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Spitalseelsorge

Markus Zweifel, Diakon
Leiter kath. Pfarramt
Pfr. Werner Ebling
Leiter ref. Pfarramt

Personelles

Katholisches Pfarramt
Im kath. Pfarramt war das Jahr 2004 von einem sehr starken personellen Wechsel gezeichnet. Anfang Jahr nahm der neue Leiter Markus Zweifel seine Tätigkeit am USZ auf. Im Sommer bzw. Herbst verliessen  Cornelius Schützen und P. Lothar Kreitz das Team und Ende des Jahres zog sich auch Emma Amgarten nach Luzern zurück. Ihnen allen sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt für ihren Einsatz am USZ.

Gestaffelt begannen die Nachfolger ihre Arbeit als Spitalseelsorger: Zuerst Hannes Steinebrunner und Andreas Miesen später dann Sales Meier und bereits im neuen Jahr wird dann Tatjana Disteli zu uns stossen; als Überbrückung hilft Esther Vögtlin für drei Monate aus. Ihnen wünschen wir einen guten Start und alles Gute für ihre Aufgabe. Sie wurden in der Mitarbeiterzeitung Puls bereits näher vorgestellt.

Hannes Steinebrunner Andreas Miesen Sales Meier


So wurde innerhalb eines Jahres fast das ganze Team ausgewechselt, geblieben ist nur Christiane Burrichter.

Mit den Neubesetzungen kam auch eine Neuzuteilung der Arbeitsgebiete. Neu nehmen die Seelsorgerinnen und Seelsorger auf Gebäudekomplexe und -trakte zentriert ihre Aufgaben wahr, was einer Bündelung der Kräfte entspricht.

Der Pikettdienst in der Nacht und an den Wochenenden wurde in einen gesamtstädtischen priesterlichen Pikettdienst überführt. Nun sind vier Priester für den Pikettdienst in sieben Spitälern der Stadt verantwortlich. In Notfällen ist der Portier Ansprechpartner.

Reformiertes Pfarramt
Im reformierten Pfarramt trat Ende September nach 14 Dienstjahren Pfr. Klaus Wagner als Seelsorger zurück. Er wurde im Gottesdienst vom 12. September durch Kirchenrätin Frau I. Gysel verabschiedet.

Als Nachfolgerin mit Amtsantritt am 1. Januar 2005 wurde Frau Pfrn. Christine Marti gewählt.

Frau Marti ist kanadisch-schweizerische Doppelbürgerin. Sie war während mehrerer Jahre Pfarrerin in Trogen (inkl. Krankenheim Trogen) und Wald/AR. Vor ihrer Wahl ans USZ absolvierte sie eine einjährige Vollzeitausbildung in klinischer Seelsorge in St. John’s und Edmonton (Alberta), Kanada.
Im USZ wird sie mit einem Pensum von 80% arbeiten.


Neu zum Team stiess im Frühjahr auch Martin Schärer, Pfarrer in Regensberg. Er wurde durch den Kirchenrat für einen Zusatzdienst am USZ abgeordnet. Er entlastet Pfr. Werner Ebling, der im Rahmen der neuen Führungsorganisation FaoL mit der Leitung des Care Teams betraut wurde.
Im Zuge dieser personellen Wechsel wurde auch die Zuteilung der Stationen an die einzelnen Seelsorgerinnen und Seelsorger neu geregelt.

 

Retraite der Pfarrämter
Im September verabredeten sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einer gemeinsamen Retraite in der Kartause Ittingen. Zusammen mit einem externen Moderator diskutierten sie an zwei Tagen «Lust und Frust» ihrer gemeinsamen seelsorgerischen Verantwortung am USZ. Zur Frage eines gemeinsamen Gottesdienstes im USZ wurde einige Grundlagen erarbeitet, an denen noch weiter gearbeitet werden muss.

Zum Erfolg der Tagung trug aber auch die Möglichkeit zu persönlichen Begegnungen in einer offenen und gelösten Atmosphäre bei.

Konvent
Zusätzlich zu der gemeinsamen Retraite trafen sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger sechsmal zu einem gemeinsamen Konvent, um organisatorische und inhaltliche Anliegen der Spitalseelsorge zu besprechen.

Wie immer trafen sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch zweimal zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit einer Delegation der Spitalleitung. Auch die Vertreter des Aids-Pfarramtes nahmen daran teil.
Diese Treffen werden von beiden Seiten geschätzt und sind ein wesentlicher Beitrag zur Integration der Seelsorge im Spital.

Spitalkirche
Auch im Berichtsjahr wurden an allen Sonn- und kirchlichen Feiertagen in der Spitalkirche Gottesdienste abgehalten. Am Tag der Kranken, an Auffahrt, am Bettag und am 1. Advent wurden sie in ökumenischer Gemeinsamkeit gefeiert.

Im November wurde ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für die Angehörigen aller am USZ Verstorbenen gefeiert. Er stand unter dem Thema «Tränen». Wie sehr diese Gottesdienste einem Bedürfnis entsprechen, zeigte sich daran, dass die Kirche nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt war. Zum Gedenken an die Verstorbenen, zu denen auch Kinder zählten, wurden Kerzen entzündet.

Die Gottesdienste werden jeweils durch eine Organistin bzw. einen Organisten begleitet. Das noch vakante Pensum von 75% konnte wieder besetzt werden.



Für die Gottesdienste wird die Spitalkirche jeweils durch die hausinterne Gärtnerei liebevoll mit Pflanzen geschmückt. In der Adventszeit setzten zudem vier grosse Kerzen den markanten Akzent eines stilisierten Kranzes. Der lichtvolle Weihnachtsbaum erfüllte den Raum mit weihnachtlicher Atmosphäre. Eine schlichte afrikanische Krippe lud zum Verweilen ein.
Im Verlauf des Jahres konnte eine Kerzenburg eingerichtet werden. Sie möchte dem Bedürfnis von Patienten, Angehörigen und weiteren Besuchern Rechnung tragen, einem Menschen mit einer Kerze ein Zeichen der inneren Verbundenheit zu setzen.

In diesem Sinne werden auch die «Anliegenbücher» in der Spitalkirche wie auch im Raum der Stille intensiv genutzt. Sie zeugen auf eindrückliche Weise, was Menschen hier im Spital an Ängsten und Sorgen, aber auch an Hoffnungen und Dankbarkeit bewegt.

Beide Pfarrämter konnten auch im Berichtsjahr wieder auf die Mitarbeit von Freiwilligen zählen, die jeweils gehbehinderte oder gehunfähige Patientinnen und Patienten aus ihren Zimmern abholen und zum Gottesdienst bringen. Ohne diesen Dienst wäre vielen Patientinnen und Patienten der Besuch des Gottesdienstes gar nicht möglich.

Trotz bestehender Kennzeichnung verfehlten immer wieder Besucher, die aus der Cafeteria kamen, den direkten Zugang zur Spitalkirche. Wir freuen uns, dass die Beschriftung inzwischen weiter präzisiert werden konnte.

Weihnachtsfeier

Von der Spitalleitung wurden die Pfarrämter auch dieses Jahr wieder mit der Gestaltung der Weihnachtsfeier für Patienten und Personal in der Spitalkirche beauftragt.

Im Mittelpunkt standen die musikalischen Darbietungen des Trios «Nordwind» (Harfe, Bratsche, Rohrflöte), ergänzt durch weihnachtliche Gesänge, Texte und Symbolik des Lichts. Den Besucherinnen und Besuchern wurde im Anschluss an die Feier ein Apéro offeriert.

Ebenfalls im Zusammenhang mit Weihnachten stand der Dank an die Stationen und Verwaltungsabteilungen des USZ, den die Pfarrämter mit einer Weihnachtskarte und dem traditionellen «Salami» abstatteten.

 

 

Mittagsveranstaltungen
Zweimal im Jahr laden die Pfarrämter jeweils zu einer besonderen Veranstaltungsreihe über Mittag ein.

Im Frühjahr organisierte das ref. Pfarramt eine Ausstellung der Künstlerin Eveline Cantieni Schlumpf. In ihrer Bilderkomposition bot die Künstlerin eine eindrückliche Variationsreihe zum Thema «Steine».

Im Advent konnte das kath. Pfarramt viermal, jeweils am Mittwoch, eine Meditation am Mittag und Abend anbieten. Es war ein Angebot zum Innehalten und Stillwerden in einer Zeit der Geschäftigkeit mit Orgelmusik, gespielt von Astrid Ender, besinnlichen Texten und Adventsliedern.

Patientinnen- und Patientengesetz

Erfreut waren die Seelsorgerinnen und Seelsorger über die Fassung des neuen Patientinnen- und Patientengesetzes des Kantons Zürich. Es garantiert wie bisher den Patientinnen und Patienten das Recht auf die eigene Seelsorgerin bzw. den eigenen Seelsorger. Neu festgehalten ist hingegen das Recht der Spitalseelsorge, die Patientinnen und Patienten unaufgefordert zu besuchen.

Pomcany's Zürich © UniversitätsSpital Zürich