​Bleiben Sie informiert zu Fragen Ihrer Gesundheit

Abonnieren Sie noch heute den USZ Newsletter. Wir informieren über neuste Erkenntnisse aus der Medizin sowie über innovative Behandlungsmöglichkeiten am Universitätsspital Zürich.

Daniela Lenggenhager, PD Dr. med.

Leitende Ärztin Zytologie, Institut für Pathologie und Molekularpathologie
Leitende Ärztin, Zytologie

Spezialgebiete: Zytopathologie , Gastrointestinale Pathologie, Pankreas-Pathologie, Leberpathologie, Transplantationspathologie (Leber)
Tel. +41 43 253 84 30

Zugehörige wissenschaftliche Veröffentlichung

Leukemia 2022 Apr;36(4):1035-1047.

Inhibitors of Bcl-2 and Bruton’s tyrosine kinase synergize to abrogate diffuse large B-cell lymphoma growth in vitro and in orthotopic xenotransplantation models.  Katrin Bertram, Peter John Leary, Christophe Boudesco, Jonas Fullin, Kristin Stirm, Vineet Dalal, Thorsten Zenz*, Alexandar Tzankov, Anne Müller*. *CCCZ Member
DOI: 10.1038/s41375-021-01470-4

Die Arbeiten wurden mit finanzieller Unterstützung des CCCZ Förderprogramms durchgeführt.

Das CCCZ Funding & Fellow Programm fördert innovative Krebsforschungsprojekte am CCCZ, die dazu beitragen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schnell in die klinische Anwendung zu übertragen.

Ich hatte grosse Angst vor der Behandlung. Als Erstes stand eine Operation mit Vollnarkose an, weil die Lymphknoten bereits befallen waren. Danach ging ich alle drei Wochen zur Immuntherapie. Das USZ-Team war eine wichtige Stütze für mich in dieser Zeit. Sie haben mir alles genau erklärt, um mir die Angst zu nehmen. Die Oberärzte begegneten mir auf Augenhöhe, und bei den persönlichen Begegnungen haben wir auch mal gelacht. Jeder und jede hat sich Zeit für mich genommen. Die zweite wichtige Stütze in dieser Zeit war meine Familie. Auch wenn ich es immer noch ungern zugebe: In dieser Zeit kamen mir ein paarmal die Tränen. Als mich meine beiden Töchter Kaja und Lia so sahen, sagten sie: “Papi, du musst nicht traurig sein, die Krebsli gehen schon wieder weg.” Solche Momente waren ein Geschenk für mich, und sie halfen mir, mich auf das Positive zu konzentrieren. Während des Behandlungsjahrs ging bei mir im Kopf enorm viel ab. Ich hatte tausend Fragen und Gedanken. Irgendwann brauchte ich den Austausch mit Psychologen und Betroffenen. Selbsthilfegruppen wie melanom-selbsthilfe.ch haben mir in dieser Zeit sehr geholfen. Dort kann man richtig abladen, und es belastet niemanden. Für den Kopf und die Seele ist das wichtig. Meine Schilddrüse ging durch die Medikamente kaputt. Ich muss wahrscheinlich mein ganzes Leben lang Hormone nehmen. Dafür ist auch der Krebs weg. Die Immuntherapie hat voll angeschlagen. Aber der Krebs kann natürlich wiederkommen. Ich kann nur allen empfehlen, regelmässig die Haut untersuchen zu lassen. Und falls es einen doch trifft: Niemals aufgeben! Die Medizin ist heute so weit, es gibt immer eine Chance!”

Welche Allergien machen sich vornehmlich auf der Haut bemerkbar?

Da differenzieren wir zwischen unterschiedlichen Formen. Ganz grob kann man unterscheiden zwischen Nesselfieber, Schwellungen, ekzematösen Kontaktallergien und Arzneimittelreaktionen. Beim Nesselfieber kommt die Reaktion in Form von Quaddeln auf der Haut – und zwar sofort nach dem Kontakt mit dem Allergen, also dem Stoff, der die Allergie auslöst. Dabei kann es sich zum Beispiel um Nahrungsmittel handeln, um Medikamente oder Insektenstiche.

Und bei Kontaktallergien dauert es länger, bis es zu Hautreaktionen kommt?

Da können Tage vergehen, bis es Probleme gibt. Das Allergen hat immer wieder direkten Kontakt mit der Haut und führt mit der Zeit zu einem Ekzem. Nickel in Schmuck ist hier ein Thema, aber auch Parfüm, Kosmetika oder Malerfarben.

Gibt es Fälle, bei denen unklar ist, woher die Allergie stammt?

Ja, das kommt immer wieder vor. Dann befragen wir die Patienten nach ihren Lebensumständen bei der Arbeit oder zu Hause und machen entsprechende Tests. Manchmal ist für mich als Ärztin buchstäblich detektivischer Spürsinn gefragt.

Können Sie ein Beispiel erzählen?

Wir hatten eine Patientin, die beim Trinken von Orangensaft Nesselfieber bekam. Des Rätsels Lösung lag nach vielen Tests und langen Untersuchungen im Umstand, dass die im Saft verwendeten Orangenschalen mit einem Überzugsmittel gewachst wurden, das bestimmte Insekten enthielt, die mit Milben kreuzallergisch reagieren. Die Patientin hatte nämlich auch eine ausgeprägte Milbenallergie.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

Wenn das Allergen bekannt ist, sollten es die Betroffenen meiden. Das ist aber nicht immer so einfach. Wer zum Beispiel schon auf Spuren von Sellerie allergisch reagiert, hat es schwer, weil Sellerie in allen möglichen Lebensmitteln vorkommt – auch in Salatsaucen oder Gewürzmischungen. Eine akute allergische Reaktion wird in der Regel mit Antihistaminika, Kortison oder in schweren Fällen mit Adrenalin behandelt. Diese drei Medikamente tragen starke Allergiker immer mit sich in einem Notfallset. Für den Heuschnupfen ist eine Desensibilisierungstherapie möglich. Kontaktallergien werden meistens kurzzeitig mit Kortisonsalben behandelt.

Claudia Lang, Dr. med.

Oberärztin, Dermatologische Klinik

Spezialgebiete: Atopische Dermatitis/Neurodermitis, Mastozytose, Kontaktallergien
Tel. +41 44 255 11 11

Nicolaus Andratschke, Prof. Dr. med.

Leitender Arzt, Stv. Klinikdirektor, Klinik für Radio-Onkologie

Spezialgebiete: Neuroonkologie, Thoraxonkologie, Radiochirurgie und MR-gestützte Strahlentherapie
Tel. +41 44 255 31 50

Keine typische Allergie

Sehr oft leiden diese Patientinnen und Patienten auch unter Heuschnupfen, Asthma oder Nahrungsmittelallergien. Diese Erkrankungen werden zusammen mit der Neurodermitis zu den atopischen Krankheiten gezählt. Atopie bedeutet, auf Umwelteinflüsse mit der Bildung von IgE-Antikörpern zu reagieren. Die atopische Dermatitis ist dabei nicht eine IgE-vermittelte Reaktion, also dass sich die Haut zum Beispiel beim Konsum von Haselnüssen unmittelbar verschlechtert. Trotzdem berichten einige Patienten über eine Verschlechterung des Hautzustands im Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln oder in der Heuschnupfensaison. Es handelt sich um eine Entzündungsreaktion in der Haut, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird und zu einer überschiessenden Reaktion des Immunsystems führt.

Therapie über mehrere Stufen

Bei einem akuten Schub kommt lokal oft Kortison zum Einsatz. Die Immunantwort und damit die heftige entzündliche Reaktion werden so lokal gehemmt. Die Nebenwirkungen für den Körper sind gering, da lokales Kortison kaum in den Blutkreislauf gelangt. Bei grossflächig auftretender Neurodermitis kommen kurzzeitig auch Medikamente zum Einsatz, die das Immunsystem insgesamt dämpfen. Für die Dermatologin aber keine nachhaltige Option. «Sobald man diese Medikamente absetzt, kann es zu einem neuen Schub kommen. Oft werden die Medikamente auch nicht so gut vertragen.» Neue Medikamente sollen Abhilfe schaffen, indem sie spezifisch bei den relevanten Botenstoffen ansetzen. Sie sollen also die Meldung abfangen, dass eine Entzündung bekämpft werden müsse, damit die «Feuerwehr» gar nicht erst ausrückt.

Wirksam, einfach und ohne Nebenwirkungen

Die zweite Therapie der Wahl nach entzündungshemmenden Salben wie Kortison ist die Lichttherapie. Sie wirkt direkt auf die Haut, ist praktisch frei von Nebenwirkungen und damit auch für Schwangere geeignet. Dank Filterung auf eine spezifische Wellenlänge im UVB-Spektrum erhöht sie auch das Hautkrebsrisiko nicht. Vor allem aber kann sie einen längerfristigen, positiven Effekt haben. Zudem ist die eigentliche Therapie extrem kurz: Nur gerade wenige Minuten dauert eine Sitzung. Ihr einziger Nachteil ist der manchmal erhebliche organisatorische Aufwand für zwei bis drei Sitzungen wöchentlich während drei bis vier Monaten. Die Behandlung in den Arbeitsweg integrieren: Mit dem Angebot des USZ im Circle am Flughafen Zürich wird dies für manchen vielleicht einfacher.

Mit der Krankheit leben lernen

Für Karin Grando das Wichtigste: dass die betroffenen Menschen lernen, mit der Krankheit und dem ständigen Juckreiz umzugehen. Und nicht aufzugeben. Es sind einfache Tipps, die sie den Patienten mitgeben kann. «Wenn die Zeit reicht. In erster Linie erklären wir nach dem Arztgespräch noch mal die verordnete Therapie und wie sie die Medikamente anwenden, auftragen oder einnehmen müssen.» Welche Tipps würde sie noch vermitteln? «Alles vermeiden, was die Haut zusätzlich belastet. Also nicht heiss und mit weichem Wasserstrahl duschen, sich abtupfen, keinesfalls rubbeln. Oder auch mal die Unterwäsche mit den Nähten nach aussen tragen.»

Forschung

Vieles ist bei der atopischen Dermatitis noch unklar. Um Zusammenhänge zu erkennen und damit auch die Mechanismen der Erkrankung besser zu verstehen, ist das USZ unter der Leitung von Peter Schmid- Grendelmeier, Leiter der Allergiestation, und Claudia Lang in einem Register involviert, das Patientinnen und Patienten über fünf Jahre begleitet und ihren Krankheitsverlauf detailliert dokumentiert. Ein anderes Projekt unter der Leitung von Charlotte Brüggen, ebenfalls Dermatologin, untersucht, ob allenfalls Pilze im Darm oder Bestandteile davon ins Blut gelangen und in der Haut Entzündungen auslösen. In diesem Fall könnte eine Therapie bei der Veränderung der Darmflora ansetzen. Dieses Projekt wird von der USZ Foundation unterstützt.

Claudia Lang, Dr. med.

Oberärztin, Dermatologische Klinik

Spezialgebiete: Atopische Dermatitis/Neurodermitis, Mastozytose, Kontaktallergien
Tel. +41 44 255 11 11

Therapieangebot der Klinik für Radio-Onkologie

Kontakt

Wietske Sophie Perryck

Leiterin Radiologie, Klinik für Radio-Onkologie

Tel. +41 44 255 27 92

​Bleiben Sie informiert zu Fragen Ihrer Gesundheit

Abonnieren Sie noch heute den USZ Newsletter. Wir informieren über neuste Erkenntnisse aus der Medizin sowie über innovative Behandlungsmöglichkeiten am Universitätsspital Zürich.