Klinik für Wiederherstellungschirurgie

Prof. Dr. med.
Viktor E. Meyer
Klinikdirektor
Auftrag der Klinik für Wiederherstellungschirurgie am UniversitätsSpital Zürich ist die Gewährleistung der medizinischen Versorgung auf dem Gebiet der Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgie, der speziellen Handchirurgie mit Einschluss der Chirurgie der peripheren Nerven, sowie die Behandlung schwerbrandverletzter Patienten. Die Klinik gliedert sich in die Fachbereiche Plastische Chirurgie, Handchirurgie und Verbrennungsbehandlung.
Für diese Fachbereiche werden Spezialsprechstunden geführt; zusätzlich besteht eine besondere Sprechstunde für spezielle Probleme aus dem Gebiet der peripheren Nerven (Verletzungen des Plexus brachialis etc.). Unser Zentrum für Schwerbrandverletzte, das grösste seiner Art in der Schweiz, ist ein wichtiger Bestandteil der Klinik und zusammen mit dem Brandverletztenzentrum in Lausanne, für die ganze Schweiz zuständig.

Klinische Tätigkeit

Bei vollständiger Ausschöpfung der Ressourcen hält sich die klinische Tätigkeit seit mehreren Jahren in fast identischem Rahmen. Sie ist in der Rubrik «Zahlen und Fakten» dokumentiert. Die gemeinsame Sprechstunde mit dem handchirurgischen Team der orthopädischen Universitätsklinik Balgrist wurde für einige sehr spezielle Fälle aus der Nervenchirurgie genutzt. Die sehr interessante Zusammenarbeit mit dem Kinderspital hielt sich im üblichen Rahmen.

Fort- und Weiterbildung

Die Klinik für Wiederherstellungschirurgie ist Weiterbildungsstätte der Kategorie A, sowohl für den Facharzt FMH, Plastisch-Rekonstruktive und Aesthetische Chirurgie, wie für den FMH-Schwerpunkttitel Handchirurgie.
Neben den strukturierten klinikinternen Weiterbildungsveranstaltungen laufen traditionsgemäss im klinikeigenen, mikrochirurgischen Trainingslaboratorium Operationsübungen. Nach Absolvierung dieses Übungsprogrammes wird der Trainingserfolg kontrolliert und falls dieser als gut befunden wird, erhält der Absolvent ein klinikeigenes Zertifikat für diesen Teil der mikrochirurgischen Ausbildung. Dieses Zertifikat ist eine Voraussetzung um an Patienten mikrochirurgisch tätig zu werden. Zusätzlich werden die Operationsübungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anatomie: (Direktor, Prof. Dr. med. P. Groscurth) weitergeführt. Im Berichtsjahr haben die folgenden Ärzte/innen das «European Board of Plastic-Reconstructive and Aesthetic Surgery» (EBOPRAS) erfolgreich absolviert: Dr. Nadia Belouli, Dr. Merlin Guggenheim und Dr. Simone Eggli. Den FMH-Facharzttitel für Plastisch-Rekonstruktive und Aesthetische Chirurgie erhielten Dr. Abed Jandali, Dr. Philipp Neff und Dr. Doris Strasser. Der FMH-Schwerpunktstitel für Handchirurgie wurde  Dr. Marco Canova zuerkannt.

Forschung

Die beiden Forschungsschwerpunkte «Tissue Engineering» einerseits und Wiederherstellung von peripheren Nerven andererseits, konnten erfolgreich weitergeführt werden (siehe Abb.1-3, sowie Akademischer Bericht 2004).
Die Abbildungen geben einen Einblick in unser Tissue-Engineering-Projekt zur Herstellung kleiner Gelenkprothesen mit gezüchtetem autologem Knorpel Überzug. Als experimentelles Modell dient das Kaninchenkniegelenk.

Entwicklung eines Prototyp-Modells über ein Rasterverfahren und dreidimensionalem Programm auf der Basis von 3-D CT Bildern.

Elektronenmikroskopische Aufnahme der Prothesentägersubstanz mit kultivierten Chondrocyten.

Histologischer Sagittalschnit mit Darstellung der mit kultivierten Chondrocyten überzogenen Gelenkflächen.

Kongresse, Symposien, Publikationen

Siehe Akademischer Bericht, Klinik für Wiederherstellungschirurgie 2004, Universität Zürich, http://www.unizh.ch/. Am 25. Juni 2004 wurde am USZ, von unserer Klinik organisiert, zur Feier «30 Years of Reconstructive Microsurgery  at the University Hospital Zurich» ein internationales, sehr gut besuchtes Symposium mit international renommierten Referenten und Referentinnen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Taiwan und Australien. Das Symposium wurde durch Prof. Dr. Hans Weder, Rektor unserer Universität eröffnet, der auch einen Vortrag zum Thema «Unlauterkeit in der Wissenschaft» hielt. Im weiteren organisierte unsere Klinik den diesjährigen 38. Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Handchirurgie im Kongresshaus Zürich, der ebenfalls sehr gut besucht wurde.


Personelles

2004 haben folgende Ärzte die Klinik verlassen: Dr. Marco Canova (AA), PD Dr. Boris Cermak (AA) und Dr. Martin Kilgus (OA). Dr. Canova wurde Leitender Arzt für Handchirurgie am Kantonsspital Chur, Dr. Cermak wechselte an die Schulthessklinik und Dr. Kilgus verliess die Klinik am 30. November 2004 um am1. Januar 2005 die leitende Arztstelle für Handchirurgie am Stadt Spital Triemli zu übernehmen. Auf seine Stelle wurde per 1. Dezember 2004 Dr. Sandra Baldi befördert.


Pflege im stationären und ambulanten Bereich
E. Götti-Fuchs

Die Veränderungen im Pflegedienst gehen mit den Umwälzungen von Ressourcen im USZ und der Gesundheitspolitik im Kanton Zürich einher. Insbesondere der Umgang mit den noch vorhandenen Ressourcen oder mit weniger Ressourcen bei gleichbleibender Pflegequalität. Diesbezüglich nehmen wir dahingehend Einfluss, dass verschiedene Mitarbeitende aktiv an vielen Pflegeprojekten teilnehmen wie z.B. Bezugspflege, FAGE, und andere. Diese Arbeiten ermöglichen es dem Pflegedienst, die Veränderungen aktiv mitzugestalten und sich im USZ zu positionieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu intensivieren. Insbesondere bei den Projekten wie das Austrittsmanagement der Patienten oder beim Wundkonzept. Alle diese Arbeiten dienen den Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen im Sinne einer besseren Pflege- und Behandlungsqualität.

Die Veränderungen in der Schweizerischen Bildungspolitik sind auch im Pflegedienst spürbar. Die Herausforderung aktiv in verschiedenen Projekten die Ausbildungssituation auf den Abteilungen mitzugestalten nehmen wir an. Es ist uns wichtig, auch weiterhin eine interessante Ausbildungsstätte für Lernende und Studierende in Krankenpflege zu sein. Ein weiterer Schwerpunkt war die Veränderung in den Strukturen des Pflegedienstes im USZ und auf den Kliniken. Mit dem Einsatz von Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten hat sich das Pflegeverständnis für die theoriegeleitete und forschungsgestützte Pflege etabliert.

Eckdaten
Medizinisches Angebot
Mikrochirurgie der peripheren Nerven, speziell Chirurgie des Plexus brachialis, sowie von Nerventumoren, Nervenkompressionssyndrome inkl. Schultergürtel (TOS), intraoperative Elektroneurographie, mikrovaskuläre Gewebetransplantation, Replantationschirurgie, spezielle Handchirurgie (inklusive endoskopische Operationen an der Hand), Weichteiltumorchirurgie, Sentinel-Lymphknotenbiopsie, Geschlechtsumwandlungen, Mammachirurgie (inklusive mikrochirurgische Mammarekonstruktionen), rekonstruktive Chirurgie bei irreversibler Gesichtslähmung, Gesichtschirurgie (inklusive endoskopische und mikrochirurgische Eingriffe) für komplexe Fälle oft in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, akute und sekundäre Behandlung schwerbrandverletzter Patienten im klinikeigenen Zentrum zur Behandlung schwer Brandverletzter.

Forschung
Die Forschungstätigkeit ist im Akademischen Bericht der Klinik für Wiederherstellungschirurgie 2003 der Universität Zürich (http://www.unizh.ch/) dokumentiert.

Abschliessend sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Bereiche der Klinik (Ärztlicher Dienst, Pflegedienst und Sekretariatswesen) für die geleistete Arbeit herzlich gedankt.

Dr. med.
Walter Küenzi
Leitender Arzt
stv. des Klinikdirektors
Dr. med.
Gertrude Beer
Oberärztin
Dr. med.
Volker Wedler
Oberarzt
Dr. med.
Martin Kilgus
Oberarzt (bis 30.11.2004)
Dr. med.
Philipp Neff
Oberarzt
Dr. med.
Abed Jandali
Oberarzt
Elisabeth Götti-Fuchs
Leiterin Pflege
Barbara Di Federico
Klinikmanagerin
Dr. med.
Sandra Baldi
Oberärztin (ab 1.12.2004)

 




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