Angiologie
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Prof. Dr. med. Renate Koppensteiner Abteilungsleiterin |
Im Jahr 2004 konnte die Abteilung Angiologie neue Räume im Rämitrakt beziehen, wodurch die Ablauforganisation für Patienten und Mitarbeitende wesentlich erleichtert wurde. In der Dienstleistung wurden kathetertechnische Eingriffe peripherer Arterien vermehrt ambulant durchgeführt.
Die Zahl der Duplexsonographien sämtlicher Gefässregionen hat stark zugenommen, die Nachfrage nach diesen Untersuchungen ist weiterhin im Ansteigen. In der Forschung standen Untersuchungen des «Wall Shear Stress» in verschiedenen Gefässregionen im Vordergrund, eines der Projekte wurde mit dem Preis der «International Union of Angiology» ausgezeichnet.
Dienstleistung
Im Jahr 2004 konnte die Abteilung Angiologie - nach mehreren Jahren in einem Provisorium - neue, definitive Räume im Rämitrakt beziehen, wodurch die Ablauforganisation für Patienten und Mitarbeiter wesentlich erleichtert wurde. Die Zahl der farbkodierten Duplexsonographien arterieller und venöser Gefässe hat stark zugenommen (500 Untersuchungen mehr als im Jahr 2003); dies unterstreicht den steigenden Bedarf an nicht-invasiven Untersuchungsmethoden von Gefässen. Auch der Pikettdienst wird überwiegend für Duplexsonographien ausserhalb der regulären Dienstzeiten in Anspruch genommen. Der Bereich interventionelle Angiologie weist konstant hohe Zahlen auf, vermehrt wurden im Jahr 2004 kathetertechnische Eingriffe auch ambulant durchgeführt.
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| Dilatative Angiopathie femoro-popliteal vor und nach Implantation eines Stentgrafts. |
Forschung
Forschungsschwerpunkte waren Messungen des «Wall Shear Stress» in verschiedenen Gefässregionen mittels Magnetresonanz und Duplexsonographie.
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| Local change of velocity dv/dx (1/sec) in the superficial femoral artery of a healthy subject (left) and a patient with atherosclerotic disease (right). |
Einerseits wurde der «Wall Shear Stress» im Zusammenhang mit der Entwicklung von Restenosen nach Katheterinterventionen peripherer Arterien untersucht, andererseits als Risikofaktor für die Entwicklung atherosklerotischer Veränderungen.
Fortgesetzt wurden mehrere Projekte aus dem Bereich Ultraschall (Messung der Intima-Media-Dicke an der A. carotis und der Endothelfunktion an der A. brachialis bei Patienten mit Atherosklerose im Zusammenhang mit verschiedenen Therapien).
Weitere Forschungsschwerpunkte waren wie bisher die Untersuchung von Prädiktoren der Entwicklung von Restenosen nach Kathetertherapien, der Rolle entzündlicher Veränderungen bei der Entwicklung der chronisch venösen Insuffizienz, Projekte im Bereich Mikrozirkulation und Hämorheologie sowie die morphologische und funktionelle Beurteilung von Gefässen mit Ultraschall im Langzeitverlauf. Eine grosse, randomisierte Studie zur Evaluation von niedermolekularen Heparinen in der Prävention von Restenosen konnte abgeschlossen werden. Ebenso wurde eine internationale Multi-Center-Studie zur Wirksamkeit von Diosmin bei chronisch-venöser Insuffizienz abgeschlossen.
Im Jahr 2004 konnte die Abteilung zahlreiche Arbeiten, z.T. in angiologischen Top-Zeitschriften, publizieren.
Aus-, Weiter- und Fortbildung
Auch in diesem Jahr waren die Mitarbeiter der Abteilung an nationalen und
Internationalen Kongressen mit zahlreichen Präsentationen vertreten. Für die Präsentation der Arbeit «High Wall Shear Stress Measured by Magnetic Resonance is a Predictor of Restenosis in the Femoral Artery after Balloon Angioplasty» am Weltkongress der Angiologie im Mai 2004 in Rom erhielt Frau PD Dr. Amann-Vesti den 1. Preis der «International Union of Angiology».
Nach Organisation der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Mikrozirkulation im Februar 2004 wurde Frau Amann-Vesti zur Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Mikrozirkulation gewählt.
Insgeamt wurden 6 Dissertationen betreut.
Personelles
Dr. Beatrice Amann-Vesti, OA, wurde nach erfolgreich abgeschlossenem Habilitationsverfahren im Frühjahr 2004 zur Privatdozentin ernannt und per 1.4. 2005 zur Leitenden Ärztin gewählt. Frau Dr. J. Dörffler-Melly, derzeit OA an der Abteilung Angiologie in Bern, wird ab 1.4. 2005 als OA das Team verstärken.
Prof. Renate Koppensteiner erhielt einen Ruf an die Medizinische Universität Wien.
Publikationen