Das neue USZ

Das Siegerprojekt besteht in der ersten Etappe aus zwei Gebäuden, die mit den historischen Bauten ein stimmiges Ensemble bilden. Die Freiräume sind ausgewogen dimensioniert und ermöglichen eine einfache Durchquerung des Spitalareals. Das neue Spital umfasst helle Patientenzimmer und attraktive Arbeitsplätze. Es bietet interessante Orte, um sich zu begegnen – zum Beispiel Lounges in den Verbindungsbrücken zwischen den Häusern, öffentliche Gärten oder Cafés.

Insgesamt ergänzt das Siegerprojekt die zu erhaltenden Bauten von Haefeli Moser Steiger um fünf neue Häuser. Die Typologie, die Proportionen und der architektonische Ausdruck der neuen Gebäude sind mit dem ETH Hauptgebäude und der Universität verwandt. Dank dieser prägnanten Bauten erhält das Universitätsspital eine ganz neue architektonische Identität und Präsenz in der Stadt Zürich. Die im Hochschulgebiet vorgefundenen wie auch die im Weissbuch definierten Stadtraumtypologien werden sorgfältig aufgenommen und weiterentwickelt.

Einfache Durchquerung

Die neuen Freiräume folgen der Topographie und ermöglichen einer breiten Öffentlichkeit, das Spitalareal einfach zu durchqueren und zu den anderen Institutionen zu gelangen. Zudem enthalten sie die quartiertypischen Elemente wie Treppen, Rampen und Stützmauern.

Stimmige Proportionen

Indem die Masse der Baukörper den Rahmen des Gestaltungsplans deutlich unterschreiten, ist das Volumen angemessen im Verhältnis zu den historischen Häusern
und den angrenzenden Nachbarsbauten.


Patientenzimmer mit Blick über den Gloriapark auf Stadt und See (Visualisierung Christ & Gantenbein)

Atmosphäre zum Gesundwerden

Die Patientenzimmer erhalten durch holzverkleidete Wände eine behagliche Stimmung. Natürliche und rustikale Materialien bilden einen Kontrast zum Hightech-Umfeld im Spital und geben Bauten und Innenräumen eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Menschen wohl fühlen können.

Zwei Gebäude – zwei Fassaden

Die beiden Gebäude des Campus MITTE1 weisen zwei unterschiedliche Fassaden auf. Das untere, näher bei der Altstadt gelegene Haus wird rundum von Pflanzen umrankt. Die Begrünung ist ein Beitrag zur Regulierung des Stadtklimas, das unter anderem wegen versiegelter Böden und der baulichen Dichte in der Stadt zunehmend wärmer wird. Die Bepflanzung ist auch von innen sichtbar, was zum Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeitenden beitragen soll. Auf dem Dach und an den dafür geeigneten Fassaden des zweiten Hauses werden Photovoltaik-Elemente angebracht, die das Sonnenlicht in Energie umwandeln. Sie leisten damit einen Beitrag zur nachhaltigen und CO2-armen Energieversorgung.

Betriebliche Vorteile

Die Gebäude kommen auf einem gemeinsamen Sockel zu liegen, was für den Spitalbetrieb erhebliche Vorteile bringt. Die Architektur ermöglicht angenehme Arbeitsplätze. Insgesamt erfüllt das Projekt vorbildlich die komplexe Aufgabe, ein Spital für Versorgung, Forschung und Lehre zu schaffen.

Rücksicht auf historischen Bestand

Vom bestehenden USZ werden im Kernareal Ost zwei Teile als wichtige Zeugen ihrer jeweiligen Zeit erhalten bleiben: Einerseits die Alte Anatomie als letzter existierender Bau des zwischen 1837 und 1842 errichteten, ersten Kantonsspitals. Andererseits das aktuelle Hauptgebäude, welches Haefeli Moser Steiger von 1941 bis 1953 realisierten.



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