Klinische Pharmakologie und Toxikologie (KPT)
Klinische Tätigkeit Klinische Schwerpunkte bildeten die Erfassung und die Abklärung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Stiftung: SAS/CHDM, Pharmakovigilance), die Beratung von Spital- und Praxisärzten bei pharmakotherapeutischen Problemfällen (Medikamenteninformationsdienst), die Behandlung von akuten und chronischen Vergiftungs-patienten und die Mitbetreuung von ambulanten und stationären Patienten mit Leberkrankheiten (mit Abteilung Gastroenterologie und Hepatologie, Prof. Michael Fried). Meldezentrum für unerwünschte Arzneimittelwirkungen Toxikologisches Informationszentrum Es wurden verschiedene Lehrveranstaltungen für Medizinstudenten (3., 4. und 6. Jahreskurs), Studenten der Zahnmedizin, Pharmaziestudenten und Studenten der Umweltwissenschaften an der ETH durchgeführt. Forschung Im Vordergrund standen die molekulare Physiologie der Gallebildung, die Pathogenese von cholestatischen und toxischen Leberschäden, die Entgiftungs-mechanismen von körperfremden Substanzen und die pharmakogenetischen und pathophysiologischen Grundlagen zur Individualisierung der Arzneimitteltherapie. Die klinisch-orientierte Forschung befasste sich mit der Pharmakoepidemiologie von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (speziell Arzneimittel induzierte Leberschäden), der Pathogenese von Arzneimittelinteraktionen (speziell Phytopharmaka) und die Durchführung von klinischen Phase I/II Studien auf der Klinischen Forschungsstation (http://www.med.unizh.ch/). Eine Übersicht über die aktuellen Forschungsprojekte findet sich auf der Forschungsdatenbank der Universität (http://www.research-projects.unizh.ch/). Fort- und Weiterbildung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KPT beteiligten sich an mehreren pharmako-therapeutisch-orientierten Fort- und Weiterbildungen für praktische Ärzte und Apotheker. Spezielle Fortbildungen galten unerwünschten Arzneimittelwirkungen und -interaktionen in der Praxis, Pharmakotherapie im Alter und der medikamen-tösen Schmerztherapie. Im Rahmen der Klinischen Forschungsstation wurden ein Weiterbildungskurs in «Good Clinical Practice (GCP)» und ein «Prüfarztkurs» durchgeführt. Kongresse und Symposien Die KPT war im Berichtsjahr an der Organisation von 5 Workshops, Symposien und Kongressen beteiligt:
Personelles PD Dr. Bruno Hagenbuch wurde zum Full Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der University of Kansas USA gewählt. Prof. P.J. Meier-Abt wurde zum Vizerektor Forschung an der Universität Basel gewählt. Er tritt seine neue Stelle am 1. April 2005 an und verlässt damit das Universitätsspital Zürich nach Auszeichnungen und Ehrungen Der Abteilungsleiter wurde zum Mitglied der Deutschen Akademie der Natur-forscher LEOPOLDINA und zum Vizepräsidenten der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) gewählt. Er erhielt zudem die Auszeichnung, die Hartmann-Müller Gedächtnisvorlesung 2005 an der Universität Zürich halten zu dürfen. Weitere Tätigkeiten und Ausblick Die KPT arbeitete aktiv in der Medikamentenkommission des USZ mit und ist in der Projektleitung «Medikamentenprozess im USZ» vertreten. Der Abteilungsleiter fungierte auch als Direktor des «Zentrums für Klinische Forschung» und als Koordinator der interdisziplinären «Klinischen Forschungsstation» (www.med.unizh.ch). Mit der Wahl als Vizerektor an die Universität Basel verabschiedet sich der Abteilungsleiter im Frühjahr 2005 von der KPT, dem STIZ und dem UniversitätsSpital Zürich. Es war insgesamt eine äusserst spannende und interessante Tätigkeit in Forschung, Lehre und Dienstleistung. Die Klinische Pharmakologie und Toxikologie hat sich am USZ zu einer vollausgebauten Abteilung entwickeln können, die nicht nur in der Forschung, sondern auch in der medizinischen Dienstleistung einen festen Platz im interdisziplinären Gefüge der akademischen Spitzenmedizin einnimmt. Dafür gilt es den vorgesetzten Stellen, Universitätsleitung und Spitaldirektion, und insbesondere den direkten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken. Die rationale und sichere Anwendung von Medikamenten am Menschen bleibt eine grosse Herausforderung in allen Bereichen der Medizin und sichert damit dem Fachgebiet Klinische Pharmakologie und Toxikologie auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten. Publikationen |
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