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Prof. Dr. med. Dieter Hauri Klinikdirektor
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Die Anzahl der hospitalisierten Patienten und operative Eingriffe bleiben auf dem Vorjahresniveau; Tendenz leicht steigend. Die Anzahl der in der Poliklinik behandelten Patienten ist weiter ansteigend. Erfreulich, dass endlich der administrative Aufwand für unsere Patienten verbessert wurde, indem Registrierung für die Verwaltung und Anmeldung zur Behandlung an einer Stelle möglich sind. Früher mussten die zum Teil körperlich behinderten Patienten einen Fussmarsch von 400 m auf sich nehmen.
Nach wie vor ist die Nierenstein-Zertrümmerungsanlage gut ausgelastet. Nebst Eigennutzung wird diese auch von auswärtigen Urologen gut genutzt.
| Jahr |
1998 |
1999 |
2000 |
2001 |
2002 |
2003 |
| Behandlungen * |
856 |
789 |
815 |
732 |
771 |
772 |
* 1 Behandlung entspricht einem einseitigem Eingriff
Minimalinvasive Prostatektomie (Da Vinci)
Der Robotereinsatz wurde bereits im Jahresbericht 2002 ausführlich beschrieben. Die Roboter-assistierte laparaskopisch radikale Prostatektomie (Da Vinci) wird zunehmend eingesetzt. Die minimal invasive Methode wird von den Patienten sehr geschätzt und erfreut sich wachsendem Zulauf. Die Behandlung ist schonender als ein traditioneller Eingriff und verkürzt zudem die Hospitalisationsdauer.
Unsere Neurourologische Abteilung wird mit Anmeldungen überhäuft, was zum Teil leider zu längeren Wartezeiten führte.
Trotz weiterhin verbesserter und moderner Angebote und dem täglichen Einsatz unserer Ärzteschaft und Pflegepersonal nimmt die Zahl der zusatzversicherten Patienten ab. Viele Patienten schätzen die sehr kompetente und effiziente Abklärung in unserem Ambulatorium, lassen sich dann jedoch in einer anderen Klinik behandeln, da die seit Jahren weitgehend unveränderte bauliche Infrastruktur des Unispitals für zusatzversicherte und ausländische Patienten leider nicht mit derjenigen von Privatspitälern konkurrieren kann.
Im Februar 2003 führte unsere Klinik ein internationales, gut besuchtes Symposium durch über laparaskopische Eingriffe an Nieren und im Retroperitoneum.
Pflege
Kuno Betschart, Leiter Pflege Urologie und Onkologie
Flachere Hierarchien fördern die Pflegeentwicklung
Nachdem im Vorjahr mit der Neuorganisation der Abteilung G Nord zu einer Wochenklinik einiges an struktureller Arbeit geleistet wurde, nahm sich das Pflegekader der urologischen Klinik im Berichtsjahr vor, die aktuellen Tendenzen und Vorgaben des Pflegedienstes inhaltlicher Art zügig umzusetzen. Im Berichtsjahr wurden nun die Rollen der Leitung Pflege und der Abteilungsleitung neu definiert. Mit der Verflachung der Hierarchie wurden Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungsbereiche «nach unten» delegiert. Im April 2003 wurde der Pflegedienst der neugegründeten Klinik Onkologie zusätzlich dem Leiter Pflege unterstellt.
Auch auf diesem Weg ganz herzlichen Dank an alle, die bereit waren, «fachfremde» Patientinnen und Patienten in der direkten Pflege zu betreuen!
Anlässlich zweier kurzen Tagungen des Pflegekaders wurden organisatorische und inhaltliche Schwerpunkte des Pflegedienstes für das kommende Jahr diskutiert und verabschiedet.
Personelles
Mit der Reorganisation konnte eine «Klinikeigene» Pflegeexpertin rekrutiert werden: Beatrix Kissling konnte im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen und wir alle sind froh um ihr Feedback und ihre aktive Unterstützung in der direkten Pflege. Sie wurde zudem in den Vorstand der Schweizerischen Interessengemeinschaft für Urologiepflege SIGUP (www.sigup.ch) gewählt und vertritt das USZ für den Fachbereich urologische Pflege somit aktiv auf nationaler Ebene.
Ebenfalls neu in unserem Team ist Doris Meyer, welche die Aufbauarbeit der ehemaligen Stomaberaterinnen weiter führen und konsolidieren wird.
Frau Meyer hat sich bereits gut eingelebt und im Herbst mit ihrer Fachausbildung in Österreich begonnen. Sie wird im Rahmen des interdisziplinären Zentrums für Pflegeberatung auch in anderen Kliniken zum Einsatz kommen.
Die Personalsituation war geprägt von sehr wenig Wechseln.
Nach dem anspruchsvollen 2002 konnte dadurch auf den beiden Bettenstationen für Kontinuität und Teamentwicklung gesorgt werden.
Auch im Operationsbereich gab es praktisch keine Personalfluktuation. Allerdings sorgten die fit!-Teilprojekte für Diskussionsstoff und im kommenden Jahr steht auch hier eine Reorganisation an.
Nach dem Mutterschaftsurlaub nimmt Eva Hauser, Abteilungsleiterin H Nord, ihre Funktion weiterhin wahr - allerdings neu im Jobsharing mit Silke Marburger.
Auch die Pflegenden in der Poliklinik erlebten einen Wechsel: Paula Von Rotz, langjährige Abteilungsleiterin Pflege, entschloss sich, eine neue Herausforderung ausserhalb des USZ anzunehmen. In Susanne Andree, bisher stv. Leiterin Pflege und Leiterin Patientendisposition gelang es, eine erfahrene Nachfolgerin zu finden.
Auch im Berichtsjahr 2003 engagierten sich wieder diverse Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen Projekten: Diana Lottini arbeitete bei der Entwicklung der Bezugspflege USZ mit, Marcel Eicher engagierte sich im PiZ-Preiskomittee sowie im Personalausschuss und Susanne Andree sowie die OP-Leiterinnen, Sabine Blum-Farrujia und Christine Thönen arbeiteten intensiv an den fit!-Teilprojekten Patientendisposition, Einschaltermodell und OP-Betriebsreglement mit.
Die Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst, den administrativen Bereichen und mit dem Klinikmanager, Patrick Kaufmann, war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und viel Humor.
Diesem Umstand verdanken wir es, dass ein gutes und konstruktives Klima herrschte.
In diesem Sinne danke ich allen herzlich für ihren Einsatz!