grossen Einsatzes aller Beteiligter wurde der Wechsel und die Einarbeitung mit wenig Einschränkungen gut verarbeitet.
Fortbildung
Frau Gerda Rohrer, Lehrerin für Pflege, trat per Ende Februar in den Ruhestand. Die Betreuung der Lernenden in der Grundausbildung wurde von Frau Regina Soder, Lehrerin für Pflege am USZ, übernommen.
Der Fortbildung und Pflegeentwicklung gaben die Pflegeexpertin Höfa II, Frau Barbara Steffen, und die Abteilungsleiterinnen eine neue Form. Neu wurde die Fortbildung in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt:
- AG für dermatoonkologische Belange
- AG Hautveränderungen mit den Schwerpunkten: Neurodermitis, Psoriasis und Juckreiz
- AG Wundbehandlungen, die sich speziell mit dem Ulcus cruris und der dazu gehörenden Problematik befasst.
Zur Stärkung der Pflegekompetenz begann auch in diesem Jahr eine Pflegefachfrau mit dem Höfa-1 Kurs für Palliativ-Pflege, eine Person mit dem Höfa 1 Kurs im USZ. Zwei weitere Person besuchten einen Kurs für Pflege-Management im Gesundheitswesen.
Im Oktober 2003 nahmen drei Mitarbeiterinnen an dem europäischen ESNN- Kongress für Pflegepersonal in Barcelona teil. Dolora Kessler, Pflegefachfrau Dermatologie, hielt einen Vortrag.
Personelles
Prof. Dr. Brunello Wüthrich ist aus Altersgründen Ende Juni 2003 von seiner Funktion als Leiter der Allergiestation zurückgetreten. Die Nachfolge hat Dr. Peter Schmid-Grendelmeier angetreten.
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| Neues Team der Allergiestation ab Juli |
Auszeichnungen
Drei ärztliche Mitarbeiter der Klinik haben im Laufe dieses Jahres Auszeichnungen erhalten:
Prof. Dr. Brunello Wüthrich wurde gleich von zwei medizinischen Fachgesellschaften für seine Verdienste ausgezeichnet. Sowohl die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie wie die Società Ticinese di Dermatologia e Venerologia ernannten Prof. Dr. Brunello Wüthrich zum Ehrenmitglied.
Die Deutsche Krebsgesellschaft verlieh Prof. Dr. Reinhard Dummer den Deutschen Krebspreis 2003 für seine Arbeiten über «Translationale Forschung» den Jahrespreis. Dieses Forschungsgebiet befasst sich mit der Umsetzung von gewonnenen Erkenntnissen in der Grundlagenforschung in die klinische Forschung.
Des weiteren wurde Prof. Dr. Reinhard Dummer in den Vorstand des ESDR (European Society for Dermatological Research) gewählt.
Im Herbst dieses Jahres erhielt Prof. Dummer von der Forschungsstiftung des Konzerns LaRoche-Posay den Forschungspreis für eine Arbeit über Onkolyse bei Hauttumoren. Im Rahmen dieses Projektes sollen Viren in Hautmalignome eingebracht werden, um Tumorgewebe abzutöten. Durch biotechnologische Veränderungen und individuelle angepasste Therapieoptionen wird die Vermehrung der Viren auf das Tumorgewebe beschränkt.
Anlässlich der Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Onkologie (ADO) 2003 erhielt Dr. Patrick Oberholzer den Posterpreis für einen Beitrag über die Impf-Behandlung des kutanen T-Zell-Lymphoms mit Masernviren.
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| Entfernen einer gutartigen Hautveränderung mit Kältetherapie |
Denritic Cell Vaccination-Studie
Im Auftrag der Universitätsleitung und der Spitalleitung wurden verschiedene Gutachten von Fachexperten und dem BAG eingeholt.
Evaluation von Forschung und Lehre
durch die Evaluationsstelle der Universität
Die Evaluationsstelle der Universität evaluierte die Leistung der Dermatologischen Klinik in Forschung und Lehre in den vergangenen fünf Jahren. Grundlage des insgesamt sehr positiven Evaluationsberichtes waren der Selbstevaluationsbericht, eine bibliometrische Analyse der Publikationen sowie die Site Visit von sechs internationalen Experten.