Neue Räume für die Spitzenmedizin

​Ab Mitte Juni nimmt das Universitätsspital Zürich ein neues Spitalgebäude in Betrieb. Das Konzept von „SUED2“ ist neuartig, denn Klinikstrukturen werden zu Gunsten der innovativen Behandlung von Patientinnen und Patienten aufgebrochen.

Das Universitätsspital Zürich wird in den nächsten Jahren umgebaut, um den neuen Anforderungen der Spitzenmedizin gerecht zu werden. Ein Grossteil der Gebäude wird erst ab 2022 realisiert. Doch schon jetzt bezieht das USZ die ersten neuen Flächen seit über 25 Jahren: Das neue Spitalgebäude „SUED2“ wird dem USZ während 20 Jahren als Provisorium dienen. Ab Mitte Juni wird es schrittweise in Betrieb genommen.

001_2018_10_03_USZ_Outdoor.jpg

Die Infrastruktur gewinnt in der hochspezialisierten Medizin zunehmend an Bedeutung. Moderne medizinische Geräte benötigen mehr Fläche, höhere Räume und eine grössere Traglast der Geschosse. Zudem ändern sich die Betriebsabläufe. So strebt das USZ insbesondere eine konsequente Trennung der ambulanten und der stationären Medizin sowie eine Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit an.

Das neue Gebäude SUED2 trägt diesem Anliegen Rechnung: Es besteht aus insgesamt sieben Etagen, von denen fünf für die medizinische Versorgung genutzt werden. Im Erdgeschoss entsteht ein gemeinsames Ambulatorium von fünf chirurgischen und drei internistischen Kliniken (Gastroenterologie und Hepatologie, Gefässchirurgie, Immunologie, Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Rheumatologie, Thoraxchirurgie, Traumatologie, Viszeral- und Transplantationschirurgie). Die Behandlungsteams sind interdisziplinär und interprofessionell, die Prozesse aufeinander abgestimmt. Oder anders gesagt: bestehende Klinikstrukturen werden zu Gunsten der Behandlung der Patientinnen und Patienten aufgebrochen.

Grafik-Stockwerke-SUED2-ohnetechnick.jpg

Interdisziplinär wird auch auf den anderen Etagen gearbeitet: Im ersten und zweiten Geschoss befinden sich die Intensivstation für Traumatologie und das Endoskopiezentrum. Im dritten Stock findet das einzige Zentrum für Brandverletzte in der Deutschschweiz Platz. In der vierten Etage betreibt die Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie eine Therapiestation für Stamm- und Immunzelltransplantierte.


Architektur auf medizinische Nutzung abgestimmt

Auch die Architektur des neuen Spitalgebäudes mit insgesamt 370 Räumen und einem Volumen von rund 60 Einfamilienhäusern ist auf die medizinische Nutzung abgestimmt. So verfügt „SUED2“ über einen hohen Glasanteil, der Tageslicht und Naturbezug erhöht.  Am Beispiel der Intensivstation für Brandverletzungen lässt sich zudem zeigen, wie entscheidend die Infrastruktur für die fachspezifische medizinische Nutzung ist. Da Brandverletzte auszukühlen drohen, lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Patientenzimmern individuell regulieren. Zudem herrscht in den Zimmern ein Überdruck, um drohende Infektionen zu vermeiden. Über einen separaten Entsorgungskorridor kann zudem kontaminiertes Material weggeführt werden.


Weitere Informationen

Dossier SUED2


Offline - Nachricht hinterlassen

Wir verwenden Cookies, um unsere Website nutzerfreundlich zu gestalten, sie fortlaufend zu verbessern und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.