Augenklinik
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Prof. Dr. med. Klara Landau Klinikdirektorin a.i. | Im Berichtsjahr 2004 konnte der im Vorjahr begonnene allgemeine Aufschwung an der Augen-klinik fortgesetzt werden. Das Berufungsverfahren zur definitiven Besetzung der Klinikdirektion wurde zwar auch im 3. interimistischen Jahr nicht abgeschlossen, ist aber in die entscheidende Phase getreten: Im August konnten alle Interessierten anlässlich eines Symposiums die vorgetragenen Forschungsrichtungen von sieben Kandidaten begutachten.
Die Leitung des Pflegedienstes wurde neu besetzt. Frau Ursula Haas, die bisherige Leiterin Pflege an der ORL Klinik, übernahm auf Jahresbeginn zusätzlich die Pflegeleitung der Augenklinik.
Organisatorische Veränderungen wie die Einführung von Tarmed, gemeinsames Führen der Bettenabteilungen mit der ORL Klinik nach Reduktion der Bettenzahl, Unterstellung der OP Pflege unter die allgemeine OP Pflege USZ, Neuorganisation des Notfalldienstes, zentrale Disposition und Ersetzen des eigenen Klinikinforma-tionssystems mit dem USZ weiten System KISIM prägten das vergangene Jahr und forderten viele Ressourcen und eine grosse Flexibilität seitens der Mitarbeitenden. Die Aufgaben in Lehre, Weiter- und Fortbildung sowie in der Forschung wurden erfolgreich erfüllt.
Klinische Tätigkeit
Dienstleistungen Die Dienstleistungen der Augenklinik wurden im Berichtsjahr weiter intensiviert und verbessert. Die Patientenzahlen in der Poliklinik und in der Orthoptischen Abteilung wie auch die Anzahl der Spezialuntersuchungen sind weiter gestiegen. Auch die Zahl der ophthalmologischen Eingriffe hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Um die Ressourcen im Operationssaal optimal zu nutzen, wurde ein Betriebsreglement für die benachbarten Operationssäle der Augenklinik und der ORL Klinik ausgearbeitet. Die beiden Klinikleitungen der Augenklinik und der ORL Klinik formierten den Führungsausschuss Nord II mit dem Ziel, gemeinsame Themen zu diskutieren und Projekte zur Verbesserung der Zusammenarbeit zu lancieren. Der von den Versicherern geforderte und aufgrund der Forschritte in der Ophthalmochirurgie gerechtfertigte Prozess der Umstellung auf ambulante Katarakt-Chirurgie konnte zu Ende geführt werden: 90% der Katarakt Operationen wurden im Berichtsjahr ambulant durchgeführt (im Vorjahr waren es 73%). Die restlichen 10% der Kataraktoperationen werden bei Patienten vorgenommen, die aus medizinischen oder sozialen Gründen hospitalisiert werden müssen, um eine erfolgreiche Operation mitsamt Vor- und Nachbehandlung zu gewährleisten. Deshalb und wegen weiterer ophthalmologischer Erkrankungen und Eingriffe, die eine Hosptialisation erfordern, ist es notwendig, den restlichen Bestand von 20 Betten der Augenklinik zu behalten. Dies auch deshalb, weil die inzwischen zahlreichen Zentren für Ophthalmochirurgie fast nur auf ambulante Patienten ausgerichtet sind.

Poliklinik Dr. med. Ronald Kovacs
Die Poliklinik wurde auch in diesem Jahr sehr durch die hohen Patientenzahlen gefordert. Einerseits ist es sehr erfreulich, dass neben den allgemeinen Poliklinik-terminen die Spezialsprechstunden für Netzhauterkrankungen, Tränenwege, Neuroophthalmologie, Hornhaut, Uveitis, Kontaktlinsen, Ultraschalldiagnostik u.a. sehr gut ausgelastet sind, andererseits sind dadurch Engpässe bei den Terminen ein Aspekt, der sowohl die Mitarbeitenden als auch die Patienten öfters an Grenzen geführt hat. Obwohl mit der zusätzlichen Einrichtung einer Untersuchungseinheit die Kapazitäten der Poliklinik erweitert werden konnten, sind die Auswirkungen der Arbeitszeitbeschränkungen im Rahmen der Vermeidung von Überstunden bereits zu spüren gewesen. Mit der Einführung des TARMED und damit der direkten Leistungserfassung im ambulanten Bereich ging nach einer langen und intensiven Planung die theoretische Phase ab 1. Januar 2004 in die praktische Umsetzungsphase über und es gebührt allen Beteiligten grösste Anerkennung für die geleistete Arbeit in dieser sehr heiklen Phase der Poliklinik. Einerseits musste der Betrieb wie gewohnt weitergehen und andererseits musste neben der Installation aller für die Erfassungsarbeit nötigen Hardware und Software die Schulung der betroffenen Mitarbeitenden aller Bereiche parallel dazu durchgeführt werden. Mit grossem Einsatz haben alle Mitarbeitenden diese Umstellung mitgetragen und zum Gelingen dieser einschneidenden Umstellung des Betriebs beigetragen. Weiter wurden durch die Einführung des Einschaltermodells die Abläufe bei der Anmeldung für die Patienten gestrafft und vereinfacht. Auch diese Umstellung der Abläufe verlief dank guter Vorarbeit der Planungsgruppe glatt und brachte keine Überraschungen mit sich. Im Bereich der Notfallversorgung in den Randstunden und im Nachtdienst wurde die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pflegenden der Augenklinik und der ORL-Klinik intensiviert und auch diese Neuerung wurde von allen mit viel positiver Einstellung und Einsatz mitgetragen.
Netzhautabteilung Prof. Dr. Horst Helbig
Im Verlauf des Jahres 2004 konnten im Aufgabenbereich der Netzhautabteilung sowohl die Anzahl der konservativen Behandlungen als auch die der Netzhaut-Operationen im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert werden. Mit der Anschaffung eines Gerätes für die Optical Coherence Tomography (OCT) konnte eine weitere wesentliche Lücke in der apparativen Ausstattung geschlossen werden und es konnten erste wissenschaftliche Projekte begonnen werden.
Personell zeigte sich eine erfreuliche Stabilität. Einerseits konnte die inhaltliche Schwerpunktbildung einzelner Mitarbeiter die fachliche Qualität erhöhen. Andererseits konnten die Bemühungen, vermehrt teamorientiert zu arbeiten, für alle Mitarbeitenden die Arbeitszufriedenheit bessern. Besonders hervorzuheben ist die klinische und wissenschaftliche Tätigkeit von OA Dr. Johannes Fleischhauer, der schwerpunktmässig für die Elektro-Retinographie zuständig ist. Herr OA Dr. Florian Sutter widmete sich innovativ der pharmakologischen Therapie des Makulaödems. OAe Dr. Malaika Kurz-Levin beschäftigte sich in Lehre und Klinik mit der Angiographie der Netzhaut. Durch die Schaffung eines Rotations-Assistenten für die Retinologie konnte die Assistentenausbildung im Bereich der Netzhauterkrankungen schwerpunktmässig intensiviert werden.
Intensivierte Kooperationen mit dem Institut für Humangenetik und dem Labor für Zellbiologie der Netzhaut lassen hoffen, vom unterschiedlichen Know-how sowohl für die Patientenversorgung als auch für die Wissenschaft gegenseitig zu profitieren.
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A: Histologie durch die zentrale Netzhautregion (Fovea). Der besseren Vergleichbarkeit wegen ist die Abbildung als Negativ dargestellt. B: OCT-Scan durch normale Fovea. Die Netzhautdicke beträgt etwa 0.2mm. Man betrachte die gute strukturelle Vergleichbarkeit, auch wenn der Falschfarbendarstellung etwas unterschiedliche Kontraste entstehen. C: OCT-Scan durch eine Netzhaut mit Makulaforamen. Man beachte den durchgreigenden Defekt durch alle Netzhautschichten, die aufgeworfenen Ränder sowie die Schwellung des Netzhautgewebes im Randbereich. |
Orthoptische Abteilung Brigitte Bärlocher, Cheforthoptistin
In der Orthoptischen Abteilung der Augenklinik USZ haben die Patientenzuwei-sungen im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Daraus ergab sich auch eine Erhöhung der Anzahl der Konsultationen. Trotz dem (vorübergehend) leicht reduzierten Personalbestand konnte dank grossem Einsatz des gesamten Teams die Mehrarbeit bewältigt werden.
Zwei für die Zukunft des Berufes der Orthoptistin/des Orthoptisten wesentliche Zäsuren prägten das vergangene Jahr:
- Im Zuge der Reorganisation der Berufe im Gesundheitswesen - bedingt durch das neue Berufsbildungsgesetz - hat der Stiftungsrat der Deutschschweizer Schule für Orthoptik St. Gallen beim Kanton St. Gallen um die Integration der Berufsausbildung Orthoptistin/Orthoptist in die Höhere Fachschule Gesundheit St. Gallen ersucht. Damit wird eine entsprechende Positionierung des Berufes in der neuen Bildungslandschaft angestrebt. Auch Synergien mit anderen Berufen im Gesundheitswesen können so sinnvoll genutzt werden. Eine Antwort des Kantons St. Gallen steht noch aus.
- Kurz vor Jahresende teilte das Schweizerische Rote Kreuz seinen Entscheid über die definitive Anerkennung des Ausbildungsprogramms in Orthoptik an der Deutschschweizer Schule für Orthoptik St. Gallen mit. Somit ist die Berufsausbildung nun gesamtschweizerisch anerkannt. Die vier Praktikumsorte Zürich, Basel, St. Gallen und Luzern teilen die grosse Freude mit der Schule über diesen Beschluss, führten so doch langjährige Arbeiten und Bemühungen der Schule in Zusammenarbeit mit den Praktikumsorten zu einem erfolgreichen Abschluss.
Projekte innerhalb der klinischen Tätigkeit Heike Pollerhoff, MBA
Die Tarmed Einführung zum 01.01.2004 erfolgte problemlos. Die intensiven, wochenlangen Vorbereitungen zahlten sich aus. Die Spektren, die die Tarmed Verantwortlichen der Augenklinik erarbeitet hatten, erwiesen sich als praxis-tauglich. Trotz allem Goodwill und Bemühungen seitens der Erfassenden war und ist ein zeitnahes Controlling der erfassten Leistungen notwendig. Um eventuelle Fehlerquellen beim Erfassen und/oder innerhalb der Spektren zu erkennen, wurde in den ersten vier Monaten das Controlling von der Klinikmanagerin vorgenommen. Ab dem 01.05.2004 konnte sie diese Aufgabe an Frau Gertrud Hämmig, Sekretariat Leiter Poliklinik, übergeben. Immer wieder werden Leistungen nicht erfasst (grosse Anzahl an Notfallpatientinnen und -patienten, Störungen durch Telefonate usw.), so dass das Controlling für die Optimierung der ambulanten Erträge von grosser Bedeutung ist. Ab Herbst liefen dann die Vorbereitungen für die Einführung Leistungserfassung stationär, ebenfalls auf der Basis Tarmed. Die Vorbereitungen konnten termingerecht abgeschlossen werden, so dass der Einführung stationäre Leistungserfassung per 01.01.2005 nichts im Wege stand.
Im Frühling wurde das von Dr. Ahmet Yanar entwickelte und betreute Klinikinformationssystem für die stationären Patientinnen und Patienten durch das USZ-weite System KISIM abgelöst. Die bisher gewohnten Formulare, Vorlagen usw. konnten zum grössten Teil ins KISIM integriert werden. Informationen über Behandlung, Diagnose, Verläufe u.ä. können auf diesem Weg schnell eingeholt werden.
Der Frühsommer und Sommer stand ganz unter den Vorbereitungen des Neuro-Ophthalmologischen Symposiums «The Experts Opinion» vom 16.07.2004. Sponsorensuche, Programmgestaltung, Anschreiben der Teilnehmenden usw. nahmen viel Zeit in Anspruch. Das Symposium als Visitenkarte der Augenklinik sollte ein voller Erfolg werden. Alle Teilnehmenden, Gäste aus dem In- und Ausland, Aussteller und das Organisationsgremium konnten einen vollen Erfolg verbuchen. Die Auswertung der Evaluationsbogen unterstrich auch objektiv das positive Ergebnis dieses Events.
Die zweite Jahreshälfte wurde, wie jedes Jahr, durch den Budgetprozess 2004 geprägt. Das Sanierungsprogramm04 hinterliess seine Spuren, Aufwandkürzungen gegenüber Ertragsoptimierungen waren einmal mehr angesagt. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte die Augenklinik das Jahr 2004 mit einem sehr guten positiven Ergebnis beenden.
Forschung
Die aktive Forschungsgruppe von Prof. Charlotte Remé, PD Dr. Christian Grimm und PD Dr. Andreas Wenzel hat ihre Arbeit auf dem Gebiet der Erforschung der Netzhaut-Degenerationen erfolgreich fortgesetzt. An der Jahrestagung der ARVO (Association for Research in Vision and Ophthalmology) in Fort Lauterdale, Florida, nahm Frau Prof. Remé die Proctor- Medaille entgegen, die wichtigste Auszeichnung, die einem Forscher oder einer Forscherin für das Lebenswerk im Bereich «Vision Research» zuteil werden kann. Sie hielt einen Vortrag mit dem Titel: «The dark side of light: the silent death of vision».
PD Dr. Christian Grimm und PD Dr. Andreas Wenzel erhielten im Berichtsjahr den kompetitiven Pfizer Forschungspreis in Neurowissenschaften für ihre Arbeiten zum Thema: «Neuroprotektion durch hypoxische Präkonditionierung: Erythropoietin in der Netzhaut».
Auch die rein klinische Forschung wurde auf den Gebieten Neuroophthalmologie und Okulomotorik, «medical retina» inklusive Elektrophysiologie, sowie Horn-hauterkrankungen weitergeführt. Verwiesen sei auf den akademischen Jahresbericht und auf die angefügte Publikationsliste.
Wegen Engpässen im klinischen Betrieb konnten die sowohl klinisch als auch wissenschaftlich tätigen Oberärzte den wissenschaftlichen Teil ihrer Tätigkeit nicht voll nutzen. Trotzdem sind zwei wissenschaftlich tätige Kliniker auf dem Weg zur Habilitation wesentlich vorwärts gekommen.
Aber auch die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte haben sich mit wissenschaf-tlichen Projekten auseinandergesetzt. An der Jahrestagung der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft im September hatte die Zürcher Universitäts-Augenklinik einen starken Auftritt mit zahlreichen Beiträgen, von eingeladenen Vorträgen bis zu Posters über wissenschaftliche Projekte. Um diese Präsenz sichtbar zu machen, wurde ein gemeinsames Layout für die Posters entwickelt und im Sinne einer «corporate identity» konsequent angewendet.
Lehre
Die Vorlesungen für Studierende haben wie bisher sowohl interne wie auch externe Dozierende gehalten. Die Rekrutierung von Patienten für die Kurse und Staatsexamina wird zunehmend schwieriger, da die Aufenthaltsdauer der stationären Patienten immer kürzer wird und die ambulanten Patienten nur bedingt gewillt oder in der Lage sind, sich für den universitären Lehrbetrieb zur Verfügung zu stellen. Als Lösungsmöglichkeiten bieten sich einerseits die e-learning Methoden, andererseits das Einbinden von anderen Lehrspitälern an. Im Rahmen der Studienreform stehen einschneidende Änderungen im Ophthalmologie-Unterricht bevor, welche im Berichtsjahr vorbereitet wurden.
Fort-und Weiterbildung
Gemäss jahrelanger Tradition wurden an der Augenklinik die Montag-Abend Vorträge zu den verschiedensten Themen der Augenheilkunde veranstaltet, die sich vor allem an die praktizierenden Ophthalmologinnen und Ophthalmologen richten. Zu Beginn des Semesters wird neu jeweils im Anschluss an den Vortrag ein Apéro organisiert, um den informellen Austausch zwischen den Mitarbeitenden der Klinik und den Zuweisenden zu fördern. Auch im Berichtsjahr ist es gelungen ein attraktives Programm mit Vortragenden des UniversitätsSpitals Zürich, anderer Schweizer Kliniken und ausländischer Institute zu gestalten.
Das bestehende interne Curriculum der Weiterbildung zum FMH Opththalmologie wurde im letzten Jahr etwas umgestaltet. Für das vierte Weiterbildungsjahr wurden neu längere Spezialrotationen eingeführt, für die sich interessierte Assistentinnen und Assistenten bewerben können.
Mehrere Mitarbeitende aus der Zürcher Augenklinik beteiligten sich am neu geschaffenen einwöchigen gesamtschweizerischen Basic Science Course in Ophthalmology in Neuchatel, der sich an junge angehende Ophthalmologen und Opththalmologinnen richtete. Sechs Kadermitglieder der Augenklinik waren als Dozierende tätig, drei Assistenz-ärztinnen und Assistenzärzte absolvierten den Kurs. Im Anschluss an den Kurs nahmen fünf Assistentinnen und Assistenten an der Basic Science Prüfung des International Council of Ophthalmology teil, vier haben dieses anspruchsvolle Examen bestanden.
Die jährlich in Paris durchgeführte schriftliche und mündliche Prüfung bestanden im Jahr 2004 sechs an der Zürcher Augenklinik tätige Assistenzärztinnen und Assistenzärzte; dieses Examen wird sowohl von der FMH wie auch vom European Board of Ophthalmology als Abschlussexamen für den Spezialarzt-Titel anerkannt.
Kongresse und Symposien
Zum zweiten Mal wurde mit Erfolg das Swiss Retina Meeting durchgeführt, diesmal zeitlich gekoppelt an das Ophthalmic Winter Seminar in Villars im Januar. Dieses von den Zürcher Forschenden ins Leben gerufene Treffen dient dem Austausch zwischen den verschiedenen Grundlagenwissenschaftlern im Bereich «Vision research».
Am 16. Juli 2004 fand an der Augenklinik ein internationales Symposium in Neuro-Ophthalmologie unter dem Titel: «The Experts Opinion» statt. An die 250 Teil-nehmer versammelten sich im Grossen Hörsaal Nord, um die führenden Neuro-Ophthalmologen - vorwiegend aus den USA - zu erleben. In acht Vorträgen wurde der neueste Stand des Wissens zu verschiedenen praxis-relevanten Themen dargelegt. Anschliessend wurden dem Experten-Paneel konkrete Fälle präsentiert, bei denen die Diagnostik und das Management unklar oder kontrovers waren. Die darauf folgende rege Diskussion war in Ergänzung zu den didaktisch hervorragenden Vorträgen ein Highlight des Symposiums (s. Abbildung). Die Organisation des Symposiums verlief reibungslos, was dem grossen Einsatz vieler Mitarbeitenden der Augenklinik zu verdanken ist; In erster Linie gebührt der Dank der Klinikmanagerin, Frau Pollerhoff.
Am 26. August 2004 stellten sich im Rahmen eines Symposiums die sieben KandidatInnen für das Ordinariat Ophthalmologie der Berufungskommission, den Mitarbeitenden der Augenklinik sowie dem breiteren interessierten Publikum vor.
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| Die Experten hören sich die Fragen der Teilnehmer an |
Öffentlichkeitsarbeiten
Ein neues handliches Merkblatt für die Zuweiser mit übersichtlicher Darstellung der an der Augenklinik tätigen Kadermitarbeitenden und deren Spezialgebieten wurde kreiert und breit verteilt. Das Format diente später als Vorlage für ein Informa-tionsblatt für alle Patienten, die ins USZ eintreten.
Für die Patienten der Augenklinik, bei denen entweder eine Katarakt- oder eine Augenmuskeloperation geplant ist, wurden im Berichtsjahr Informationsblätter ausgearbeitet, um sie auf die geplante Hospitalisation und den Eingriff optimal vorzubereiten.
Mitarbeitende der Augenklinik haben in Vorträgen über das Fachgebiet im Allgemeinen und über die Arbeit an der Augenklinik berichtet.
Pflegedienst Ursula Haas, Leiterin Pflege
Zu Beginn des Jahres 2004 wurde der Pflegedienst von der Augenklinik und der ORL unter eine Leitung Pflege zusammengefasst und die Pflegedienstmitarbei-terinnen der Nord II Operationssäle der Leitung OP USZ unterstellt. Die Gesamt-Bettenkapazität der Augenklinik wurde per Frühling 2004 auf 25 Betten reduziert und die entstandene freie Abteilung an eine andere Klinik abgegeben. Stationäre und teilstationäre Patienten der Augenklinik werden im Nord II E 2 und F1 von fachkundigen Pflegefachpersonen betreut.
Durch den Zusammenschluss der beiden Pflegdienstbereiche Augenklinik und ORL, zu Beginn 2004, sowie durch die neue, angepasste Patientenzuteilung mit einem grösseren Diagnosespektrum waren die Mitarbeitenden aufgefordert sich bewusst für ihren Arbeitsplatz zu entscheiden oder die Abteilung zu wechseln. Das neue Patientenklientel sowie auch das neue Fachgebiet bedeutete eine intensive Auseinandersetzung mit veränderten Pflegeinhalten, anderen Strukturen und nicht zu Letzt mit einer neuen Klinikkultur. Auch wenn es nicht immer leicht fiel, setzten sich die Mitarbeitenden aktiv mit den Veränderungen und Neuerungen auseinander.
Die Bettenzuteilung der Augenklinik erfolgt seit Beginn 2004 über die ORL - Disposition, da die Patientinnen und Patienten der Augenklinik und der ORL auf 2 gemeinsamen Bettenabteilungen betreut werden. Seit November 2004 wird die gemeinsame Augenklinik- und ORL-Patienten - Disposition aufgebaut.
Das von der Spitalleitung angeordnete Einschaltermodell wurde in der Augenklinik 2004 implementiert. Beim Einschaltermodell geht es darum, dass Mitarbeiterinnen der Augenpoliklinik stationäre wie ambulante Patienten an einem Schalter kompetent empfangen und an die richtige Abteilung weiterleiten. Ebenso erledigen sie alle administrativen Aufnahmeformalitäten für die ambulanten Patienten der Augenklinik. Hierfür wurden einige Stellen des Pflegeetats umgewandelt und Personal mit einer kaufmännischen Ausbildung rekrutiert. Gleichzeitig mit der Einführung des Einschaltermodells wurde in der Poliklinik auch die ambulante Abrechnung nach Tarmed eingeführt. Diverse pflegerische Handlungen, sowie Medikamentenapplikationen, welche nach ärztlicher Verordnung ausgeführt werden, werden von der Pflegefachfrau per Computer erfasst und verrechnet.
Da eine Bettenabteilung inklusiv Untersuchungszimmer und Büros an eine Fremdklinik abgeben wurde, konnte in der Augenpoliklinik ein zusätzliches Untersuchungszimmer eingerichtet werden. Durch die verbesserte Infrastruktur können nun mehr ambulanten Patienten vor Ort untersucht werden.
Eine wesentliche Verbesserung der Patienten-Betreuungsqualität wurde mit der Arbeitszeitanpassung der Pflegefachpersonen und kleinen strukturellen Veränderungen erzielt. Seit Oktober 2004 ist am Wochenende die durchgehende Patientenversorgung in der Augenpoliklinik möglich.
Ebenfalls neu werden seit Oktober 2004 in der Zeit von 18.00h - 7.45h die ambulanten Notfälle nicht mehr auf der Abteilung mitbetreut, sondern in den Räumen der ORL - Poliklinik. Hier wurde eigens dafür eine ophthalmologische Untersuchungseinheit eingebaut. Die Pflegenden der Poliklinik beider Fachbereiche betreuen Patienten der Augenklinik und der ORL im Spät- und Nachtdienst und assistieren dem jeweiligen Nachtarzt.
Die positivste Auswirkung der intensivierten Zusammenarbeit der Pflegenden der Augenklinik und der ORL ist die grössere Ressourcennutzung.
Personelles
Die definitive Nachfolgeregelung der Direktion der Augenklinik blieb auch im Berichtsjahr aus. Anlässlich eines halbtägigen Symposiums am 26. August haben sieben Kandidaten für die ausgeschriebene Position einen Vortrag über die eigene Forschung gehalten.
Im Laufe des Jahres wurde Dr. Bettina Schröder Frei als neue Oberärztin angestellt. Eine Oberärztin, Dr. Kerstin Johann auf der Heide verliess in diesem Jahr die Augenklinik in Richtung Praxis.
Eine Assistenzarzt-Stelle wurde im Jahr 2004 vom Stellenplan gestrichen, eine weitere blieb während vieler Monate wegen Krankheit unbesetzt.
Im Berichtsjahr waren an der Augenklinik eine Gastärztin aus Indien, ein Gastarzt aus Deutschland sowie eine Bundesstipendiatin aus der Tschechischen Republik klinisch und/oder wissenschaftlich tätig.
Auszeichnungen
Professor Dr. med. Charlotte Remé nahm anlässlich der Jahrestagung der «International Association for Research in Vision and Ophthalmology» die Proctor Medaille für das Jahr 2004 in Empfang und hielt einen Vortrag über ihre Forschung. Diese Auszeichnung wird seit 1949 von der ARVO für das Lebenswerk eines Forschers oder einer Forscherin verliehen und ist einer der angesehensten internationalen Preise auf dem Gebiet der Augenheilkunde.
PD Dr. phil. Christian Grimm und PD Dr. phil. Andreas Wenzel erhielten im Jahr 2004 den Pfizer Forschungspreis in Neurowissenschaften für ihre Arbeiten zum Thema: «Neuroprotektion durch hypoxische Präkonditionierung: Erythropoietin in der Netzhaut».
PD Dr. med. Horst Helbig wurde an der Freien Universität Berlin, wo er sich einige Jahre zuvor habilitierte, zum Titularprofessor ernannt.
Prakt. cand. med. Lukas Pfenninger gewann am Wintermeeting der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft den Preis für den besten Poster für seine zur Dissertation führende Arbeit: «Comparison of Harms tangent screen and search coil method in patients with trochlear nerve palsy».
Publikationen
Die Mitarbeitenden der Augenklinik haben im Jahr 2004 insgesamt 25 Originalarbeiten publiziert, worüber die separate Aufstellung Auskunft gibt.
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Eckdaten | |
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2004 |
2003 |
| Anzahl Patienten in der Poliklinik |
28214 |
26585 |
| Anzahl Konsultationen in der Poliklinik |
31801 |
35195 |
| Anzahl Konsultationen in der Orthoptischen Abteilung |
5263 |
5037 |
| Anzahl stationäre Patienten |
1140 |
1169 |
| Anzahl Operationen (ohne Laser) |
2581 |
2472 | |
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2004 |
2003 |
| Ärztliche Mitarbeitende und Akademiker |
36 |
37 |
| Pflegepersonal |
51 |
50 |
| Orthoptistinnen und MTTA |
20 |
20 |
| Verwaltung |
14 |
13 |
| Total |
121 |
120 | | |
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Ursula Haas Leiterin Pflege |
Heike Pollerhoff Klinikmanagerin |
Prof. Dr. med. Horst Helbig Leitender Arzt Retinologie |
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Dr. med. Ronald Kovacs Leitender Arzt a.i. Leiter Poliklinik |
Dr. med. Dr. phil. Michael Thiel Leitender Arzt a.i. |
Dr. med. Ahmet Yanar Leitender Arzt a.i. |
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Prof. Dr. med. Charlotte Remé Leiterin Forschung |
Brigitte Bärlocher Cheforthoptistin |
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