Universitäres Zentrum für Labormedizin und Pathologie (UZL)
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Prof. Dr. Edgar Hänseler Leiter Geschäftsstelle UZL | Vorsitzender UZL in der Berichtsperiode: Prof. Dr. A. von Eckardstein
Stellv. Vorsitzender UZL in der Berichtsperiode: Prof. Dr. E. Böttger
Leiter Geschäftsstelle UZL: Prof. Dr. E. Hänseler
Der im Rahmen des Sanierungsprogramms04 gestartete Prozess des Abbaus von Doppel-spurigkeiten konnte im Wesentlichen abgeschlossen bzw. fertig geplant werden. Den internen und externen Auftraggebern wurde mit dem UZL-Analysen-Auskunftssystem eine neue, zentrale Datenbank zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe ein Auftraggeber für alle Fachgebiete rasch wesentliche Informationen im Bereich Präanalytik, Analytik und Klinik findet.
Die Kooperationen mit externen Auftraggebern konnten weiter ausgebaut werden. Daraus resultierend ist die Zahl der durch den UZL-Kurierdienst einsammelten Proben nach wie vor steigend, während die Aufwendungen nur geringfügig zunahmen.
Im Rahmen des von der Spitalleitung in Auftrag gegebenen Gesamt-Projektes «USZ-Labormedizin» wurden die Projekte «Fusion-MOLIS-Datenbanken» und «PIDE» (Positive Probenidentifikaton) gestartet.
Bearbeitete Geschäfte 2004
Abbau von Doppelspurigkeiten Im Rahmen des Sanierungsprogramms04 wurden die Diskussionen abgeschlossen, die zum Ziel hatten, Doppelspurigkeiten abzubauen. Durch Zusammenlegungen oder Verlagerungen von Leistungen konnten 3.2 Stellen eingespart werden. 0.5 Stellen wurden der Abteilung Klinische Immunologie für die Übernahme der Allergologie zugesprochen.
Informations- und Auskunftssystem Die Arbeiten zum UZL Informations- und Analysen-Auskunftssystem wurden abgeschlossen. Via Homepage des UZL können Informationen wie: Analysenspektrum, Verantwortlichkeiten, Öffnungszeiten etc. aller Kern-Institutionen und Speziallaboratorien des UZL abgerufen werden. Gleichzeitig wurde die Datenbank des UZL-Analysen-Auskunfts-Systems in Betrieb genommen und den Benützern zugänglich gemacht.
Interdisziplinäres Notfall-Labor (IDNFL) Das «Interdisziplinäres Notfall-Labor» (IDNFL) hat seinen Betrieb mit zwei Standorten (Standort Institut für Klinische Chemie mit Analytik in den Bereichen: Klinische Chemie, Infektionsserologie, Virologie in Kooperation mit der Abteilung Klinische Immunologie und dem Institut für Virologie; Standort Abteilung Hämatologie mit Analytik in den Bereichen: Hämatologie, Mikrobiologie, in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie) erfolgreich weitergeführt und während des Jahres 620 Aufträge mit über 1600 Analysen durchgeführt.
UZL-Sekretariat Das UZL-Sekretariat wird zunehmend in Anspruch genommen. Es bildet eine Informations- und Auskunftsplattform für all diejenigen Fragestellungen, die nicht auf der elektronischen Datenbank zur Verfügung stehen. Zeitaufwändig ist die korrekte Zuordnung von fehlgeleiteten oder unvollständig beschrifteten Proben. Wichtig ist auch die Betreuung der externen Auftraggeber, sowie des internen und externen Transportdienstes.
Public Relations - Information
UZL-NEWS Die Informations- und Testbroschüre wurde vollständig überarbeitet und in einem neuen Layout an 2200 interne und externe Auftraggeber verteilt. Im Weiteren wurden zwei Ausgaben der UZL-NEWS (Nr. 10 und Nr. 11) erstellt und an 1900 interne und externe Auftraggeber versandt.
UZL-Homepage Die UZL Homepage konnte im Kontext des neuen CI des USZ in Betrieb genommen werden. Damit stehen internen und externen Auftraggebern alle Publikationen des UZL, verschiedene zusätzliche Informationen und ein Link auf das UZL-Analysen-Auskunftssystem in elektronischer Form zur Verfügung.
Probentransport/-verteilung
Externer Probenabholdienst Weiter ausgebaut wurde der externe Probenabholdienst (ausgeführt durch die Firma Citytrans). Es konnten fünf neue externe Auftraggeber gewonnen werden (zwei Privatlabors, zwei Spitäler, eine Arztpraxis), wodurch sich die Zahl der mit dem Abholdienst bedienten Kunden auf 55 erhöhte. Die Zahl der abgeholten Proben erhöhte sich um 12% auf 35801 (Vorjahr 31904), was 2983 Proben pro Monat (Vorjahr 2659) entspricht.
Die Auftraggeber gliedern sich wie folgt: Privatlaboratorien acht; Spitäler neun; Privat-Ärzte 36; Diverse zwei.
Die in Abbildung 1 dargestellte Übersicht zeigt die Zahl der vom externen Probenabholdienst des UZL in den Jahren 2000-2004 eingesammelten Proben. Es ist ersichtlich, dass nach einer anfänglichen Steigerung und einer Konsolidierungsphase im Jahre 2002, nun im Jahre 2004 wieder eine deutliche Zunahme der Probeneingänge verzeichnet werden konnte. Aufgeführt sind im Weiteren die Kosten für den ausgelagerten Transportdienst. In den letzten 3 Jahren ist es erfreulicherweise gelungen, die Aufwendungen trotz einer steigenden Kundenzahl zu stabilisieren.
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| Zahl der durch den Kurierdienst des UZL eingesammelten externen Proben in den Jahren 2000-2004, in Relation zu den durch den Kurierdienst verursachten Kosten. |
Informatik
Konzept der sicheren Befundübermittlung per E-Mail Das Projekt der Arbeitsgruppe «sichere Befundübermittlung per e-Mail» wurde abgeschlossen. Das System ist mit einer hohen Verfügbarkeit in Betrieb.
UZL-Analysen-Auskunftssystem Am 1. November 2004 wurde das UZL-Analysenauskunftssystem aufgeschaltet. Damit ist es internen und externen Auftraggebern möglich, für die im Bereich des UZL angebotenen Analysen in den Fachbereichen Hämatologie, Immunologie, Klinische Chemie, Mikrobiologie und Virologie rasch aktuelle Informationen zur Präanalytik, zur Analytik und zum medizinischen Kontext einzuholen. Insgesamt enthält die Datenbank zur Zeit Informationen zu 1400 Parameter. Durch diese zentrale Datenbank können diverse dezentrale Datenbanken aufgehoben werden.
UZL-Laborinformationssysteme Die Betreuung der Laborinformationssysteme (MOLIS) erfolgt zentral durch die Gruppe «Medizinische Spezialapplikationen». Neu konnte ein Helpdesk und ein Bereitschaftsdienst für die UZL Applikationen eingerichtet werden, sodass rund um die Uhr, wie auch an den Wochenenden ein Notfalldienst erreichbar ist.
Folgende Tätigkeiten der Gruppe UZL-Applikationen sind für das Jahr 2004 erwähnenswert:
- Einführung des Bereitschaftsdienstes (Betreuung ausserhalb der Bürozeit) der Gruppe UZL-Applikationen für die Applikation MOLIS
- Ausbau des Helpdesks für die Applikation PathoPro im Rahmen der verfügbaren Ressourcen.
- Realisierung des Projekts «UZL Auskunftssystem»
- Realisierung des Projekts «Ersatz MOLIS Videoterminals (DEC VT510)» und Einführung des MOLIS-GUI im IKC
- Mithilfe im Projekt «Eindeutige Probenidentifizierung (PIDE)» im IKC
- Mithilfe im Projekt «Fusion/Optimierung MOLIS-Datenbanken (OPTIMO)»
- Mithilfe im Projekt «Update Schnittablagesystem» des Departements Pathologie
- Mithilfe im Projekt «Dermapath» der Dermatologie
- Mithilfe im Projekt «Codierung Labor-Auftragskarten» der Ökonomie
- Upgrade der Applikation MOLIS von Vers.3-Q12 nach Vers.3-Q19 im IKC/AKI
- Realisierung und Betrieb der neuen Befundfolgeordnung (BFO) und Kumulativbefunde im IKC und AKHFusion der Sektoren BI/AS/FC in der Hämatologie
- Aktivierung des neuen KISIM-Kummulativbefunds «Transfusionsmedizin»
- Abbau Onlineanbindung PGP im AKH, Ersatz durch Direktanbindung
- Drucker Modernisierung und Ersatz der alten DEC Terminalserver durch Lantronix Geräte im Rahmen der Netzwerk-Bereinigung
Projekte im Rahmen des UZL
Auftrag der Spitalleitung Die knapper werdenden Ressourcen finanzieller, personeller und räumlicher Natur haben die Spitalleitung veranlasst, im Rahmen des Gesamt-Projektes «UZL-Labormedizin» Optimierungen in verschiedenen Bereichen zu prüfen und zu realisieren. Der Auftrag wurde in sieben Teilprojekte unterteilt, die zeitlich gestaffelt in Angriff genommen werden. Folgende Projektaufträge wurden mit dem Realisierungszeitraum von drei Jahren erteilt:
- Fusion-MOLIS-Datenbanken
- Positive Probenidentifikation (PIDE)
- Umzug Hämostaseologie
- Zentrale Probenannahme, -verteilung
- Core-Laboratorien
- Point-of-Care-Diagnostik
- Umzug Klinische
Immunologie
Aktive Arbeitsgruppen Projekt «Fusion-MOLIS-Datenbanken»: Im Rahmen des Projektes «Fusion-MOLIS-Datenbanken» sollen schrittweise alle MOLIS-Datenbanken zu einer Datenbank fusioniert werden, mit dem Ziel die Voraussetzungen für eine gemeinsame Probenannahme, -verteilung zu schaffen, den Datenaustausch zu verbessern und Wartungskosten zu sparen. Der Projektantrag wird anfangs 2005 fertig gestellt sein, der erste Realisierungsschritt ist für das Frühjahr 2005 geplant.
Projekt «PIDE»: Das Projekt «PIDE» befasst sich mit der positiven Probenidentifikation von Laborproben. Das Projekt wurde im Institut für Klinische Chemie initiiert. Der erforderliche Versionswechsel in der Labor-EDV und die umfangreichen Arbeiten zur Parametrierung des mit der PIDE verknüpften work flow managements wurden durchgeführt. Nach Schulung der Mitarbeiter und Korrekturen letzter Parametrierungsfehler soll PIDE anfangs 2005 im IKC starten. Nach erfolgreichem Start soll PIDE auch auf andere USZ-Labore ausgedehnt werden, zuerst auf die Abteilung Hämatologie. Auch dieses Projekt ist eine unabdingbare Voraussetzung zur Realisierung einer gemeinsamen, zentralen Probenannahme und -verteilung.
Kooperationen
Kooperationen mit Spitälern Das UZL hat mit zwei Spitälern in Kanton Zürich eine engere Kooperation im Bereich der Labormedizin vereinbart. Gespräche mit weiteren Institutionen sind im Gange.
Qualitätsmanagement/-sicherung
Akkreditierung
- Das IKC, die AKI, das IMM und das IMV sind weiterhin nach ISO/EN 17025 akkreditiert.
- Das Institut für Med. Mikrobiologie und das Institut für Virologie haben vom BAG die Bewilligung und Anerkennung zur Durchführung mikrobiologischer Tests, während die Abteilung Klinische Immunologie die BAG-Anerkennung (für den Bereich HIV- und Hepatitisviren gemäss den Gesetzgebungen in der Transfusions- und Transplantationsmedizin) zugesprochen hat.
- Die Abteilung Hämatologie ist im Akkreditierungsprozess weiter fortgeschritten.
Erreichung der gesetzlichen Auflagen durch UZL-assoziierte Laboratorien. Handlungsbedarf besteht vor allem im Bereich der «Point-of-care-Diagnostik» (POCT). POCT in den OP-Sälen, den Intensivstationen und auf den Abteilungen, da in diesen Bereichen Analytik betrieben wird, ohne dass die notwendige Qualitätssicherung gewährleistet ist. Die Abrechnung dieser Leistungen ist ebenfalls nur unvollständig. Durch die Gründung einer Arbeitsgruppe, die sich der POCT-Analytik annehmen wird, will der UZL-Vorstand darauf hinwirken, dass diese Situation rasch verbessert wird. In den vom UZL akzeptierten Speziallaboratorien wird den gesetzlichen Auflagen an die Leiter medizinischer Laboratorien durch Supervision nachgekommen.
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