Klinische Immunologie


Prof. Dr.
Adriano Fontana
Abteilungsleiter
In der Berichtsperiode 2004 wurde die von der Abteilung ausgeführte klinische Tätigkeit reorganisiert, mit dem Ziel, die im Rahmen der Reorganisation des Departements Innere Medizin ermöglichte Eigenverantwortung von stationären Patienten durch Ärzte der Klinischen Immunologie wahrzunehmen und die klinische Forschung im Sinne der translationalen Forschung zu verstärken.

Die neue Strukturierung der immunologischen Diagnostik erlaubt eine engere Einbindung der behandelnden Ärzte in die Labordiagnostik und dadurch eine bessere Verbindung zwischen Patienten und immunologischer Labordiagnostik.

Das immunologische Diagnostiklabor wurde durch bauliche Veränderungen optimiert und durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle, dem Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung, vom 30.6.04 bis 01.7.04 geprüft. Erfreulicherweise hat die Labordiagnostikeinheit unserer Abteilung die Qualitätsanforderungen vollumfänglich erfüllt und eine Reakkreditierung für die Jahre 2004-2009 erlangt.


Klinische Tätigkeit

 

Dank der Schaffung eines Lehrstuhls - vollamtliches Ordinariat - für Klinische Immunologie (vgl. Personelles) an der Universität Zürich ist die Klinische Immunologie als eigenständige, mit einem Facharzt-Titel FMH versehene Disziplin nun auch universitär eingebunden. Im Rahmen dieser erfreulichen Entwicklung wurde auch eine neue Oberarztstelle geschaffen. Diese konnte durch Dr. Thomas Hauser, Facharzt FMH Allergologie/Klinische Immunologie und Innere Medizin, besetzt werden.

Um dem interdisziplinären Charakter des Gebietes der klinischen Immunologie Rechnung zu tragen, wurde zusammen mit der Abteilung Hämatologie des Departements Innere Medizin (Abteilungsleiter Prof. Jörg Fehr) eine neue Sprechstunde für Immundefekterkrankungen geschaffen, welche gemeinsam von Ärzten der Hämatologie - PD Dr. Urs Schanz (Leitender Arzt) und Dr. Jörg Halter (Oberarzt) - und von Dr. Thomas Hauser und Prof. Adriano Fontana getragen wird. Die Organisation wird zusammen mit der Pflegedienstleitung von der Hämatologie übernommen.

Die Organisation des klinischen Konsiliardienstes auf den Bettenstationen erfolgt nun durch Dr. Thomas Hauser, Oberarzt, Abteilung Klinische Immunologie, dem dazu ein Assistenzarzt der Abteilung zur Verfügung steht. Dies erlaubt die Besprechung der Patienten an der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären immunologischen Visite (Dienstag 13.00-15.00 Uhr), gemeinsam mit Dr. Urs Widmer, Medizinische Klinik, Prof. Ralph Trüeb und PD Dr. Andreas Häffner, Dermatologie, Prof. Urs Schwarz, Neurologie und Dr. Adrian Forster, Rheumatologie. Dank der Verstärkung der Klinischen Immunologie kann der Konsiliardienst nun von Montag bis Freitag von 08.00-18.00 Uhr gewährleistet werden.

Im Gebiet der Vaskulitiden und Kollagenosen wird die ambulante immunologische Tätigkeit in Kollaboration mit der Rheumatologie (Prof. Beat Michel, Klinikdirektor, Dr. Pius Brühlmann, Leitender Arzt, und Dr. Adrian Forster, Oberarzt) in der interdisziplinären Sprechstunde für Vaskulitiden und Kollagenosen wahrgenommen.

Mit dem Ausbau der klinischen Tätigkeit der Abteilung konnte die Zahl der Konsultationen deutlich gesteigert werden: 330 Konsultationen bei 122 stationären Patienten (2003: 221 Konsilien bei 166 Patienten), 227 bei 95 ambulanten Patienten (2003: 98 Konsilien bei 63 Patienten). Das Spektrum der durch die Klinische Immunologie betreuten Erkrankungen ist entsprechend der alle Organsysteme umfassenden Bedeutung der Immunologie bei der Abwehr von Infektionserregern und bei Autoimmunkrankheiten breit gefächert.

Patientenstatistik


Immunologische Diagnostik

 

Das Jahr 2004 bedeutete für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des immunologischen Diagnostik-Laboratoriums (Leitung serologische Diagnostik: Dr. Helen Joller (Oberassistentin), Leitung zelluläre Diagnostik: Dr. Rolf W. Dubs (Oberassistent) eine besondere Herausforderung. Durch die zur Erneuerung der technischen Anlagen und zur Optimierung der immunologischen Labordiagnostik notwendig gewordenen baulichen Massnahmen am Häldeliweg 4 wurde der Betrieb der Diagnostik vorübergehend äusserst erschwert. Dank hervorragender Planung und dem immensen Einsatz aller in der Labordiagnostik tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelang es, den Diagnostikbetrieb aufrecht zu erhalten, trotz Behinderung durch Lärm und Staubexposition und trotz temporärer Schliessung einzelner Labors. Der dazu erforderliche finanzielle Aufwand betrug CHF 1,53 Mio. 

Es darf hier erfreulicherweise betont werden, dass die Immunologische Diagnostik für die Jahre 2005-2009 nach Überprüfung durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle, Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung, gemäss der Norm ISO/IEC 17025 reakkreditiert wurde.

Das Diagnostikangebot hat eine weitere Optimierung erlangt, indem (1) Tests, die nicht zur immunologisch-virologischen Ausrichtung der Abteilung passen, ausgelagert wurden (Antikörper gegen Helicobacter pylori), (2) neue, zum Teil sehr aufwändige, aber klinisch bedeutsame diagnostische Tests eingeführt wurden (Hepatitis B Virus Mutationsanalyse, Antikörper gegen die Muskeltyrosin-Kinase) und (3) bestehende Tests zur Kostenoptimierung mittels einfacherer Methoden analysiert werden können (Einführung der Immunfixation statt der Immunelektrophorese).

Das Auftragsvolumen ging aufgrund der Zahl der eingegangenen Aufträge bei den Seren, nicht aber den Zellanalysen leicht zurück: Seren 51’420 (2003: 54’335), Zellanalytik 8’748 (2003: 8’613). Insgesamt erfolgten 299’015 Analysen (2003: 307’984). Dazu kommen noch 4’561 Aufträge, respektive Analysen im Rahmen des HIV-Anonymenscreenings.


Experimentelle Forschung

Dr. T. Suter, Dr. Th. Birchler, Dr. U. Malipiero, Dr. M. Moransard, Prof. A. Fontana

Von Prof. Fontana und seinen Mitarbeitern wurde die folgende experimentelle Studie durchgeführt und veröffentlicht.

Die Erforschung der Pathogenese der Multiplen Sklerose sowie anderer entzündlicher Erkrankungen des Zentralnervensystems zeigt, dass durch das Zusammenspiel von aktivierten Makrophagen, Tumor Nekrose Faktor a (TNFa) und Anti-Myelin-Antikörper zu Demyelinisierung führt. Die Mechanismen, welche eine Remyelinisierung bewirken, sind weit gehend unbekannt. In unseren Arbeiten wurde die Frage gestellt, welche Faktoren bewirken, dass unreife Oligodendrozyten (OPC) aus dem die Entmarkungsherde umgehenden, intakten Hirngewebe in die Läsionen einwandern und dort zu Myelin bildenden Oligodendrozyten reifen.

Die Daten zeigen, dass Transforming Growth Factor beta (TGFb) Hirnmakrophagen dazu aktivieren, einen Faktor freizusetzen, welcher OPC in die Demyelinisierungsherde lockt. In Genchip Experimenten, durchgeführt mittels RNA von TGFb behandelten Makrophagen, wurde unser Augenmerk auf ein Genprodukt gelenkt, welches die Chemotaxie von OPC auslösen könnte. Dieser Faktor, Hepatocyte Growth Factor (HGF) genannt, wurde von uns in chronisch-entzündlichen Läsionen im ZNS in Makrophagen identifiziert und ging mit dem Nachweis von OPC in den Läsionen einher. Interessant ist nun, dass in der vorausgehenden akuten Phase der Autoimmun-Enzephalomyelitis demyelinisierende Entzündungsherde weder HGF noch OPC aufweisen. Damit lässt sich die Chemotaxie von OPC möglicherweise auch auf HGF zurückführen. Antikörper gegen HGF hemmen die Chemotaxie von OPC in TGFb stimulierten Makrophagen (Lalive, P.H. et al., 2005).

Dr. Tobias Suter (Oberassistent) und seine Mitarbeiter arbeiten schwergewichtig auf dem Gebiet der Antigen-präsentierenden Zellen (APC) in der Autoimmun-Enzephalomyelitis, dem Tiermodell der Multiplen Sklerose. APC und, im speziellen, die sogenannten Dendritischen Zellen (DC) initiieren und regulieren protektive Immunantworten, aber auch die fehlgeleiteten, die zur Entwicklung einer Autoimmunerkrankung wie Multiple Sklerose führt. Dr. Suter publizierte kürzlich, dass es zwar im gesunden ZNS nur sehr wenige DC gibt, in der Autoimmun-Enzephalomyelitis aber reichern sich die DC im ZNS in grosser Zahl an (Suter et al., Eur. J. Immunol. 30:794 (2000)). Funktionell unterscheiden sich diese DC von klassischen DC in ihrer Fähigkeit T-Zellen zu stimulieren: Sie wirken inhibierend auf die T-Zell-Proliferation (Suter et al., Eur. J. Immunol. 33:2998 (2003)). Im Berichtsjahr schaffte es das Team von Dr. Suter, die inhibierenden DC genau zu charakterisieren und Genchip-Analysen durchzuführen, die es erlauben werden, die molekularen Mechanismen der  beobachteten Inhibition und die Rolle dieser DC in der Regulierung der Autoimmun-Enzephalomyelitis zu entziffern. Es besteht die Hoffnung, dass durch ein gezieltes Fördern dieser inhibitorischen DC ZNS-Autoimmunerkrankungen in Zukunft besser therapiert werden können.


Klinische Forschung

 

Die patientenorientierte Forschung konnte im Berichtsjahr durch Teilnahme an mehreren klinischen Studien deutlich ausgebaut werden.

Dr. Thomas Hauser arbeitete im Berichtsjahr an vier laufenden klinischen Forschungsprojekten:

  1. Untersuchung zur Frage nach einem Zusammenhang zwischen dem Churg-Strauss Syndrom, einer ANCA-assoziierten Vaskulitis, und der Einnahme des Leukotrien-Rezeptorantagonisten Montelukast. In Zusammenarbeit mit Kollegen des Hôpital Cochin in Paris und der Rheumaklinik Badbramstedt bei Lübeck hat Dr. Hauser eine retrospektive, kontrollierte «case-crossover» Studie mit 107 Patienten begonnen, deren Abschluss für 2005 geplant ist.
  2. Im Rahmen der europäischen Vaskulitis-Studiengruppe EUVAS beteiligt sich die AKI an der kontrollierten, randomisierten, klinischen Studie IMPROVE (International Mycophenolate mofetil Protocol to Reduce Outbreaks of Vasculitides). Die Studie vergleicht die Wirkung von Mycophenolat Mofetil mit der Standardtherapie Azathioprin als Remissionserhaltungstherapie bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden. Innerhalb von fünf Monaten konnten am USZ die ersten vier Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Die Studie wird im Jahr 2008 abgeschlossen werden.
  3. In der Kohorte der französischen Vaskulitis Studiengruppe untersucht Dr. Th. Hauser Fragen zum Auftreten von Alveolarhämorrhagien bei primären systemischen Vaskulitiden.
  4. Als Mitglied einer Arbeitsgruppe der EMEA (European Medicinal Evaluation Agency) beteiligt Dr. Hauser sich an der Erarbeitung und Validierung einer besseren Klassifikation der primären systemischen Vaskulitiden für zukünftige klinische und epidemiologische Studien.

Dr. Helen Joller und Dr. Rolf W. Dubs arbeiteten an folgenden Studien:

  1. PYLO-STUDIE: Hepatitis E Viren im Abwasser: Da das Risiko für Klärwerkarbeiter nicht bekannt ist, soll in einer prospektiven Studie in Zusammenarbeit mit Prof. P. Hotz, Abteilung für Arbeits- und Umweltmedizin der Universität Zürich, die Prävalenz und Abschätzung des Arbeitsrisikos in 5-jährigen Verlaufsuntersuchungen evaluiert werden.
  2. Platlet derived growth factor (PDGF)-Studie: Das primäre Ziel der Studie ist, die Sicherheit der lokalen Anwendung von PDGF (Gel I-0201)  bei Patienten mit chronischen venösen Hautulzera zu untersuchen. Studie in Zusammenarbeit mit Anna Jen, Kuros Biosurgery AG.
  3. ANNE-STUDIE: Sind anti-Annexin-V-Antikörper im Serum von Patientinnen, die später eine Präeklampsie entwickeln, erhöht bzw. bereits erhöht, bevor die Krankheit symptomatisch wird? Haben anti-Annexin-V-Antikörper einen prädiktiven Wert in der Frühdiagnose der Präeklampsie? Wie verhalten sich anti-Annexin-V-Antikörper bei Patienten mit Lupus erythematodes oder Antiphospholipidsyndrom? Studie in Zusammenarbeit mit Frau Dr. I. Trummer und PD Dr. Beinder, Frauenklinik, USZ.
  4. Beim Diabetes mellitus Typ 2 wird die Rolle von IL1b und sein Einfluss auf Glukose induzierte Apoptose untersucht. In Zusammenarbeit mit PD Dr. M. Donath, Endokrinologie, DIM, USZ

Publikationen

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Lehre

 

Mitarbeiter der Abteilung beteiligten sich an neun Lehrveranstaltungen der Universität. Der Abteilungsleiter ist verantwortlich für die Ausbildung in Klinischer Immunologie im dritten und vierten Jahreskurs des Medizinstudiums: Allgemeine Immunologie (zusammen mit Prof. Rolf Zinkernagel), Medizinische Klinik sowie internistische Visite (zusammen mit Dr. Thomas Hauser sowie Kollegen und Kolleginnen des Departements Innere Medizin). Dr. Rolf W. Dubs und Dr. Helen Joller leiten den immunologischen Teil des Mikrobiologischen Kurses für Medizinstudenten.

Dr. Helen Joller leitet die Ausbildung von medizinischen Laborantinnen SRK und Weiterbildung zur Höheren Fach- und Kaderschule für medizinische Laborantinnen und Laboranten (SFDML) und bildet FAMH-Kandidaten aus.

Dr. Suter leitete zusammen mit Prof. K. Frei Teile des Immunologie-Praktikums für Biologiestudenten Uni/ETH und Teilnehmer des Postgraduate Kurses für Mediziner.


Weiterbildung

 

Im Rahmen der FMH Weiterbildung Klinische Immunologie werden einerseits eine wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Fallbesprechung (immunologische Visite dienstags 13.15 bis 15.00 Uhr) sowie interne Besprechungen angeboten. Andererseits stehen in der Abteilung Klinische Immunologie eine einjährige Assistenzarztstelle mit Anerkennung für den Facharzt FMH Allergologie/Klinische Immunologie sowie eine Rotationsstelle (50%) zur Erlangung des FAMH Titels in Labormedizin zur Verfügung.

Zur Unterstützung der Forschungsaktivität bietet die Klinische Immunologie folgende wöchentlichen Kolloquien: (1) Journal Club (Montag 09.00 bis 10.00 Uhr) und (2) Progress Report (Dienstag 08.30 bis 10.00 Uhr). Zudem partizipieren die Forschungsassistenten und Doktoranden an der wöchentlichen Seminarreihe «Aktuelle Probleme der Immunologie und Virologie» (Dienstag 12.15 bis 13.15 Uhr) der Professoren R. Zinkernagel, H. Hengartner und K. Mölling.


Organisation von Kongressen, Kolloquien und Tagungen

PD Dr. Urs Schanz und Prof. Adriano Fontana haben 2004 zwei von der Firma ZLB Bioplasma AG unterstützte Seminare organisiert:

15.01.04
Immunmodulation durch iv Immunglobuline
Prof. M.D. Kazatchine, INSERM, Paris


05.02.04 
Morbus Wegener: Neues zur Pathogenese, Klinik und Therapie
Prof. W. Gross, Rheumaklinik Bad Bramstedt

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Prof. Adriano Fontana wirkt in den folgenden Gremien:

  • Direktorium Zentrum für klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich
  • Nachwuchsförderungskommission der Universität Zürich
  • Schweizerischer Nationalfonds Abteilung IV: Leitung des Nationalen Forschungsprogramms NFP 38: "Entstehungsmechanismen neuer Infektionskrankheiten"
  • NCCR Neuro Zürich: A. Fontana ist Leiter des Projektes 6 «Infections and Immunity in the Central Nervous System: On the role of cell trafficking and blood-brain-barrier dysfunction»
  • Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Immunologie und Allergologie (SGAI)
  • Arbeitsgruppe für klinische Immunologie der SGAI

Prof. Adriano Fontana ist zudem Beirat in folgenden Stiftungen zur Forschungsförderung:

  • Postgraduate Kurs für Experimentelle Medizin und Biologie (Patronatskomitee)
  • Zentrum für Klinische Forschung (Direktorium)
  • Albert Böni Stiftung für Rheumaforschung
  • Theodore Ott-Fonds und Robert Bing-Preis der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften
  • Edoardo R., Giovanni-, Giuseppe und Chiarina Sassela-Stiftung
    Fondation Leenaards, Lausanne
  • Betty und David Koetser Stiftung für Hirnforschung
  • Gianni Rubatto Stiftung zur Förderung der Forschung im Bereiche der Immunologie und Infektionskrankheiten, Zürich

Dr. Rolf W. Dubs wirkt in folgenden Gremien:

  • SGAI-Vertreter im Fachausschuss FAMH: Weiterbildung zum "Spezialist für Labormedizinische Analytik FAMH"
  • Laborkommission der Schweiz. Gesellschaft Allergologie und Immunologie
  • Sektorkomitee der Schweiz. Akkreditierungsstelle (Laboratoriumsmedizin)
  • SGAI-Vertreter im Vorstand des CSCQ (Centre Suisse du Contrôle de Qualité)
  • SGAI-Stellvertreter in der QUALAB (Schweiz. Kommission für Qualitätssicherung im medizinischen Labor)

Dr. Helen Joller wirkt in folgenden Gremien:

  • Transplantationskoordinations-Gruppe USZ
  • Kantonalzürcherisches Schiedsgericht in Kranken- und Unfallversicherungsstreitigkeiten
  • Weiterbildung für Praxis-AusbildnerInnen USZ
  • Ausbildungskommission HRM, USZ

Dr. Thomas Hauser wirkt in folgenden Gremien:

  • Arbeitsgruppe für klinische Immunologie der Schweizerischen Gesellschaft für Immunologie (SGAI)
  • Europäische Vaskulitis Studiengruppe (European Vasculitis Study Group, EUVAS) als nationaler Koordinator
  • Arbeitsgruppe für Vaskulitiden der Europäischen Arzneimittelprüfstelle (European Medical Evaluation Agency, EMEA)

Mitarbeiter der Abteilung Klinische Immunologie haben auf Einladung an nationalen und internationalen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen. Hervorzuheben ist:

Prof. Adriano Fontana hielt Vorträge am Schweizerischen Multiple Sklerose Symposien in Zürich, am 7. Internationalen Kongress für Neuroimmunologie in Venedig, am Interdisziplinären Forschungssymposium zur Labordiagnostik gastroenterologischer Erkrankungen in Zürich und hielt Seminare im Klinikum Grosshadern in München, an der Universitätsklinik in Münster und in Hamburg.

Dr. Rolf W. Dubs hat am Jahreskongress der Schweiz. Gesellschaft für Allergologie und Immunologie teilgenommen.

Dr. Helen Joller hielt Vorträge am Kurs der Rettungsschule der Sanität Zürich in «Grundlage Immunologie und Hepatitis/HIV-Infektion», Kurs in Prä-Analytik für FAMH Absolventen am USZ sowie Ärzteweiterbildung in «Diagnostik der  Autoimmunerkrankungen» am Kantonsspital Winterthur.

Dr. Tobias Suter hielt einen Symposiums-Vortrag am 7. Internationalen Kongress für Neuroimmunologie in Venedig.

Dr. Thomas Hauser hielt einen Vortrag am Jahrestreffen der französischen Vaskulitis Studiengruppe (Groupe Français pour l’Etude des Vascularites, GFEV).

Gutachtertätigkeit von Prof. Adriano Fontana.

Gutachter des Zentrums für experimentelle Medizin an der Universität Würzburg
Mitglied des Editorial Board folgender wissenschaftlicher Journals: European Journal of Immunology, GLIA, Journal of Neuroimmunology.


Personelles

 

Die neu geschaffene Oberarzt-Stelle konnte durch Dr. Thomas Hauser, FMH Klinische Immunologie und Allergologie, besetzt werden.

Organigramm


Ausblick


Ziel für 2005 ist es, am Häldeliweg 4 in den Räumlichkeiten der Klinischen Immunologie zusammen mit der Abteilung für Allergologie ein gemeinsames Core Laboratorium für allergologische und immunologische labormedizinische Diagnostik aufzubauen. Im Bereich der Klinik soll im Departement Innere Medizin eine Bettenstation mit vier bis sechs Patientenbetten in Eigenverantwortung der Klinischen Immunologie betrieben und daselbst vertieft klinische Studien durchgeführt werden.


Finanzierung

In der Abteilung für Klinische Immunologie werden mit Mitteln der Universität Zürich zwei Forschungsassistenten und eine Laborantin finanziert.

Vom Schweizerischen Nationalfonds SNF, Abteilung III, wird das Projekt Intrazerebrale Kommunikation zwischen Immunsystem und Nervensystem (Projekt 3100-061136/2) durch Übernahme des Salärs von einer Assistentenstelle, zwei PhD-Doktorandenstellen und eine Tierpflegerteilzeitstelle gefördert.

Forschungsprojekte der neuroimmunologischen Forschungsgruppe der Abteilung Klinische Immunologie sind integriert im nationalen Forschungsschwerpunkt Neural plasticity and repair des Swiss National Centers of Competence in Research in Neuroscience/NCCR Neuro der Universität Zürich. Prof. A. Fontana koordiniert das Projekt 6 des NCCR Neuro, in welchem folgende Forschungsgruppen integriert sind: Prof. A. Aguzzi, Neuropathologie, Prof. P. Meier-Abt, Abteilung für klinische Pharmakologie und Toxikologie, Prof. K. Frei, Neurochirurgie, Prof. A. Fontana, Klinische Immunologie, Universitätsspital Zürich sowie Prof. W. Reith, Universität Genf und PD Dr. D. Leppert, Neurologie, Universitätsspital Basel. Das NCCR Neuro übernimmt das Salär einer Assistentinnenstelle der Forschungsgruppe von Prof. A. Fontana sowie für alle anderen hier aufgeführten Forschungsgruppen weitere vier Akademikerstellen (drei PhD Doktoranden und eine Postdoktorandenstelle) sowie Sachmittel.

Zwei weitere PhD Doktorandenstellen werden von der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft getragen. Sachmittel und technische Apparate konnten dank Unterstützung der Choremi Stiftung und der Gianni Rubatto Stiftung finanziert werden.

Insgesamt gelang es, für unsere Forschungsprojekte über Drittmittel folgende Stellen zu finanzieren:
2 Assistentenstellen und 4 PhD Doktorandenstellen

Drittmittel

 

 

Eckdaten

Die Abteilung Klinische Immunologie des UniversitätsSpitals verpflichtet sich der Vertretung ihres Faches in (A) der klinischen Betreuung von Patienten mit immunologischen Krankheiten, (B) der serologischen und zellulären Labordiagnostik, in welcher ein breites Angebot von immunologischen und virologischen (Hepatitis Viren und Human Immunodeficiency Virus HIV) Parametern bestimmt werden, (C) der klinischen und experimentellen Forschung mit den Schwerpunkten Autoimmunität und Zytokine und (D) der Lehre in klinischer Immunologie für die Ausbildung von Medizinstudenten und Naturwissenschaftlern.

Die klinische Tätigkeit fokussiert auf die Behandlung von Patienten mit Systemvaskulitiden und Kollagenosen. Die Sprechstunde für ambulante Patienten erfolgt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Beat Michel und Dr. Pius Brühlmann, Rheumaklinik, Universitätsspital und Mitarbeitern. Der immunologische Konsiliardienst erreicht die verschiedenen Kliniken des UniversitätsSpitals und wird gemeinsam mit PD Dr. Urs Schwarz, Neurologische Klinik, PD Dr. Ralph Trüeb, Dermatologische Klinik, Dr. Adrian Forster, Rheumaklinik und Dr. Urs Widmer, Medizinische Klinik abgehalten.


 


 




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