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Neuland in der Logistik

Die Logistik in einem Universitätsspital ist hochkomplex und dynamisch. Sie muss nicht nur effizient sein, sondern auch individualisierbar. Jeden Tag werden grosse Mengen verschiedenster Güter verschoben, von Operationsinstrumenten über medizinische Verbrauchsmaterialien bis hin zu Essenslieferungen auf die Abteilungen: Einige Güter sind standardisiert, andere wiederum müssen speziell auf die Patienten abgestimmt werden, wie beispielsweise Medikamente oder Diät-Menüs.


Die Intralogistik graphisch erklärt

Das USZ betritt Neuland

Handel und Industrie setzen schon seit geraumer Zeit auf Digitalisierung und Automatisierung, um Kosten zu sparen und leistungsfähiger zu werden. Das USZ adaptiert in den Neubauten MITTE1 und MITTE2 diese Konzepte nun für den Spitalbetrieb. Das Ziel: Die Logistikaufgaben sollen verlässlich, schnell und effizient erledigt werden. Das gelingt, indem das Logistiksystem zum einen noch enger mit bestehenden IT-Systemen verknüpft wird und zum anderen neue Mittel wie automatische Transportroboter die medizinischen Bereiche rund um die Uhr mit allen benötigten Waren versorgen.

Zentrales automatisiertes Kleinteilelager

Auf den oberen, lichtdurchfluteten Stockwerken soll der vorhandene Platz so weit wie möglich für die Menschen zur Verfügung stehen. In der Planung wurde deshalb der Raum für Technik und Lagerhaltung auf den Abteilungen sehr knapp gehalten. Im Untergeschoss ist dafür ein automatisiertes Kleinteilelager vorgesehen, mit Platz für rund 7000 Behälter.

«Just in time»

Wenn eine Bestellung eingeht, holt ein Transportroboter den entsprechenden Behälter aus dem Kleinteilelager und übergibt ihn dem Warenheber, von wo er direkt auf die entsprechende Station geliefert wird. Somit dauert es von der Bestellung bis zur Auslieferung nur wenige Minuten. Das Ziel ist aber weniger, möglichst viele kurzfristige Bestellungen abwickeln zu können, als vielmehr, das Material «just in time» anzuliefern, also dann, wenn es tatsächlich benötigt wird. So werden dezentrale Lager vermieden und die Patientinnen und Patienten profitieren direkt vom neuen System: Sie können beispielsweise mitbestimmen, wann sie ihre Mahlzeiten erhalten möchten.