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Pfr. Werner Ebling Leitender Pfarrer |
 | Die Spitalseelsorge am USZ verzeichnete im vergangenen Jahr gleich zwei personelle Wechsel. Im reformierten Pfarramt trat Pfarrerin Kati Hübner nach knapp 25 Dienstjahren zurück und im katholischen Pfarramt Pfarrer Rolf Stöcklin. Eine der wichtigsten Haupttätigkeiten der Seelsorge am USZ waren die Krankenbesuche. Eine Umfrage bei reformierten Patientinnen und Patienten ergab, dass die Besuche - ob angemeldet oder nicht - als sehr positiv erlebt wurden.
Krankenbesuche
Die Haupttätigkeit der Seelsorgerinnen und Seelsorger war auch im Berichtsjahr der Besuch am Krankenbett. Neben den Gesprächen mit Patientinnen und Patienten sind auch immer wieder Gespräche mit Angehörigen sowie dem Personal erwünscht und möglich.
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Eine unter den ref. Patientinnen und Patienten am USZ durchgeführte Umfrage hat gezeigt, dass die Besuche von den Patientinnen und Patienten sehr positiv erlebt werden. Das gilt auch für die, die den Besuch gar nicht erwartet hatten. Die konkrete Erfahrung eines Besuches, so das Fazit, ist weitaus positiver als die Erwartungen, die im Voraus mit ihm verbunden waren. Zur Frage, ob die Seelsorgerin oder der Seelsorger von sich aus den Kontakt zu den Patientinnen und Patienten am Krankenbett suchen soll oder nur auf ausdrücklichen Wunsch, sprechen sich gut 2/3 der Befragten für den unaufgeforderten Kontakt aus. Dies ist wohl Ausdruck des generellen Verständnisses von Seelsorge, dass man den Seelsorger bzw. die Seelsorgerin nicht rufen muss.
Raum der Stille
Die Einrichtung des neuen «Raumes der Stille» in der Eingangshalle A NORD2 konnte nahezu abgeschlossen werden. Es sind nur noch kleinere Anpassungsarbeiten notwendig. Nach der Übergabe des langjährigen Andachtsraumes in B NORD1 steht nun wieder ein Raum für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden zur Verfügung, welche das Bedürfnis nach Stille und Besinnung haben.
Der Raum wurde bewusst als interkonfessioneller Raum konzipiert. An der Eingangstür sowie im Raum selbst weisen die Symbole der verschiedenen Religionen darauf hin. Der Raum steht Angehörigen aller Konfessionen und Religionen wie auch einfach Menschen, die einen Ort der Stille suchen, offen. An der Finanzierung des Raumes haben sich das USZ sowie die beiden Landeskirchen zu je einem Drittel beteiligt.
Mittagsveranstaltung
Wie schon im Jahr zuvor führten die Pfarrämter eine weitere Veranstaltung mit Frau C.L. Demar, Konzertpianistin, Sängerin und Bauchrednerin durch. Diesmal zum Thema «Unter dem Gesang der Sterne». Ausgehend von der Musik der Sterne als Sinnbild für das Licht, das Leben auf der Erde möglich macht, schlug die Künstlerin mit Klaviervorträgen, Textrezitationen und Sprechpuppen einen Bogen zum Alltagsleben.
Weihnachtsfeier
Von der Spitalleitung wurden die Pfarrämter auch dieses Jahr wieder mit der Durchführung der Weihnachtsfeier für Patienten und Personal in der Spitalkirche beauftragt. Im Mittelpunkt standen die musikalischen Darbietungen vom Trio «Nordwind» (Harfe, Bratsche, Rohrflöte), ergänzt durch weihnachtliche Gesänge, Texte und Symbolik des Lichts. Den Besucherinnen und Besuchern wurde im Anschluss an die Feier ein Apèro offeriert. Ebenfalls im Zusammenhang mit Weihnachten stand der Dank an die Stationen und Verwaltungsabteilungen des USZ, den die Pfarrämter mit einer Weihnachtskarte und dem traditionellen «Salami» abstatteten.
Konvent
Die Seelsorgerinnen und Seelsorger trafen sich sechsmal zu einem gemeinsamen Konvent, um organisatorische und inhaltliche Anliegen der Spitalseelsorge zu besprechen.
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Inhaltlich stand die Gestaltung des neuen Raumes der Stille im Vordergrund. Weitere Themen waren: Neukonzeption der verschiedenen Informationsbroschüren der Pfarrämter sowie die Planung eines gemeinsamen Internetauftrittes. Wie immer trafen sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger zweimal zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit einer Delegation der Spitalleitung. Auch die Vertreter des Aids-Pfarramtes nahmen daran teil. Diese Treffen werden von beiden Seiten geschätzt und sind ein wesentlicher Beitrag zur Integration der Seelsorge im Spital.
Mitarbeit in interdisziplinären Gremien
Die Mitarbeit der Seelsorgerinnen und Seelsorger in interdisziplinären Gremien dient einer besseren Vernetzung der Seelsorge. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger arbeiteten in folgenden Gremien mit:
- Ethik-Konsilium Transplantationsprozess
- Ethik-Forum
- Ethikkommission SPUK GGU
- Interdisziplinärer Beirat im Projekt «Bezugspflege»
- «Care-Team» Notfallaufnahme
Personelles
Beide Pfarrämter haben im Berichtsjahr je einen personellen Wechsel zu verzeichnen:
Im reformierten Pfarramt trat per Ende Januar nach knapp 25 Dienstjahren Pfarrerin Kati Hübner zurück. Sie hat der Seelsorge am USZ, nicht zuletzt auch durch ihre kompetente Kurs- und Supervisionstätigkeit für das Personal, wertvolle Impulse vermittelt. Sie wurde im Rahmen eines Symposiums zum Thema "Unter dem Regenbogen - Farben der Seelsorge verabschiedet.
Als Nachfolgerin mit Amtsantritt am 1. März wurde Pfarrerin Margarete Garlichs gewählt.
Frau Garlichs kommt aus Dortmund/D und bringt neben ihrer theologischen Ausbildung in Berlin und Tübingen auch eine zweijährige Spezialausbildung in klinischer Seelsorge (CPE) am Universitätsspital von New Jersey (USA) sowie Erfahrung in Organisationsberatung mit. Sie ist, wie ihre Vorgängerin, auf den Stationen der Frauenklinik, im GW und CO sowie neu in der Intensivstation für Verbrennungsverletzungen tätig. Frau Garlichs wurde im Gottesdienst vom 6. April in der Spitalkirche in ihre neue Aufgabe eingeführt.
Im katholischen Pfarramt trat nach achtjähriger Tätigkeit per Ende Dezember Pfarrer Rolf Stöcklin zurück. Er war der erste vollamtliche katholische Seelsorger am USZ und hat als verantwortlicher Leiter den Aufbau des katholischen Pfarramtes wesentlich mitgestaltet. Er wurde im Gottesdienst am 28. Dezember verabschiedet.
Als Nachfolger mit Amtsantritt am 1. Januar 2004 wurde Diakon Markus Zweifel gewählt.
Herr Zweifel ist in der Pfarrei Liebfrauen in Zürich aufgewachsen. Er ist verheiratet und wohnt mit seiner Familie in St. Gallen. Vor seiner Berufung ans USZ war er 14 Jahre in der Teampfarrei Rorschach und danach 10 Jahre als Diakon und Pfarreibeauftragter in Wittenbach-Kronbühl SG tätig. Am USZ ist er neu der Leiter des katholischen Pfarramtes und betreut im Wesentlichen die Stationen seines Vorgängers. Im Gottesdienst vom 18. Januar 2004 wurde er von Pfarrer Reto Müller, Liebfrauen, in sein neues Amt eingesetzt.
Das USZ-Seelsorgeteam
Im Vorraum der Spitalkirche hängt ein Poster des Seelsorgeteams am USZ. Auf dem Poster sind Seelsorger verschiedener Glaubensrichtung aufgeführt. Das Poster soll zum Ausdruck bringen, dass wir bei allen Unterschieden in Einzelfragen die Spitalseelsorge doch in erster Linie auch als eine gemeinsame Aufgabe verstanden haben wollen.

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