Das Universitätsspital Zürich hatte wie im Vorjahr in einem schwierigen gesundheitspolitischen und gesundheitsökonomischen Umfeld zu bestehen, das seine Spuren in der Rechnung 2003 hinterliess. Wichtigste Ursachen sind die weiter steigende Nachfrage nach hoch spezialisierter Medizin, kostenintensive technologische Neuerungen sowie der anhaltende Wettbewerb im Segment der Zusatzversicherten. Eingeleitete Korrekturmassnahmen ermöglichten es, diesen Trend im 2. Semester etwas abzubremsen. Dennoch konnte trotz höherer Patientenzahlen die Entwicklung der Erträge mit dem fortgesetzten Kostendruck nicht Schritt halten.
Der Betriebsertrag stieg um 10 Mio. Fr. oder 2% auf 524 Mio. Fr.
In der stationären Versorgung wurden 350 Mio. Fr. erwirtschaftet. Das sind 11 Mio. Fr. oder 3% mehr als 2003. Zu beachten ist dabei, dass wegen des erhöhten Sockelbeitrags des Kantons für die Zusatzversicherten im Vergleich zum Vorjahr rund 4 Mio. Fr. Mindereinnahmen zu verzeichnen waren. Die Zahl der stationären Patienten nahm um 1150 oder 4% auf über 32000 zu. Der Anteil der Zusatzversicherten reduzierte sich leicht von 22% auf 21%. Die Pflegetage erhöhten sich auf rund 269000 (+2%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer reduzierte sich leicht von 8.5 auf 8.4 Tage.
Mit 126 Mio. Fr. wurde im ambulanten Bereich der Vorjahreswert von 129 Mio. Fr. knapp verfehlt. Dies obwohl die Patientenzahl mit rund 149000 (+1%) und die Anzahl Konsultationen mit insgesamt rund 389000 (+1%) das Niveau des Vorjahres leicht überschritten. Dabei entfielen rund 53000 Konsultationen oder 14% auf die Persönliche Sprechstunde.
Der Aufwand stieg um 29 Mio. Fr. oder 4% auf 814 Mio. Fr. an. Die grössten Aufwandpositionen waren der Personalaufwand und der medizinische Bedarf.
Der durchschnittliche Stellenbestand erhöhte sich um 90 auf rund 4900 (+2%). Der starke Anstieg der Vorjahre konnte dadurch etwas verlangsamt werden.
Dagegen hielt der überdurchschnittlich hohe Wachstumstrend bei den Medikamenten und dem medizinischen Bedarf praktisch unvermindert an. Dieser Aufwand stieg im Jahr 2003 erneut um 6% auf 169 Mio. Fr. Die Einführung neuer, wirksamer und teilweise auch sehr kostenintensiver Medikamente und medizinischer Materialien belastet die Spitalrechnung in immer grösserem Ausmass.
Die Abgeltungen der Universität Zürich für Aufwendungen im Bereich Lehre und Forschung betrugen rund 66 Mio. Fr. Der grösste Teil (49 Mio. Fr.) wird nicht als Ertrag, sondern als Aufwandminderung beim Personal verbucht.
Der Staatsbeitrag des Kantons Zürich belief sich auf 288 Mio. Fr., das sind 23 Mio. Fr. oder 9% mehr als im Vorjahr. Neben der gesetzlichen Pflicht zur Mitfinanzierung der stationären Grundversorgung werden durch den Kanton zusätzliche Leistungen nachgefragt und über ein Globalbudget abgegolten. Dazu gehören die Vorhalteleistungen im Notfall während 24 Stunden und 365 Tagen, nicht gedeckte Kosten in der ambulanten Versorgung, Leistungen im Bereich Aus-, Weiterbildung, Lehre und Forschung sowie die Abschreibungen und Zinsen zur Finanzierung der Investitionen.
Unter Berücksichtigung des Staatsbeitrages schliesst die Rechnung 2003 mit einem Verlust von 1.7 Mio. Fr. (Vorjahr -1.9 Mio. Fr.).