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Zahlen und Fakten
Zentrale Informatik

Felix Heer
Leiter
Zentrale Informatik
Im zweiten Jahr der Umsetzung der Informatikstrategie hat die Zentrale Informatik die Homogenisierung der Informatiklandschaft Richtung Windows 2000 und KISIM und Zentralisierung des Informatikbetriebs weiter vorangetrieben. Das wichtigste Projekt diente der Einführung der Leistungserfassung und
-abrechnung nach TARMED per 1. Januar 2004.


Weitere Umsetzung der Informatikstrategie

Die Hauptelemente der Informatikstrategie des USZ sind die Homogenisierung der Informatiklandschaft, insbesondere durch die flächendeckende Einführung des Klinikinformationssystems KISIM, und die Zentralisierung des Informatikbetriebs. Die Strategie wurde am 1. Januar 2002 in Kraft gesetzt; für die Umsetzung sind vier Jahre vorgesehen. Im ersten Umsetzungsjahr wurde die Zentrale Informatik gebildet. Im zweiten Umsetzungsjahr ging es nun vor allem um die Implementierung von KISIM in allen Kliniken, um die Homogenisierung im Bereich der PC-Betriebssysteme und um die Konsolidierung der Zentralen Informatik.


Leistungserfassung und -abrechnung

Per 1. Januar 2004 musste der neue medizinische Tarif TARMED im ambulanten Bereich des USZ eingeführt werden. Für das USZ, das bisher keine Einzelleistungserfassung kannte, bedeutete dies eine sehr grosse Umstellung. Die Analyse zeigte rasch, dass die Leistungen möglichst am Ort der Leistungserbringung elektronisch erfasst werden müssen. Für die Leistungserfassung nach TARMED mussten im KISIM entsprechende Module entwickelt werden. Daneben brauchte es Module für die Erfassung von Radiologie-, Bestrahlungs-, Labor-, Pathologie- und Physiotherapie-Leistungen in weiteren Applikationen. Die Leistungsabrechnung erfolgt im Patientenadministrationssystem SAP IS-H. Somit war auch die Entwicklung einer neuen Schnittstelle von den erfassenden Systemen ins SAP notwendig.


Informatikplanung und -steuerung

Das Informatikinvestitionsbudget des USZ für das Jahr 2003 war mit 8 Mio. CHF rund 1/3 kleiner als die Investitionen in den Jahren 2000 und 2001. Neben den laufenden Erneuerungen musste ein grosser Teil dieses Betrags in die Informatik für die TARMED-Einführung (rund 2 Mio Fr.) investiert werden. Der Informatik-Lenkungsausschusss behandelte im Berichtsjahr sieben Projektanträge, sechs Realisierungsanträge und sieben Projektschlussberichte.
Im Projekt EBIS wird das elektronische Bestellwesen für die Bestellung von Material beim Einkauf oder beim Zentrallager, bei der Zentralsterilisation oder bei der Wäschezentrale eingeführt. Per Jahresende wurden rund 43 % aller Bestellpositionen über das System abgewickelt.
Im Jahr 2003 hat das USZ sein e-Health-Angebot ausgebaut: Fünf Kliniken haben ihren Internet-Auftritt der neuen Gestaltung des USZ-Auftritts angepasst.


Technik

Der Support der über 4’000 PC im USZ erfordert werkzeugunterstützte Prozesse. Die automatische Inventarisierung und die Softwareverteilung funktionieren aber nur auf PC mit Betriebssystem gemäss unseren Standards und mit den nötigen Software-Agenten. Die Ablösung der PC mit Windows NT durch PC mit Windows 2000 wurde deshalb systematisch vorangetrieben. Die Ablösung der rund 900 PC mit Netware wurde vorbereitet und soll 2004 abgeschlossen werden.
Die Erneuerung des spitalweiten Datennetzes auf der Basis von Gigabit-Ethernet konnte 2003 abgeschlossen werden. Für den Zugang zum Internet über das schweizerische Forschungsnetzwerk SWITCH wurde eine neue Firewall installiert, die auch mit einem System bestückt ist, das unerwünschte Eindringversuche entdecken soll (Intrusion Detection System).


Sicherheit

Im Frühjahr 2003 wurde im USZ die «Allgemeine Weisung über die Nutzung der Informatik» erlassen und allen Mitarbeitenden im Auszug an die Privatadresse zugestellt. In der Weisung festgehalten sind Sicherheitsmassnahmen zum Beispiel bzgl. Nutzung von Internet, e-Mail und privaten Geräten und Umgang mit schützenswerten Daten und mit Passwörtern.
Im Jahr 2003 wurde mit Hilfe seitens der Zentralen Informatik die neue Datenschutzkommission des USZ aufgebaut, die sich nach einer Priorisierung der anstehenden Probleme zuerst mit dem Zugriffsschutz der Hauptapplikationen KISIM und SAP sowie mit dem Thema «Teleworking» befasste.


Konsolidierung der Zentralen Informatik

Die neuen Informatikprozesse konnten 2003 aufgrund der ersten Erfahrungen verbessert werden. Am einen oder andern Ort erwiesen sich personelle oder organisatorische Anpassungen als nötig. Die Zentrale Informatik (ZIN) wird im USZ als kompetenter Anbieter von Informatikdienstleistungen wahrgenommen. Die Prozesse werden laufend verbessert und dokumentiert.
Zum Jahreswechsel 2002/2003 ist die Abteilung Klinikinformationssysteme an die Huttenstrasse 46 umgezogen. Im März haben grossen Teile der Abteilung «Personal Computing» neue Arbeitsräume im zentral gelegenen Osttrakt bezogen. Im November konnte dann nach einem mehrmonatigen «Nomadenleben» das Gros der Zentralen Informatik in zwei Gebäuden an der Physikstrasse endlich zusammengefasst werden. Dies erleichtert den informellen Informationsfluss.


Ausblick

Mit dem Jahr 2004 beginnt die zweite Hälfte der Umsetzung der Informatikstrategie. Ein grosser Knackpunkt wird die Ablösung der verbliebenen klinikspezifischen, teils hoch integrierten Klinikinformationssysteme ins KISIM. Bei der Erbringung der Informatikdienstleistungen müssen die Qualitätsaspekte vermehrt beachtet werden.


Personelles

Im Berichtsjahr konnten zwei Abteilungsleiterstellen neu besetzt werden, die durch den Austritt von Daniel Hänni und Dr. Kurt Städler frei wurden: Reto Nussbaum hat per 1.2.2003 die Abteilung «Personal Computing» übernommen, Heinz Ursprung per 1.8.2003 die Abteilung Systemtechnik.
Das USZ bietet jährlich zwei Schulabgängern eine Grundausbildung in Informatik der Richtung Support oder Systemtechnik an. Dieses Jahr begann Marianne Stadler als erste Frau die Informatiklehre am USZ.

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