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Zahlen und Fakten

Betrieb


Erich Schmidlin
Leiter Betrieb

Das Leistungszentrum Betrieb erbringt mit seinen sechs Abteilungen - Einkauf, Zentrale Dienste, Logistik, Gastronomie, Hausdienst und Wäschebetriebe und Technischer Dienst - eine Fülle von Dienstleistungen für Patientinnen und Patienten, für Besucher und für interne Kunden. Rund 900 Mitarbeitende aus 40 verschiedenen Nationen stellen an sieben Tagen in der Woche Dienstleistungen sicher, teilweise rund um die Uhr.

 

 

Im Rahmen des Projektes «Orion+» wurde die Aufbauorganisation «Leistungs-zentrum Betrieb» weiter entwickelt. Historisch gewachsene Strukturen des Bereiches Ökonomie wurden teilweise aufgelöst; die Bezeichnung Ökonomie wird nicht mehr verwendet. Die Abteilungen Gastronomie und Hausdienst / Wäsche-betriebe sind direkt der Leitung Betrieb unterstellt. Kundendienstleistungen sind in der neuen Betriebsabteilung "Zentrale Dienste" zusammengefasst. In Reorganisa-tionsprojekten verschiedener Abteilungen, wurden notwendige Veränderungen gestartet mit der Fokussierung auf konsequente Kundenorientierung, Optimierung der Prozesse und Kostenbewusstsein.

Betriebliche Tätigkeit

Projekt «Trans-TEC»
Der Technische Dienst startete das Projekt «Trans-TEC», mit dem Ziel, kunden-orientierte Dienstleistungen zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, ein erhöhtes Kostenbewusstsein zu ent-wickeln und Denken und Handeln auf das geänderte Kostenbewusstsein in den Kliniken und Instituten auszurichten.

In dieser «Trans-TEC-Phase» entwickelten die TEC-Mitarbeitenden in Workshops mit externer Unterstützung eine neue Organisationsstruktur. Der Technische Dienst, ehemals aus 13 Werkstätten bestehend, ist neu in fünf Fachbereiche und einen Planungs- und Steuerungsbereich gegliedert. Werkstätte sind zusammen gefasst, damit die Arbeitsvorbereitung (AVOR) optimiert und die Effizienz gestei-gert werden kann. In den neuen Fachbereichen kann zukünftig der Anteil plan-barer Arbeiten erhöht und die Kapazitätsspitzen und Engpässe besser ausgeglichen werden. Mit dieser neuen Organisationsstruktur konnte die Führung um eine Ebene reduziert und damit eine flache Führungsstruktur erreicht werden.

Der neue Organisationsaufbau Technik

Organigramm TEC

Während der Umgestaltungsphase wurden für die TEC-Mitarbeitenden Einfüh-rungen in die neuen Prozessabläufe durchgeführt, damit sie sich auf die neuen Herausforderungen vorbereiten konnten. Das parallel laufende Tagesgeschäfte musste in dieser Restrukturierungsphase weiterhin erfüllt werden. Dies erforderte von den Mitarbeitenden des TEC ein hohes Engagement und eine Mehrbelastung des Einzelnen.

Die TEC-Werkstätten in Kürze
Medizin-Technik
  • Medizintechnik-Werkstatt
    Der Aufgabenbereich umfasst die elektrische Eingangskontrollen, Installation, Inbetriebnahme, Wartungs- und Reparaturarbeiten vor Ort sowie Support bei der Evaluation von neuen medizintechnischen Geräten.
  • Geräte-Werkstatt
    Auch hier werden medizintechnische Geräte betreut, u.a. Laborgeräte. Reparaturen von Büro- und Haushaltsgeräten, Infusomaten und Ernährungspumpen gehören zu den Arbeitsschwerpunkten.
Gebäudetechnik
  • Sanitärwerkstatt
    Kontrolle und Wartung von Sanitäranlagen, Instrumentenwasch- und Steckbeckenspülmaschninen. Tropft ein Wasserhahn oder leckt ein Wasserrohr, werden diese Arbeiten von eigenen Klempnern ausgeführt.
  • Lüftungswerkstatt
    Instandhaltung der komplexen Lüftungsanlagen, die Filtertechnik, die Regulierungen pneumatisch und elektronisch sowie Messung und Kontrolle der 40 Operationssäle und 170 Sterilwerkbänke.
  • Heizungswerkstatt
    Überwachung und Unterhalt der 32 Wärmeübergaben, Traktverteilstationen und Dampfbefeuchtungsanlagen. Organisation, Koordination und Begleitung von Fremdpersonal (Inspektor, Kaminfeger, Rauchgaskontrolleure). Unterhalt und Ausführung von Reparaturen bei allen Labor- und medizinischen Sterilisatoren.
Betriebstechnik
  • Betriebsgarage
    Sicherstellung von Post und Güter des täglichen Bedarfs zu und von den weit verstreuten Liegenschaften des USZ. Verlegung von Patientinnen und Patienten in andere Spitäler. Unterhalt des Fahrzeugparks USZ und Schneeräumung.
  • Mechanikwerkstatt
    Unterhalt der im 1978 erstellten 16 Kilometer langen Aktenrohrpostanlage mit drei Zentralen und 122 Stationen (900’000 Fahrten/Jahr). Ebenfalls zum Aufgabenspektrum gehört der Unterhalt von Liftanlagen, Operationstischen und der Blutrohrpostanlagen.
Infratechnik
  • Malerei
    Optische und hygienische Auffrischung abgenutzter Räumlichkeiten. Neuanfertigung und Änderung von Beschriftungen, Sattlerei und Verwaltung des Kunstinventars.
  • Gärtnerei
    Unterhalt der Umgebung (Landschaftsgärtnerei) und Gestaltung der Innenbegrünung. Kontrolle und Reinigung von Flachdächern, Wegen und Plätzen (Abfallentsorgung) sowie Winterdienst im Areal.
  • Schreinerei
    Anfertigungen von Spezialabdeckungen und Errichten von Staubwänden, Montage von Vorhangsystemen, Reparaturen von Türen, Einrichtungen, Verlegen von Bodenbelägen.
Elektrotechnik
  • Elektrotechnik «Elektrokontrolle»
    Das USZ trägt als kontrollpflichtige Unternehmung die Verantwortung für die Verteilung der Elektroenergie. Das Elektroinspektorat ist für die Einhaltung der Normen der Elektroinstallationen im USZ und den Liegenschaften verantwortlich.
  • Leittechnik-Werkstatt
    Sie nimmt Störungen an Systemen und Geräten entgegen und ist zuständig für das Gebäudeleitsystem. Sie überwacht sämtliche Lüftungs- und Heizungssysteme, die Liftanlagen im USZ und Tiefkühltruhen in Labors. Das Funktionieren des Brandmeldesystems sowie die Notrufzentrale obliegen der Leittechnik wie auch das Türzutrittskontrollsystem (Badge-System).
  • Telematik-Werkstatt
    Installation und Instandhaltung von Telefon-, Fax- und Personalsuchanlagen, das Patientenrufsystem sowie Radio- und Fernsehanlagen, Gegensprechanlagen und Audio-Visionsanlagen.
«Firstline-Service» als Zukunftsoption
Mit der Neuausrichtung tritt die Abteilung Technischer Dienst gegenüber den Kliniken und Instituten wie ein externer Anbieter «als Mitbewerber» auf. Arbeitsaufträge werden wettbewerbsorientiert, d.h. im «Werkvertragsverhältnis» ausgeführt. Um eine Kostentransparenz zu schaffen werden in Zukunft die Dienstleistungen des technischen Dienstes an Dritte verrechnet.

In der Erhöhung der Eigenleistungen anstelle von Fremdvergabe liegt ein vielver-sprechendes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial. Dort, wo sehr hohe Kosten durch eine Fremdvergabe anfallen, werden zukünftig Eigenleistungen geprüft. Beispielsweise kann bei den teilweise jährlich anfallenden Service- und Reparatur-kosten von Geräten ein «Firstline-Service» angeboten werden. Gemeint sind damit «Shared Services» mit Firmen. Damit sollten die sehr hohen Wartungs- und Servicekosten gesenkt und Stillstandzeiten von High-End-Geräten verkürzt werden.

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