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Jahresbericht 2002
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Zahlen und Fakten
USZ Schulen

Schule für Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1
Monica Vazzaz, Schulleiterin

Das Berichtsjahr war geprägt von Herausforderungen, die einerseits ausgerichtet waren auf die Erhaltung und Weiterentwicklung und die Umsetzung und Evaluation des Curriculums HöFa 1 in Pflege, andererseits auf Strukturveränderungsprozesse im Umfeld der Schule.

 

Weiterbildungsprogramm


Das Weiterbildungsprogramm konnte im Berichtsjahr für die Kurse 10, 11 und 12 erfolgreich realisiert werden. Neue Tendenzen und Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft, der Pädagogik und der Weiterbildungsorganisation wurden bei der Umsetzung des Curriculums entsprechend aufgenommen und integriert..

Aufsichtsorgane

Schulkommission
Die Mitglieder der Schulkommission

  • Josi Bühlmann, Bremgarten
  • Dr. Pia U. Huguenin, Zürich
  • Dr. Hans Kernen, Küsnacht
  • Annalis Knöpfel-Christoffel, Männedorf, Vorsitz
  • Heidi Zimmermann Heinrich, Niederweningen
  • trafen sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen. Es wurden die laufenden Schulgeschäfte gemäss dem Reglement bearbeitet.

    Aunahmekommission
    Die Mitglieder der Aufnahmekommission

  • Hans Kernen, Küsnacht
  • Hanna Siegwart, Meilen
  • Monica Vazzaz, Zürich
  • bearbeiteten im Berichtsjahr die BewerberInnendossiers von Kurs 12 und 13.

    Promotionskommission
    Die Mitglieder der Promotionskommission

  • Dr. Hans Kernen, Küsnacht
  • Hanna Siegwart, Meilen
  • Monica Vazzaz, Zürich
  • wurden durch die Schulleiterin über die Leistungen der Lernenden von Kurs 10, 11 und 12 informiert. Im Berichtsjahr wurden für vier WeiterbildungsteilnehmerInnen individuelle Promotionsentscheide gefällt.

    Lehrkörper

    Im Berichtsjahr wurden folgende Unterrichtsleistungen erbracht:

  • 200 Lektionen Einzelunterricht
  • 63 Schultage Unterricht im Schulzimmer
  • Der Einzelunterricht erfolgte durch die Schulleiterin und Dozentinnen. Inhaltlich ging es dabei um individuelles, praxisorientiertes Transferlernen, um die Begleitung beim Erstellen der schriftlichen Arbeiten und um Standortgespräche bezüglich dem Lernprozess im Hinblick auf die Zielerreichung.
    Durch den Unterricht im Schulzimmer wurden bei den Kursen 10, 11 und 12 die Lerninhalte des Weiterbildungsprogrammes vermittelt.

    Lehrkörper

    Für die AusbildnerInnen in der Praxis von Kurs 12 fand im Berichtsjahr eine gemeinsame Einführungsveranstaltung statt. Weitere Kontakte zwischen der Schulleiterin und den AusbildnerInnen erfolgten situativ und bedarfsorientiert.

    Die Schulleitung dankt allen herzlich, welche im Berichtsjahr und darüber hinaus durch ihr Engagement und ihre Mitarbeit zum Gelingen der Höheren Fachausbildung in Pflege Stufe 1 beigetragen haben.

    Rekrutierung

     

    Im laufenden Jahr gingen für den Kurs 13, mit Weiterbildungsbeginn im März 2004, 16 Bewerbungen ein. Die Werbeaktivitäten wurden, wie in den Vorjahren intensiv weitergeführt. Die Rekrutierungslage für unsere Schule hat sich im Berichtsjahr verbessert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Pflegedirektion USZ die interne Schule für Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1 empfiehlt.

     

    WeiterbildungsteilnehmerInnen

     

    Kurs 10

    Im Berichtsjahr haben neun Frauen und drei Männer die Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1, am USZ, mit Erfolg abgeschlossen.

     

    Abschlussarbeiten

    Kurs 11
    Alle WeiterbildungsteilnehmerInnen von Kurs 11 promovierten erfolgreich in die Phase 2.

    Kurs 12
    Am 03. März 2003 starteten 17 WeiterbildungsteilnehmerInnen mit der Höheren Fachausbildung in Pflege Stufe 1. Eine Weiterbildungsteilnehmerin ist im Verlauf der Phase 1 aus persönlichen Gründen aus der HöFa 1 in Pflege ausgetreten.


    Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege
    Carla Bühler

    Das Jahr 2003 war erneut geprägt von diversen wichtigen inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen in den vier Weiterbildungs-programmen Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege.

    Aufgrund zweier krankheitsbedingter längerer Ausfälle im Lehrerteam mussten die Programmleitung Anästhesiepflege sowie die Schulleitung während dem gesamten Jahr eine massive Mehrarbeit leisten.
    An dieser Stelle möchten wir ihnen recht herzlich danken für ihren enormen Einsatz.
    Im Laufe des zweiten Halbjahres wurden die Weiterbildungsprogramme Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege in das neu geschaffene Bildungszentrum UniversitätsSpital Zürich integriert.
    Aufgrund dieser organisatorischen Veränderung ergaben sich diverse personelle Umstrukturierungen im administrativ-organisatorischen sowie im schulischen Bereich.
    Das Funktionendiagramm muss überarbeitet und Arbeitsabläufe adaptiert werden.


    Theoretische Weiterbildung

    Die Auswertung des theoretisch-modularen Angebotes zeigt, dass das modulare Weiterbildungsangebot von den Absolventinnen und Absolventen als gut bis sehr gut beurteilt wird.


    Grundmodule

    Bis auf das Grundmodul 4 wurden alle Grundmodule von den Lernenden als praxisrelevant und inhaltlich interessant beschrieben.
    Das Grundmodul 4 wird von allen Lernenden als zu wenig praxisorientiert bezeichnet.
    Die inhaltliche und methodisch-didaktische Überarbeitung des Grundmoduls 4 ist bereits initiiert.


    Fachmodule Anästhesiepflege

    Die Absolventinnen und Absolventen bezeichneten die Fachmodule als inhaltlich relevant für ihren Praxisalltag. Das Fachmodul 5 mit Schwerpunkt ACL wird von den Lernenden als exzellent bezeichnet.


    Fachmodule Intensivpflege

    Alle Fachmodule des Bereiches Intensivpflege wurden im 2002 inhaltlich sowie in Bezug auf deren Angebotszeitpunkt überarbeitet. Die im Jahr 2003 durchgeführte Fachmodulevaluation hat ergeben, dass die Absolventinnen und Absolventen das neue Angebot als gut bis sehr gut beurteilen.


    Fachmodule Operationspflege

    Die Fachmodulüberarbeitung des Bereichs Operationspflege wurde im Februar 2003 abgeschlossen. Die ersten inhaltlich neu konzipierten Fachmodule wurden bereits angeboten.
    Die Absolventinnen und Absolventen beurteilten das neue Angebot als gut bis sehr gut.


    Fachmodule Notfallpflege

    Die Fachmodulevaluation des Bereichs Notfallpflege hat ergeben, dass von den Absolventinnen und Absolventen eine hohe Lerntaxonomie verlangt wird. Das Fachmodulangebot wird jedoch von allen als gut bis sehr gut beurteilt.


    Praktische Weiterbildung

    Die praktische Weiterbildung erfolgte in mehreren Fachbereichen, bzw. auf mehreren Stationen.


    Praktische Weiterbildung Intensivpflege

    Die Qualität der praktischen Weiterbildung konnte erhalten werden. Die Lernenden sind mit den diversen Einsatzorten sehr zufrieden.


    Praktische Weiterbildung Operationspflege

    Für die praktische Weiterbildung wurde ein neues Einsatzverfahren konzipiert. Die Lernbegleitung durch die Praxisausbildner sowie durch die pädagogischen Lehrkräfte in der Praxis wurde verstärkt. Die Betreuungsintensität ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in allen Praktikumsorten gleichwertig implementiert. Trotzdem schätzen die Lernenden die diversen zielorientierten, abwechslungsreichen Praktikumseinsätze sehr.


    Praktische Weiterbildung Anästhesiepflege

    In der Praktikumsauswertung 2002 empfanden die Lernenden die Begleitung auf manchen Anästhesieabteilungen als minimal und wünschten sich mehr Präsenz und Beratung durch die Schule. Die diesjährige Praktikumsevaluation hat ergeben, dass die Lernenden die intensivierte Betreuung durch die Praxisausbildner und die Berufsschullehrkraft in der Praxis als positiv erleben.


    Praktische Weiterbildung Notfallpflege

    Die praktische Weiterbildung im Bereich Notfallpflege wird von den Lernenden als vielseitig und spannend bezeichnet. Es wird sehr geschätzt, dass auch interne und externe Fremdpraktiken in die Weiterbildung integriert sind.


    Praktikumsplätze

    Als Praktikumsplätze konnten genutzt werden:

    Intensivstationen:
    Unfallchirurgie
    Viszeralchirurgie
    Herz- und Gefässchirurgie
    Neurochirurgie
    Innere Medizin
    Brandverletzungen

    Operationsabteilungen:
    Ohren-, Nasen-, Halschirurgie
    Neurochirurgie
    Urologie
    Gynäkologie
    Notfall
    Wiederherstellungschirurgie
    Thoraxchirurgie
    Viszeralchirurgie
    Herzchirurgie
    Kieferchirurgie

    Anästhesieabteilungen:
    Neurochirurgie
    Urologie
    Gynäkologie
    Ohren-, Nasen-, Halschirurgie
    Augenchirurgie
    Notfall
    Wiederherstellungschirurgie
    Thoraxchirurgie
    Viszeralchirurgie
    Herzchirurgie
    Universitätsklinik Balgrist
    Kinderspital Zürich
    Spital Horgen
    Spital Lachen

    Notfallstation:
    Aufwachraum
    Verbands-/ Gipszimmer
    Intensivstationen USZ
    Kinderspital Zürich
    Psych. Universitätsklinik Burghölzli


    Weiterbildungsabbruch

    12 Weiterbildungsteilnehmerinnen und Weiterbildungsteilnehmer haben ihre Ausbildung vorzeitig abge-brochen.
    Gründe für den vorzeitigen Abbruch waren:

    • Überforderung durch die Anforderung im Berufsalltag
    • Familiäre Gründe
    • Persönliche Gründe
    • Nicht-Promotion


    Abschlussprüfungen

    Das Konzept der Abschlussprüfungen hat sich im Berichtsjahr wieder positiv bestätigt. Die SBK-Prüfungsexpertinnen und -experten bestätigten in allen Prüfungsberichten, dass der Wissensstand der Examinierten hoch sei und die Notengebung objektiv und korrekt gehandhabt werde.
    Leider hat im Bereich Anästhesie ein Examenkandidat die praktische Abschlussprüfung nicht bestanden.


    Bewerbungs- und Rekrutierungssituation

    Für den Bereich Operationspflege erweist sich der Rekrutie-rungsmarkt in der Schweiz weiterhin als ausgetrocknet. Die Anzahl der an der Weiterbildung Interessierten aus den Nicht-EU-Ländern hingegen hat erneut zugenommen. Aus formalen Gründen können diese Anfragen jedoch nicht positiv beantwortet werden.


    Lehrerschaft

    Insgesamt unterrichteten rund 15 Dozentinnen und Dozenten in den Bereichen Intensiv-, Operations-, Anästhesie- und Notfallpflege.

    Wir danken allen Dozentinnen und Dozenten für ihre Mitarbeit und wünschen ihnen viel Freude und Be-friedigung in der weiteren Lehrtätigkeit.

    Wegen mutterschafts- und krankheitsbedingtem Ausfall mussten während 10 Monaten die Aufgaben von Frau M. Wyss sowie Frau V. Bürgi zusätzlich von Herrn A. Scherrer und Frau C. Bühler übernommen werden.


    Werbung

    Im Verlauf des Berichtsjahres fanden folgende Berufsorientierungen und andere Anlässe zur Präsentation der Berufe statt:

    • Teilnahme am Kantonalen Schnuppertag der Gesundheitsberufe, Berufsvorstellung der Bereiche Anästhesie-, In-tensiv-, Notfall- und Operationspflege
    • Monatliche Berufsorientierungen über die Weiterbildungen in Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege am UniversitätsSpital Zürich
    • Vierteljährliche Berufsorientierung für Grundausbildungen über die Berufsbilder Anästhesie-, In-tensiv-, Notfall- und Operationspflege d
    • Teilnahme an der Informationsveranstaltung für angehende Berufsberater
    • Teilnahme an der Bildungsmesse im Hauptbahnhof Zürich
    • Präsenz mit Schulprospekten am SBK-Kongress
    • Präsenz mit Schulprospekten an der Tagung der Pflegeexperten in Zürich
    • Präsenz mit Schulprospekten am interdisziplinären Pflegesymposium in Zürich
    • Präsenz mit Schulprospekten bei der Berufsberatung SRK Zürich, Schaffhausen, Glarus und Graubünden


    Projekte

    Folgende Projekte wurden an der Schule durchgeführt:

    • Überarbeitung des EDV-Einsatzes für die Schuladministration
    • Überarbeitung der Fachmodule Operationspflege
    • Überarbeitung der Prüfungskriterien für das praktische Abschlussexamen im Bereich Operationspflege
    • Erarbeitung einer Einsatzplanung der praktischen Weiterbildung im Bereich Operationspflege im UniversitätsSpital Zürich
    • Überarbeitung der praktischen Prüfungsform im Bereich Intensivpflege. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

    An folgenden externen Projekten waren wir beteiligt:

    • Reanimationskonzept für das UniversitätsSpital Zürich
    • Ein Rahmencurriculum für alle Intensivpflegeweiterbildungsstätten. Das Projekt ist in der Vernehmlassung im SBK.
    • Ein Rahmencurriculum für alle Anästhesiepflegeweiterbildungsstätten. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.
    • Schaffung eines Bildungszentrums im UniversitätsSpital Zürich. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.


    Veränderungsprozess

    Wie zu Beginn erwähnt bestimmten strukturelle und organisatorische Veränderungen das Berichtsjahr 2003. Vieles wurde umstrukturiert und initiiert. Der Schulalltag war geprägt von operativen Schulaufgaben, von bildungs- und betriebsoptimierenden und personellen Problematiken.

    Der Veränderungsprozess wird uns sicher auch im kommenden Jahr noch stark prägen und beschäftigen. Die einzelnen organisatorischen, strukturellen, ideologischen und personellen Veränderungen im neu geschaffenen Bildungszentrum UniversitätsSpital Zürich müssen sorgfältig erarbeitet und implementiert werden.
    Trotz dieser Herausforderung ist die Schule weiterhin bestrebt, die Weiterbildungsziele in fachlicher, methodischer und sozialer Kompetenz auf einer hohen Stufe zu erfüllen.


    Lehrmittel und Dozenten


    Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter der Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege
    Hinter Reihe von links nach rechts:
    Marlies Heuberger, Astrid Engel, Kerstin Boakye, Margrith Kündig, Alfons Scherrer.
    Vordere Reihe von links nach rechts:
    Rosemarie Baumgartner, Ida Tarbernig, Carla Bühler

    Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich