Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004
Jahresbericht 2002 | Jahresbericht 2003
Departemente, Kliniken und Institute
Institut für Anästhesiologie
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für physikalische Therapie
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Zahlen und Fakten
Institut für Anästhesiologie

Institut für Anästhesiologie

Prof. Dr. med. Thomas Pasch Institutsdirektor

Das klinische Leistungsspektrum der Anästhesiologie umfasst die Durchführung von Anästhesien für operative und diagnostische Eingriffe mit Vor- und Nachbetreuung, die Intensivtherapie schwerstkranker Patienten, den Wiederbelebungs- und Notarztdienst und die Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Hochstehende klinische und experimentelle Forschung ist dabei eine unabdingbare Voraussetzung für die ständige Verbesserung der Qualität. Aktuelle Schwerpunkte der Aktivitäten werden ausführlicher beschrieben.

 

Klinische Tätigkeit

Dienstleistungen
Thomas Pasch

Anästhesien für Operationen, diagnostische oder interventionelle Eingriffe erforderten insgesamt 63’228 Arbeitsstunden, was einer Abnahme von 3,5% entsprach. Diese war dadurch bedingt, dass die pro Patient aufgewendete mittlere Betreuungszeit auf 175 Minuten zurückging. Dies ist grossenteils als Konsequenz der verbesserten Abläufe infolge des überall eingeführten OP-Managements zu werten, wodurch «unproduktive» Wartezeiten verkürzt werden. Nicht berücksichtigt ist hierbei die Betreuung und Behandlung der Patienten vor und nach der Anästhesie. Hervorgehoben sei, dass all diese Aufgaben von Teams geleistet wurden, bestehend aus Anästhesieärzten und Anästhesiepflegefachleuten, aus Lehrenden und Lernenden, und dass diese Zusammenarbeit wie schon in den Vorjahren hervorragend war.

Anästhesieteam im OPS F

Die an sich erfreuliche leichte Verkürzung der Betreuungszeiten ging mit einer geringfügigen Zunahme der Zahl der durchgeführten Anästhesien einher. Die erbrachten Leistungen nahmen vor allem für die Kliniken für Viszeral-, Thorax- und Kieferchirurgie sowie Gynäkologie, Geburtshilfe und Urologie zu. Einen sehr deutlichen Rückgang gab es nicht unerwartet in der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie, und auch in der Augenklinik waren weniger Patienten zu betreuen. Die Auslastung der Aufwachräume («post-anesthesia care units») im Hoer F und Nord2 C nahm wiederum zu. Neu wurde der Aufwachraum Nord1 E von der Anästhesie betreut. Die Zahl der Patienten in der rund um die Uhr betriebenen Aufwachstation der Notfallstation blieb gleich. Der Leistungsumfang in der ausserklinischen Notfallmedizin (Rettungshelikopter der Rega, Notarztwagen der Sanität Zürich) entsprach mit einer Abnahme von 3,1% nahezu dem des Vorjahrs. 

Spezielle Bereiche
Peter Biro

Der Aufwachraum Nord1 E (vormals AWR Gynäkologie) mit sechs Überwachungsplätzen wurde vollständig in die Struktur des Instituts eingegliedert und wird nur noch mit Anästhesie-Pflegekräften betrieben. Ausserdem steht dieser Aufwachraum jetzt auch für Patienten der Urologischen Klinik zur Verfügung. Damit kann die interdisziplinäre Überwachungststation Nord1 C mehr für Patienten, die eine längere und intensivere Überwachung benötigen, genutzt werden. In der geburtshilflichen Anästhesie wurde die bisher praktizierte Methode der epiduralen Analgesie für Spontangebärende in drei verschiedene Varianten aufgesplittet, was eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse der Gebärenden erlaubt. Insbesondere wird damit die Bewegungsfreiheit der Gebärenden verbessert (Stichwort «walking epidural»), und man kann sich damit besser auf den aktuellen Geburtsverlauf einstellen.

Kardioanästhesie
Edith R. Schmid

Die Gesamtzahl der Eingriffe ist deutlich zurückgegangen. Die Anzahl der an der Herzlungenmaschine (HLM) durchgeführten Eingriffe nahm sogar um 24% ab. Diesem Rückgang liegen verschiedene Ursachen zugrunde: Einerseits ist weltweit ein Rückgang an herzchirurgischen Eingriffen zugunsten von semi-invasiven, kathetertechnischen Eingriffen zu verzeichnen. Diesen Trend, der bereits seit einigen Jahren bemerkbar ist, können wir auch am USZ verfolgen. Hinzu kommen aber noch andere Gründe: In den Sommermonaten verzeichnete man nach der in den Medien weitherum beachteten Komplikation im Rahmen einer Herztransplantation, bei der einer Empfängerin ein unverträgliches Spenderherz implantiert wurde, eine markante Abnahme der Zuweisungen durch die Primärspitäler und die zuweisenden Spezialisten. Der altersbedingte Rücktritt des Klinikdirektors der Herz- und Gefässchirurgie Prof. Marko Turina auf Ende des Sommersemsters brachte wegen der sich hinziehenden Nachfolgeregelung ebenfalls keine sofortige Besserung dieser Situation. Als letzter und wohl wichtigster Punkt ist der Wechsel der pädiatrischen Kardiochirurgie vom USZ ins Kinderspital am Jahresbeginn zu erwähnen. Damit gingen dem USZ fast ein Drittel an Operationen an der Herzlungenmaschine verloren (im Vorjahr wurden 227 von 951 Operationen an der HLM bei Kindern durchgeführt). Die dadurch am USZ freigewordenen Operationssaalkapazitäten konnten vor dem obgenannten Hintergrund verständlicherweise nicht auf einen Schlag kompensiert werden. Lässt man die kinderherzchirurgischen Eingriffen ausser Acht, beläuft sich der Rückgang der Herzeingriffe von 840 auf 808 auf lediglich 3,8%.

Beim Rückgang der Eingriffe mit HLM von 951 im Vorjahr auf 718 ist neben dem Rückgang aller Subgruppen (Koronarchirurgie: 262 vs. 302; kombinierte Klappen- und Koronargefässeingriffe: 142 vs. 182) ein Anstieg der isolierten Klappenvitien bemerkenswert, nämlich von 177 im Vorjahr auf 214 (+20%). Auch bei den koronaren Operationen ohne HLM (sogannte Off-pump-Eingriffe) gab es einen Rückgang auf 90 Eingriffe gegenüber 116 im Vorjahr (-22%).

Bemerkenswert ist hingegen ein markanter Anstieg der durch die Kardioanästhesie getätigten Anästhesien für Gefässeingriffe. Hier kam es insgesamt zu einem Anstieg um 69% (von 172 auf 291), mitbedingt durch die Umstrukturierung der Operationssaalverteilung nach Weggang der Kinderherzchirurgie. Die Zahl der Sekundäreingriffe auf der Intensivstation, die neben Rethorakotomien und Thoraxrevisionen auch IABP-Einlagen und Tracheotomien umfassen, hat erfreulicherweise von 226 auf 145 (-36%) deutlich abgenommen. Hingegen haben die Elektrokonversionen für die Medizinische Klinik/Poliklinik mit 68 gegenüber 57 Anästhesien um 19% zugenommen. Die Anästhesien für die Einlage von Schrittmachern und automatischen implantierbaren Cardiodefibrillatoren nahmen von 351 auf 314 ab.

Elektiv erfolgten 85% und notfallmässig 15% der Operationen. Die Dauer der Anästhesien nahm gegenüber den letzten Jahren signifikant ab: die Anästhesiedauer betrug 2003 total 9110 Stunden und 2004 noch 7913 Stunden
(-13%). Dieser Wert korreliert in etwa mit der Operationsdauer (5’037 vs. 5’869, -14%) und entspricht einem unveränderten Verhältnis Operationsdauer zu Anästhesiedauer von 1:1,6. Die durchschnittliche Anästhesiedauer pro Operation sank von 4,53 auf 4,24 Stunden (-6%).

Es wurden insgesamt 689 Pulmonaliskatheter eingelegt. Dies sind 106 weniger als im Vorjahr (795, -13%). Setzt man diese Zahl in Relation zu den eigentlichen kardiochirurgischen Eingriffen bei Erwachsenen, so ergibt dies einen Anteil von
85% (im Vorjahr 94%). Dieser Rückgang ist vor allem auf vermehrte Kostenüberlegungen zurückzuführen. Die 2004 durchgeführten transösophagealen Echokardiographien (TOE) entsprechen der Gesamtzahl der im Operationstrakt durchgeführten kardiochirurgischen Eingriffe und sanken mit 813 gegenüber dem Vorjahr (1’173) um 30%. Der Hauptanteil davon fiel auf Untersuchungen im OP-Trakt (777). Auf der Intensivstation haben die Oberärzte der Kardioanästhesie 46 TOEs durchgeführt.

Kardiochirurgische Intensivstation
Edith R.Schmid

Es wurden total 1’012 (im Vorjahr 1’196) Patienteneintritte (-14.6%) registriert. Davon betrafen 87 bzw. 8,5% Übernahmen von der peripheren Pflegestation entweder zur präoperativen Einlage einer IABP oder Rückverlegungen. Der Anteil der rückübernommenen Patienten betrug 28 bzw. 2,8% (im Vorjahr 3,5%). Das durchschnittliche Alter der Patienten (ohne Kinder unter 16 Jahren) betrug 64,6 (im Vorjahr 63,0) Jahre. Es wurden insgesamt 3’059 Patiententage und 1’518 Beatmungstage mit einer mittleren Beatmungsdauer von 1,5 Tagen/Patient registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug wie im Vorjahr 3,2 Tage.
Von den 1001 Erwachsenen (im Vorjahr 966) wurden 868 (87%) regulär auf die Abteilung des USZ verlegt (im Vorjahr 81%); 95 Patienten bzw. 9,5% (im Vorjahr 15,6%) mussten auf eine andere Intensivstation innerhalb des USZ oder eine Intensivstation auswärtiger Kliniken verlegt werden. Auf die Intensivstation des Kinderspitals wurden 8 (im Vorjahr 217) Kinder verlegt. Ab Mitte Januar startete die Kinderherzchirurgie im Kinderspital, die fachliche und akademische Leitung obliegt weiterhin Prof. E.R. Schmid.

Schmerzsprechstunde und -konsilien
Monika Jaquenod

Eine gute Versorgung der Schmerzpatienten im Universitätsspital erfordert stetige Anpassungen des therapeutischen Angebotes, gute Zusammenarbeit im Team und den engen interdisziplinären Austausch. Im Jahr 2004 konnten wir auf einigen Ebenen Fortschritte erzielen. Wenige, doch zeitintensive administrative
Programmierung einer im Bauchfett liegenden Schmerzpumpe durch Dr. Monika Jaquenod
Umstrukturierungen wurden vorgenommen. Zusammen mit PD Dr. Heiko Sprott und Dr. Pius Brühlmann, Klinik für Rheumatologie und Institut für Physikalische Medizin, wurde die Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulenschmerzen erweitert: Unter dem Bildverstärker werden diagnostische und therapeutische Faszettengelenksblockaden und Wurzelblockaden durchgeführt. Dieses  erweiterte Angebot konnte durch die fachliche Unterstützung von Dr. Armin Aeschbach realisiert werden, der neu zum Schmerzteam hinzukam und spezielle Qualifikationen in der interventionellen Schmerztherapie hat. Die kollegiale Atmosphäre Im Team führte zu einer hohen Arbeitsmotivation, die gerade bei schwierigen Schmerzpatienten eine grosse Hilfe darstellt. Die verbesserte Zusammenarbeit mit dem akuten Schmerzteam war nicht nur für die Patientenversorgung entscheidend, sondern war für das gegenseitige Teaching von grosser Bedeutung. Insgesamt wurden 7,5% mehr Patienten betreut als im Vorjahr. Die Oberärztinnen Dr. Beatrice Schaeppi und Dr. Monika Jaquenod nahmen regelmässig an den Visiten der Palliativstationen der Radio-Onkologie und der Gynäkologie teil. Daneben wurden Karzinompatienten und andere komplexe Schmerzpatienten auf anderen Stationen, zum Beispiel Chirurgie, Urologie, Innere Medizin, Dermatologie und ORL, betreut. Bei komplizierten Schmerzpatienten erfolgten zum Teil mehrmals täglich Visiten.

Im Rahmen des «fit!»-Projektes ist der Schalter für ambulante Patienten im Nordtrakt 2 aufgelöst worden. Diese Aufgabe wurde vom Schalter der Urologischen Poliklinik übernommen. Diese Lösung bringt für die Patienten Vorteile, für die Mitarbeiter der Schmerzambulanz kam ein administrativer Mehraufwand hinzu, der sich aber dank Einsatz und Flexibilität bewältigen liess. Die engen räumlichen Verhältnisse mit einem sehr kleinen und einem mittelgrossen Sprechzimmer und einem nur an einem Tag pro Woche zugesicherten Aufwachraumplatz machen die Alltagsarbeit oft beschwerlich: Patienten müssen in den Gängen hinter einem Paravent monitorisiert werden, was den Patientenkomfort senkt und die Abläufe unproduktiver macht. Im nächsten Jahr zeichnet sich in dieser Hinsicht eine Verbesserung ab.

Projekte innerhalb der klinischen Tätigkeit

OP-Management
Christoph Nöthiger

Im Jahre 2001 begann mit externer Unterstützung durch die Firma Kienbaum die Betriebsanalyse und -optimierung des USZ, das Projekt «fit!». Als ein Teilprojekt wurde ein «OP-Projekt» gestartet. Dessen Hauptziele waren eine bessere und ausgewogenere Auslastung der OP-Bereiche, eine optimierte Abstimmung der Abläufe unter den verschiedenen Berufsgruppen und durch bedarfsgerechten Einsatz der Mitarbeiter auch eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen. Dazu mussten zuerst klare Organisationsregeln erstellt werden, die in verpflichtenden Betriebsreglementen für alle OP-Bereiche zusammengefasst wurden. Wesentliche Elemente waren Vorgaben zu den Betriebszeiten und
-abläufen, der Einführung von OP-Koordinatoren und Controllingmechanismen. Die Details sind im Bericht der Ärztlichen Direktion beschrieben.

Forschung
Thomas Pasch

Wichtige klinische Forschungsprojekte waren Studien zur Hämodynamik und Gehirnfunktion während und nach Operationen mit der Herzlungenmaschine, perioperative Myokardprotektion, perioperativer Einsatz der transösophagealen Echokardiographie, Sicherheit und Zuverlässigkeit apparativer Methoden, Atemwegsmanagement und Ergonomie am Arbeitsplatz. Experimentelle Untersuchungen, die in Labors des Physiologischen und des Pharmakologischen Instituts im Irchel durchgeführt wurden, befassten sich mit der Rolle von Adhäsionsmolekülen bei akuter Lungenschädigung und den Mechanismen einer Protektion und Präkonditionierung des Myokards durch Anästhetika. Es wurden 27 wissenschaftliche Arbeiten und Übersichten publiziert, zwei medizinische und eine naturwissenschaftliche Dissertation abgeschlossen. Dr. Beatrice Beck Schimmer hielt am 10. Januar, Dr. Michael Zaugg am 10. Mai die Antrittsvorlesung als Privatdozent.

Experimentelle Anordnung für die Untersuchung des isolierten und perfundierten Rattenherzens. Diese Präparation erlaubt die Online-Messung von physiologischen Parametern und das Asservieren von Gewebe nach den Experimenten zur molekularbiologischen Analyse (gene chip analysis, proteomics).

Weiter- und Fortbildung
Peter Biro

Die wöchentliche Mittwochsfortbildung unter dem Reihentitel «Aktuelle Probleme und Seminarien in Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin» wurde vermehrt via Videokonferenz in auswärtige Spitäler übertragen. An manchen Terminen waren bis zu 10 teilnehmende Spitäler zugeschaltet, was mehr als eine Verdoppelung der Teilnehmerzahl gegenüber früher bedeutet. Gleichzeitig werden die Vorträge aufgezeichnet und für eine spätere Verwendung archiviert. Mit Unterstützung eines Sponsors aus der Pharmaindustrie wurde mit den Vorbereitungen zum Anlegen einer interaktiven internetbasierten Vortragsbibliothek begonnen, welche auf diesen Aufzeichnungen beruhen wird.

Lehre
Peter Biro

Schematische Darstellung der motorischen Endplatte aus dem Anästhesiologieprogramm der Virtuellen Ausbildungsplattform Medizin (VAM) for Medizinstudierende.

Im Wintersemester 2004/05 wurde zum ersten Mal das E-Learning-Modul «Anästhesiologie Online» als Teil der «Virtuellen Ausbildungsplattform Medizin (VAM)» aufgeschaltet und im Unterricht der Studierenden des 4. Jahreskurses verwendet. «Anästhesiologie Online» ist parallel zur Vorlesung «Anästhesiologie und Wiederbelebung» angelegt und liefert den Studenten nützliche Skripte, konzise Zusammenfassungen, Dokumentationen und interaktives Material als Ergänzung (und nicht als Ersatz) für die Vorlesung. Die Inhalte von «Anästhesiologie Online» werden kontinuierlich betreut, ausgebaut und aktualisiert.

 

 


Kongresse und Symposien

Mitglieder des Instituts haben auf Einladung zahlreiche Vorträge bei lokalen, nationalen und internationalen Kongressen gehalten. Dr. Dominique Bettex war Mitorganisatorin des Schweizerischen Echokardiographie-Kurses, der unter dem Patronat der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation in Sigriswil veranstaltet wurde.

Öffentlichkeitsarbeit

Neue Homepage
Johannes Wacker

Erste Vorstellungen waren bereits vor mehreren Jahren entstanden. Konkrete Projekte konnten aus verschiedenen Gründen zunächst nicht umgesetzt werden. Erneute Ideen zu einer institutseigenen Website nach einem Entwurf von Dr. Patrick Herrmann im Herbst 2001 erhielten einen wesentlichen Auftrieb durch den Beschluss der Spitalleitung, den Internetauftritt des Universitätsspitals unter der Leitung der Geschäftsstelle E-Health neu zu gestalten. Professionelle Unterstützung durch diese Stelle und die Firma Futurecom Interactive AG ermöglichte es, die Arbeit an der Website für unser Institut auf inhaltliche und gestalterische Gesichtspunkte zu konzentrieren. Ein für das ganze USZ entwickeltes, benutzerfreundliches Programm (Content Management System, CMS) erlaubt auch weiterhin eine einfache Wartung der Website. Verschiedene Beiträge wurden von den Mitarbeitern des Instituts beigesteuert, insbesondere konnte eine Verlinkung mit der bereits fertiggestellten Homepage des Schmerzambulatoriums vorgenommen werden. Die Hauptarbeit bestand darin, die vielfältigen Einrichtungen sowie klinischen, akademischen und administrativen Aktivitäten des Instituts in Text und Bild für das Internet darzustellen. Im April konnte die Homepage mit über 80 einzeln gestalteten Seiten zuzüglich einer umfangreichen Ausstattung in Form von Bildmaterial und Texten in pdf-Format aufgeschaltet werden (http://www.anaesthesie.unispital.ch/). Die Homepage wird ihrem Wesen nach weiterhin ein «Work in Progress» bleiben, das laufend kleine Veränderungen und Updates erfährt. Geplant sind die Repräsentation weiterer Bereiche und Aktivitäten des Instituts sowie zusätzliche Funktionalitäten wie z.B. ein passwortgeschützter Informationsbereich für Mitarbeiter.

 
Ausschnitt aus der neu gestalteten Website des Instituts.

Pflegedienst
Rolf Heller

Die Erhaltung der Qualität innerhalb der pflegerischen und medizinischen Aufgaben des Pflegedienstes Anästhesie sowie die kontinuierliche Förderung und Verbesserung auf beiden Gebieten war einer unserer Schwerpunkte. Dabei wurden sowohl spezifische Eigenheiten der einzelnen OP-Bereiche wie selbstverständlich auch die Vorgaben der Spitalleitung berücksichtigt (Prozessoptimierung, bedarfsgerechter Mitarbeitereinsatz und bedarfsgerechte Ressourcenverteilung).

In allen OP-Bereichen ausser dem Notfall-OP wurde ein professionelles Controlling mit dem Ziel einer ausgewogenen OP-Auslastung und -Planung durch klare Organisationsregeln installiert. Die Einführung der Leistungserfassung für teilstationäre Patienten mittels TARMED konnte zur Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen werden. Die allgemeine Zunahme von anästhesiologischen Leistungen ausserhalb der OP-Bereiche wie Röntgen, Nuklearmedizin, Radio-Onkologie, PET, MRI, insbesondere auch der Einsatz an abgelegenen, nicht für Anästhesien ausgestatteten Orten erforderten sehr viel Flexibilität und eine hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten.

Um neue Richtlinien zur Aufbereitung und Aufbewahrung von flexiblen Bronchoskopen umszusetzen, entwickelte Claudia Stoll in enger Zusammenarbeit mit einer auf Beatmungszubehör spezialisierten Firma ein für das Institut neues System des Brochoskophandlings bis zur hängenden Bronchoskopaufbewahrung. Ausserdem konnte für die Aufbereitung der neuen Lagerhülsen in der Bronchoskopwaschmaschine eine kostengünstige und arbeitszeitsparende Lösung gefunden werden. Die Spitalhygiene begleitete den Ablauf der neuen Arbeitsprozesse und überprüfte die Ergebnisse der Aufbereitung bakteriologisch.

Personelles
Thomas Pasch

Prof. Thomas Pasch war als Ärztlicher Direktor Mitglied der Spitalleitung des USZ und Prodekan Klinik der Medizinischen Fakultät. Er war Präsident der European Academy of Anaesthesiology und wurde zum Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation für die Amtsdauer 2005/06 gewählt. Prof. Edith R. Schmid trat im Berichtsjahr als Past-President, Honorary Secretary und Foreign Affairs der European Association of Cardiothoracic Anaesthesiologists zurück. Sie blieb im Board der European Workgroup of Cardiothoracic Intensivists, einer Arbeitsgruppe der European Society of Intensive Care Medicine, und in der eidgenössischen Rekurskommission für Forschungsförderung des Eidgenössischen Departements des Inneren. Das Präsidium der Ethik-Kommission (spezialisierte Unterkommission Chirurgie/Anästhesiologie/Pathologie) des USZ, das sie seit 1998 innehatte, übergab sie Ende Februar an Prof. Renate Huch. PD Dr. Peter Biro amtete als Präsident der European Society for Jet Ventilation, Dr. Lion Bernoulli als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin und Dr. Martin Brüesch als Präsident des Swiss Resuscitation Council.

Dr. Thomas Hegi, Oberarzt, wurde auf den 1. Mai zum Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin des Spitals Limmattal in Schlieren gewählt. Im Rahmen des zu Jahresbeginn erfolgten Transfers der Kinderherzchirurgie vom USZ ins Kinderspital wurde Dr. Christoph Bürki, langjähriger Oberarzt Kardioanästhesie, zum Leitenden Arzt für die pädiatrische Kardioanästhesie ans Kinderspital gewählt. Dr. Christian Falk, Oberarzt Kardioanästhesie, wechselte in die Zentrale Informatik des USZ,
Dr. Elisabeth Ecknauer und Dr. Sabine Serena, Oberärztinnen Kardiochirurgie, in Privatspitäler. Alle konnten adäquat ersetzt werden. Dr. Andrea Lassnig, vorher langjährig an der Universitätsklinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin Wien tätig, wurde am 1. März Oberärztin der Kardioanästhesie und konnte sich an der Medizinischen Universität Wien habilitieren.

Auszeichnungen

PD Dr. Michael Zaug erhielt den Pfizer Forschungs-Preis Herzkreislauf und den Habilitationspreis 2004 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung. Der Abbott-Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation für die beste im Vorjahr publizierte wissenschaftliche Arbeit wurde Dr. Lilly Madjdpour, PD Dr. Beatrice Beck Schimmer et al. zuerkannt. Anlässlich ihres Jahreskongresses zeichnete die Gesellschaft die Arbeitsgruppe Dr. Rafaela da Silva, PD Dr. Michael Zaugg et al. mit einem Posterpreis aus.

Eckdaten
Kennzahlen
Das Tätigkeitsspektrum des Instituts umfasst Anästhesien für alle Fachgebiete mit prä- und postoperativer Betreuung, Beteiligung an der Intensivtherapie, Behandlung akuter und chronischer Schmerzen, Notarztdienst (Rettungshelikopter und Notarztwagen), Aus-, Weiter- und Fortbildung von Medizinstudenten, Ärzten und Pflegefachleuten sowie experimentelle und klinische Forschung.

Anästhesien

 21’678

Aufwachstationen 

4

Intensivstation 

1

Konsultationen Schmerzambulanz 

2’889

Sonstige klinische Einsätze 

2’670

Ausserklinische Notarzteinsätze 

1’337

Forschungsschwerpunkte
Überwachung der Hirnfunktion und Anästhesietiefe in der Herzchirurgie, transösophageale Echokardiografie, angewandte Pharmakologie, Hämodynamik, Atemwegsmanagement, neue Überwachungsverfahren, Ergonomie am Arbeitsplatz, molekulare Mechanismen von Lungenschädigungen, perioperative Protektion und Präkonditionierung des Myokards.

Prof. Dr. med.
Edith R. Schmid Abteilungsleiterin Kardioanästhesie
PD Dr. med.
Peter Biro
Leitender Arzt
Dr. med.
Martin Brüesch
Leitender Arzt
PD Dr. med.
Marco P. Zalunardo
Leitender Arzt
Dr. med.
Monika Jaquenod
Oberärztin Leiterin Schmerzsprechstunde
Rolf Heller
Leiter Pflege
Patrick Kaufmann
Klinikmanager


Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich