Gastroenterologie und Hepatologie
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Prof. Dr. med. Michael Fried Abteilungsleiter |
Klinische Tätigkeit
Die Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie hat auch im Jahr 2004 das bereits grosse diagnostische und therapeutische Spektrum um einige Neuerungen erweitert.
In der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik wurde die dynamische Messung der Magenentleerung mit stabilen Isotopen für flüssige und feste Mahlzeiten etabliert und validiert. Diese Methode liefert wichtige Erkenntnisse in der Diagnostik unterschiedlichster Ursachen von Magenentleerungsstörungen und ermöglicht so gezielte Therapieansätze. Ebenfalls neu eingeführt wurde die Latenzzeitmessungen des Nervus pudendus. Beide Verfahren dienen z.B. der Diagnostik polyneuropathischer Veränderungen und stehen ab sofort routinemässig zur Verfügung.
Die Sprechstunde für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) wurde personell verstärkt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Chemie beim therapeutischen Drug Monitoring wurde intensiviert und resultiert in einer deutlich gesteigerten Medikamentensicherheit für IBD-Patienten. In diesem Patientenkollektiv wurden auch klinische Studien zur Wirksamkeit von TNF-Antagonisten bei Patienten mit Colitis ulcerosa durchgeführt. Hier zeigten sich vielversprechende Ergebnisse, die der Behandlung von IBD-Patienten auch in Zukunft wichtige Impulse verleihen dürften.
Das hepatologische Team wurde personell durch einen Oberarzt verstärkt. Diese Entwicklung trägt dem dauerhaft hohen Andrang an Patienten mit Hepatopathien und dem stetigen Ausbau der Lebertransplantation Rechnung. Das umfangreiche diagnostische Angebot mit kontrastverstärkter Sonographie zur Tumordiagnostik wird uneingeschränkt fortgeführt. Die enge Zusammenarbeit mit der Viszeralchirurgie, der interventionellen Radiologie und der Lebertransplantation hat sich hier sowohl diagnostisch wie auch therapeutisch in besonderem Masse bewährt.
Forschung
Im Bereich der Grundlagenforschung wurden die molekularen Mechanismen, über welche Medikamente die Genexpression in der Leber und im Darm beeinflussen, weiter charakterisiert.
In der Funktionsdiagnostik konnten spezifische Mechanismen der gastroduodenalen Koordination in unterschiedlichen Situationen mit 3D-Volumetrie untersucht und aufgeklärt werden.