Zahlen und Fakten Gesamtstatistiken (PDF) | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004
Jahresbericht 2002 | Jahresbericht 2003
Departemente, Kliniken und Institute
Institut für Anästhesiologie
Augenklinik
Dept. Chirurgie
Dermatologische Klinik
Dept. Frauenheilkunde
Dept. für Innere Medizin
Dept. Medizinische Radiologie
Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
Institut für Klinische Chemie
Neurochirurgische Klinik
Neurologische Klinik und Poliklinik
Klinik und Poliklinik für Onkologie
Klinik für Ohren- Nasen-
Hals- und Gesichtschirurgie
Dept. Pathologie
Psychiatrische Poliklinik
Psychosoziale Medizin
Rheumaklinik und Institut
für physikalische Therapie
Urologische Klinik
Universitäres Zentrum für Labormedizin


PDF Download (Acrobat Reader)
Zahlen und Fakten
Neurologische Klinik und Poliklinik

Neurologische Klinik USZ    


Prof. Dr. med.
Klaus Hess
Klinikdirektor
Die neurologische Klinik und Poliklinik behandelt Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen und Störungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln. Spitzenmedizinische Leistungen werden im Bereiche der prächirurgischen Epileptologie, der vestibulären und blickmotorischen Diagnostik, der Neuroangiologie und der Neurologie des Schlafes erbracht.

 

 

 

Bettenstationen  HAL B und C 
Prof. Klaus Hess

Seit dem sprunghaften Anstieg stationärer Patienten 2003  ist die Patientenzahl auch 2004  mit 1’144 hoch geblieben (2003: 1’259 Eintritte, 2002: 1’053), obwohl die Polysomnografie-Patienten ab zweiter Jahreshälfte nicht mehr als stationär abgerechnet wurden. Hauptgrund für die hohe Zahl stationärer Patienten ist weiterhin die sehr erfolgreich arbeitende Stroke unit; 380 akute Stroke-Patienten wurden behandelt (2003: 351). Dank rascherer möglicher Verlegung von Patienten in die Neurorehabilitationszentren war die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Patienten mit 8,1 Tagen nochmals kürzer als im Vorjahr (8,4 Tage im 2003;  9,8 im 2002).

Nach umfangreicher Vorbereitung wird seit dem 8. November eine Bettenstation (Hal C) in einem Pilotversuch als Wochenklinik betrieben, was einige Probleme wegen Mangel an Einbettzimmern übers Wochenende zu lösen gibt.

Das Projekt der Spitalleitung, die Bettenstationen der Neurologie in den Nordtrakt II zu verlegen, erwies sich als undurchführbar (Nein-Entscheid der SL vom 24.11.04).


Poliklinik- und Notfallstation
Leiter: Prof. Claudio Bassetti

Die Aktivitäten im ambulanten neurologischen Bereich (Poliklinik, Notfall- und Tagesklinik) waren im letzen Jahr durch die deutliche Zunahme der Konsultationen in den Sprechstunden für Neurogenetik, Multiple Sklerose (Eröffnung des MS-Zentrums 2003) und Schlaf (Eröffnung des neurologischen Schlaflabors 2002) geprägt,  bei weniger Konsultationen in der allgemeinen Poliklinik. Die Gesamtanzahl Konsultationen hat mit 9’461 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen (Vorjahr 10’099). Der Prozentsatz an Erstkonsultationen ist hingegen konstant geblieben (58% aller Konsultationen).

Als wichtigste Aktivitäten sind zu erwähnen:
Die Sprechstunden für Allgemeinneurologie (PD Dr. Hans-H. Jung, Prof. Claudio Bassetti, 2’520 Konsultationen; Vorjahr 2’885), Kopfschmerzen (Dr. M. Siccoli, 980 Konsultationen, Vorjahr 931), Schlaf (Prof. Claudio Bassetti, 404, Vorjahr 357), Bewegungsstörungen/Parkinson (Dr. Daniel Waldvogel, Prof. Claudio Bassetti, 374; Vorjahr 350) und Epilepsie (PD Dr. Adrian Siegel, 306; Vorjahr 426) bleiben führend, was die Anzahl Konsultationen betrifft. Die Sprechstunden für Neuro-Genetik (PD Dr. Hans-H. Jung, 145 Konsultationen, Vorjahr 85), multiple Sklerose (Prof. Norbert Goebels, 275, Vorjahr 212) und Schlaf haben den grössten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Dr. Massimiliano Siccoli und PD Dr. Dirk Hermann waren als Leiter unseres Notfallteams weiterhin für die Notfallpatienten der Neurologie verantwortlich. Die Notfalltätigkeit hat nochmals etwas zugenommen (1’808, Vorjahr: 1’797; 2002: 1’691) und macht ca. 15% aller Konsultationen der interdisziplinären Notfallstation aus! Eine wichtige Funktion des Notfallteams ist auch die Triage von Schlaganfallpatienten.

Die Tätigkeit der Tagesklinik (PD Dr. Hans-H. Jung), welche vom Pflegepersonal der Abteilung Hal C betreut wird, hat sich weiterhin auf Blutentnahmen, Injektionen, Infusionsbehandlungen und Lumbalpunktionen konzentriert (2’326 Konsultationen, Vorjahr: 2’528). Neu wurden ambulante Abklärungen im Rahmen der Tagesklinik durchgeführt (78).

Auch dieses Jahr konnte unsere Poliklinik von Dr. D. Waldvogel (Luzern) als externem Konsiliarius für Parkinson/Bewegunsstörungen sowie von der Tätigkeit von zwei «part-time» Study-Nurses (Parkinson- und Schlafstudien, MS-Studien) profitieren. Und wie schon letztes Jahr haben sich 2 FMH Neurologie-Anwärter eine poliklinische AA-Stelle zu 50% geteilt. Die restlichen 50% der Zeit, über Drittmittel bezahlt, wurden in der Forschung investiert (Poliklinik-Forschungstelle, Koordination: Prof. Dominik Straumann und Prof. Claudio Bassetti).

Die Weiterbildungsveranstaltung «Poliklinik-Kasuistik» (jeweils am Donnerstag 16.15-17.15) mit Fallvorstellungen unter Teilnahme von Kollegen aus der Praxis sowie aus dem In- und Ausland wurde erfolgreich weitergeführt (s.u.).


Stroke Unit und Spezialabteilungen 
 
Stroke Unit und Abteilung für Neuroangiologie 
Leiter: Prof. Ralf Baumgartner 

Die seit letztem Jahr verbesserte Organisation zur Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten hat sich bewährt. In Zusammenarbeit mit dem Notfall-Team der Poliklinik und den Nachtärzten evaluierte das Stroke Team (Leiter PD Dr. Dimitrios Georgiadis) 220 Strokepatienten (Vorjahr 186) innerhalb von sechs Stunden und veranlasste 61 i.v. und 2 i.a. Thrombolysen (Vorjahr 41/1), Die Gesamtzahl akuter Stroke-Patienten war 380 (Vorjahr: 351), und das Stroke Team betreute zudem wie im Vorjahr insgesamt ca. 550 stationäre Patienten.

Neuroangiologie
Wiederum war die Abteilung für Neuroangiologie auch im ambulanten und konsiliarischen Bereich mit 1’690 Konsultationen (1’680), 797 klinischen Untersuchungen (887) und 4’794 (4’705) Ultraschall-Untersuchungen sehr aktiv. In der vaskulären Sprechstunde der Poliklinik wurden 100 (72) Patienten abgeklärt und behandelt.

Interdisziplinäres Schwindelzentrum
Leiter:  Prof. Dominik Straumann, Neurologie und Dr. Stefan Hegemann, ORL-Klinik

Anfangs Jahr konnte das gemeinsam mit der ORL-Klinik geplante Schwindelzentrum  eröffnet werden (s. Bericht Interdisziplinäres Schwindelzentrum). Schon im ersten Jahr gab es 1’054 klinische Untersuchungen (Schwindelsprechstunde im Vorjahr: 323). Nach dem neuro-otologischen Status wurden je nach Situation der quantitative Kopfimpulstest (315 gegenüber 159), der 3D-magnet-okulo-graphische Hess-Schirm-Test (18 gegenüber 45) und/oder Untersuchungen auf dem 3D-Drehstuhl (140 gegenüber 130) gemacht.  Zudem wurden auf dem Drehstuhl 38 Kanalolithen-Repositionen durchgeführt! Neu eingeführt wurden die Fundus-Fotografie (13), die Messung der subjektiven visuellen Vertikalen (355) und die vestibulär evozierten myogenen Potentiale (30, seit Dez. 2004).
Bericht Interdisziplinäres Schwindelzentrum (pdf)

Drehstuhl.

Epileptologie und Elektroenzefalografie
Leiter: Prof. H.G. Wieser 

Die Abteilung für Epileptologie und Elektroenzefalografie  verzeichnet eine weitere Zunahme der Konsultationen  (2’666; Vorjahr: 2’493), davon 301 (Vorjahr 426)  im Rahmen der Sprechstunde für Epilepsie der Poliklinik. Sehr hoch war wiederum die Auslastung der beiden Telemetrie-Anlagen (6’306 Ableite-Stunden gegenüber 6’312), die semiinvasiven (8) und invasiven (3) prächirurgischen Untersuchungen sowie die Wada-Tests (7) miteingerechnet. Die Anzahl konventioneller EEGs (2’451 gegenüber 2’555) und evozierter Potentiale (379 gegenüber 369), das Pentothal-Koma-Monitoring mit EEG (32 Pat. gegenüber 47), das intraoperative elektrophysiologische Monitoring wie Elektrokortikografie und elektrische Stimulation (36 gegenüber 52 Pat.) sowie die epilepsiechirurgischen Operationen (38  gegenüber 42) blieben im gleichen Rahmen.

Elektroneuromyografie-Labor
Leiter: Dr. A. Studer

Im Elektroneuromyografie-Labor wurden 985 (Vorjahr 1’008) Patienten mit peripher-neurologischen Erkrankungen bzw. Störungen quantitativ untersucht, davon 751 ambulant (Vorjahr 651), inkl. 70 (68) in der Sprechstunde für neuromuskuläre Erkrankungen der Poliklinik. Eine Spezialität sind die Botox-Behandlungen in der Dystonie-Sprechstunde und in der Botox-Sprechstunde für Augenmuskelstörungen (80 bzw. 142; Vorjahr 74 bzw. 134). 

Labor klinische Visuo- und Vestibulo-Okulomotorik
In den Labors der klinischen Visuo- und Vestibulo-Okulomotorik werden Patienten des interdisziplinären Zentrums für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen (Prof. Dominik Straumann, Neurologische Klinik, und Dr. Stefan Hegenmann, ORL Klinik) sowie Patienten mit Seh- und Augenbewegungsstörungen (PD Dr. Urs Schwarz) untersucht. Die Dienstleistungen des interdisziplinären Schwindelzentrums werden von der Neurologischen Klinik und der ORL Klinik gemeinsam erbracht (s.u.). Bei den Patienten mit Augenbewegungsstörungen wurden bei 65 Patienten 110 2D-Magnetokulographien durchgeführt.
 
MS-Zentrum 
Prof. Norbert Goebels und Prof. Burkhard Becher

Die von Prof. N. Goebels geleitete MS-Spezialsprechstunde ist voll in die Poliklinik integriert (s. oben) und hat sich im vergangenen Jahr weiterhin erfreulich entwickelt.
 
Neuropsychologie-Abteilung
Leiter: PD Dr. Peter Brugger

2004 wurden 1’107 neuropsychologische Abklärungen durchgeführt, wovon 42% stationäre Patienten der Neurologie betrafen, 21% der Neurochirurgie, 6% Patienten von anderen USZ-Kliniken und 30% externe Zuweisungen. Zudem waren 818 Aphasie-Behandlungsstunden und 7341 Ergotherapie-Sitzungen (à 1/4 Stunde) zu verzeichnen. Diese hohe Abklärungs- und Behandlungsaktivität in den letzten Jahren kann nur dank Praktikanteneinsatz (8 im laufenden Jahr) gehalten werden. Der neu geschaffene Lehrstuhl für Neuropsychologie (Prof. L. Jäncke) hat den Wunsch nach Praktikaplätzen stark wachsen lassen; die Warteliste reicht bis Anfang 2007.

Konsiliardienst im Universitätsspital 
Leiter: PD Dr. Urs Schwarz

Im USZ werden Patientinnen und Patienten mit teilweise hochkomplexen Krankheitsbildern behandelt, wobei es oft zu einer krankheitsdefinierenden Mitbeteiligung des zentralen und/oder peripheren Nervensystems kommt, was eine kontinuierliche neurologische Beurteilung mit besonderen Sachkenntnissen sowie Sicherheit in der Akut-Neurologie erfordert. Wegen der oft rasch wechselnden klinischen Präsentation sind insbesondere in den fünf chirurgischen und intern-medizinischen Intensivstationen oft tägliche Visiten erforderlich und erwünscht.

Die Zahl der neurologischen Konsilien war 2004 mit 2807 (2003: 2636) wieder sehr hoch, wobei etwa 950 Konsultationen (34%) in den nicht neurologisch oder neurochirurgisch geführten Intensiv-/ Überwachungsstationen durchgeführt wurden.

Der neurologische Konsiliardienst wird zudem regelmässig für die rund 50 wöchentlich im USZ durchgeführten «trouble-shootings» und internen Weiterbildungen anderer Kliniken aufgeboten.
Der Konsiliardienst als zunehmend wichtiges Element neurologischer Tätigkeit soll ab 2005 mit einem erfahrenen neurologischen Assistenten/Assistentin (Rotationsstelle) ergänzt werden.

Schlaflabor  der Neurologie
Leiter: Prof. Claudio Bassetti , stv. Leiterin  Dr. Esther Werth

Nach der Eröffnung des neurologischen Schlaflabors am 28. November 2002 haben im letzten Jahr die Aktivitäten im Zentrum für Schlafmedizin der Neurologie weiterhin zugenommen. Die Gesamtzahl der Konsultationen stieg auf 1070 (+12% gegenüber dem Vorjahr). Wichtigste Aktivitäten:

  1. Die Konsultationen in der Sprechstunde für Schlafstörungen haben auf insgesamt 404 (357 im Jahre 2003; +12%) zugenommen. Vor allem die apparativen Schlaf-Wach-Abklärungen, meist ambulant durchgeführt, haben deutlich zugenommen (666 vs. 522). Dies wurde durch eine von der Spitalleitung neu bewilligte MTA-Stelle ermöglicht. Insgesamt wurden 245 (+51%) konventionelle Polysomnographien (162 im Jahre 2003), 55 respiratorische Polygraphien (63), 265 Vigilanztests (150) und 101 Aktigraphien (149) durchgeführt.

  2. Die multidisziplinären Fallbesprechungen (jeweils Freitag 11.30-12.30) im Rahmen des «USZ-Schlafzentrums» wurden mit Kollegen des pneumologischen Schlaflabors (Prof. K. Bloch), der psychiatrischen Poliklinik (Dr. G. Carraro), der Psychosozialen Medizin (Dr. K. Schwegler) sowie Schlaflaboratorien der Stadt fortgeführt.

  3. Im Jahre 2004 konnten vier durch Drittmittel finanzierte Gastärzte in unserem Labor angestellt werden (Dr. R. Khatami, Fr. Dr. C. Selic und Dr. S. Birkmann aus Deutschland, Fr. Dr. R. Poryazova aus Bulgarien), welche sowohl in der Forschung als auch in der Routine (Schlafmedizin) tätig waren.

  4. Höhepunkte im Weiter- und Fortbildungsbereich waren das 4. Zürcher Schlafmedizin-Symposium im Juni (Teilnahme von Experten aus dem In- und Ausland, u.a. A. Simonds) und zwei Schlaf-Kasuistik-Nachmittage (mit den Schlafzentren des Raums Zürich). 

Abteilung für Begutachtung
Leiter: PD Dr. Adrian Siegel

In dieser Abteilung werden die Gutachten für SUVA, IV, Privatversicherer und kantonale Gerichte administriert. Da die Gesundheitsdirektion seit Mitte 2004 massiv erhöhte Abgaben auf Gutachterhonorare fordert, ist diese schwierige Arbeit für die meisten Ärzte nicht mehr lukrativ. Dafür haben sich mehrere Ärzte die Erlaubnis beschafft, Gutachten in nebenamtlicher ärztlicher Praxistätigkeit zu machen, womit die Abgaben ans USZ entfallen! Der bisherige Leiter der erfolgreich geführten Gutachten-Abteilung, PD Dr. A. Siegel, hat ein privates Gutachten-Institut gegründet und zur Vermeidung von Interessenskonflikten seine diesbezügliche interne Leitungsfunktion an PD Dr. H. Jung abgegeben. Von den 89 übernommenen Gutachtenaufträgen  (Vorjahr 135) konnten 54 abgeschlossen werden. 31 Gutachtenaufträge wurden abgelehnt (Vorjahr 14).

Klinikmanagement
H. Bossi

Per 1. Januar 2004 wurde der neue ambulante Ärztetarif TARMED eingeführt. Die Leistungen werden elektronisch erfasst und direkt der Abrechnung übermittelt. Dank des zusätzlichen Einsatzes der Ärzte funktioniert das System gut. Im Berichtsjahr wurden die Vorbereitungen für die stationäre Leistungserfassung abgeschlossen. Diese ist ein weiterer Schritt Richtung Kostentransparenz und soll künftig sowohl der Abrechnung als auch der Kostenträgerrechnung dienen.

Im Verlauf des Jahres wurde die Reorganisation der Sekretariate in der Neurologischen Klinik an die Hand genommen, wobei die verschiedenen Sekretariate in einem Administrationszentrum  zusammengefasst und dadurch Arbeitsabläufe optimiert werden sollen.

Die ab diesem Jahr wieder zwei Stunden kürzeren Arbeitszeiten der Assistenzärztinnen und -ärzte konnten nochmals ohne zusätzliche Einstellungen knapp aufgefangen werden.
 

Forschung

Forschungsschwerpunkte
Forschungsschwerpunkte der neurologischen Klinik sind die elektrophysiologische Analyse vestibulärer und blickmotorischer Regelkreise sowie deren Störungen beim Patienten (Grundlagen- und klinische Forschung), die Neurologie des Schlafes, die prä- und postchirurgische Evaluation von Patienten mit schweren Epilepsien, das Studium kognitiver und affektiver Hirnfunktionsstörungen, der Schlaganfall und die ultraschall-diagnostische Abklärung von Hirn-Durchblutungsstörungen, die experimentelle Ischämieforschung sowie experimentelle und klinische MS-Forschung. Daneben wird Forschung in den Bereichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Neurogenetik, neurodegenerative Krankheiten, Bergkrankheit und Migräne gemacht. In allen Bereichen war die wissenschaftliche Leistung auf hohem Niveau, wie die eindrückliche Publikationsliste 2004 der Neurologischen Klinik belegt. 
      
Die Forschungsaktivitäten und die Publikationsliste der Neurologischen Klinik sind im akademischen Jahresbericht der Universität detailliert aufgeführt.

Akademische Ereignisse

  • Antrittsvorlesung der Herren PD Dr. Adrian Siegel (5.1.) und PD Dr. Hans-H. Jung (5.6.)
  • Ehrenmitgliedschaft der polnischen Epileptologischen Gesellschaft  für Prof. HG. Wieser
  • Preis des schweiz. Berufsverbandes für angewandte Psychologie (2.11.) für Prof. Marianne Regard

Als Referent und hoher Besucher war am 10.2. Prof. R. Lemon, Chairman des National Hospital for nervous diseases, London, im Paracare Balgrist und in der neurologischen Klinik zu Gast.
Als akademischer Gast weilte von Oktober bis Dezember Fr. Dr. Christina Adam aus Bukarest bei uns.

Zu den klinikinternen und universitären Weiter- und Fortbildungen kamen auch dieses Jahr zahlreiche, z.T. nationale und internationale, von der Neurologie organisierte Sonderanlässe:

23. - 24.1.2004
14. Okulomotoriktreffen München - Tübingen - Zürich,  in Zürich

29.1.2004
Interdisziplinäre Tagung  «Innere Medizin und Neurologie» 
(mit Prof. G. Said)


12.2.2004
Autonomer Nachmittag 

4.3.2005
4. Zürcher Epilepsie-Nachmittag 

18.3.2004
MS-Symposium  (mit H. Lassmann und H. Hartung)

25.3.2004
2. Parkinson-Symposium (mit K. Jellinger)

17.6.2004
4. Zürcher Schlafmedizin-Symposium

16.9.2004
2. Zürcher Kopfweh-Symposium (mit H. Kaube und V. Limmroth)

28.10.2004
3. Fortbildung in Neurologie für den praktizierenden Arzt

2.12.2004
9. Zürcher Schwindel-Nachmittag

9.12.2004
Stroke Symposium  (mit M. Bähr und U. Dirnagl)

Höhepunkt war das grossenteils von der Neurologie USZ organisierte internationale Meeting «Clinical and basic ocular motor research» (in honour of David S. Zee) in Siena vom 3.-5. Juli.

Die neurologische Forschung ist nicht mehr zu denken ohne die David-und-Betty Koetser Foundation, welche die Neurologie USZ seit bald zehn Jahren substantiell unterstützt. Preisträger der Koetser-Stiftungsfeier vom 12.10.04 war Prof.  R. R. Llinàs von der New York University.  Vortragsthema war «The thalamocortical loop and its significance  in basic and clinical neuroscience».

Am 1.10.04 fanden zum zeiten Mal die schweizerischen Facharztprüfungen FMH für Neurologie in der Neurologischen Klinik des USZ statt, mustergültig von PD Dr. U. Schwarz organisiert.

Eckdaten

Klinik

2004

2003

Stationäre Aufnahme

1’144

* 1’259

Hospitalistationsdauer (Tage)

8.1

8.4

Pflegetage

9’304

10’746

     * inkl. Polysomnogr.

Poliklinik


Konsultationen

9’461

10’099

Konsilien

2’807

2’636


Neurologische Klinik USZ - wichtigste Ereignisse

  • Eröffnung des interdisziplinären Schwindelzentrums zusammen mit der ORL-Klinik
  • Erfolgsbilanz der Stroke unit mit über 60 i.v. Thrombolysen

Prof. Dr. med.
Claudio Bassetti
Leiter Neurologische
Poliklinik
Stellvertretender Klinikdirektor
Tina Plötz
Leiterin Pflege
lic. rer. publ.
Hugo Bossi
Klinikmanager

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich