Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004
Jahresbericht 2002 | Jahresbericht 2003
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Zahlen und Fakten
Dept. Medizinische Radiologie
Institut für Neuroradiologie

Institut für Neuroradiologie

Carotis-Stenting und Hochfeld-Neuro-MR im Mittelpunkt

Prof. Dr. med.
Antonios Valavanis
Institutsdirektor
Die Neuroradiologie blickt erneut auf ein in Dienstleistung, Forschung und Lehre erfolgreiches Jahr zurück. Trotz des sich spürbar verschärfenden Wettbewerbs, blieb die gesamte klinische Dienstleistung des Institutes (Neuro-Bildgebung, neuroendovaskuläre Operationen und Konsilien) bei konstanten Zuweisungsraten von Patienten aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die erfolgreiche klinische Implementierung einer neuentwickelten Stent-Technologie ermöglichte den weiteren Ausbau des Carotis-Stenting. Die Aufrüstung aller Magnetresonanzgeräte auf den neuesten Technologiestand, kam dem hochauflösenden Neuroimaging in Klinik und Forschung zugute. Mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen in führenden Zeitschriften, die Besetzung einer neuen Assistenzprofessur für kognitive Neurowissenschaft und ein weiterer Zuwachs der kompetitiv erworbenen Drittmittel widerspiegeln die weitere Entfaltung der Forschungstätigkeit des Institutes in seinen etablierten Schwerpunkten Neuroimaging und neurovaskuläre Medizin. Das Institut organisierte mehrere internationale Kurse und Symposien, darunter zum 12. Mal den jährlich stattfindenden internationalen Kurs für interventionelle Neuroradiologie erfolgreich durch. Von den akademischen Kadermitarbeitern wurden 60 eingeladene Vorträge an internationalen Kongressen und Kurse gehalten.

Klinische Tätigkeit

Die klinische Tätigkeit des Institutes umfasst einerseits die Durchführung konventioneller, spezialisierter und hochspezialisierter diagnostischer neuroradiologischer Untersuchungen (Neuro-CT inkl. CT-Angiographie und CT-Hirnperfusion, Neuro-MR inkl. MR-Angiographie, Diffusions- und Perfusions-MR, funktionelle MR und MR-Angiographie, Neurosonographie, Neuroangiographie inkl. selektive und superselektive zerebrale, spinale und brachiocephale Angiographien, Myelographie, Dacryocystographie und konventionelle Röntgenuntersuchungen für Patienten der Kliniken und Polikliniken des Klinischen Neurozentrums) und andererseits die Betreuung und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Methoden der interventionellen Neuroradiologie. Mit insgesamt 25’102 neuroradiologischen Untersuchungen, Eingriffen und Konsultationen blieben die im Rahmen der klinischen Tätigkeit im Berichtsjahr erbrachten Dienstleistungen des Institutes gegenüber dem Vorjahr (25’107) praktisch unverändert. Angesichts der sich in letzter Zeit verschärfenden Konkurrenz seitens externer Institutionen sowohl im regionalen als auch überregionalen und ausländischen Umfeld auf den Gebieten der nicht-invasiven Neuro-Bildgebung und der invasiven interventionellen Neuroradiologie, weisen diese Leistungsdaten auf unverändert stabile Zuweisungsraten hin. In diesem Zusammenhang bedarf der Erwähnung, die gegenüber den Vorjahren markante Zunahme um 45% der externen Anfragen um weiterführende Zweitbeurteilung von auswärts angefertigten neuroradiologischen Untersuchungen, ein Service, welcher unentgeltlich und ohne Gegenleistung zugunsten der externen Kollegschaft erbracht wird.


Dienstleistungen der Diagnostischen Neuroradiologie

Mit insgesamt 23’923 durchgeführten diagnostischen neuroradiologischen Untersuchungen blieb die erbrachte Dienstleistung im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (23’892 Untersuchungen) praktisch unverändert. 30% aller Untersuchungen erfolgten an ambulanten und 70% an stationären und Notfall- Patienten.

Neuro-CT
Die neuroradiologische Computertomographie (Neuro-CT) macht mit 43% aller neuroradiologischen Untersuchungen quantitativ den grössten Anteil aus. Dies ist hauptsächlich auf die notfallmässigen CT-Untersuchungen zurückzuführen, die rund 28% aller CT-Untersuchungen ausmachen. Im Berichtsjahr wurden 10’349 Neuro-CT-Untersuchungen durchgeführt, was gegenüber dem Vorjahr (10’718 Untersuchungen) einem leichten Rückgang um 3.4% entspricht. 39.4% aller Neuro-CT-Untersuchungen erfolgten an ambulante Patienten.

Die Dienstleistungsschwerpunkte im Bereich Neuro-CT blieben unverändert, nämlich:

  • Notfall-Diagnostik beim Schädel-Hirn-Trauma
  • Notfall-Diagnostik bei intrakraniellen Blutungen inkl. Subarachnoidalblutung
  • Akut-Diagnostik beim Stroke
  • Darstellung und Quantifizierung von Carotisstenosen vor Carotisstenting
  • Frühpostoperative Kontrolluntersuchungen
  • Hochauflösende Neuro-CT-Untersuchungen im ORL-Bereich, speziell Felsenbein, Schädelbasis, Orbita und Nasennebenhöhlen sowie Hals.

In Zusammenarbeit mit der Firma Siemens wurde das Neuro-CT-Stroke-Protokoll zur multimodalen Abklärung von Stroke-Patienten (Hirnparenchym -CT, CT-Angiographie und CT-Perfusion) optimiert und in die Akut-Diagnostik beim Stroke routinemässig integriert.

Neuro-MR
Die neuroradiologische Magnetresonanz (Neuro-MR) ist aufgrund ihrer hohen räumlichen Auflösung, ihrer hohen Empfindlichkeit im Nachweis von kleinen oder subtilen Veränderungen im Zentralnervensystem und der immer mehr an Bedeutung gewinnenden multimodalen MR-Verfahren das zentrale und wichtigste diagnostische Instrument der Neuroradiologie. Gleichwohl kann das Potenzial dieser Methode in ihrer neuroradiologischen Anwendung am USZ aus Standortgründen nicht voll genutzt werden. Aufgrund der langen Distanzen und der damit verbundenen Risiken in der Überwachung der Patienten während der Transporte von der Neurointensivstation und den Bettenstationen des Klinischen Neurozentrums im Nordtrakt in das MR-Zentrum im Untergeschoss des Hauptgebäudes konnten auch im Berichtsjahr weiterhin keine Patienten mit akutem Stroke aber auch mit anderen überwachungspflichtigen Erkrankungen einer dringlich indizierten und für die Therapieplanung benötigten Neuro-MR-Untersuchung zugeführt werden. Im Zusammenhang mit dieser Problematik, die auch eng mit dem Organisationskonzept der Stroke-Unit des USZ verknüpft ist, erteilte die Spitalleitung Ende des Berichtsjahres dem Departement Medizinische Radiologie den Auftrag ein Gesamtkonzept zur Standortfrage, Nutzung und Betrieb von MR-Geräten am USZ zu erarbeiten.

Dienstleistungsschwerpunkte der Neuro-MR sind:

  • die multimodale MR-Diagnostik und Therapieplanung von nicht-akuten neurovaskulären Erkrankungen
  • die multi-modale MR-Diagnostik und präoperative Funktionslokalisation bei Tumoren des Zentralnervensystems
  • die MR-Diagnostik von Tumoren der Schädelbasis und Halsbereiches
  • die Verlaufskontrollen nach Operation oder Embolisation
  • die Notfall-Diagnostik bei Para- oder Tetraplegie
  • die MR-Diagnostik von metabolischen, entzündlichen und degenerativen Hirnerkrankungen
  • die MR-Diagnostik am Spinalkanal und Rückenmark

Im Berichtsjahr wurden 4’340 Neuro-MR-Untersuchungen und 979 Zusatzuntersuchungen durchgeführt (Total: 5’319), was gegenüber dem Vorjahr einer leichten Zunahme von 0.6% entspricht. 48.2% aller Neuro-MR-Untersuchungen erfolgten an ambulante Patienten.

Neurosonographie
Hauptanwendungen der Neurosonographie im Berichtsjahr waren das Monitorring der Blutflussgeschwindigkeit der basalen Hirnarterien mittels transkranieller Doppleruntersuchung von Patienten nach Subarachnoidalblutung sowie die fokussierte hochauflösende Darstellung und hämodynamische Evaluation von arteriosklerotischen Plaques der Carotisbifurkation bei Patienten vor und nach Carotis-Stenting. Die neurosonographischen Untersuchungen nahmen markant um 13.5% gegenüber dem Vorjahr zu.

Neuroangiographie
Die Frequenzen im Bereich diagnostische Neuroangiographie nahmen mit 1’204 Untersuchungen gegenüber dem Vorjahr um 2.6% zu. Hauptanwendungen der Neuroangiographie waren die Akutdiagnostik von Subarachnoidal- und Intrazerebral-Blutungen sowie von ischämischen zerebravaskulären Erkrankungen und die Planung von neuroendovaskulären Eingriffen.

Dienstleistungen der interventionellen Neuroradiologie

Mit 336 neuroendovaskulären Operationen, 415 Sprechstunden-konsultationen und 428 Konsilien weisen die Leistungen des Bereiches interventionelle Neuroradiologie gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von 2.9% auf.

Mehrere ausländische Gastärzte weilten für Perioden von 3 Wochen bis 1 Jahr am Institut, um den neuroendovaskulären Eingriffen und speziell den Embolisationen von Gefässmissbildungen des Gehirns und Rückenmarks, dem Coiling von intrakraniellen Aneurysmen, der Devaskularisation von komplexen Tumoren der Schädelbasis und dem Carotis-Stenting beizuwohnen.

Wie in den Vorjahren hat sich auch im Berichtsjahr der Trend zur Zuweisung von komplexen und anspruchsvollen Fällen ungebrochen fortgesetzt, was sich in längere Operationszeiten und eine Mehrbeanspruchung des interdisziplinär aus Neuroradiologen, medizinisch-technischen Assistenten, Neuroanästhesisten, Neurointensivmedizinern und Pflegenden zusammengesetzten Teams niederschlägt.

Projekte innerhalb der klinischen Tätigkeit

Im Auftrag der Spitalleitung erarbeitete das Klinische Neurozentrum des USZ ein Betriebs- und Organisationskonzept Stroke Unit USZ, welches am 7. Juni 2004 der Spitalleitung und am 27. Oktober 2004 dem Vorstand der Klinik- und Institutsdirektoren vorgestellt wurde. Die seit 1998 bestehende Stroke Unit des USZ steht unter der Federführung der Neurologischen Klinik und an deren Betrieb sind das Institut für Neuroradiologie und die Neurochirurgische Klinik massgeblich beteiligt. Das vorgelegte Stroke Unit Konzept hat als Ziele die Behebung der festgestellten bisherigen betrieblichen Mängel und die Optimierung der Akut-Diagnostik, Betreuung und Behandlung der jährlich an Zahl zunehmenden Patienten mit akutem Stroke am USZ. Dazu schlägt das Konzept folgende Lösung vor:

  1. Konzentration der Aufnahme der Stroke-Patienten, der Triage, der Akutdiagnostik und Behandlung in der Interdisziplinären Überwachungsstation im Nordtrakt C1, die idealerweise als Neuroüberwachungsstation geführt werden sollte und
  2. Installation und Betrieb eines Neuro-MRI-Gerätes im Nordtrakt C1 in unmittelbarer räumlicher Nähe und zusammen mit dem dort vorhandenen Neuro-CT-Gerät. Damit sollen eine optimale, heute nicht mögliche, multimodale Akutabklärung innerhalb des therapeutischen Zeitfensters und eine verbesserte Evaluation des Therapieverlaufs erzielt werden.

Forschung

Die Forschungstätigkeit des Instituts erfolgt im übergeordneten Rahmen des etablierten fakultären Schwerpunktes Neurowissenschaften, in Form von

  1.  interdisziplinären Forschungsprojekten des Klinischen Neurozentrums des USZ.
  2. Beteiligung an Projekten des nationalen Forschungsschwerpunktes «Plastizität und Reparatur des Nervensystems», welcher vom Zentrum Neurowissenschaften der Universität und ETH Zürich koordiniert wird.
  3. Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomedizinische Technik der Universität und ETH Zürich.
  4. Zusammenarbeit mit der medizinischtechnischen Industrie.

Die Forschungstätigkeit des Instituts erfolgt auf den Gebieten des Neuroimaging und der vaskulären Neuroradiologie und umfasst mehrere Schwerpunkte. In diesem Rahmen bearbeitete das Institut im Berichtsjahr insgesamt 12 Forschungsprojekte:

A. Neuroimaging
Funktionelle Magnetresonanz (fMRI) zur Erforschung neurofunktioneller Systeme und deren Modifikation/ Plastizität bei verschiedenen Erkrankungen:

  • fMRI bei paraplegischen Patienten
    Teilprojekt 7 im Rahmen des NCCR/ SNF
    PD Dr. S. Kollias
  • fMRI zur Erforschung der motorischen Plastizität (motor recovery) bei Patienten mit Stroke
    Teilprojekt 3 im Rahmen des NCCR/ SNF
    PD Dr. S. Kollias
  • fMRI zur Erforschung der motorischen Neurorehabilitation
    Teilprojekt 8 im Rahmen des NCCR/SNF
    PD Dr. S. Kollias
  • Comparison of MRI activation measured with gradient echo and spin echo EPI during visual perception
    Kollaboratives Projekt der Institute für Neuroradiologie, Biomedizinische Technik und Hirnforschung
    Prof. A. Ishai, Dr. C. F. Schmidt, Prof. P. Bösiger
  • Repetition suppresion of emotional faces as measured by MEG Kollaboratives Projekt mit dem Laboratory of Brain and Cognition, National Institutes of Mental Health, Bethesda, USA
    Prof. A. Ishai 

     
    Strukturelle Magnetresonanz zur in-vivo Erforschung der Morphologie und Architektur des Gehirns und Rückenmarks
  • High- resolution, diffusion-tensor MR-Neurovisualisation and investigation of myeloarchitectonics of the brain and spinal cord
    Prof. A. Valavanis, PD Dr. S. Kollias, methodologische Kollaboration mit dem Institut für Biomedizinische Technik (Prof. P. Bösiger)
  • Structural and physiological characteristics of the injured spinal cord using improved neuroimaging methodologies
    Teilprojekt 7 im Rahmen des NCCR/SNF
    PD Dr. S. Kollias
  • MR-voxel based morphometry in neurodegenerative diseases (Parkinson’s and Alzheimer’s disease)
    PD Dr. S. Kollias
  • Multimodale Neurovisualisierungstechniken zur in-vivo Krankheitsforschung am ZNS
  • MR-Spektroskopie bei Hirntumoren
    PD Dr. S. Kollias, Dr. U. Dydak (Institut für Biomedizinische Technik)
  • Multimodale Akut-abklärung bei Stroke
    Prof. A. Valavanis, PD Dr. S. Kollias

B. Vaskuläre Neuroradiologie
Superselective multimicrocatheterisation for the in-vivo investigation of the angioarchitecture of cerebral arteriovenous malformations
Prof. A. Valavanis

  • Beyond vascular anatomy: hemodynamics in neurovascular imaging and endovascular therapy
    SNF-Projekt, 1.4.03- 31.03.06
    Prof. A. Valavanis, Prof. D. Poulikakos (ETHZ), D. Hollnagel

Infolge des unerwarteten Todes des Cheflaboranten Herrn R. Tinner und des Ausscheidens des wissenschaftlichen Laborleiters Dr. M. Tanaka konnten die vorgesehenen Projekte im experimentellen Neuroangiographie-Labor im Berichtsjahr nicht durchgeführt werden. Erst Ende des Jahres konnten die personellen Vakanzen geschlossen und die Arbeit im Labor in Angriff genommen werden. Angelaufenes Hauptprojekt ist die Entwicklung eines wieder entfernbaren Mikro-Stents für die endovaskuläre Aneurysmabehandlung. (Projektleiter: Prof. Antonius Valavanis, Dr. K. Lagios, Zusammenarbeit Firma Balt, Paris).

Lehre

Die Lehrtätigkeit des Institutes für die Ausbildung der Medizinstudenten in Neuroradiologie erfolgte im gewohnten Rahmen und Umfang. Die Grundkenntnisse neuroradiologischer Diagnostik und Differentialdiagnostik wurden im Rahmen der Hauptvorlesung Medizinische Radiologie für die Studenten im 4. und 6. klinischen Studienjahr vermittelt. Grossen Anklang findet die im Sinne eines Repetitoriums organisierte Vorlesung «Neuroradiologische Systematik», welche einmal wöchentlich während des Staatsexamensjahres stattfindet.

Weiter- und Fortbildung

Die neue Fassung des Weiterbildungskonzeptes für Neuroradiologie wurde im Jahr 2003 von der FMH genehmigt und im Berichtsjahr in der praktischen und theoretischen Weiterbildung der Assistenzärztinnen und -ärzte umgesetzt.

Die theoretische Weiterbildung umfasste im Berichtsjahr:

  • die tägliche «Fall- und Chefbesprechung»
  • die alle zwei Wochen stattfindende «Fallbesprechung in pädiatrischer Neuroradiologie»
  • die alle zwei Wochen stattfindende Vorlesungen «Ausgewählte Kapitel aus der Neuroradiologie»
  • die wöchentlich stattfindende Vorlesung «Neuroradiologische Systematik» für Studierende im 6. Klinischen Studienjahr und für Assistenzärzte in Weiterbildung
  • die Teilnahme an den täglichen klinisch-neuroradiologischen Konferenzen mit den Kliniken für Neurochirurgie, Neurologie, Otorhinolaryngologie

Die ärztliche Fortbildung richtet sich hauptsächlich an Fachärztinnen- und ärzte der verschiedenen Klinischen Neurodisziplinen und fand im Berichtsjahr im bisherigen bewährten Rahmen statt. Sie umfasste folgende Veranstaltungen:

  • die aktive Mitwirkung des Institutes an der interdisziplinären Fortbildungsveranstaltung «Neurorama» des Klinischen Neurozentrums des USZ
  • das «Neuroradiologische Kolloquium über funktionelle Magnetresonanz des Gehirns»
  • das «Advanced Neuroimaging Seminar»

Prof. Alumit Ishai beteiligte sich im Rahmen der speziellen Vorlesungen in Neurobiologie am Introductory Course in Neurosciences sowie am Advanced Course in Neurobiology und führte neu die wöchentliche Veranstaltung «fMRI Discussion Group» durch.

Kongresse und Symposien

Das Institut organisierte im Berichtsjahr zwei internationale Kurse bzw. Symposien:

4.- 6. März 2004
12th Zurich Course on Interventionall Neuroradiology
Leitung: Prof. A. Valavanis

11.- 13. Juli 2004
2004 International Interdisciplinary Workshop on Flow and Motion
Leitung: Dr. P. Summers, Prof. A. Valavanis, Prof. P. Bösiger

Ferner beteiligte sich das Institut an der Organisation und der Durchführung von zwei weiteren internationalen Konferenzen:

5.- 8. Juli 2004
2nd Swiss-Japanese Joint Conference on Cerebral Stroke Surgery
Leitung: Prof. Y. Yonekawa, Prof. A. Valavanis

15.- 17. Oktober 2004
2nd International Workshop on Parallel MRI
Leitung. Prof. K. P. Pruessmann, Prof. P. Bösiger, Prof. A. Valavanis


Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit des Instituts erfolgt hauptsächlich integriert in den verschiedenen diesbezüglichen Aktivitäten des Klinischen Neurozentrums. Öffentliche Hauptaktivität ist die Durchführung eines Tages der offenen Tür im Rahmen der jährlich stattfindenden Brain Fair.

Pflegedienst und medizinisch-technische Mitarbeiter

Die Zusammenarbeit mit den Pflegenden auf den verschiedenen Bettenstationen, auf welchen das Institut für Neuroradiologie seine Patienten für neuroendovaskuläre Eingriffe hospitalisiert (J-West, Haldenbach B, Haldenbach C, Nordtrakt 2 F, interdisziplinäre Überwachungsstation-Nordtrakt 1) gestaltete sich reibungslos.

Die institutsinterne Reorganisation des Einsatzes und des Aufgabenspektrums der MTRA unter Leitung von Birgit Gehrmann, Leitende MTRA, wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Institut verfügt nun über ein kohärentes, äusserst fachkompetentes und polyvalent einsetzbares MTRA-Team.

Personelles

Am 1. Januar 2004 nahm Prof. Alumit Ishai vom Laboratory of brain and cognition des National Institutes of Mental Health, Bethesda, Washington D.C., USA ihre Tätigkeit als Assistenzprofessorin für kognitive Neurowissenschaften auf. In ihrer Forschungsarbeit setzt sie schwerpunktmässig die Magnetresonanz ein zur Erforschung der kognitiven Phänomene im visuellen System. In ihrem ersten Amtsjahr befasste sie sich mit dem personellen und infrastrukturellen Aufbau ihrer Forschungsgruppe und der Initiierung ihrer Forschungsprojekte. Am 15. Oktober 2004 hielt sie ihre Antrittsvorlesung an der Universität Zürich zum Thema «Seeing faces in the brain: studies on face perception and memory». Ihre Forschungsgruppe ist im Zentrum Neurowissenschaften der Universität und ETH Zürich integriert und beteiligt sich am Nationalen Forschungsschwerpunkt «Plastizität und Reparatur des Nervensystems». Es besteht eine enge Kollaboration mit dem Institut für Biomedizinische Technik.

Als Nachfolger von Dr. Paul Summers, der zur Neuroradiologischen Abteilung der Universität Oxford umsiedelte, übernahm die Position des Chefs der Neuro-MR-Physik am Institut ab 1. Oktober 2004 Dr. rer. nat. Raimund Kleiser. Er war zuletzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Neuroimaging an der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo er sich schwerpunktmässig mit der funktionellen Magnetresonanz bei Patienten mit Schlaganfall (Stroke) befasste.

PD Dr. Bernhard Schuknecht, Leitender Arzt verliess nach mehrjähriger Tätigkeit Ende Jahr das Institut um sich in einer Privatpraxis niederzulassen.

Dr. med. Michihiro Tanaka, Oberarzt für Interventionelle Neuroradiologie und Leiter des experimentellen Forschungslabors für Neuroangiographie, hat nach 5jähriger Tätigkeit das Institut verlassen, um die Position des Direktors der Interventionellen Neuroradiologie in Kameda Medical Center in Kamogawa City Japan zu übernehmen.

Romuald Tinner, langjähriger leitender MTRA des Institutes und zuletzt leitender MTRA des Bereiches Interventionelle Neuroradiologie und des Forschungslabors für Neuroangiongraphie verstarb unverwartet am 4. März 2004. Er hat grosse Verdienste in der medizinisch-technischen Leitung des Institutes und war massgeblich am Aufbau der Interventionellen Neuroradiologie am USZ beteiligt. Die technische Leitung des Bereiches Neuroangiographie und Interventionelle Neuroradiologie übernahm Frau Katri Kylliäinen.

Rufe an andere Hochschulen

Im Berichtsjahr erfolgten keine neuen Rufe an auswärtige Hochschulen an die akademischen Kadermitarbeiter des Institutes.

Öffentliche Funktionen und Auszeichnungen

Im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung wirkte in der Berichtsperiode Prof. A. Valavanis als Vorsitzender des Leitungsausschusses des Klinischen Neurozentrums des USZ, als Mitglied des Leitungsausschusses des Zentrums für Neurowissenschaften Zürich, als Mitglied der fakultären Kommissionen für «funktionelle Pharmakologie» und «Anatomie» sowie als Mitglied der universitären Arbeitsgruppe «Bildgebende Verfahren».

PD Dr. B. Schuknecht, Leitender Arzt, wirkte als Vertreter der Privatdozenten in die Beförderungskommission der medizinischen Fakultät.

Im Rahmen der Tätigkeit in nationalen und internationalen Institutionen der Forschungsförderung amtierte Prof. A. Valavanis als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Neuroradiologie, als Past-Präsident und Vorstandsmitglied der World Federation of Neuroradiological Societies und als Vorsitzender der Sektion Interventionelle Neuroradiologie der Europäischen Gesellschaft für Neuroradiologie. Er wirkte als Editor-in-chief der Zeitschrift «Neuroradiology» sowie als Mitglied des Herausgeberrates mehrerer internationaler Zeitschriften für Neurochirurgie, Neuroradiologie und Neuroimaging.

Publikationen
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Eckdaten
Das Institut für Neuroradiologie ist 1994 durch Umwandlung der seit 1985 vorbestehenden Abteilung für Neuroradiologie des Departements Medizinische Radiologie gegründet worden. Es ist Bestandteil des Klinischen Neurozentrums des USZ und gliedert sich in die Abteilungen für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie. Es ist der Hauptbetreiber der zwei 1.5 Tesla  MR-Geräte des Departementes Medizinische Radiologie und Mitbetreiber eines 1.5 Tesla sowie eines 3 Tesla MR-Gerätes als Hauptpartner des Institutes für Biomedizinische Technik im MR-Zentrum des USZ. Es verfügt zudem über zwei modernste biplane Neuroangiographieanlagen, einem Spiral-Computertomographen, einem Neurosonographiesystem und einer digitalen Radiographieanlage. Es beschäftigt insgesamt 40 Mitarbeiter.

Medizinische Schwerpunkte
Das Institut führt jährlich über 20’000 diagnostische neuroradiologische Untersuchungen mit fortgeschrittenen Methoden der Neuro-Bildgebung und rund 350 therapeutische interventionell-neuroradiologische Eingriffe bei Patienten mit Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie des Kopf- und Halsbereiches durch. Schwerpunkte in der klinischen Dienstleistung sind: die Akut-Diagnostik und -Behandlung aller Formen des Schlaganfalls (Stroke), das Carotis-Stenting, Aneurysmen und Gefässmissbildungen des Gehirns und Tumoren des Zentralnervensystems und der Schädelbasis.

Forschungsschwerpunkte
Die Forschungstätigkeit erfolgt im Rahmen des Schwerpunktes Neurowissenschaften der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Sie umfasst die in-vivo Erforschung der Architektur, Struktur und Funktion des Zentralnervensystems mit Methoden der Magnetresonanz, die Verbesserung der Diagnostik auf dem Gesamtgebiet der Neuroradiologie sowie die experimentelle und klinische Forschung auf dem Gebiet der neuroendovaskulären Techniken.

PD Dr. med.
Spyros Kollias
Leiter Neuro-MRI
Dr. med.
Athina Pangalu
Oberärztin

Prof.
Alumit Ishai
Assistenzprofessorin
für kognitive
Neurowissenschaften

Dr. rer. nat.
Raimund Kleiser
Chef Neuro-MR-Physik

Lisa Olia
Direktionsassistentin

Heinrich Limacher
Klinikmanager
Birgit Gehrmann
Leitende MTRA
Katri Kylliäinen
Technische Leitung
Interventionelle
Neuroradiologie

 


 

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