|
Bildungszentrum
 |
 |
Carla Bühler Leiterin Bildungszentrum und Schule für Weiterbildungen | Der im Vorjahr begonnene Reorganisationsprozess wurde weitergeführt und wird sicherlich bis ins 2006 andauern. In diesem Rahmen werden die vier Bildungsbereiche interdisziplinäre Fortbildung, Fortbildung Pflege, Schule für Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1 und der Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege im Bildungszentrum zusammengeführt.
Zu den Aufgaben des Bildungszentrums gehört es, für das UniversitätsSpital und für externe Kunden bedürfnisorientierte, zeitgemässe Bildungsangebote zu konzipieren und zu realisieren. In diesem Jahr war die Arbeit der Mitarbeiter des Bildungezentrums nebst dem Reorganisationsprozess dominiert von kontinuierlich wachsenden Bildungserwartungen sowie steigenden Besucherzahlen.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben diese Herausforderung angenommen und mitgeholfen, dass die Leistungserwartungen erfüllt werden konnten. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre tatkräftige Unterstützung und für ihren Beitrag für die Schaffung eines zukunftsweisenden Bildungszentrums.
Abteilung Interdisziplinäre Fortbildung Marianne Montoya
Im vergangenen Jahr war die Abteilung Interdisziplinäre Fortbildung vor allem durch einen Personalwechsel in der Kursadministration geprägt und dem Einspielen von neuen Zuständigkeiten (Abgrenzung zwischen der Personal- und Organisationsentwicklung HRM und der Abteilung Interdisziplinäre Fortbildung Bildungszentrum). Bei dieser Gelegenheit wurde das Dienstleistungs- und Kursangebot überprüft und die Organisation gestrafft. Neu wurden EDV-Kurse für alle USZ-Mitarbeitenden ins Programm aufgenommen, welche die tägliche Arbeit am PC erleichtern. Dadurch konnten Ressourcen eingespart werden und die Kurse je nach Bedarf den speziellen Bedürfnissen der USZ-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angepasst werden. EDV-Spezialkurse besuchen die Mitarbeitenden weiterhin in der DIGICOMP academy. Ausserdem wurden die Kurse des Betriebes, welche bisher autonom organisiert und durchgeführt wurden, in das Angebot der Interdisziplinären Fortbildung integriert. Damit wurde ein gleicher Standard erreicht und Doppelspurigkeiten konnten abgebaut werden.
Die Basic Life Support-Kurse (Reanimation) öffneten wir 2004 für externe Institutionen und nahmen damit rund 25000 Franken ein.
Abteilung Fortbildung Pflegedienst Rosemarie Ruckstuhl
Die Abteilung Fortbildung Pflegedienst passte 2004 ihre Arbeitsabläufe erneut den aktuellen Erfordernissen an. Im Fortbildungsprogramm wurden vor allem die Kurzveranstaltungen und die projektabhängigen Schulungsangebote sehr gut besucht. Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit der Patientengastronomie, der Spitalhygiene, den Projektleitungen der Bezugspflege, der Projektleitung Outcome Messung Dekubitus und der Leiterin Grundausbildung Pflege angeboten.
Im regulären Fortbildungsangebot wurden die Themen «EKG Grundlagen», «Pflege bei chirurgischen Eingriffen an der Leber» und «Pflege bei cerebral vasculärem Insult» neu integriert und der Kurs «Pflege von psychisch Erkrankten im Akutspital» erweitert. Sehr guten Anklang fand die Tagung zum Thema «Pflege und Sexualität» mit Stefan Zettl aus Heidelberg.
Die Einführung der Bezugspflege bedingte organisatorische Neuerungen und Einstellungsveränderungen im Pflegealltag, die sich auch im Kursangebot abzeichneten. Ziel war die Steigerung der Selbstorganisation, der ressourcenorientierte Umgang mit sich selbst und die bewusstere Kommunikation. Im Gegensatz zum Vorjahr haben auch die individuellen Standort- und Laufbahngespräche zugenommen, dies wohl als Folge der internen Reorganisationen.
Da der Kurs 2004 nicht gefüllt werden konnte, trafen sich die Leitungen Pflege der Augenkliniken Inselspital Bern, Universitätsaugenklinik Basel, Kantonsspital Luzern und St. Gallen, UniversitätsSpital Zürich nochmals zur Überarbeitung eines gemeinsamen Kursangebotes. Wir freuen uns, dass wir trotz den Budgetkürzungen in den Spitälern genügend Anmeldungen für den nächsten Kurs verzeichnen können.
Neben dem festangestellten Team (3,5 Stellen), arbeiteten 98 Lehrkräfte mit am Fortbildungsangebot. Gut ein Drittel sind freischaffende oder in andern Spitälern angestellte Lehrpersonen, zwei Drittel sind im USZ angestellt. Eine dankbare Aufgabe war die Einführung und das Coaching von jungen Pflegefachpersonen, die erstmalig und hochmotiviert ihr Spezialgebiet unterrichteten.
Mein besonderer Dank geht ans AFP-Team und alle diejenigen die mithalfen, unsere Arbeit kritisch zu überprüfen, die Begeisterung und die Freude an unserer Aufgabe aufrecht zu erhalten und die flexibel genug blieben, um Entscheidungen über Bord zu werfen, wenn sie sich nicht als zweckmässig erwiesen.
Schule für Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1 Monica Vazzaz
Das Berichtsjahr bescherte der Schule für Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1 einschneidende Veränderungen. Die Beteiligten konnten dem Protokoll der Spitalleitung vom 9. Juni 2004 entnehmen, dass die Schule im Jahr 2006 geschlossen wird. Die Schulkommission und das Schulteam bedauern diesen Entscheid sehr, signalisiert dieser doch einen symbolisch bedeutungsvollen Weiterbildungsabbau für die Pflegeprofession.
Die Bibliothek des Pflegedienstes USZ wurde gegen Ende des Berichtsjahres in die Medizinbibliothek Careum integriert. Dadurch stehen jetzt die Fachbücher für Pflegeberufsangehörige unter optimalen Bedingungen einem erweiterten Fachpublikum zur Verfügung. Seit Anfang der 90er-Jahre waren die Mitarbeiterinnen der Schule HöFa 1 in Pflege für den Weiteraufbau und die Verwaltung der Fachbibliothek verantwortlich. Diese wies zum Zeitpunkt des Umzuges einen Bestand von 2500 Büchern auf.
Das Weiterbildungsprogramm konnte 2004 für die Kurse 11, 12 und 13 erfolgreich realisiert werden. Neue Tendenzen und Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft, der Pädagogik und der Weiterbildungsorganisation wurden bei der Umsetzung des Curriculums entsprechend aufgenommen und integriert.
Es wurden folgende Unterrichtsleistungen erbracht:
- 200 Lektionen Einzelunterricht
- 63 Schultage Unterricht im Schulzimmer
Durch den Unterricht im Schulzimmer wurden bei den Kursen 11, 12 und 13 die Lerninhalte des Weiterbildungsprogramms vermittelt.
|
Berufsspezifische und allgemeinbildende Lerninhalte |
Wissenschaftliche Lehrinhalte |
| Schulleiterin |
162 |
|
Lehrende aus kantons- und staatsbeitrags-berechtigten Betrieben |
66 |
43 |
| Aussenstehende Lehrende |
48 |
159 |
Zusammenfassung Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Zahlen:
- 11 Abschlüsse
- 18 Eintritte
- 27 Lernende am 31.12.04
Herzlichen Dank an alle, welche im Berichtsjahr und darüber hinaus durch ihr Engagement und ihre Mitarbeit zum Gelingen der Höheren Fachausbildung in Pflege Stufe 1 beigetragen haben.
Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege Carla Bühler
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (5 Lehrer- und 1,5 Sachbearbeiterstellen) der Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege haben sich selbstbewusst und mit Überzeugung den sich stetig ändernden Wissens- und Leistungserwartungen der diversen Praktikumsspitäler und Weiterbildungs-teilnehmer gestellt und diese in ihre pädagogischen oder administrativen Aufgabenbereiche integriert.
Zur Realisierung der theoretischen Nachdiplomausbildungen in Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege wurden 52 Modulwochen angeboten. Im Durchschnitt sind pro Monat ca. 170 diplomierten Pflegefachfrauen und -männer in der Nachdiplomausbildung an der Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege.
Im Sommer 2004 entschied die Gesundheitsdirektion, dass sich im Rahmen des zunehmenden Kostendruckes alle Teilnehmer der Nachdiplomausbildungen ab 2005 zu 50% am Kursgeld beteiligen sollen. Dieser Entscheid bedingte, dass alle Lehr- und Praktikumsverträge mit den innen- und ausserkantonalen Spitälern fristgerecht überarbeitet werden mussten. Das gesamte Personal, insbesondere die Sachbearbeiterinnen stellten sich dieser Herausforderung und halfen mit, dass die neuen Verträge termingerecht realisiert werden konnten.
Meinen Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule für Anästhesie-, Intensiv-, Notfall- und Operationspflege sowie dem gesamten Dozentenstab, die begeistert und initiativ mithalfen erneut zeitgemässe und zielgerichtete Nachdiplomausbildungen anbieten zu können.
|
|